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Veröffentlicht am 06.05.2026

Åre, die Vierte, wieder unterhaltsam und spannend

Lügennebel
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Sechs Studenten verbringen ihre Ski-Ferien in einem luxuriösen Ferienhaus in Åre.
Während sie ausgelassen feiern, entwickeln sich immer mehr Spannungen untereinander.
Am nächsten Morgen wird die entkleidete ...

Sechs Studenten verbringen ihre Ski-Ferien in einem luxuriösen Ferienhaus in Åre.
Während sie ausgelassen feiern, entwickeln sich immer mehr Spannungen untereinander.
Am nächsten Morgen wird die entkleidete Leiche einer der Studentinnen draußen im Schnee entdeckt.
Die verbliebenen jungen Leute verdächtigen sich gegenseitig. Keiner kann beweisen, was er in der Nacht gemacht hat. Die Ermittlungen werden von Hanna Ahlander und ihren Kollegen aufgenommen.
In der folgenden Nacht brennt das angegliederte Gästehaus.

Ich liebe die Hanna-Ahlander-Serie von Viveca Sten.
Neben den spannenden Kriminalfällen, mit jede Menge Verdächtigen, wird Hannas, Daniels und Antons Privatleben thematisiert. So spannend wie die Kriminalfälle sind auch zuweilen die Privatleben der Ermittler.
Die Gruppe der Studenten kann unterschiedlicher kaum sein. Es treffen der reiche, erfolgsverwöhne junge Mann, im Ferienhaus seiner Eltern logieren alle, auf mittellose Nacheiferer und geschmeichelte ebenfalls mittellose, junge Frauen. Und alle wollen es richtig krachen lassen. Die einzelnen Charaktere werden von Viveka Sten detailliert beschrieben. Nebenan die Nachbarn sind jedenfalls wenig angetan von der lauten, feiernden Gruppe und ärgern sich schon lange Zeit über die „Verschandelung der Landschaft“ durch den Bau des Luxus-Klotzes vor ihrer Aussicht.
Eigentlich hat jeder ein Motiv und auch die Gelegenheit, aber alle lügen.
Die Verdächtigungen gehen in alle Richtungen und nur durch gute Polizeiarbeit der Truppe um Hanna, Daniel und Anton kommt man der Lösung langsam näher. Mit den Erkenntnissen von zahlreichen Befragungen kann man sich als Leser seine eigenen Gedanken zum Fall machen.
Ich freue mich schon auf den nächsten Fall.
PS: Die ersten beiden Bände der Åre-Morde sind verfilmt worden. Haben mir gut gefallen.

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Veröffentlicht am 30.04.2026

Schicksalhaftes Wiedersehen

Heller Sand und dunkler Tod
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Als der Bielefelder Kriminalkommissar Dominik Domeyer seine Jugendliebe Kim auf Norderney wiedertrifft, flammen die Gefühle wieder auf, doch Kim ist gebunden.
Neben der Arbeit in ihrem Laden, pflegt sie ...

Als der Bielefelder Kriminalkommissar Dominik Domeyer seine Jugendliebe Kim auf Norderney wiedertrifft, flammen die Gefühle wieder auf, doch Kim ist gebunden.
Neben der Arbeit in ihrem Laden, pflegt sie ihren querschnittsgelähmten Mann Lars.
Als Lars plötzlich stirbt, fangen Dominiks Probleme an. Einerseits ist seine Liebe jetzt frei und sie könnten nach einer angemessenen Trauerzeit ihr gemeinsames Leben genießen. Andererseits kann Dominik nicht sofort seinen Arbeitsplatz und sein Leben in Bielefeld hinter sich lassen. Kim aber wird ungeduldig, misstraut seiner Liebe und wendet sich gegen ihn.


