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Veröffentlicht am 12.04.2026

Nett, aber nicht so außergewöhnlich wie ihre anderen SciFi-Märchen

Gilded – Die Versuchung des Goldes (Gilded 1)
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Nachdem ich damals an Wie Monde so silbern von Marissa Meyer solche Freude hatte (es war vor fast 5 Jahren eine der ersten Rezensionen, die ich je geschrieben habe), musste ich bei dieser neuen Märchen-Adaption ...

Nachdem ich damals an Wie Monde so silbern von Marissa Meyer solche Freude hatte (es war vor fast 5 Jahren eine der ersten Rezensionen, die ich je geschrieben habe), musste ich bei dieser neuen Märchen-Adaption derselben Autorin natürlich auch zugreifen. In Gilded. Die Versuchung des Goldes bekommt das Märchen Rumpelstilzchen ein neues Gewand.

Während ich mich in Die Versuchung des Goldes wieder über viele Elemente freuen konnte – allem voran über die weibliche Hauptfigur Serilda, die zwar von allen hin und her geschubst wird und kaum etwas Positives zu hören bekommt, aber trotzdem ihren eigenen Weg geht -, fehlte mir diesmal ein Aspekt ganz besonders: ein komplett neues Setting.

Für mich macht den Charme von Marissa Meyers Adaptionen aus, dass sie das ursprüngliche Material in einen komplett neuen Kontext versetzen. Bei Wie Monde so silbern und den dazugehörigen Fortsetzungen war das eine futuristische Science-Fiction-Welt. In Die Versuchung des Goldes jedoch bleibt die Welt sehr nah an der Vorlage: mittelalterliche Dörfer und Handelsstädte, verschwundene Königshäuser und magische Wesen im gefährlichen Wald.

Die Verknüpfung von Rumpelstilzchen mit dem Erlkönig von Goethe und der Wilden Jagd, die viele wahrscheinlich aus dem Game The Witcher 3 oder der dazugehörigen Romanvorlage von Andrzej Sapkowski kennen, hat mir in Die Versuchung des Goldes gut gefallen, aber das ist im Verhältnis zum Rest der Geschichte eigentlich nur ein kleines Detail. Es hätte auch jede andere grausame Figur sein können; dass die Autorin sich den Erlkönig ausgesucht hat, spielt keine allzu große Rolle.

Beim Lesen habe ich zwischendurch vergessen, dass Die Versuchung des Goldes eine Fortsetzung haben wird, und war dann gegen Ende etwas überrascht, dass einige Handlungsstränge offen gelassen wurden. Das meiste wurde abgeschlossen, die Geschichte hätte genauso gut mit diesem Buch enden können. Ich bin nicht sicher, was der zweite Band bieten wird. Das liegt vor allem daran, dass ich den Eindruck bekommen habe, dass es einfach nicht genug Stoff für einen zweiten Band gibt. Es passiert schon in Die Versuchung des Goldes nicht allzu viel, die Handlung kommt jetzt schon stellenweise sehr langsam voran – ist da wirklich noch genug für Band 2 übrig?

Besonders gut hat mir dagegen der Prolog gefallen: indem die erzählende Hauptfigur von Anfang an andeutet, dass sie zum Lügen neigt, war ich den kompletten Rest von Die Versuchung des Goldes auf der Hut: kann ich der Erzählerin glauben, dass das Erzählte wirklich so passiert ist? Was, wenn wir es hier mit einer sogenannten unzuverlässigen Erzählerin zu tun haben, die ab und zu einfach mal die Unwahrheit sagt? Diesen Punkt möchte ich nicht spoilern, deshalb belasse ich es an dieser Stelle dabei. Ich finde es aber stark gemacht, durch diesen kurzen Prolog dem gesamten Buch eine zusätzliche Ebene zu geben. Geringer Einsatz, enorme Wirkung!

Fazit
Für mich ist Gilded. Die Versuchung des Goldes eine gelungene Adaption, die allerdings nicht das Gewisse Etwas bietet, das ich aufgrund anderer Bücher von dieser Autorin erwartet hatte. Kurz gefasst: Nett, aber nichts Außergewöhnliches.

