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Veröffentlicht am 09.04.2026

Faszinierendes Setting trifft auf durchwachsene Story

Born of Salt and Storm
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„Born of Salt and Storm“ ist ein Buch, bei dem mir eine klare Bewertung überraschend schwerfällt. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zunächst nicht leicht – vor allem die gewählte Erzählperspektive ...

„Born of Salt and Storm“ ist ein Buch, bei dem mir eine klare Bewertung überraschend schwerfällt. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir zunächst nicht leicht – vor allem die gewählte Erzählperspektive schafft eine gewisse Distanz zu den Figuren, die es erschwert, sofort eine emotionale Bindung aufzubauen.

Die Protagonistin Tavi ist eine junge Frau mit einer belastenden Vergangenheit, die sich jedoch keinesfalls unterkriegen lässt. Ihr Mut und ihre Entschlossenheit sind bewundernswert, auch wenn sie dazu neigt, Entscheidungen zu treffen, die sie selbst und ihr Umfeld in Schwierigkeiten bringen. Eero hingegen verkörpert den klassischen, unnahbaren und geheimnisvollen Love Interest. Positiv hervorzuheben ist die Liebesgeschichte, die sich trotz ihres Stellenwerts angenehm langsam entwickelt. Dennoch konnten mich die Gefühle zwischen den beiden nicht vollständig überzeugen.

Ihre größte Stärke entfaltet die Geschichte im Worldbuilding: Eine facettenreiche Welt voller Menschen, Mer und anderer fantasievoller Wesen, durchzogen von Legenden und Magie. Unterstützt wird dies durch eine passende Karte zur Orientierung. So faszinierend und atmosphärisch diese Welt auch ist, fehlte mir stellenweise die inhaltliche Tiefe – vieles wird sehr bildhaft beschrieben, bleibt jedoch in seiner Ausarbeitung etwas oberflächlich. Der poetische Schreibstil der Autorin hat zwar einen hohen Wiedererkennungswert, wirkte auf mich aber stellenweise eher hemmend für den Lesefluss.

Der Plot selbst ist grundsätzlich interessant, bleibt jedoch teilweise vorhersehbar und steuert besonders zum Ende hin deutlich auf eine Fortsetzung zu. Hier hätte der Geschichte ein in sich geschlossener Einzelband möglicherweise bessergetan.

Fazit: Ein visuell wie inhaltlich beeindruckendes Buch mit starkem Worldbuilding und einer sich langsam entwickelnden Liebesgeschichte. Leider konnten mich weder die emotionale Tiefe noch der Plot vollständig überzeugen. Insgesamt vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 05.05.2023

Viel Historie und Sprachgewalt - nur leider ohne Spannung und Charakterentwicklung

Babel
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Babel – ein Buch das im englischsprachigen Raum total gehypt und als Bestseller präsentiert wurde. Dem entsprechend bin ich mit hohen Erwartungen gestartet – ist der Inhalt des Buches auch so wunderschön ...

Babel – ein Buch das im englischsprachigen Raum total gehypt und als Bestseller präsentiert wurde. Dem entsprechend bin ich mit hohen Erwartungen gestartet – ist der Inhalt des Buches auch so wunderschön wie das Äußere?

Wir starten 1828 in der chinesischen Provinz Kanton, in der Cholera ausbricht. Ein Junge namens Robin wird von Professor Lovell mit nach England genommen, wo er Englisch, Griechisch und Latein beigebracht bekommt, um später an der Universität Oxford, am Institut für Übersetzungen, studieren zu können. Dort ist die Kunst des Silberwerkens präsent, bei dem Silberbarren mit Wortpaaren versehen werden und den Wohlstand des Landes in sich birgt.

