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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.04.2026

Erwartungen erfüllt

Ein weites Leben
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"Ein weites Leben" ist das von mir erhoffte zweite Buch der Autorin M.L. Stedman. Ich hatte vorher schon sehr hohe Erwartungen und war dementsprechend etwas angespannt, ob diese auch erfüllt würden.

Erzählt ...

"Ein weites Leben" ist das von mir erhoffte zweite Buch der Autorin M.L. Stedman. Ich hatte vorher schon sehr hohe Erwartungen und war dementsprechend etwas angespannt, ob diese auch erfüllt würden.

Erzählt wird die Geschichte von Matthew MacBridge, der aus einer Schafzüchter-Familie stammt. Zwei schwere Schicksalsschläge erschüttern diese Familie um nicht zu sagen sorgen dafür, dass sie arg dezimiert wird. Es ist kaum ertragbar, was Matthew widerfährt und umso bewundernswerter ist es, dass er nie aufgibt und sich durchkämpft. Über mehrere Generationen wird hier erzählt.

Ich finde, die Autorin hat einen wirklich herausragenden Schreibstil. Ich mag den fast nüchternen Ton, in dem sie ihre Figuren betrachtet und uns Leser mit ein paar Schritten Entfernung zuschauen lässt. Das ist nicht weniger emotional als wäre man nah dran, nur für mich klarer und meiner Meinung nach auch klüger, denn man erkennt Dinge, die man vielleicht anders gar nicht sehen oder nicht so schnell verstehen würde. Man merkt, dass M.L. Stedman ihre HeldINNen gerne mag und viel Zeit mit ihnen verbracht hat, um sie so und nicht anders aufs Papier zu bringen.

Meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Unter einem wundervollen Cover steckt ein wirklich beeindruckender Roman.

Veröffentlicht am 30.11.2025

perfektes Finale

Ever & After, Band 3 - Die letzte Stunde
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Sei vorsichtig, was du dir wünschst!

Das hätte man am Ende von Band zwei "Ever & After" der tapferen Rain gerne zugerufen. Denn dass ihr Wunsch, die Welt und alle die sie liebt zu retten, hatte als Preis ...

Sei vorsichtig, was du dir wünschst!

Das hätte man am Ende von Band zwei "Ever & After" der tapferen Rain gerne zugerufen. Denn dass ihr Wunsch, die Welt und alle die sie liebt zu retten, hatte als Preis ja ihre Seele. Und dass das jetzt im letzten Band erstmal nicht lustig ist und zu Problemen führt, war ja klar. Wir befinden uns als mit Rain in der Situation zu hoffen, dass man das alles rückgängig machen kann. Ist ja eine Märchenwelt, also war ich von Anfang an optimistisch.

Im finalen Band zieht die Autorin nochmal alle Register. Die Spannung wird ein ums andere Mal in die Höhe geschraubt. Rain wächst über sich hinaus. Ihre Freunde, wenn man sie noch nicht liebt, liebt man jetzt umso mehr. Die zwei Herren, die um Rain kreisen, sind jeder auf seine Weise der Hammer. Wie gut, dass der Böse so herrlich böse und durchtrieben ist und man immer wieder nicht weiß, wie er tickt. So viele Überraschungen, Wendungen, bewegende Momente.

Ich habe dieses Buch geliebt. Nach einem tollen ersten Band und einer soliden Fortsetzung hier der beste von den Dreien. Genauso wie ich es mir erhofft hatte.

Veröffentlicht am 30.11.2025

wundervoll

Mr. Saitos reisendes Kino
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"Mr. Saitos reisendes Kino" war für mich ein Überraschungsbuch. Als erstes auf Deutsch erschienenens Buch von Autorin Annette Bjergfeldt hatte ich nach dem Klappentext noch keine rechte Vorstellung. Aber ...

"Mr. Saitos reisendes Kino" war für mich ein Überraschungsbuch. Als erstes auf Deutsch erschienenens Buch von Autorin Annette Bjergfeldt hatte ich nach dem Klappentext noch keine rechte Vorstellung. Aber die Neugier, angeschürt durch das ungewöhnliche Cover und den Titel, war angeheizt.