Veröffentlicht am 12.04.2026

Leider bleibt es beim mahnenden Ton, es gibt wenig "so kannst du es besser machen"

Moor Myrte und das Zaubergarn
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Ich hatte große Hoffnungen auf Moor Myrte und das Zaubergarn, und ein wichtiger Punkt wurde auch erfüllt. Aber ich wurde leider überwiegend enttäuscht. Aber lest selbst.

Zuerst etwas, das mir gefällt: ...

Ich hatte große Hoffnungen auf Moor Myrte und das Zaubergarn, und ein wichtiger Punkt wurde auch erfüllt. Aber ich wurde leider überwiegend enttäuscht. Aber lest selbst.

Zuerst etwas, das mir gefällt: Es ist keine Neuigkeit mehr, dass uns die Erde unter den Füßen wegschmilz und -brennt, aber es mangelt meiner Meinung nach immer noch an eindrücklichen Kinderbüchern, in der die Dringlichkeit dieses Problems dargestellt wird (Solartopia für Zwölfjährige ist ein schönes aktuelles Beispiel). Ohne komplizierte Worte, mit einfachsten Mitteln erzählt. Moor Myrte setzt genau da an und überträgt „Mutter Natur“ in eine körperliche Form, die einfach irgendwann genug von menschlicher Gier und Rücksichtslosigkeit hat, aber auch verzeiht, wenn man sich nur genug bemüht. Die Idee ist nicht neu, auf dieselbe Weise funktionierten schon Märchen und Gruselgeschichten, mit denen zum Beispiel Kinder von gefährlichen Orten ferngehalten werden sollten.

Und genau wie die oft gruseligen Figuren in diesen alten Geschichten ist auch der übergroße Spinnenkörper von Moor Myrte kein schöner Anblick. Sie ist nachtragend und vergibt nur langsam menschliche Fehltritte. Wer aber nur nimmt, nimmt, nimmt und keinen Gedanken daran verschwendet, dass Ressourcen endlich sind, der muss mit den Konsequenzen der eigenen Taten leben, bevor er – hier wortwörtlich – von der Natur gefressen wird. Diese bildliche Darstellung finde ich sehr gelungen.

Aber damit bin ich leider auch schon bei meinem negativen Punkt: Magnolia bekommt keine Chance, aus ihren Fehlern zu lernen. Wenn dieses Buch einen Lerneffekt haben soll, wenn die jungen Lesenden verstehen sollen, wie sie es besser machen können als Magnolia, dann reicht meiner Meinung nach Beatrices verträumte Weltsicht als Vorbild nicht: Beatrice reflektiert ihr eigenes Handeln ebenso wenig wie Magnolia, ihr naiver Gang durch die Welt ist einfach ihre Art zu leben.

Die beiden Schwestern sind zwar offensichtlich als Positiv- und Negativbeispiel beim Umgang mit der Natur angelegt, aber es sind solche Extreme, dass sich kaum Identifikationspotenzial für das achtjährige Zielpublikum finden lässt. So bleiben sie nur Figuren in einem Buch, keine „echten Menschen“, die etwas richtig oder falsch machen.

Während Beatrices Erfahrung mit der Rachsüchtigkeit bzw. Gnade der Natur wirklich schön und sinnvoll dargestellt ist, finde ich Magnolias Erlebnis etwas zur kurz gedacht:

Beatrice nimmt unter anderem den schönsten Stein des Waldes mit, Moor Myrte ist wütend und beruhigt sich, als sie von Beatrices Zurücklegen des Steins erfährt. Beide freuen sich zusammen über die Schönheit des Steins in seiner angedachten Umgebung und Moor Myrte gibt Beatrice ein Geschenk. Lektion: Nimm der Natur nichts weg und falls das doch mal nötig sein sollte, dann sorge dafür, dass sie es zurückbekommt. (Ich dachte hierbei zum Beispiel an die Wiederaufforstung von Wäldern.) Die Natur wird es dir danken.