Grundsätzlich muss man wissen, dass die Autorin des Buches unglaublich viel Hintergrundwissen besitzt, dieses gezielt einsetzt und nur eine geringe Menge an Fantasie einfließen lässt. Das erkennt man auch schön an Fußnoten und Informationen über die Entwicklung von Wortpaaren. Auch die Beschreibung von Oxford zur damaligen Zeit war hinreißend und detailliert. Die Karte zu Beginn trägt dazu nur noch weiter bei. Der Schreibstil lässt sich ganz gut als poetisch beschreiben und hat mir direkt gefallen.

Wie bereits erwähnt wurden die Fantasieelemente nur spärlich eingesetzt – sicher zugunsten der historischen Darstellung, allerdings auch auf Kosten des Plottes. Obwohl die gesamte Wirtschaft Großbritanniens auf den Silberbarren basiert, erhalten wir darüber nur vereinzelt Informationen und die Magie bleibt eher außen vor. Die Idee scheint zwar ausgearbeitet, aber so wird sie nur nicht präsentiert.

Während das historische Wissen und die Recherche unglaublich gut sind, hapert es an der Handlung und dem Spannungsverlauf. Charakteristisch an diesem Buch ist definitiv das schwankende Spannungsniveau. Es gibt Momente in denen ich wie gebannt den Passagen des Buches folge und dann wiederum welche, bei denen ich mich ertappe ganze Sätze zu überlesen. Es gibt spannungsvolle Momente, in denen wirklich viel passiert und bei denen ich mir auch dachte – jetzt muss das Buch an Fahrt aufnehmen! Doch dann gibt es die zähen Passagen, sodass die Geschichte eher holprig und uneinheitlich wirkt.

Robin als Protagonist durchlebt eine kleine Charakterentwicklung, wirkt aber größtenteils blass. Was ziemlich stark durchscheint ist der Zwiespalt zwischen der Zugehörigkeit Chinas und Großbritanniens. Dies wird auch anhand von Dialogen und eindeutigen Vertretern der Nationen deutlich – dabei gab es ein eindeutiges Schwarz-Weiß-Denken und leider nichts dazwischen.

Ein großes Highlight war hingegen das Ende. Dort wurde es um einiges spannender und entschlossener. Meiner Meinung nach war es zwar ein unerwartetes, aber auch passendes Ende.

Fazit: Obwohl ich den Schreibstil, den historischen Hintergrund und die Sprachreflexionen nur bewundern kann, hat es mir bei der Handlung an vielen Punkten gefehlt. Die Charaktere waren eher blass und die Spannung hat sich nur funkenhaft gemeldet. Den versprochenen Harry Potter Flair habe ich nicht gemerkt.

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Veröffentlicht am 28.08.2021

Wo bleibt die römische Mythologie?

Der Schwur der Göttin, Band 1: Beyond Eternity
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Seitdem Nayla auf wundersame Weise einen Autounfall ohne einen Kratzer überlebt hat, häufen sich kuriose Ereignisse. Es tauchen zwei mysteriöse Jungs in ihrer Schule auf, die etwas Göttliches zu verbergen ...

Seitdem Nayla auf wundersame Weise einen Autounfall ohne einen Kratzer überlebt hat, häufen sich kuriose Ereignisse. Es tauchen zwei mysteriöse Jungs in ihrer Schule auf, die etwas Göttliches zu verbergen haben. Besonders Cyrian hat es ihr angetan und es zieht sie immer wieder zu ihm, obwohl sie wissen, dass eine Liebe zwischen ihnen sie beide in Lebensgefahr bringen wird…

Ich liebe Bücher mit griechischer und römischer Mythologie, sodass ich bei diesem Exemplar natürlich direkt neugierig war. Das Cover erinnert mich ehrlich gesagt an eine königliche Medusa und das mag ich ganz gerne.

Wenn man die grundsätzliche Handlung mit anderen Geschichten aus diesem Genre vergleicht muss man schon sagen, dass es viele Ähnlichkeiten gibt. Ein Mädchen ist auf einer besonderen Art und Weise außergewöhnlich und zwei plötzlich auftauchende Jungs sind an ihrer Seite. Dann wird alles mit einer komplizierten Liebesgeschichte kombiniert, die einen Großteil des Buches dominiert. All dies ist meiner Meinung nach nicht außergewöhnlich, aber es scheint im Jugendgenre begeisterte Leser gefunden zu haben, sonst würde es nicht so viele Bücher mit einer ähnlichen Handlung geben – und grundsätzlich habe ich daran auch überhaupt nichts zu bemängeln, nur hat mir hier die Tiefe und etwas Individualiät gefehlt.

