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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.05.2026

Thriller wie ein Feuer durch Emotionen und Wendungen

Firewatch
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Ein Thriller wie ein Höllenfeuer: dramatisch, kraftvoll, aber auch mit leiseren romantischen Tönen. Der Autor hat einen Thriller geschrieben, der mich vollkommen in den Bann gezogen hat.

Robin vermisst ...

Ein Thriller wie ein Höllenfeuer: dramatisch, kraftvoll, aber auch mit leiseren romantischen Tönen. Der Autor hat einen Thriller geschrieben, der mich vollkommen in den Bann gezogen hat.

Robin vermisst Aaron, seinen besten Freund. Seit einem Ferienjob im Goldenfalls-Nationalpark in Kalifornien gilt dieser als verschollen. Robin beginnt daraufhin, eigene Nachforschungen anzustellen, und begegnet dabei dem geheimnisvollen Kian. Dieser verbirgt ein Geheimnis, das Robin nicht mehr loslässt.

Robin ist eher ein schüchterner Charakter, der von leichten Selbstzweifeln geplagt wird. Er wirkt verletzlich, weshalb auch seine Faszination für starke Persönlichkeiten nachvollziehbar erscheint. Kian hingegen ist ein sehr spezieller Charakter, dessen innere Zerrissenheit sich erst im Laufe der Geschichte vollständig entfaltet. Auch die weiteren Figuren sorgen mit ihren eigenwilligen Persönlichkeiten für ein besonderes Setting. Überhaupt sind die einzelnen Charaktere sehr stark ausgearbeitet und individuell gezeichnet. Gerade diese unterschiedlichen Persönlichkeiten verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe.

Der Schreibstil des Autors ist fesselnd und dramatisch, an manchen Stellen aber auch gefühlvoll und leise. Die Spannung steigert sich kontinuierlich und gewinnt im Verlauf der Handlung enorm an Dramatik. Mehrere Wendungen setzen dem Ganzen schließlich die Krone auf. Ich wäre niemals auf die Auflösung dieses Falls gekommen und war entsetzt über das Motiv der verantwortlichen Person.

Was der Geschichte neben der Dramatik zusätzliche Würze verleiht, ist die innere Zerrissenheit der Charaktere. Wer ist Freund und wer Feind? Wer die große Liebe? Wer Familie? All diese Fragen werden von den einzelnen Protagonisten immer wieder infrage gestellt. Dadurch gelingt es dem Autor, mehreren Figuren sowohl ein nachvollziehbares Motiv als auch eine gewisse Sympathie mitzugeben.

Ein Thriller wie ein Feuertanz – ganz großes Lesekino

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Ein Roman, der mehr ist als nur Krimi oder Unternehmensgeschichte

Die dunkle Seite der Schokolade
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Ein Roman, der mehr ist als nur Krimi oder Unternehmensgeschichte. Eindrucksvoll hat die Autorin eine Geschichte geschaffen, die auch hinter die Kulissen der Kakao- und Schokoladenindustrie blickt, die ...

Ein Roman, der mehr ist als nur Krimi oder Unternehmensgeschichte. Eindrucksvoll hat die Autorin eine Geschichte geschaffen, die auch hinter die Kulissen der Kakao- und Schokoladenindustrie blickt, die oftmals düstere Geheimnisse birgt.

Serafine, die Hauptprotagonistin der Story, ist eine charakterstarke und zielstrebige Persönlichkeit. Sie scheut keine Konflikte, trägt in ihrem Innersten jedoch auch Selbstzweifel mit sich. Überhaupt sind die Charaktere sehr gut ausgearbeitet. Zudem sind die Fronten zu Beginn nicht eindeutig, und die Handlung entwickelt sich stetig auf einen großen Spannungsmoment hin.

Die Autorin hat großartige Recherchearbeit geleistet. Es gelingt ihr, die vielen Fakten in eine spannende und stimmige Geschichte einzubetten. Dabei sorgen die zahlreichen Informationen rund um die Schokolade nicht nur für Spannung, sondern auch für mehr als nur ein wenig Heißhunger auf die köstliche Leckerei.

Auch der kriminalistische Teil der Handlung hat mir sehr gut gefallen. Es handelt sich eher um einen Cold-Case-Krimi, der sich jedoch zu einer wirklich packenden Geschichte entwickelt. Die Mischung aus Unternehmens- und Kriminalgeschichte sorgt für viel Abwechslung beim Lesen.

Ein schön beschreibender Schreibstil rundet das Ganze ab und sorgt zusätzlich für ein großartiges Leseerlebnis. Ich wurde sehr gut unterhalten und habe dabei auch einiges über die Schokoladenindustrie gelernt.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Urlaubskrimi mit nicht vorhersehbarem Turn

Mallorca - Insel des Schweigens
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Ein Krimi mit einem nicht vorhersehbaren Turn, der mich äußerst gut unterhalten hat. Eigentlich möchte Elena Vela auf ihrer Heimatinsel endlich zur Ruhe kommen. Doch mit der Ruhe ist es schnell vorbei, ...