Magnolia wirft ihren Pullover, aus Zaubergarn gefertigt, einfach in den Wald und hat auch auf Nachfrage nicht vor, ihn wieder aufzuheben. Sie wird sofort in eine Fliege verwandelt und von Moor Myrte gefressen. Lektion: Hinterlasse keinen menschengemachten Müll in der Natur, auch, wenn er ursprünglich aus natürlichen Materialien bestand, sonst wirst du – getötet?

An dieser Stelle habe ich kurz gestutzt und war fest davon überzeugt, dass die Geschichte hier einen Schritt zurückgehen würde, nach dem Motto „das hätte Magnolia zwar verdient, aber vorher …“

Es ist zwar nicht falsch – Ausbeutung, Umweltverschmutzung, Klimawandel, Verlust von Lebensraum und schließlich die Unmöglichkeit zu überleben ist eine logische Abfolge. Und doch fehlt mir eine kurze Szene, in der Magnolia als Lernmoment für die Lesenden genutzt werden kann.

Moor Myrte hätte sie fragen können, warum sie ihren Pullover nicht wieder aufhebt. Warum sie so viel Geld verdienen will. Warum sie Beatrice so schlecht behandelt. Warum sie den Wollverkäufer aus seinem Geschäft wirft. Warum sie überhaupt so griesgrämig und freudlos ist. Das Erklären und damit Hinterfragen ihrer Handlungen hätte für Lesende meiner Meinung nach mehr Potenzial zum Aufrütteln als das schlichte Ende, das hier gewählt wurde. Ich habe kein Problem damit, wie Magnolia ihr Ende findet. Ich hätte es nur besser gefunden, wenn das fünf Seiten später passiert wäre.

Optisch funktioniert der Zeichenstil gut mit der Geschichte: rund und bunt, wo Beatrice im Fokus steht, kalt, kantig und düster bei Magnolia und gleichzeitig konsequent in der Darstellung. Manche Szenen haben mich durch Gesichtsausdrücke oder Positionierung der Figuren etwas an den Struwwelpeter erinnert, was vielleicht ein Grund dafür ist, dass ich nicht recht warm damit wurde. Doch zur Erzählung passt es sehr gut.

Kurzgefasst freue ich mich darüber, dass dieses Thema für Kinder in einer so unkomplizierten Form aufbereitet wurde, wenn Moor Myrte auch teilweise schwere Vokabeln verwendet („Genossenschafts-Buchhandlung“). Der Apell zum verantwortungsvollen Umgang mit der Natur ist vorhanden, auch der mahnende Charakter des Buches ist unübersehbar. Ich habe allerdings mehr „so kannst du es besser machen, falls du bisher auf dem falschen Weg warst“ erwartet und wurde darin enttäuscht: Es bleibt beim plakativ erhobenen, mahnenden Zeigefinger. Den erwünschten Lehrmoment für die jungen Lesenden habe ich bis zum Ende vermisst.

Veröffentlicht am 12.04.2026

Leider recht zäh, obwohl die Idee doch so gut ist!

Eternity Online 2
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Nachdem ich Band 1 von Eternity Online super fand, waren meine Erwartungen an Band 2 groß. Die Verbindung von (Fantasy-/Science-Fitction-) Romanen und Games hat mich bei Richard Schwartz‘ Fluchbrecher ...

Nachdem ich Band 1 von Eternity Online super fand, waren meine Erwartungen an Band 2 groß. Die Verbindung von (Fantasy-/Science-Fitction-) Romanen und Games hat mich bei Richard Schwartz‘ Fluchbrecher überrascht und begeistert; Eternity Online 1 fühlte sich ein bisschen wie ein Ableger davon an. In dem Wissen, dass Mikkel Robrahn so einiges an Erfahrung in dem Bereich Gaming mitbringt, erwartete ich auch in Band 2 unterhaltsame Quests und Spielmechaniken, die irgendwie besonders sind.

Aber leider fühlte sich Eternity Online 2 dort zäh und chaotisch an, wo Band 1 überraschend und frisch war. Obwohl es gerade einmal rund 50 Seiten mehr waren als in Band 1, kam mir das Buch doppelt so lang vor. Beim Lesen fühlte ich mich so plan- und ratlos wie die Hauptfigur Rob: Es war nicht klar, wohin die Reise gehen sollte.