Charakterlich ist die Hauptprotagonistin Nayla ein klassischer Teenager. Naiv, selbstbewusst und von ihren Eltern schwer zu händeln. Und sie ist sehr dazu geneigt offensichtliche Zeichen für ihren Zustand zu ignorieren und stattdessen auf andere Menschen in ihrem Umfeld sauer zu sein, indem sie diesen nicht zuhört und als verrückt abstempelt. Bei den ganzen Steits mit ihren Eltern hätte ich sie am liebsten am Kragen gepackt und sie dazu gezwungen sich hinzusetzen, leise zu sein und sich gefälligst helfen zu lassen.

Kommen wir zur Liebesgeschichte. Cyrian war mir direkt sympathisch und ich konnte seine Motive und Handlungen vom ganzen Herzen aus verstehen. Wie es die Grundhandlung zulässt gibt es viele Auf und Abs in der Beziehung zwischen ihnen. Diese kann ich aber durch das ganze Gefühlschaos verstehen. Denn Gefühle sind nicht rational und verleiten einem dazu nicht auf den Kopf zu hören – besonders bei Liebe.

Das Buch besitzt rund 440 Seiten und bietet genug Raum, um eine handlungsreiche Geschichte zu schaffen. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sich der Anfang sehr gezogen hat. Die Liebesgeschichte und das Drama mit ihren Eltern nahmen einen Großteil der Geschichte ein und damit wurden die fantasiereichen Elemente und die römische Mythologie etwas zurückgedrängt. Erst gegen Ende haben wir als Leser mehr erfahren. Dies hängt auch mit den Schreibstil zusammen. Stellenweise ist er sehr detailliert, sodass manche Szenen gerne ausgeschmückter wurden – und dies war besonders bei den Erfahrungen und Sichtweisen von Nayla der Fall. Dadurch litt der göttliche Handlungsstrang etwas.

Das Wissen, welches wir beim Ende vom ersten Band erhalten kann auch ein guter Start in den zweiten Band der Dilogie sein. Ich bin gespannt, wie die Autorin das grundsätzliche Problem lösen wird, aber ich werde wahrscheinlich nicht den zweiten Band lesen, obwohl mich die Auflösung schon sehr interessieren wird. Auch kann ich mir vorstellen, dass man mehr in die göttliche Welt entführt wird und dadurch ein neuer Blickwinkel geschaffen wird.

Fazit: Das Buch konnte mich vom Cover her überzeugen, allerdings hatte ich wohl bei Nayla mit ihrer naiven und unreflektierten Art Probleme, als auch mit dem Plot. Eine Menge Dramatik und ein großteil der Liebesgeschichte fanden im Buch Platz, allerdings kam dabei die römische Mythologie etwas zu kurz. Von mir gibt es 3 – 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.07.2021

Es kratzt an der Oberfläche

Kronenkampf. Geschmiedetes Schicksal
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Nur wenn die Throne von Bronze und Eisen besetzt wurden, ist die Macht des Königreiches im Gleichgewicht. Und sie können nur bestiegen werden von den Siegern des Kronenkampfes. Fiana lebt schon seit ihrer ...

Nur wenn die Throne von Bronze und Eisen besetzt wurden, ist die Macht des Königreiches im Gleichgewicht. Und sie können nur bestiegen werden von den Siegern des Kronenkampfes. Fiana lebt schon seit ihrer Kindheit im Palast und kennt das königliche Leben. Doch sie hütet ein Geheimnis und als der Königsbruder Kayden ihr auf die Schliche kommt, muss sie am Kronenkampf teilnehmen…

Valentina Fast kenne ich bereits von der Royal-Reihe, welche ich sehr mochte. Deswegen hatte ich auch bei diesem Buch einige Erwartungen, die teilweise erfüllt wurden.

