Schöne Ideen, tolle Ansätze – aber leider nicht ganz rund
Great Big Beautiful LifeDieser Roman hat für mich viele schöne Momente – und leider auch einige Längen. Die Grundidee hat mich sofort begeistert:
Zwei erfolgreiche Schreibende auf einer abgelegenen Insel, die um die Biografie ...
Dieser Roman hat für mich viele schöne Momente – und leider auch einige Längen. Die Grundidee hat mich sofort begeistert:
Zwei erfolgreiche Schreibende auf einer abgelegenen Insel, die um die Biografie einer faszinierenden Frau konkurrieren – und sich dabei näherkommen, obwohl sie es eigentlich nicht dürfen (oder wollen). Das klingt nach einem perfekten Setup für emotionale Spannung, ein bisschen Chaos und große Gefühle.
Alice mochte ich von Anfang an. Ihre optimistische Art, hinter der eine tiefere Geschichte steckt, hat mich sehr angesprochen. Die Darstellung, dass Optimismus auch eine Art Selbstschutz sein kann, fand ich besonders gelungen und berührend. An dieser Stelle hat mich Emily Henry wie gewohnt überzeugt! ☀️
Was mich dagegen nicht ganz abgeholt hat, war die Struktur der Biografie-Storyline. Die Gespräche mit Margaret, die eigentlich voller Geheimnisse und Skandale stecken sollten, haben sich oft gezogen. Wir steigen gefühlt bei ihrem Urgroßvater ein – und obwohl das am Ende durchaus Sinn ergibt, war der Weg dahin für mich stellenweise mühsam ... 😟
Auch das Hin und Her zwischen Alice und Hayden hat sich sehr lange wiederholt. Das emotionale Drama und das ständige „Ich will dich, aber ich darf nicht“ wirkte stellenweise eher frustrierend als spannend. Erst gegen Ende entwickelt sich daraus eine wirklich schöne Verbindung, bei der ich das Knistern endlich fühlen konnte.
Das Finale hat mir dann wieder richtig gut gefallen – emotional, versöhnlich und mit einer runden Auflösung. Insgesamt ist das Buch definitiv kein Flop, aber es bleibt für mich hinter den Erwartungen zurück. Wer Emily Henry liebt, wird bestimmt auch hier schöne Lesemomente finden – nur braucht es etwas Geduld, bis sie sich entfalten 😊