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Veröffentlicht am 16.08.2023

Laborfleisch

Der Skandal
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Das Buch verspricht eine faszinierende Hintergrundgeschichte, die sich um die ethisch aufgeladene Thematik von Laborfleisch und Unternehmenskorruption dreht. Und anfangs gelingt es den Autoren zweifellos, ...

Das Buch verspricht eine faszinierende Hintergrundgeschichte, die sich um die ethisch aufgeladene Thematik von Laborfleisch und Unternehmenskorruption dreht. Und anfangs gelingt es den Autoren zweifellos, den Leser in diese Welt einzuführen, in der der Unternehmer Dan Light als Vorreiter einer grünen Ernährung gefeiert wird. Seine Firma Light Foods produziert scheinbar revolutionäres Laborfleisch, das potenziell das Leid von Tieren und die Umweltauswirkungen der Fleischproduktion mindern könnte.
Jedoch verliert das Buch leider, indem es in einer Klischee-befrachteten Handlung endet, die sich in Hollywood-ähnliche Action-Szenen verliert und die Handlung sich auf einen klassischen Held-gegen-Schurken-Konflikt verlegt und die eher an Drehbücher von Actionfilmen mit Bruce Willis erinnern.
Leider wird versäumt, die brisanten Themen angemessen zu vertiefen. Die ethischen Debatten rund um Laborfleisch und die Verantwortung von Unternehmen gegenüber der Gesellschaft werden zu Gunsten von spektakulären Verfolgungsjagden und Explosionen aufgegeben.
Die Autoren hätten die Gelegenheit gehabt, wichtige Fragen über Technologie, Unternehmensführung und gesellschaftliche Verantwortung zu erörtern, doch leider werden diese Themen nur am Rande gestreift.
Trotzdem liest sich das Buch gut und flüssig und ist wirklich spannungsgeladen.

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Veröffentlicht am 21.03.2023

Eine schöne Liebesgeschichte

Zwei Herzen unter acht Millionen
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Eine nette Liebesgeschichte, unterhaltsam geschrieben und die richtige Urlaubslektüre.

Die Protagonistin ist ziemlich chaotisch, aber auch sehr locker und positiv eingestellt.

Der Leser erfährt die Geschichte ...

Eine nette Liebesgeschichte, unterhaltsam geschrieben und die richtige Urlaubslektüre.

Die Protagonistin ist ziemlich chaotisch, aber auch sehr locker und positiv eingestellt.

Der Leser erfährt die Geschichte aus abwechselnden Perspektiven der beiden Hauptpersonen. So erfährt man Einiges über New York und auch über Frans beste Freundinnen, die mit ihr durch Dick und Dünn gehen.

Leider konnte ich weder zur Geschichte noch zu den Personen irgendeine interessante Verbindung aufbauen. Der berühmte literarische Funke sprang einfach nicht über.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Eine Frau weigert sich, den Tod ihres Geliebten zu akzeptieren – und hält ihn um jeden Preis fest.

Bleib
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Adeline Dieudonnés Roman Bleib ist eines dieser Bücher, die man nicht einfach so liest. Schon nach wenigen Seiten schwankte ich zwischen Erstaunen und Entsetzen. Es ist genau diese emotionale Zerrissenheit, ...

Adeline Dieudonnés Roman Bleib ist eines dieser Bücher, die man nicht einfach so liest. Schon nach wenigen Seiten schwankte ich zwischen Erstaunen und Entsetzen. Es ist genau diese emotionale Zerrissenheit, die das Buch so eindringlich macht.

Die Atmosphäre ist zugleich vertraut und zutiefst verstörend. Und die Sprache der Autorin ist klar, fast nüchtern – und gerade dadurch entfaltet sie eine enorme Kraft. Szenen, die in einem anderen Kontext vielleicht banal wirken könnten, kippen hier ins Abgründige. Immer wieder habe ich mich gefragt: Wie kommt man auf die Idee, so eine Geschichte zu erzählen? Und noch mehr: Wie schafft man es, sie so kompromisslos umzusetzen? Menschliche Abgründe kommen hier zum Vorschein, die man eigentlich nicht haben möchte. Es ist kein angenehmes Lesen, aber ein intensives.

