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Veröffentlicht am 09.04.2026

Ein wunderschönes, einfühlsames und wichtiges Bilderbuch!

Levi - So fühlt sich die Welt für mich an
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Levi ist ein sehr aufgeweckter und fröhlicher Junge mit feinen Antennen. Er merkt schnell, wenn es anderen nicht gut geht und versucht dann, sie aufzumuntern. Doch während die anderen Kinder im Kindergarten ...

Levi ist ein sehr aufgeweckter und fröhlicher Junge mit feinen Antennen. Er merkt schnell, wenn es anderen nicht gut geht und versucht dann, sie aufzumuntern. Doch während die anderen Kinder im Kindergarten scheinbar mühelos durch aufregende und wilde Tage gehen, braucht Levi Ruhe und Zeit, um all diese Eindrücke zu verarbeiten. Manchmal wird es ihm aber auch zu viel – zu laut, zu bunt, zu überwältigend. Seine Eltern kennen und verstehen das – aber im Kindergarten stößt Levi zunächst auf Unverständnis, wird sogar als Mimose bezeichnet. Da hat seine Mutter eine tolle Idee. Gemeinsam mit Tim, dem Erzieher, stellt sie ein Sinnes-Experiment auf die Beine. Mit Kopfhörern, Licht und Fühlstationen entdecken die Kinder, dass jeder Mensch anders empfindet und es nichts Wertvolleres gibt als Verständnis und Zusammenhalt.

Spiegel-Bestsellerautorin Chris Gust präsentiert mit ihrem Kinderbuchdebüt eine wundervolle Geschichte über ein Thema, das im Bilderbuchbereich leider viel zu unterrepräsentiert ist: Hochsensibilität bei Kindern. Es ist wichtig, dass auch schon die Kleinsten lernen, dass jeder Mensch anders fühlt und man nicht falsch ist, wenn man besonders feine Antennen hat. Bestimmte Geräusche, Gerüche und Situationen können Vielfühlerinnen schnell zu viel werden und ziemlich überfordern. Wie aber kann man jungen Kindern das verständlich erklären? Kinder, die oft gerne laut und lebhaft sind? Und wie kann man alle Levis in unserer Welt auf ihrem Weg unterstützen? Genau davon erzählt dieses Buch.
„Levi – So fühlt sich die Welt für mich an“ vermittelt auf eine sanfte und nachvollziehbare Weise, wie hochsensible Kinder die Welt wahrnehmen und wie wichtig es ist, rücksichtsvoll und empathisch miteinander umzugehen. Die Geschichte verdeutlicht, dass anders fühlen keine Schwäche ist, sondern eine echte Superkraft. Sie bietet viele Gesprächsanlässe und zeigt uns, dass Empathie und Zusammenhalt stark macht. Es ist großartig zu sehen, wie verständnisvoll Levis Umfeld reagiert. Ob seine Mutter, die ihren Sohn immer ernst nimmt und ihm all die Zeit gibt, die er braucht. Der Erzieher in der Kita, der offen für die Sinnes-Experimente ist. Und die Kinder in Levis Gruppe, die so herrlich unvoreingenommen sind und Levis besondere Art zu fühlen sofort respektieren. Beim Lesen wird einem richtig warm ums Herz – so viel Liebe und Unterstützung wie Levi sollte jeder hochsensible Mensch erfahren dürfen.

Die Illustrationen von Matthias Derenbach untermalen das Erzählte auf eine wunderbare Weise. Ausdrucksstark, warm und farbenfroh machen sie Levis Gefühlswelt greifbar und schaffen eine Atmosphäre voller Geborgenheit.

Fazit: „Levi – So fühlt sich die Welt für mich an“ ist ein einfühlsames, herzerwärmendes und wichtiges Bilderbuch ab 3 Jahren, das berührt, Verständnis schafft und Mut macht. Ein echter Schatz für Eltern, Pädagog
innen und all diejenigen, die hochsensible Kinder besser verstehen und liebevoll unterstützen möchten. Ich bin begeistert von diesem Buch, ich kann das erste gemeinsame Werk von Chris Gust und Matthias Derenbach nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Eine wunderschöne neue Heidi-Geschichte!