Was für ein spannender Krimi!
Dieses Mal wurde auf Norderney und Aurich ermittelt.
Die Ermittlungen zum Tod von Kims Ehemann berühren Dominiks Privatleben und wir erfahren viel über sein Gefühlsleben und sein privates Umfeld. Sein Umfeld bleibt dabei nicht vor Übergriffen in schriftlicher sowie zerstörerischer Form verschont.
Die einzelnen Eingriffe und Verleumdungen sind so massiv, dass ich meine Beobachter Position verlies und ständig zwischen Empörung und der Gewissheit, dass ich weiß, wer dahintersteckt, hin und her pendelte. Heike Rommel schickt uns Leser gekonnt in verschiedene Richtungen der Verdächtigungen und jeder Richtungswechsel ist glaubhaft und nachvollziehbar.
Dominik Dommeyer fällt von einem Gefühlschaos ins andere, genauso wie der Leser.
Ich könnte noch viele Szenen anführen, die für mich diesen Krimi besonders gemacht machen, wie zum Beispiel Frau Rommels gründliche Recherche auf Norderney, wo sich die Protagonisten an vielen mir gut bekannten Stellen getroffen haben, aber ich möchte nicht zu viel spoilern.
Kurz gesagt, der Krimi ist spannend, kurzweilig und nicht nur für Lokalkrimi-Fans äußerst lesenswert.
Ich freue mich auf den nächsten Norderney Krimi.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Besessen, hoffnungslos, aber irre spannend

Safe Space
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Die forensische Psychologin Anna Salomon erhält endlich den ersehnten Zugang zum Hochsicherheitsgefängnis Weyer. An ihrem ersten Arbeitstag wird sofort klar, dass ihr Vorhaben schwierig und schmerzhaft ...

Die forensische Psychologin Anna Salomon erhält endlich den ersehnten Zugang zum Hochsicherheitsgefängnis Weyer. An ihrem ersten Arbeitstag wird sofort klar, dass ihr Vorhaben schwierig und schmerzhaft sein wird. Sie erhofft sich Klärung über das Schicksal ihrer Schwester Sina, die vor 6 Jahren spurlos verschwand. Eine riesige Blutlache in Sinas Schlafzimmer hinterlässt nicht viel Hoffnung.
Anna vermutet Sonny, einen Freund von Sinas vermutlichen Mörder, der seine Identität im Gefängnis nie preisgegeben hat, in diesen Mauern zu finden.


Wow, das muss man erst einmal sacken lassen.
Das ist ein Psychothriller, der es in sich hat. Seine Qualität und Tiefe ist sicher dadurch begründet, dass die Autorin Psychologin ist und enorme Kenntnisse vom Innenleben möglicher Verbrecher hat, und darin, was den Leser fesselt.
Nach „Happy End“ habe ich den zweiten Thriller von Sarah Bestgen gelesen und mich begeistert besonders, dass ich zu Beginn nicht sofort in ein blutiges und grausames Verbrechen geworfen werde, sondern sich ganz allmählich Spannung, Zweifel und manchmal auch Grusel aufbaut. Im Laufe der Geschichte erfahre ich immer mehr Einzelheiten und bewege mich mit meinen Gedanken in eine bestimmte Richtung, um plötzlich und unerwartet von einer oder mehreren Wendungen überrascht zu werden.
Einfach genial!
Anfänglich hatte ich Schwierigkeiten Annas Beweggründe nachzuvollziehen, aber Sinas Tagebucheinträge und Leons Gedanken haben uns Leser ständig vorwärtsgetrieben.
Ich möchte nicht mehr spoilern, aber eine absolute Leseempfehlung geben.
Macht euch selbst ein Bild. Ich habe es genossen und freue mich auf den nächsten Thriller von Sarah Bestgen.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Hintergründe der Macht

Die Stockholm-Protokolle
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Die äußerst fähige, investigative Politikjournalistin Julia Popovic ist mit ihren Recherchen zu weit in die höchste politische Ebene Schwedens vorgedrungen.
Sie wird degradiert, auf die schwarze Liste ...

