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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2026

Spannendes Thriller-Debüt - wenn ein Augenblick alles entscheidet und verändert

15 Sekunden
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Farah Rosendahl ist in ihrem Auto auf dem Nachhauseweg in einem undurchsichtigen Waldstück. Aus dem Nichts läuft ein Mann auf die Straße, Farah kann nicht mehr ausweichen und erfasst den Mann. Doch er ...

Farah Rosendahl ist in ihrem Auto auf dem Nachhauseweg in einem undurchsichtigen Waldstück. Aus dem Nichts läuft ein Mann auf die Straße, Farah kann nicht mehr ausweichen und erfasst den Mann. Doch er steht auf und läuft zurück in den Wald. Farah ist geschockt, rennt ihm nach und versucht alles, um ihn am Leben zu erhalten. In ihrer Not ruft sie Wase Rahimi an, ein Freund, der bei der Kripo arbeitet. Mit dieser Entscheidung setzt sie folgenschwere Dinge in Bewegung, denn sie und der angefahrene Mann sind in dem Moment nicht die Einzigen in dem Wald...

Ich war sehr gespannt auf das Debüt von Chris Warnat, bei Instagram wurde das Buch sehr positiv besprochen. Mich konnte die Geschichte nicht komplett überzeugen, aber das Debüt ist spannend zu lesen.
Mit insgesamt 58 Kapiteln haben die einzelnen Kapitel eine gute Länge. Direkt zu Beginn im Prolog geht es spannend los und man ist mitten in der Geschichte. Der Schreibstil ist angenehm und zugleich spannend, es wird eine kaum greifbare und bedrohliche Atmosphäre aufgebaut. Die immense Angst der Protagonistin ist zu jeder Zeit spürbar, sowohl sie als auch die anderen Charaktere werden detailliert und mit genügend Tiefe beschrieben. Die Ich-Perspektive von Farah steigert diese Darstellung der Panik und Verzweiflung nochmal mehr und passt hervorragend. Was mich irritiert hat, sind die Perspektivwechsel in einigen Kapiteln, die nicht gekennzeichnet sind. Oft musste ich nochmal zurück blättern, weil es eine Menge Figuren gibt und ich diese erstmal einordnen musste. Ebenso gibt es einige rote Fäden, denen ich nicht mehr perfekt folgen konnte. Die Handlung hat ein paar Längen, aber die Spannung wird konstant oben gehalten. Das Ende konnte mich nicht komplett überzeugen, aber da es der Auftakt einer Thriller-Reihe ist, bin ich gespannt auf den zweiten Band.

Für Thriller-Fans ist das Debüt der Autorin auf jeden Fall zu empfehlen, es kann mit einer spannenden Handlung und toll ausgearbeiteten Protagonisten punkten.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Das Leben lieben und neu gestalten - toller und nahbarer Ratgeber über Manifestation

Switch Code
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Katrin Lassen beschreibt mithilfe des "Switch Codes", wie man sein Leben kraftvoll und nachhaltig verändern kann. Mit dieser Methode, die auf einer Nahtoderfahrung der Autorin beruht, bringt die Autorin ...

Katrin Lassen beschreibt mithilfe des "Switch Codes", wie man sein Leben kraftvoll und nachhaltig verändern kann. Mit dieser Methode, die auf einer Nahtoderfahrung der Autorin beruht, bringt die Autorin dem Leser näher, sein Leben klarer und bewusster zu gestalten und dies in den Alltag zu integrieren.

In vier Teilen beschreibt sie diese Manifestation und alles, was dazu gehört. Von Neurowissenschaft und eigenen Erfahrungen bis zu praktischen Übungen legt die Autorin hier mehr als einen Ratgeber vor. Schritt für Schritt wird man beim Lesen "an der Hand geführt" und bekommt hilfreiche und nachhaltige Tipps, sein Denken nach und nach zu switchen. Gut gefallen haben mir auch die persönlichen Erfahrungen und Erklärungen, die eingebunden werden und das Ganze greifbarer machen. Mir persönlich ist es an manchen Stellen zu viel Text und es haben mir mehr praktische Übungen gefehlt, die vor allem erst gegen Ende des Buchs vorkommen. Die Tipps und Übungen sind einfach und klar formuliert, auch auf mögliche Rückschläge wird eingegangen und Lösungsvorschläge angeboten. Der Schreibstil ist dabei herzlich und nahbar, meist so als würde man sich mit einer Freundin unterhalten, in den theoretischen und wissenschaftlichen Teilen aber entsprechend fundiert und sachlich.

Aus dem "Switch Code" kann mit Sicherheit jeder etwas für sich mitnehmen, das Thema der Manifestation wird gut und klar umgesetzt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für diesen tollen Ratgeber, der mit Persönlichkeit und einfacher Handhabung punkten kann.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Was, wenn Liebe nicht ausreicht? Ehrliche und authentische Geschichte einer jungen Frau Mitte 20

Homesick
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Worum es geht
Mara ist Mitte zwanzig, lebt in London in einer WG mit einem Freund aus Kindheitstagen und arbeitet in einer Bibliothek. Ihr Partner Tom lebt zwar auch in London und ist Referendar, aber ...