Heidi und die verschwundenen Geißen
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Heidis Freundin Klara aus Frankfurt ist zu Besuch und darf den ganzen Sommer bei ihr und ihrem Großvater auf der Alp bleiben. Die beiden Mädchen sind überglücklich und haben sich viel vorgenommen. Sie ...

Heidis Freundin Klara aus Frankfurt ist zu Besuch und darf den ganzen Sommer bei ihr und ihrem Großvater auf der Alp bleiben. Die beiden Mädchen sind überglücklich und haben sich viel vorgenommen. Sie wollen Baumstammhüpfen, Fangen spielen und mit den beiden Geißen Bärli und Schwänli auf die Weide gehen. Als eines Nachts ein heftiger Sturm über die Hütte fegt, wird das Dach beschädigt. Der Großvater ist betrübt, woher soll er nur das Geld für die Reparatur nehmen? Um den alten Mann zu trösten, ziehen Heidi und Klara los um Heidelbeeren zu pflücken. Denn der Großvater liebt Heidelbeeren. Doch die beiden Mädchen sind so abgelenkt, dass sie nicht auf Schwänli und Bärli achten. Ehe sie es sich versehen, sind die beiden Geißen verschwunden. Die Freundinnen suchen überall nach ihnen. Im Stall, hinter dem Haus, auf der Wiese, bei den Tannen – aber nichts, keine Spur von den Ziegen. Auch der Geißenpeter schließt sich der abenteuerlichen Suchaktion an. Während sie nach den Ausreißern suchen, finden sie ganz unverhofft auch Hilfe für Großvaters kaputtes Dach.

Wer kennt sie nicht, Heidi, das kleine Waisenmädchen, das bei seinem Großvater auf einer Schweizer Alp sein Glück findet. Die Geschichten rund um Johanna Spyris weltbekannte Kinderbuchfigur begeistern die Menschen bis heute. Immer wieder erscheinen Adaptionen und Neuauflagen, damit Heidi auch auf keinen Fall in Vergessenheit gerät. Nächstes feiert Johanna Spyri ihren 200. Geburtstag, was sicherlich zum Anlass genommen werden wird, viele weitere neue Heidi-Bücher zu veröffentlichen. Mit dem hier vorliegenden Buch gibt der Nordsüd Verlag schon jetzt den Startschuss. Ein gänzlich neues Abenteuer mit Heidi und ihren Freunden erwartet einen hier, das sowohl für Liebhaber als auch für Neulinge ein echtes Vergnügen ist. Mich begleitet Heidi seit meiner Kindheit, vor allem die japanische Zeichentrickserie habe ich damals so geliebt. „Heidi und die verschwundenen Geißen“ war daher ein absolutes Muss für mich und ich wurde nicht enttäuscht.

Katja Alves hat hier eine zauberhafte neue Heidi-Geschichte geschaffen, die den Charme des Originals wunderbar einfängt. Mit viel Liebe zum Detail entführt uns die deutsche Autorin zurück in Heidis Bergwelt und erweckt altbekannte Figuren zum neuen Leben. Es macht richtig Freude, in diese vertraute Kulisse einzutauchen und gemeinsam mit Heidi und Klara eine herrlich sommerliche Zeit auf der Alp zu verbringen. Die Geschichte steckt voller Naturliebe und kindlicher Unbeschwertheit und nimmt uns mit auf eine aufregende Suchaktion nach zwei verlorenen Geißen. Gleichzeitig vermittelt sie auch tolle Botschaften über Freundschaft, Hilfsbereitschaft und den Wert von guter Nachbarschaft.
Dieses Buch bringt jungen Leser*innen den besonderen Zauber von Heidi näher. In Erwachsenen wiederum weckt es Kindheitserinnerungen und lässt einen ganz nostalgisch werden.

Genauso warmherzig wie der Text sind auch die wunderschönen Illustrationen von Taltal Levi, die perfekt zu dieser neuen Erzählung passen, zugleich aber auch dem Original gerecht werden. Stimmungsvoll und in zarten Farben zeigen die Bilder das innige Band zwischen Heidi und Klara, das idyllische Leben auf der Alp sowie die bunte Pflanzenwelt im Gebirge. Man würde am liebsten sofort seine Koffer packen und einen Ausflug in die Schweizer Berge machen.

