Wenn das Chaos die Hölle wachküsst – Ein grandioses Finale
The Lovely Side of DeathWas passiert, wenn eine chronisch ungeschickte Hexe das Zeitliche segnet? Richtig: Die Unterwelt bekommt ein massives Problem. Francis Eden knüpft in "The Lovely Side of Death" nahtlos an den ersten Band ...
Was passiert, wenn eine chronisch ungeschickte Hexe das Zeitliche segnet? Richtig: Die Unterwelt bekommt ein massives Problem. Francis Eden knüpft in "The Lovely Side of Death" nahtlos an den ersten Band an und beweist, dass der Tod erst der Anfang des eigentlichen Chaos ist.
Der Schreibstil: Locker, bissig, mitreißend
Die Autorin hat eine spürbare Wandlung vollzogen. Wirkte der Stil zu Beginn der Reise noch wie ein Experiment, sitzt hier jedes Wort. Eden schreibt mit einer Leichtigkeit, die selbst düsteren Szenen die Schwere nimmt, ohne ihnen die emotionale Bedeutung zu rauben. Besonders die Kapitelüberschriften sind ein echtes Highlight und bringen einen schon vor der ersten Zeile zum Schmunzeln. Der Mix aus trockenem Humor und knisternder Romantasy sorgt dafür, dass man die Seiten förmlich „wegsnackt“.
Die Geschichte: Zwischen Amnesie und Schattenwesen
Die Handlung verlagert sich komplett ins Reich der Toten, was der Atmosphäre einen tollen, frischen Anstrich gibt. Dee bleibt sich treu: Auch ohne Puls stolpert sie von einem Fettnäpfchen ins nächste, was sie herrlich menschlich macht. Der emotionale Kern – der Kampf um die verlorenen Erinnerungen und Ydrils unterkühlte Distanz – sorgt für einen angenehmen Kloß im Hals. Dass Dee hier zur aktiven Kämpferin für ihre Liebe wird, gibt der Dynamik einen spannenden Drive. Und mal ehrlich: Wer kann den neuen, bezaubernd-skurrilen Schattenwesen widerstehen?
Fazit
Ein runder Abschluss, der Tiefe und Unterhaltung perfekt ausbalanciert. Eden zeigt, dass Liebe selbst den stursten Dämon und die chaotischste Hexe wieder zusammenführen kann – sofern man bereit ist, der Hölle ordentlich Feuer unterm Hintern zu machen.