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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2026

Gut lesbar

Die Mönchin
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1405 wird in Oberösterreich der Mönch Adrian in die Abtei Ennswalden geschickt, um eine Schrift zu finden, die der Kirche bei Entdeckung größten Schaden zufügen kann. Doch der Mönch ist in Wirklichkeit ...

1405 wird in Oberösterreich der Mönch Adrian in die Abtei Ennswalden geschickt, um eine Schrift zu finden, die der Kirche bei Entdeckung größten Schaden zufügen kann. Doch der Mönch ist in Wirklichkeit eine Frau. Adriana ist gebildet und versucht, diese Schrift zu entdecken. Doch ihre Mission ist gefährlich und um sie herum geschieht ein Mord nach dem anderen...

Ein Kloster, die Suche nach einer verbotenen Schrift im Mittelalter und viele Tote - das erinnert natürlich sofort an „Der Name der Rose“. Wohl jedes Buch, das in diesem Setting spielt, muss ich damit vergleichen lassen. Auch wenn in „Die Mönchin“ nicht alles so übernommen wurde, ähnelt es natürlich dem Klassiker. Trotzdem ist das Buch gelungen und gut lesbar und ist weniger ein historischer Roman als ein historischer Krimi. Die Geschichte ist in großen Teilen nachvollziehbar und auch spannend. Gut gefallen hat mir die Zeichnung am Anfang des Buches und die Erklärungen z. B zu den Stundengebeten oder bestimmten Ritualen im Kloster. Auch am Ende, bei dem erklärt wird, was fiktiv ist und was historisch belegbar, fand ich das hilfreich. Alles in allem ein sehr gut lesbares Buch, für das ich eine Leseempfehlung ausspreche

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Guter Krimi

Taubenschlag
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Nahezu gleichzeitig werden mehrere Tote gefunden. In Berlin eine Familie, die allerdings schon mehr als 30 Jahre tot ist. In verschiedenen norddeutschen Städten ältere Herrschaften, die brutal ermordet ...

Nahezu gleichzeitig werden mehrere Tote gefunden. In Berlin eine Familie, die allerdings schon mehr als 30 Jahre tot ist. In verschiedenen norddeutschen Städten ältere Herrschaften, die brutal ermordet worden sind und die eine tote Taube bei sich haben. Durch ein europäisches Programm können Lykke und Rudi wieder zusammenarbeiten. Die Ermittlungen sind schwierig, denn es scheint gar nichts zusammenzuhängen und Rudi ist am Ende sogar sehr persönlich involviert.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist ein seriöser Krimi, die Ermittlungen sind nachvollziehbar und vor allem erscheinen sie mir auch sehr real. Was aber an dem Buch besonders ist, ist das sympathische Duo, dass sehr viel Witz versprüht. Das mag ich sehr. Der Fall selbst reicht ein ganzes Stück in die Vergangenheit und ist dadurch auch sehr interessant. Er ist nicht durchweg hochspannend, aber das hat mich nicht sehr gestört, weil die Geschichte trotzdem vorwärts ging. Von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Gute neue Reihe

Im Herzen so kalt (Ein Fall für Maya Topelius 1)
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In Östersund wird ein Umweltaktivist, der sich speziell mit dem Schutz des Waldes beschäftigt hat, erschossen. Aus Stockholm kommen die Ermittler Maya und Pär. Anfangs erhalten sie kaum Unterstützung, ...

In Östersund wird ein Umweltaktivist, der sich speziell mit dem Schutz des Waldes beschäftigt hat, erschossen. Aus Stockholm kommen die Ermittler Maya und Pär. Anfangs erhalten sie kaum Unterstützung, weder von den einheimischen Polizisten noch von den Menschen in Östersund. Doch das ändert sich mit der Zeit und so werden langsam, aber stetig Fortschritte erkennbar.