Fazit: „Heidi und die verschwundenen Geißen“ ist eine liebevolle und spannende neue Heidi-Geschichte ab 4 Jahren, die Jung und Alt gleichermaßen begeistert. Ein zeitlos schönes Bilderbuch zum Neu- und Wiederentdecken. Mir hat es unheimlich viel Spaß gemacht, mit diesem neuen Abenteuer mal wieder in meine geliebte Heidi-Welt einzutauchen, ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Ein wundervolles Bilderbuch über das Teilen und grenzenlose Oma-Liebe!

Oma teilen
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Anna teilt gar nicht gerne. Ständig bekommt sie zu hören, dass sie teilen soll. Ihre Lieblingsfarben, ihre Gummibärchen, sogar ihre Geburtstagstorte! Zum Glück gibt es ihre Oma, die sie ganz für sich allein ...

Anna teilt gar nicht gerne. Ständig bekommt sie zu hören, dass sie teilen soll. Ihre Lieblingsfarben, ihre Gummibärchen, sogar ihre Geburtstagstorte! Zum Glück gibt es ihre Oma, die sie ganz für sich allein hat. Sie freut sich daher sehr auf die Ferien bei ihrer Oma, wo sie nichts teilen muss und immer genau das bekommt, was sie gerade braucht. Doch dann erfährt Anna, dass ihr Cousin Tarek ebenfalls zu Besuch kommt. So was Doofes, findet Anna, und auch Tarek ist alles andere als begeistert. Doch da kommt ihm eine Idee: Sie können ihre Oma doch gerecht aufteilen. Aber kann das wirklich funktionieren? Nach ein paar nicht so erfolgreichen Ideen beschließen die beiden, ihre Großmutter in eine linke und eine rechte Hälfte zu teilen. Oma gibt alles, um es den beiden recht zu haben, aber zwei Dinge gleichzeitig kochen und mit beiden Kindern zwei verschiedene Spiele zu spielen ist ziemlich anstrengend. Oma raucht schließlich ganz schön der Kopf bis sie vor Erschöpfung abends einschläft. Am Ende erkennen Anna und Tarek, dass es zusammen doch viel mehr Spaß macht und Oma genug Liebe für sie beide hat.

Johanna Lindemann und Andrea Stegmaier präsentieren mit ihrem neuen gemeinsamen Werk ein ganz zauberhaftes Bilderbuch über Konflikte, Eifersucht, Gemeinschaft und eine halbe Oma. Auf eine sehr humorvolle und nachvollziehbare Weise greift das Buch ein Thema auf, das viele Kinder irgendwann beschäftigt: Das Teilen. Junge Kinder müssen meist erst lernen, dass sie nicht alles für sich beanspruchen können und es sogar viel schöner ist, Dinge zu teilen und gemeinsam Zeit zu verbringen. So wie Anna und Tarek, die sich anfangs gar nicht riechen können und ihre Oma ganz für sich alleine haben wollen. Eine Situation, die sicherlich viele von uns kennen. Auch ich habe mich in dieser Geschichte sehr wiedergefunden. Denn wenn Großeltern-Besuch anstatt, gab es zwischen mir und meinen Schwestern früher auch oft Streit um Oma und Opa. Für Erwachsene ist dieses Buch wie ein kleiner Nostalgietrip in die eigene Kindheit. Es weckt Erinnerungen an Ferien bei den Großeltern, wo man verwöhnt wird und es immer lecker Essen und gemütliche Brettspielenachmittage gibt. Obwohl sich Anna und Tarek eine ganze Weile um ihre Oma zanken, kommt die Erzählung überaus herzerwärmend und unterhaltsam daher. Die Ideen der beiden Kinder, wie sie ihre Oma halbieren können, sind so lustig mitzuerleben. Vor allem die geteilte Oma im Zauberkabinett ist herrlich. Gleichzeitig ist es aber auch unheimlich schön zu sehen, was für eine liebe Großmutter die zwei haben. Oma schimpft nicht mit den beiden Streithähnen, lächelt immer das besondere Oma-Lächeln und lässt ihre Enkelkinder selbst herausfinden, dass es zusammen viel mehr Spaß macht und Liebe größer wird, wenn man sie teilt.