Das Cover passt natürlich perfekt zum Inhalt. Die Vermischung der Farben symbolisiert die Gruppen von den Kopfernen und Eisernen, welche stark im Fokus stehen. Das generelle Problem bei dieser Gesellschaft ist, dass es keine Beziehungen zwischen Kopfernen und Eisernen geben darf, sonst verwandelt sich einer der beiden Akteure oder das Baby ist ein Monster.

Die Protagonistin Fiana ist die beste Freundin der Königstocher Ariana und wuchs seit ihrer Kindheit im Palast auf. Sie arbeitete sich von einer Küchenmagd zu einer Gesellschafterin hoch und befindet sich somit auch in königlicher Gesellschaft. Kayden, der Königsbruder wird auf sie aufmerksam und enttarnt ihr wahres Ich, welches sie durch einen Schleierzauber geheim hält. Generell erschien mir ihr Charakter nicht richtig ausgearbeitet. Sie behauptet zwar, dass sie dem Wettkampf so schnell wie möglich entfliehen will, aber ihre Taten passen keinesfalls zu ihren Worten. Es schien, als würde man einen Plot ausarbeiten und sich nur an einem roten Faden halten, ohne wirklich auf die Charakteigenschaften zu hören. Dadurch hatte ich keine wirkliche Bindung und sie wirkte sehr blass. Andere Charaktere hingegen wie Dalia, welche in diesem Buch auch des Öfteren Delia benannt wird, änderten sich schlagartig, ohne einen verständnisvollen Grund.

Einer der wenigen Charaktere, die ich wirklich mochte, war Kayden. Er zeigt stellenweise zwar seine kalte Schulter, aber seine liebevolle Art konnte mich dennoch begeistern.

Die Handlung an sich war wie bereits angedeutet eher bruchstückhaft. Vieles wurde nur angeschnitten und nicht wirklich ausgearbeitet. Es war, als hätte man eine grobe Idee, die beim näheren Betrachten einige Lücken aufwarf und welche man dadurch nicht weiter vertiefen wolle. Den Plot mochte ich grundsätzlich gerne und ich hätte es geliebt, wenn diese Grundidee mit einer anderen Handlung verflochten wäre.

Die Welt wird durch eine Karte untermauert, wodurch man die Geschichte besser verfolgen kann. Dennoch sind die kreierten Orte nicht der Hauptbestandteil des Buches, was ich auch ganz gerne mochte. In anderen Punkten des Worldbuildings wurde jedoch an Details gespart. Das sind die Aufgaben der Könige und wie haben sie die Zeit für Tuniere und Familienessen? Besonders dieser Aspekt erschien mir unrealistisch. Auch die Magie an sich war zwar vorhanden, aber wurde nicht wirklich erklärt. Wie wird sie genutzt und warum darf die Königin nicht kämpfen, wenn sie doch zu den mächtigsten Eisernen gehört?

Der Schreibstil ist flüssig und gefühlvoll, wie man ihn von Valentina Fast kennt. Mit ihren Worten schafft sie ein Gleichgewicht zwischen Gefühl und Action.

Fazit: Die Grundidee mochte ich sehr gerne, jedoch hatte ich bei der Ausarbeitung zu kritisieren. Die Tiefe hat mir gefehlt und besonders die Charaktere wirkten eher blass. Dennoch war es gefühlvoll, actionreich und eine tolle Liebesgeschichte. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Buch eine hervorragende Reihe abgegeben hätte. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.09.2020

Außergewöhnlich, brutal und emotional - Colleen Hoover hat mich überrascht.

Too Late
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Wäre Sloan nicht von Asa abhängig, der ihren Bruder finanziell unterstützt, wäre sie auf und davon. Für sie ist diese Beziehung die Hölle, für Asa ist Sloan jedoch die Liebe seines Lebens und er ist der ...