Das Buch ist der erste Teil einer bisher geplanten dreiteiligen Reihe. Mir hat es ja gut gefallen. Es ist ein klassischer Krimi. Ermittlungen sind nachvollziehbar, die handelnden Personen vielschichtig. Neben dem reinen Krimi-Fall werden einige gesellschaftliche Probleme angesprochen. Trotzdem geht es in erster Linie um den Fall. Gut eingearbeitet wurden die speziellen Eigenschaften in Schweden bzw. der Schweden. Aber es wurden eben auch kritische Sachen angemerkt. Alles zusammen ergibt eine gute Mischung. Die Spannung ist nicht durchgehend sehr hoch, aber immer vorhanden. Ich freue mich auf die Fortsetzung und gebe eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Familie und Historie

Schwesternland
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Antonia leidet immer noch an dem Verlust ihres Vaters. Zum 100. Geburtstag ihrer Großmutter trifft sie sich mit ihrer Familie im Haus im Havelland, genannt Schwesternland. Denn auch innerhalb der Familie ...

Antonia leidet immer noch an dem Verlust ihres Vaters. Zum 100. Geburtstag ihrer Großmutter trifft sie sich mit ihrer Familie im Haus im Havelland, genannt Schwesternland. Denn auch innerhalb der Familie ist seit dem Tod des Vaters die enge Verbindung wie zerbrochen. Durch ein Ahnengutachten entschließt sie sich, ihre Masterarbeit über die Flucht der Hugenotten aus Frankreich zu schreiben, denn in dem Gutachten findet sie eine Vorfahrin, eine Tochter eines Seidenhändlers aus Lyon. Jeanne verliert auf der Flucht nach Berlin fast alles und Antonia folgt ihren Spuren.

Die Geschichte ist zweigeteilt. In der Gegenwart geht es vor allem um Antonia und ihr Studium sowie ihr Leben. Mehr begeistert hat mich allerdings die Geschichte in der Vergangenheit. Es ist wunderbar beschrieben, wie die Hugenotten in Frankreich lebten, wie es zur Vertreibung kam und vor allem was sie auf der Flucht und auch später in ihrem Fluchtland Preußen erlebt haben. Anfangs springt es in den Zeiten stark hin und her. Ich meine damit nicht Gegenwart und Vergangenheit, sondern auch noch innerhalb der Vergangenheit. So gibt es Teile, die weit vorgreifen und vorwegnehmen. Und dann wiederum klaffen große Lücken, die erst viel später geschlossen werden. Etwa ab der Hälfte des Buches geht es dann mehr chronologisch vorwärts und das empfand ich als wesentlich besser. In der Gegenwart habe ich manche Entscheidung von Antonia einfach nicht nachvollziehen können. Trotzdem ist das Buch sehr gut lesbar und vermittelt unauffällig auch viel Wissen über das 17. Jahrhundert. Daher gibt es von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Typisch

Ostfriesenerbe
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Ann Kathrin hat ein großes Problem. Vom sogenannten Club der Wissenden bekommt sie einen Code übermittelt, mit dem sie in diese geheime Datenbank eindringen kann. Das alles ist natürlich illegal und sie ...

Ann Kathrin hat ein großes Problem. Vom sogenannten Club der Wissenden bekommt sie einen Code übermittelt, mit dem sie in diese geheime Datenbank eindringen kann. Das alles ist natürlich illegal und sie will das eigentlich gar nicht tun. Doch viele verschiedene Leute wollen den Code und damit ist ihr Leben extrem bedroht. Gleichzeitig geschehen aber auch eigenartige Morde und Unfälle und alles wird komplizierter, denn ihre Chefin will sie eigentlich sofort loswerden.

Das Buch ist ein typischer Krimi aus der Ostfriesen-Reihe. Nicht besonders hochspannend und es passiert wie immer auch sehr viel nebenher. Allerdings ist es bei weitem nicht das schlechteste Buch der Reihe. Es werden einige interessante Fragen aufgeworfen. So war eigentlich die Sache mit dem Code interessanter als der Fall selbst. Ich glaube, man sollte Fan der Reihe sein, ansonsten dürfte das Lesen etwas schwierig werden.

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