Es ist ja nicht falsch, dass man nicht von Anfang an weiß, wer gut oder böse ist oder wenn mehrere Nebenstränge und plötzliche Miniquests die Helden auf ihrem Weg ans Ziel vorübergehend aufhalten. Aber wenn außer der Rettung einer wichtigen Figur nicht deutlich wird, was genau der rote Faden sein soll, und man viel Zeit damit verbringt, Botendienste oder kleinere Monster zu erledigen, ist das ziemlich frustrierend. Besonders gezogen haben sich ständige Wiederholungen von unwichtigen hol-dies-bringt-mir-das-Quests. Auch hier gilt meiner Meinung nach: Ich verstehe, wenn diese Elemente bewusst eingebaut wurden, um den Frust von Gamer:innen bei RPGs als Buchform abzubilden. Das macht es nur leider nicht weniger langatmig.

Die Idee mit der Arena finde ich spannend; auch, was gegen Ende an Bedeutung und Hintergrund hierfür aufgedeckt wird. Ich glaube, mir hätte Eternity Online 2 sehr viel besser gefallen, wenn mehr Kapitel aus der Sicht von Robert in der realen Welt erzählt würden. Wenn man die Hintergründe weiß, bevor man der Handlung in Avataris folgen soll, und dadurch mehr Hinweise und Details bemerken kann – das hätte für mich vielleicht besser funktioniert.

Dass die eingespielte Gruppe sich außerdem stetig verändert, sorgt zwar für eine gewisse Abwechslung, die ich sonst bei den Quests und den Fortschritten in Richtung unbekanntes Ziel vermisst habe. Gleichzeitig wurden dadurch aber viele neue Stränge aufgemacht, die irgendwie ins Leere führen: Was steckt wirklich hinter dem Gemütswechsel der Person, die Rob in Band 1 verraten hatte und nun auf einmal dem Team beitreten will? Wer ist diese neue Figur – steckt vielleicht mehr dahinter?

Haben noch mehr Menschen neben Robert Harlow ihre Finger im Spiel? Was ist jeweils mit Marten und Ethan los? Woher kommt dieser neue Scharfrichter? Können die Held:innen nun doch in-game sterben, für immer? Oder gibt es vielleicht ein neues Hintertürchen in Eternity Online 2, das es den verstorbenen Personen, deren Bewusstsein in Avataris fortdauert, ermöglichen könnte, in der realen Welt wiederbelebt zu werden – quasi das Bewusstsein auf einen Chip laden, den mit dem (hoffentlich bewusstseinslosen) Gehirn eines Körpers verknüpfen und dann: Systemneustart?

Wenn man die Handlungsebene außerhalb der Onlinewelt und die Ebene im Spiel getrennt voneinander betrachtet, mögen diese und andere Details mehr Sinn ergeben. Ich habe jedoch beim Lesen von Eternity Online 2 ständig versucht zu verstehen, wie das eine mit dem anderen zusammenhängt, schließlich ist die Suche nach Antworten für Robert die große neue Mission in diesem zweiten Band. Deshalb waren die Miniquests, die die Handlung am Fortschreiten gehindert haben, die immer neue Teamzusammensetzung und vor allem das Fehlen des Gruppenanführers beim Lesen ziemlich frustrierend. Ich hatte den Eindruck: Wenn der Gruppenanführer der Held:innen fehlt und die Gilde dem Chaos verfällt, dann hat auch die Handlung keinen roten Faden mehr.

Band 1 hat mir richtig gut gefallen. Eternity Online brachte so viel Potenzial für eine richtig tolle neue Romanreihe mit, deren Thema ich als bisher vernachlässigt bezeichnen würde und das mit Gamern eine große neue Zielgruppe erreichen könnte. Aber wie auch schon der letzte Band der Eisraben-Chroniken von Richard Schwartz erzeugt Eternity Online 2 bei mir eher den Eindruck, als ob man nach dem Vorgänger keine konkrete Idee hatte, wohin die Reise gehen soll – und müsste nun auf Teufel komm raus irgendwie die Handlung weiter strecken, wobei die Ziele entweder aus den Augen verloren wurden oder mit dem obligatorischen dritten Band so weit in die Ferne rückten, dass der Weg dahin unnötig in die Länge gezogen werden musste.