Worum es geht
Mara ist Mitte zwanzig, lebt in London in einer WG mit einem Freund aus Kindheitstagen und arbeitet in einer Bibliothek. Ihr Partner Tom lebt zwar auch in London und ist Referendar, aber die beiden sehen sich nicht jeden Tag. Als Mara von ihrem verstorbenen Vater eine große Geldsumme erbt, kauft sie eine Wohnung nicht weit von ihrem Arbeitsplatz entfernt. Tom zieht bewusst nicht mit ein, denn eigentlich fühlt er sich in seiner Heimatstadt Birmingham wohler. Die beiden wollen an ihrer Beziehung festhalten und probieren eine Fernbeziehung aus. Aber kann das mit allen Problemen und Hürden gelingen?

Meine Meinung
Vom pola Verlag lese ich immer gerne etwas und auch das Cover ist schon gut gewählt mit der passenden Schrift. Auch der Titel passt perfekt zur Atmosphäre der Geschichte.
Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, von ein bis zwei Sätzen bis zu mehreren Seiten, was einen nur so durch die Seiten fliegen lässt. Von den mehr als 500 Seiten sollte man sich nicht abschrecken lassen, der Handlung lässt sich stets gut folgen, denn Mara beschreibt aus der Ich-Perspektive ihre Gedanken. Oft sarkastisch und ironisch, aber an vielen Stellen auch sehr gefühlvoll und ehrlich, ist der Erzählstil locker und leicht zu lesen und authentisch. Mara ist dabei so herrlich "sie selbst", dass ich oft das Gefühl hatte, mich in ihr wieder finden zu können. Auch die Nebenfiguren sind toll gezeichnet: Maras Mutter begegnet ihr stets auf Augenhöhe, ihr Vorgesetzter ist ein unangenehmer Typ und ihre beste Freundin ist etwas zu direkt und gönnt ihr nicht immer den Erfolg. Tom konnte ich lange Zeit nicht greifen, aber auch er macht eine Entwicklung durch, genau wie Mara. Sie lernt, sich immer mehr zu behaupten und herauszufinden, was sie möchte. Gleichzeitig wird die Handlung oft in Situationen beschrieben, denn die Geschichte gliedert sich in mehrere Teile und Jahreszeiten über einen längeren Zeitraum. Mara als Ich-Erzählerin hat ein gutes Gespür für ihre Umwelt und Umgebung, oft bekommt man als Leser aber nur Einblicke in ihr Leben und ihre Gefühlswelt. So kann man sich in die Beziehung mit Tom sehr gut hinein versetzen, oft konnte ich jedoch die Beweggründe und Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen.
Ein Kritikpunkt ist für mich der Klappentext, der für mich nicht die eigentliche Handlung widerspiegelt, denn die eigentliche Fernbeziehung folgt erst sehr viel später im Buch. Auch den Gewinn des "Comedy Women in Print Award", den die Autorin mit ihrem Buch bekommen hat, kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn die Geschichte ist für mich nicht komisch oder comedyhaft, vielmehr behandelt die Autorin auch schwere und wichtige Themen.

Es geht um mehr als das "Homesick-Gefühls": wichtige Themen wie Depressionen bei Männern, Alleinsein, Beziehungsprobleme und eine unbestimmte Sehnsucht, was man mit seinem Leben mit Mitte 20 noch erreichen will, werden gut eingebunden.

Mein Fazit
"Homesick" aus dem pola Verlag kann kann überzeugen, denn es ist authentisch und ehrlich geschrieben und beschreibt die Zeit in den Zwanzigern und eine Beziehung, an der man festhalten möchte, sehr gut.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Fantasievoll, magisch und spannend - Jugendbuch über die Macht der Worte

Die Goldene Schreibmaschine
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Emily lebt bei ihren Großeltern, da ihre Eltern beruflich in Dubai wohnen. Sie ist ein freundliches, aufgewecktes, aber auch eher zurückhaltendes Mädchen, das mit seinem Ordnungssinn oft ein Außenseiter ...

Emily lebt bei ihren Großeltern, da ihre Eltern beruflich in Dubai wohnen. Sie ist ein freundliches, aufgewecktes, aber auch eher zurückhaltendes Mädchen, das mit seinem Ordnungssinn oft ein Außenseiter ist. Aber mit ihren Freunden Charly und Frederick blüht sie auf. Emily liebt es zu lesen und ist meist in der Anna-Amalia Bibliothek anzutreffen, wo auch ihre Oma arbeitet. Als sie dort durch Zufall ein Buch mit einem goldenen Füllfederhalter entdeckt, entpuppt der sich als Schlüssel für eine geheime Bibliothek mit einer goldenen Schreibmaschine. Damit kann sie Bücher umschreiben und auch die Welt verändern. Doch auch ihr hinterhältiger und böser Lehrer Herr Dr. Dresskau ist hinter dem Schlüssel und der Schreibmaschine her - er hat jedoch nichts Gutes damit im Sinn. Emily muss alles versuchen um zu verhindern, dass Dr. Dresskau sie findet.