Andrea Stegmaier hat die Geschichte mit ihren unverwechselbaren Bildern zum Leben erweckt. In sanften Farben und mit viel Liebe zum Detail setzen die Illustrationen das Erzählte perfekt in Szene und fangen die Emotionen gekonnt ein. Man kann wunderbar mitverfolgen, wie sich die Stimmung zwischen Anna und Tarek im Verlauf ändert bis sie am Ende schließlich gemeinsam fröhlich lachen. Aber auch bei der Oma kann man sehr gut erkennen, wie sie zunehmend müder wird – die ganze Zeit zwei verschiedene Sachen gleichzeitig machen kann aber auch wirklich ziemlich anstrengend sein. Habt ihr schon mal mit der einen Hand Spaghetti und mit der anderen Pizza gemacht?

Fazit: „Oma teilen“ ist eine witzige und liebevolle Oma-Enkel-Geschichte über die Bedeutung des Teilens und grenzenlose Oma-Liebe. Ein wundervolles Bilderbuch ab 4 Jahren, das zeigt, wie schön es ist zu teilen und gemeinsam Zeit zu verbringen. Ich kann dieses Schätzchen nur empfehlen, für mich ist es ein echtes Bilderbuchhighlight. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Einfühlsam, lebensnah, wunderschön illustriert.

Molly mittendrin - Eine Nacht im Zelt
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Als Herr Hansen seiner Klasse eröffnet, dass sie einen Ausflug in den Wald machen und dort zelten werden, hält sich Mollys Begeisterung sehr in Grenzen. Sie ist sich nicht sicher, ob sie sich traut, im ...

Als Herr Hansen seiner Klasse eröffnet, dass sie einen Ausflug in den Wald machen und dort zelten werden, hält sich Mollys Begeisterung sehr in Grenzen. Sie ist sich nicht sicher, ob sie sich traut, im dunklen Wald zu übernachten. Und dann auch noch ohne ihre Eltern. Im Wald gibt es schließlich wilde Tiere. Und was, wenn sie nachts auf Toilette muss? Am Lagerfeuer Stockbrot essen und Geschichten erzählen klingt toll, aber Molly möchte auf den Ausflug dennoch lieber verzichten. Sie versucht sich krank zu stellen, aber Papa, der Arzt ist, kann sie nichts vormachen. So fährt sie also notgedrungen mit. Ein bisschen unheimlich wird es im Wald schon, aber Molly ist ja zum Glück nicht alleine.

Hierbei handelt es sich um den dritten Band von „Molly mittendrin“, die Bücher können aber sehr gut unabhängig voneinander gelesen werden.
Nachdem sich Molly in den ersten beiden Bänden sofort in mein Herz geschlichen hat, war ich voller Vorfreude auf ihr nächstes Abenteuer. Auch diesmal beweist Sabine Lemire ihr Talent, alltagsnahe Geschichten zu schreiben, die die Gefühlswelt von Kindern widerspiegeln. Warmherzig und in kurzen Sätzen schildert die dänische Autorin den Kinderalltag mit all seinen Höhen und Tiefen aus der Sicht ihrer introvertierten Protagonistin. Dieser Band widmet sich dem Thema Klassenfahrt mit allem, was dazu gehört: Aufregung, Angst und Gruselgeschichten, aber auch Spaß, Mut und starke Freundschaftsmomente. Sabine Lemire, selbst mehrfache Mama, weiß einfach, wovon sie schreibt. Sämtliche beschriebene Szenen wirken so herrlich echt, wie aus dem Leben gegriffen. Man kann Mollys Gefühle und Sorgen nur zu gut nachvollziehen, sodass es leicht fällt, sich in ihre Welt hineinzuversetzen. Vor allem Kinder, die ähnlich zurückhaltend und sensibel sind wie unsere junge Heldin werden sich hier wiederfinden und viel aus dem Buch mitnehmen. Denn Molly zeigt ihnen, dass es völlig okay ist, wenn man sich was nicht traut, dass es sich aber auch lohnt, mutig zu sein und sich seinen Ängsten zu stellen. Und mit guten Freunden an seiner Seite fällt das einem gleich viel leichter.

Genauso liebevoll wie der Text sind auch die zahlreichen Illustrationen von Signe Kjær. Zart und voller Wärme erwecken sie das Erzählte auf jeder Doppelseite zu Leben und sorgen für ein wunderschönes stimmungsvolles (Vor-)Leseerlebnis.