Heldin in dieser bunten, schillernden Geschichte ist Carmelita - Lita genannt - die mit ihrer Mutter eher zufällig auf einer neufundlänidschen Insel strandet und schnell erkennt, dass das Schicksal hier für sie beide wunderbare Freundschaften und ein glückliches Leben bereit hält, wenn sie beide sich nur darauf einlassen. Und Lita fühlt sich vielleicht zum ersten Mal im Leben am richtigen Ort.

Über mehrere Jahre dürfen wir das Leben von einer ganzen Reihe spannender Personen begleiten und während Lita erwachsen wird und jedes Jahr Mr. Saitos mit seinem Kino auf die Insel kommt, kann man als Leser alle ins Herz schließen und ist am Ende traurig, wenn diese Geschichte zu Ende ist.

Veröffentlicht am 30.11.2025

erschütternd

Lebensbande
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Mechtild Borrmann ist es mal wieder gelungen mit von der ersten Seite an zu fesseln. Wie schon in den letzten Büchern spielt der zweite Weltkrieg eine große Rolle. Diesmal geht es vor allem um die bösartige ...

Mechtild Borrmann ist es mal wieder gelungen mit von der ersten Seite an zu fesseln. Wie schon in den letzten Büchern spielt der zweite Weltkrieg eine große Rolle. Diesmal geht es vor allem um die bösartige Maschinerie, die in Krankenhäusern unwertes Leben erkennen und die Menschen, vor allem Kinder, zu töten, ohne dass die Bevölkerung es wirklich mitbekam.

Eine Kinderkrankenschwester schöpft Verdacht und rettet ein ihr bekanntes Kind vor dem drohenden Tod. Danach ist sie allerdings selber auf der Flucht, landet viele Jahre in einem russischen Gulag und dann unter falscher Identität auf dem Land.

Das Kind kann von seiner Mutter und Verwandten und Freunden versteckt werden und überlebt so die letzten Kriegsjahre. Am Ende müssen einige Wahrheiten aufgedeckt werden und Lebensentscheidungen für die richtigen erkannt werden.

Das Schicksal der Frauen in diesem Buch ist sehr berührend und die Härte mit der Ärzte gegen Kinder und russische Soldaten gegen Frauen vorgingen erschüttert.

Veröffentlicht am 31.08.2025

Volltreffer

Das Geschenk des Meeres
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An diesem Buch hat mir einfach rundrum alles gefallen.

Es spielt im Schottland 1900. Wie man schon auf dem wunderbaren Cover sehen kann - und es ist ja auch ein Kennzeichen des Mare-Verlages - ist das ...

An diesem Buch hat mir einfach rundrum alles gefallen.

Es spielt im Schottland 1900. Wie man schon auf dem wunderbaren Cover sehen kann - und es ist ja auch ein Kennzeichen des Mare-Verlages - ist das Meer fast so etwas wie ein eigener Protagonist. Das Meer an dessen Strand an unbekannter Junge anspült wird. Der erinnert an ein anders, vor Jahren vermisstes Kind. Und die damals betroffenen Menschen kümmern sich aus unterschiedlichsten Gründen um das geheimnisvolle Kind.

Die Gegend ist ländlich und die Menschen sind etwas spröde und zurückhaltend. Das führt dazu, dass Verletzungen nicht ausgesprochen werden, Wahrheiten verborgen und Missverständnisse zu übergroßen Problemen werden.

Im Zentrum des Geschehens stehen der Fischer Joseph und die Leherin Dorothy, die einmal eine große Liebe verbunden hat und die an dem unglücklichen Verschwinden ihres Kindes zerbrochen ist.
Kann der fremde Junge helfen, das Leid aufzuarbeiten?

Am meisten hat mich die wunderbare Sprache beeindruckt. Und die Menschen, die sich so nach Liebe und Nähe sehnen und doch scheinbar nie zueinander finden können. Die Sprachlosigkeit berührt sehr.