Bitte versteht mich nicht falsch; der Schreibstil und die einzelnen Momente waren gut. Die einzelnen Quests, die einzelnen Dialoge, die einzelnen kleinen Erkenntnisse und die einzelnen Konflikte. In Kombination wurde daraus leider ein großer Einheitsbrei aus „das habe ich doch gerade eben erst gelesen“ und „Oh, ein spannendes neues Element. Wie geht es damit jetzt weiter? Ach, okay, ist nicht so wichtig, die Handlung konzentriert sich lieber auf diesen anderen Bereich, den wir schon dreimal durchgekaut haben.“ Es fühlt sich nach verschenktem Potenzial an.

Ich glaube momentan nicht, dass ich Band 3 lesen werde. Vielleicht nur deshalb, um zu wissen, wie die Rahmenhandlung mit Robert ausgeht und was außerhalb von Avataris und den anderen Onlinewelten passiert. Der Cliffhanger zum Ende hin war dafür super gesetzt. Aber ich glaube nicht, dass es noch einmal 400 Seiten dazu braucht, wenn nicht etwas wirklich Großes in Band 3 auf uns wartet.

Übrigens: Auf Steam gibt es ein kostenloses Minispiel, in dem man selbst einen Charakter in Avataris erstellen und die ersten Schritte in der Online-Welt machen kann – die Ratten-Quest im Wirtshaus! Eine schöne Idee, bei der ganz nebenbei auch noch Werbung für die Bücher von mit Mikkel Robrahn befreundeten Autpor:innen gemacht wird. Aber es ist wirklich nur ein Prolog, wie der Titel des Spiels schon sagt, und nach wenigen Minuten vorbei.

Veröffentlicht am 12.04.2026

Viele Perspektiven

The future is female!
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The Future is Female ist eine Sammlung von Essays diverse großer und kleiner Namen zu allen möglichen Facetten des großen Themas Feminismus. Beworben wird das Buch prägnant auf dem Cover mit Emma Watson ...

The Future is Female ist eine Sammlung von Essays diverse großer und kleiner Namen zu allen möglichen Facetten des großen Themas Feminismus. Beworben wird das Buch prägnant auf dem Cover mit Emma Watson und Keira Knightley, aber das Buch enthält nicht nur Beiträge von Schauspielerinnen. Es ist ein vielseitiger Einblick in die Köpfe von mir bekannten und auch unbekannten Personen, deren Perspektiven ich nicht immer nachvollziehen konnte. Trotzdem habe ich den Eindruck, meinen Horizont durch das Lesen irgendwie erweitert zu haben.

Zumindest habe ich es als Anlass genommen, die Menschen zu recherchieren, die hier zu Wort kommen dürfen. Ich fände es interessant, ein Buch mit genau diesem Aufbau alle paar Jahre neu herauszubringen, um die Veränderungen über bestimmte Zeiträume hinweg abzubilden: Wie verändert sich das gesellschaftliche Bild von Feminismus, welche politischen Entwicklungen haben Einfluss darauf, welche Personen sind im jeweiligen zeitlichen Kontext relevant? Das wäre spannend – zumal The Future is Female nun schon 7 Jahre alt ist.

Veröffentlicht am 12.04.2026

Solides Grundwissen, bleibt aber oberflächlich

Feminism is for everyone!
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Feminism is for Everyone habe ich in einem feministischen Lesekreis, der von Mareike von Crow and Kraken organisiert wurde, gelesen. Die Diskussionen, insbesondere über Grundfragen des intersektionalen ...

Feminism is for Everyone habe ich in einem feministischen Lesekreis, der von Mareike von Crow and Kraken organisiert wurde, gelesen. Die Diskussionen, insbesondere über Grundfragen des intersektionalen Feminismus, haben mir immer richtig Spaß gemacht – es gab so viele verschiedene Perspektiven! Wir waren uns alle einig, dass dieses kleine Büchlein, das als Taschenbuch nur 7€ kostet, recht oberflächlich bleibt. Allerdings bietet es eine solide Grundlage für Anfänger:innen, auf der man aufbauend weiter recherchieren kann.