Sowohl Cover und Klappentext haben mich angesprochen und eine spannende und kindgerechte Geschichte versprochen. Die Idee und Ausgangslage ist toll, jeder, der gerne liest, hat sich sicherlich schon mal gefragt, was passieren würde, wenn man ein Buch umschreiben könnte. Die Umgebung, Situationen und Orte werden wunderbar detailliert beschrieben, vor allem die Bibliothek kann man sich direkt als magischen Ort vorstellen. Auch die Charaktere werden gut beschrieben, aber vor allem Dr. Dresskau ist für mich zu klischeehaft und übertrieben dargestellt. Er ist mehr als gemein zu seinen SchülerInnen, sodass ich mich oft gefragt habe, warum niemand seiner KollegInnen oder Eltern einschreitet. Er verkörpert den bösen Lehrer, der skrupellos um sein eigenes Wohlergehen und Anerkennen besorgt ist. In einem Film kann ich mir ihn als Figur sehr gut vorstellen, im Buch war es für mich zu übertrieben dargestellt. Dass er die Welt später zu seinem Gunsten verändert, war vorherzusehen, aber ich denke, dass die Zielgruppe nicht den Bezug zur NS-Zeit herstellen kann, der hier aufgegriffen wird.
Auch hätte ich mir noch mehr Aufenthalte und Beschreibungen in der geheimen Bibliothek gewünscht, diesem magischen Ort, an den man beim Lesen selbst gerne reisen würde. Dem Autor gelingt es, eine besondere Atmosphäre zu schaffen und auch die Charaktere treffend zu beschreiben.

"Die Goldene Schreibmaschine" ist ein tolles Jugendbuch, dass die Magie der Worte perfekt vermittelt und zeigt, dass Zusammenhalt und Freundschaft immer das Wichtigste sind.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Gute und spannende Fortsetzung - erneut darf Lo Blacklock keinem trauen

The Woman in Suite 11
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Zehn Jahre sind vergangen seit Lo Blacklock auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff einen Mord aufgedeckt hat und gerade so mit ihrem Leben davon gekommen ist. Heute ist sie glücklich verheiratet und hat zwei ...

Zehn Jahre sind vergangen seit Lo Blacklock auf einem Luxus-Kreuzfahrtschiff einen Mord aufgedeckt hat und gerade so mit ihrem Leben davon gekommen ist. Heute ist sie glücklich verheiratet und hat zwei Söhne. Als sie die Einladung zur Neueröffnung eines Luxushotels in der Schweiz erhält, ist sie fest entschlossen, nach jahrelanger Pause als Journalistin damit wieder voll durchzustarten. Doch die Reise dorthin wird sich schnell als Alptraum entpuppen, denn die Geister der Vergangenheit holen sie ein und erneut schwebt sie in tödlicher Gefahr...

Ich war sehr gespannt auf die Fortsetzung von "The Woman in Cabin 10" und sie hat mir noch etwas besser gefallen als der erste Band. Die Geschichte wird erneut in übersichtlich langen Kapiteln aus der Sicht Los erzählt. Sie ist zwar älter geworden und nun Mutter, aber schnell merkt man beim Lesen, dass sie immer noch die gleiche Naivität besitzt wie zehn Jahre zuvor. Auch wenn sie eigentlich weiß, dass sie, gerade wegen der Vorgeschichte, niemandem trauen kann und sollte, konnte ich beim Lesen oftmals nur den Kopf schütteln, wie blauäugig sie handelt. Sie erzählt wie immer chronologisch und lebendig und flüssig.
Die Nebenfiguren sind ebenfalls toll gezeichnet, gerade weil man sie nur aus Los Perspektive kennenlernt, wirken sie geheimnisvoll und schwer durchschaubar. Die Handlung orientiert sich stark am ersten Band, auch einige Charaktere kommen erneut vor und man ist sofort wieder in der Handlung drin. Auch das Setting ist hier wieder toll gewählt, wenngleich es "einfacher" ist, aus einem Hotel zu entkommen als von einem Kreuzfahrtschiff.
Ein Kritikpunkt ist für mich die zweite Hälfte, die für mich an Spannung verloren hat im Gegensatz zur ersten Hälfte. Irgendwann im letzten Drittel hatte ich das Gefühl, dass die Handlung sich im Kreis dreht und die Auflösung kam dann nicht mehr so überraschend, wie ich es erwartet hätte.

"The Woman in Suite 11" ist eine gute Fortsetzung, die man sicherlich ohne den ersten Band lesen kann, aber vieles erschließt sich besser mit dem Vorwissen aus dem ersten Band. Von mir gibt es eine Leseempfehlung mit ein paar kleinen Abzügen.

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