Wäre Sloan nicht von Asa abhängig, der ihren Bruder finanziell unterstützt, wäre sie auf und davon. Für sie ist diese Beziehung die Hölle, für Asa ist Sloan jedoch die Liebe seines Lebens und er ist der Überzeugung, dass es sich umgekehrt genauso verhält. Doch dann taucht der Undercover-Cop Carter auf und beiden verlieben sich Hals über Kopf in einander. Doch das ist Hochverrat für den Drogenboss Asa.

Das Cover ist anders als die Gestaltung vieler anderer Bücher von Colleen Hoover. Und das erkennt man auch im Inhalt wieder. Generell ist es viel düsterer und gewalttätiger, als ich es von dieser Autorin kenne. Ich habe zwar schon mit „Verity“ eine Art Thriller von ihr gelesen, aber hiermit erreicht es ganz andere Ausmaße.

Die Kapitel werden aus der Sicht von Asa, Carter und Sloan geschrieben. Die Charaktere sind klar von einander zu unterscheiden. Sloan zeigt sich zwar besonders am Anfang von ihrer starken und widerspenstigen Seite, ist gegen Ende jedoch auch oft naiv. Grundsätzlich mochte ich sie also echt gerne, aber manche Handlungen konnte ich bei ihr einfach nicht nachvollziehen. Sie dienten größtenteils dazu um Drama entstehen zu lassen.

Carter ist ein unglaublich lieber und fürsorglicher Mann, über den ich gerne noch mehr gelesen hätte. Er und Sloan ergänzen sich perfekt.

Bei dem Drogenboss Asa Jackson habe ich öfters Agressionen verspürt. Einige Handlungen sind unglaublich widersprüchlich. Durch das Lesen kam ich seiner Psychologie näher und seine Gedanken gegenüber Sloan sind so besessen, dass ich ihm klar empfehlen würde, sich in eine Psychiatrie einweisen zu lassen. Er hat es geschafft auf Platz eins der Charaktere zu gelangen, die ich überhaupt nicht ausstehen kann.

Der Schreibstil von Colleen Hoover war wieder einzigartig, so, wie man es von ihr kennt. Ich habe sehr viele Zitate gefunden, die ich mir am Liebsten einrahmen lassen würde. Dadurch entstanden auch die unterschiedlichsten Gefühle, die durch die Taten der Charaktere nur noch weiter unterstützt wurden. Asa hat mich zur Weißglut getrieben, Sloan habe ich bewundert und die Liebesgeschichte zwischen Sloan und Carter war zuckersüß. Dieses Buch hebt sich durch die außergewöhnlich gewalttätigen Szenen von anderen Büchern der Autorin stark ab. Vor Vergewaltigung, Drogenkonsum und Beraubung der Freiheit wird nicht gescheut. Genau deshalb finde ich es so wichtig, dass eine Trigger-Warnung am Anfang der Geschichte gestanden hätte. Müsste ich ein Wort für den Roman wählen, dann wäre es „Dramatisch“. Hier wird Spannung erzeugt und ich musste öfters staunen, was für Situationen hier eröffnet werden. Das Ende war mir ein bisschen zu viel des Guten. Es erschien mir etwas zu unrealistisch und ich konnte mich damit nicht wirklich anfreunden. Zudem gab es einige Längen, sodass ich der Meinung bin, dass der Roman an der ein oder anderen Stelle gekürzt hätte werden können.

Fazit: Außergewöhnlich, brutal und emotional – Colleen Hoover hat mich mit diesem Buch sehr überrascht. Auch wenn ich viele Zitate in dem Roman geliebt habe und mir manche Charaktere ans Herz gewachsen sind, so konnte ich mich mit der gewalttätigen und brutalen Ader nicht anfreunden. Sloan zeigt ihren ganzen Mut, Asa hingegen konnte ich überhaupt nicht ausstehen. Von mir gibt es 3,5 Sterne.

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