Der Roman ist verstörend, zeigt aber auch, wie Literatur Grenzen überschreiten kann.
Am Ende bleibt man mit der Frage zurück, ob man das Gelesene bereut oder gerade deshalb schätzt. Ich für meinen Teil kann nur sagen: Ich war selten so hin- und hergerissen zwischen Erstaunen und Fassungslosigkeit.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Leider anders, als erwartet

Das Buch der verlorenen Stunden
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„Das Buch der verlorenen Stunden“ ist ein mutiger Roman voller Magie, Geheimnisse und zwischenmenschlicher Spannungen und mit einer Idee, die fasziniert. Aber der Anspruch, Fantasy, Geschichte, Politik ...

„Das Buch der verlorenen Stunden“ ist ein mutiger Roman voller Magie, Geheimnisse und zwischenmenschlicher Spannungen und mit einer Idee, die fasziniert. Aber der Anspruch, Fantasy, Geschichte, Politik und Liebesgeschichte zu verbinden, führt nicht durchgehend zu einem stimmigen Ergebnis.

Mir fiel sofort die hohe Brutalität auf, die sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht.
Das mag Spannung erzeugen, doch es wirkt schnell übertrieben und unnötig drastisch. Anstatt über psychologische Tiefe zu fesseln, setzt der Roman auf Schockmomente.

Ein weiterer Punkt ist die ausufernde politische Ebene. Während politische Hintergründe in Fantasy ohnehin oft wichtig sind, wirken sie hier stellenweise erdrückend.

Der Mix aus Fantasy, historischem Hintergrund, Liebesgeschichte, Agenten/Spionage sowie magischem Setting wirkt bisweilen etwas aufgesetzt: Manchmal scheint das Buch zu viele Genre-Bausteine auf einmal verwenden zu wollen. Das kann den Eindruck erwecken, das Buch wolle zu viel auf einmal — und nehme dafür Tiefe in anderen Bereichen in Kauf.

Die Grundidee des Buches – die Verbindung von Magie mit persönlichen Verlusten und dem Umgang mit der Vergangenheit – ist spannend. Doch sie wird durch die Kombination aus Härte und politischer Komplexität überlagert.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Ein Reaktor außer Kontrolle, ein Wettlauf gegen die Zeit

Reaktor
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In „Reaktor“ handelt es sich um ein hochaktuelles und brisantes Thema: die Gefahr durch einen nuklearen Zwischenfall. Die Grundidee weckt Neugier, aber die Umsetzung bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Der ...

In „Reaktor“ handelt es sich um ein hochaktuelles und brisantes Thema: die Gefahr durch einen nuklearen Zwischenfall. Die Grundidee weckt Neugier, aber die Umsetzung bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Der Schreibstil ist angenehm direkt und flüssig, was das Buch leicht zugänglich macht. Man kommt schnell voran, ohne sich in komplizierten Konstruktionen zu verlieren. Leider entfaltet sich die Spannung sehr zögerlich. Viele Handlungselemente folgen einem bekannten Thriller-Muster, wodurch der Plot recht vorhersehbar wirkt.
Zwar wird ein solides Grundtempo aufgebaut, doch echte Höhepunkte oder überraschende Wendungen gibt es kaum.

Positiv hervorzuheben ist allerdings, dass sich das Buch mühelos lesen lässt und für Zwischendurch gute Unterhaltung bietet. Wer einen unkomplizierten, aktuellen Thriller für zwischendurch sucht, wird auf seine Kosten kommen.

Wer Thriller mit mehr psychologischer Tiefe, dichter Atmosphäre oder originellen Ideen sucht, wird hier vermutlich enttäuscht.

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