Fazit: Eine zauberhafte Vor- und Erstlesereihe haben Sabine Lemire und Signe Kjær hier geschaffen. Auch „Molly mittendrin – Eine Nacht im Zelt“ ist eine einfühlsame und lebensnahe Alltagsgeschichte mit einer liebenswerten Heldin zum Mitfühlen und Gernhaben. Ein wunderbares Kinderbuch ab 6 Jahren, das Kinder stärkt und zum Selberlesen motiviert. Mir hat auch dieser Band überaus viel Freude bereitet, ich kann die Molly-Geschichten nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.04.2026

Ein origineller Kindercomic, der Stoff zum Nachdenken liefert.

Holzinsel
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Aki ist alles andere als begeistert darüber, dass er 14 Tage mit seinen Eltern auf einer einsamen Insel verbringen soll. Zwei lange Wochen kein Kontakt zur Außenwelt. Kein Internet, dafür jede Menge Natur ...

Aki ist alles andere als begeistert darüber, dass er 14 Tage mit seinen Eltern auf einer einsamen Insel verbringen soll. Zwei lange Wochen kein Kontakt zur Außenwelt. Kein Internet, dafür jede Menge Natur und die Gesellschaft seiner altmodischen Eltern. Na super. Doch ganz so öde werden die Ferien dann doch nicht. Aki schließt schnell Freundschaft mit einem Wildesel und erkundet gemeinsam mit ihm die Insel. Am Strand treffen sie auf eine alte, etwas sonderbare Frau, die zurückgezogen auf der Insel wohnt. Hier betreibt sie wichtige Experimente, mit dem Ziel, die Erde von Umweltverschmutzung und Kriegen zu befreien. Das klingt in Akis Ohren zunächst ziemlich gut. Doch als er das geheime Versuchslabor der Wissenschaftlerin findet und entdeckt, was diese wirklich vorhat, wird es richtig gefährlich.

Der Kibitz Verlag ist immer ein Garant für tolle Kindercomics. Mich hat noch kein Werk aus diesem Verlag enttäuschen können – und der hier vorliegende Comic bildet da keine Ausnahme.
Das Künstlerinnen-Duo Zuni und Christopher Fellehner legt hier ein gelungenes Comicdebüt vor, in dem sie Realität und Fantasie zu einem packenden Ferienabenteuer verweben. Die Geschichte weiß von Anfang bis Ende zu unterhalten, regt gleichzeitig aber auch zum Nachdenken an. Würde man es selbst schaffen, 14 Tage ohne Internet zu leben? Welche Größe hat der eigene ökologische Fußabdruck? Wie weit darf man für seine Überzeugungen gehen? Man merkt schnell, dass mit der alten Frau auf der Insel etwas nicht stimmt, aber wie schräg sie wirklich drauf ist, wird einem erst zum Ende hin klar. Die Story ist stellenweise ganz schön skurril und aufregend und wird bisweilen auch ein wenig gruselig. Für Kinder ab 8 Jahren ist sie aber dennoch sehr gut geeignet. Aki ist ein überaus sympathischer und aufgeweckter Protagonist, mit dem sich junge Leserinnen direkt identifizieren können. Es macht Spaß, ihn auf seinen Erkundungen zu begleiten und dem Rätsel der wahnsinnigen Wissenschaftlerin auf den Grund zu gehen. Langweilig wird es dabei zu keiner Zeit!

Die Zeichnungen von Christopher Fellehner sind ein besonderes Highlight. Sehr detailliert und naturverliebt und so ausdrucksstark, dass viel Text meist gar nicht vonnöten ist. In offenen und randlosen Panels erwecken die Bilder die Geschichte zum Leben und sorgen für ein wunderbares, abenteuerliches Inselfeeling.

Fazit: „Holzinsel“ ist eine spannende und verrückte Abenteuergeschichte mit Ökobotschaft und einer Prise Magie. Ein origineller Kindercomic ab 8 Jahren, der Spaß macht und Stoff zum Nachdenken liefert. Wer Lust auf eine etwas ungewöhnliche Story hat, sollte sich das Comic-Debüt von Zuni und Christopher Fellehner unbedingt mal genauer anschauen. Ich kann es nur empfehlen. Von mir gibt es 4,5 - hier gerundet auf 5 von 5 Sternen.

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