Die äußerst fähige, investigative Politikjournalistin Julia Popovic ist mit ihren Recherchen zu weit in die höchste politische Ebene Schwedens vorgedrungen.
Sie wird degradiert, auf die schwarze Liste gesetzt und mit Klagen bedroht.
Das gibt ihrem Partner Alfred Swärd, der ihr bisher mit der Betreuung ihrer beiden Kinder, den Rücken freigehalten hat, die Chance selbst Karriere zu machen.
Dieselbe Regierung, die Julia ausgebremst hat, möchte nun Alfred als Regierungssprecher einsetzen.

Welch ein Glück für den Leser, dass dieser Thriller von der ehemaligen Redenschreiberin des Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt und dem Journalisten, der Jura studierte und fürs europäische Parlament und die europäische Kommission gearbeitet hat.
Mit ihren Kenntnissen und ihrem Durchblick gewähren sie uns einen kurzen Blick hinter die Kulissen der Macht. Es handelt sich um einen Thriller, um eine Fiktion und um Schweden, aber ich bin mir sicher, dass es in unserer Regierung nicht anders zugeht.
Sie beschreiben wunderbar die Gier der Journalisten nach Wahrheit und natürlich auch nach Sensation und hohen Absatzzahlen. Aber gleichzeitig sieht man in jedem einzelnen Politiker die Gier nach Macht und darum den eventuell Gleichgestellten zu übertrumpfen, um besser dazustehen.
Junge Politiker, die den Anschein von Chrisma haben, werden gefördert und an die Macht katapultiert von sogenannten Hintermännern, um eigene Macht und Lenkungshebel zu haben.
Das alles wird in diesem Thriller herausragend beschrieben und spannend verpackt. Das Ermittlerpaar, Julia und Alfred muss sich durch Höhen und Tiefen arbeiten und gewinnt doch nur die Schlacht und nicht den Krieg, wertvolle Lesestunden, die ich nicht missen möchte. Ich freue mich schon auf eine mögliche Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 19.03.2026

Starker Serien-Auftakt

Moorland. Die Zwillinge
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Malia Gold erster Arbeitstag in der neuen Dienstelle in Riedberg, nahe ihrem Heimatort Moorbach, beginnt hektisch. Von der zurzeit unterbesetzten Dienstelle wird sie direkt nach Moorbach geschickt, um ...

Malia Gold erster Arbeitstag in der neuen Dienstelle in Riedberg, nahe ihrem Heimatort Moorbach, beginnt hektisch. Von der zurzeit unterbesetzten Dienstelle wird sie direkt nach Moorbach geschickt, um im Fall von Fahrerflucht und einem Vermisstenfall zu ermitteln. Fünfzehn Jahre hat sie diesen Ort gemieden.
Noch während sie eine provisorische Dienststelle in Moorbach errichtet, überschlagen sich die Ereignisse. Haben die beiden Verbrechen etwas miteinander zu tun? Haben die beiden Mädchen im Moor eine Überlebenschance?

Der letzte Satz „Aber eins steht fest: Es geht weiter.“ ist tröstlich am Ende dieses spannenden und nervenaufreibenden Thrillers.
Zum einen gibt es noch offenen Fragen zur Hintergrundgeschichte und zum anderen möchte ich mehr lesen von Malia Gold, ihrer Familie, ihrer Kollegin Isa Sophie, Sven Sellmann und Alex Seitz.
Die Geheimnisse in Malias Familie müssen gelüftet werden, wenn auch nur Stück für Stück in mehreren Thrillern. Der geneigte Leser wird folgen.
Die einzelnen Protagonisten sind gut beschrieben und eingeführt worden. Ich stelle mir die Zusammenarbeit von Malia, ihrer Familie und der Technik-Ermittlerin Isa interessant und spannend vor. Vielleicht kommt es auch zu einer weiteren Annäherung zu Alexander Seitz. Alle Protagonisten zusammen mit der geheimnisvollen und gefährlichen Moorlandschaft sind interessant und machen mich neugierig auf zahlreiche neue Fälle.
Der Fall der vermissten Zwillinge war sehr abwechslungsreich. Er hat mich von einem Gefühlschaos ins andere geworfen.

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