Ein Krimi mit einem nicht vorhersehbaren Turn, der mich äußerst gut unterhalten hat. Eigentlich möchte Elena Vela auf ihrer Heimatinsel endlich zur Ruhe kommen. Doch mit der Ruhe ist es schnell vorbei, als sie eine Leiche am Strand vorfindet. Elena ist eine Frau mit Vergangenheit und Schuldgefühlen. Sie versucht, ihr vorheriges Leben abzuschütteln, doch die Schatten der Vergangenheit holen sie immer wieder ein.

Sehr gut ist es der Autorin gelungen, durch geschickte Zeitsprünge Aspekte aus Elenas Vergangenheit herauszuarbeiten, ohne dass man dadurch auf die Lösung der Probleme oder der Thematik stößt. Immer wieder gibt es Andeutungen, die jedoch in verschiedene Richtungen führen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr erfrischend und gut lesbar. Besonders deutlich wird dabei ihre Orts- und Lebenskenntnis: Sie lässt viel vom Flair, der Kulinarik, aber auch von der topografischen Beschaffenheit in ihre Erzählung einfließen. Auch wenn ich Mallorca leider nur von wenigen Tagen kenne und viele der beschriebenen Orte bisher nicht gesehen habe, konnte ich sie mir sehr lebhaft vorstellen.

Die Spannung der Story ist durchgängig vorhanden und wird durch einen nicht vorhersehbaren Turn bei den Figuren nochmals gesteigert. Das Ende war interessant und ließ mich etwas verwundert zurück.

Ein rundum gelungener Krimi mit einer sympathischen Ermittlerin, der hoffentlich eine Fortsetzung findet.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit

Pina fällt aus
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Ein Buch, das mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen hat.

Sehr berührend und emotional aufwühlend hat es mich regelrecht auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt. Pina Luxen bricht auf ...

Ein Buch, das mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen hat.

Sehr berührend und emotional aufwühlend hat es mich regelrecht auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt. Pina Luxen bricht auf der Straße zusammen und kann sich von einer Sekunde auf die andere nicht mehr um ihren zwanzigjährigen autistischen Sohn Leo kümmern. Sie ist es, die seinen Alltag organisiert und ihm zur Seite steht. Doch wer kann sich nun um Leo kümmern? Ihre 86-jährige Nachbarin, die die Wohnung nicht mehr verlässt? Oder der 34-jährige Einsiedler, der ebenfalls im Haus wohnt und Kristallfiguren sammelt? Und was ist mit der 16-jährigen Zola, der Tochter des Vermieters, die gegen ihre Eltern rebelliert?

Eine Hausgemeinschaft wächst zusammen und über sich hinaus – auch wenn ihre Mitglieder auf den ersten Blick noch so unterschiedlich sind. Doch sie beginnen, Leo zu verstehen, ihn anzuerkennen und ihn so zu nehmen, wie er ist. Der Roman behandelt die soziale Kälte und eine Gesellschaft, die allzu oft wegschaut. Dabei stellt er auch die ganz pragmatische Frage: Wie funktioniert Inklusion? Wer lebt sie – und wie sieht sie aus? Wer ist Teil unserer Welt und unserer Gesellschaft? Und wer wird an den Rand gedrängt – und warum? Wir alle predigen Individualität und Andersartigkeit, dennoch stecken wir Menschen oft unbewusst in Schubladen.

Der Schreibstil der Autorin ist stellenweise leicht und humorvoll, dann wieder ernst und philosophisch. Ich habe diese Mischung geliebt. In diesem Buch steckt so viel Klugheit, und ich habe auch viel über mich und mein eigenes Denken gelernt. Vera Zischke hat nicht nur alleinerziehenden Müttern und Vätern ein Denkmal gesetzt, sondern auch pflegenden Angehörigen.

Ein wichtiges Buch, das den Finger in die Wunde legt und zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Historischer Kriminalroman mit vielen Wendungen und Spannung bis zum Schluss

Die Bestie von Dresden
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Ein historischer Kriminalroman, der mit vielen Wendungen bis zur letzten Seite für Spannung sorgt. Gustav Heller und sein Assistent Schrumm werden zunächst mit einem sonderbaren Fall konfrontiert. Dieser ...

Ein historischer Kriminalroman, der mit vielen Wendungen bis zur letzten Seite für Spannung sorgt. Gustav Heller und sein Assistent Schrumm werden zunächst mit einem sonderbaren Fall konfrontiert. Dieser stellt sich jedoch bald als sehr dramatisch heraus.

Sehr gut kommt in diesem Roman das Verhältnis der beiden Ermittler zur Geltung. Gustav Heller lebt auf seinem Gestüt nahe Dresden und ist ein Mann der Tat und der direkten Worte. Er scheut keine Konfrontation und stößt dabei seine Mitmenschen des Öfteren vor den Kopf. Sein Assistent Schrumm ist eher in sich gekehrt und bisweilen etwas zart besaitet. So muss er sich die eine oder andere bissige Neckerei von seinem Vorgesetzten gefallen lassen.

Gerade diese Gegensätze der beiden Hauptprotagonisten sorgen für ein interessantes Zusammenspiel bei den Ermittlungen, was mir sehr gut gefällt. Auch die zahlreichen Nebencharaktere sind sehr gelungen ausgearbeitet.

Über die Figur von Karl May musste ich mehrfach schmunzeln und habe dabei auch einiges über ihn erfahren, was mir zuvor nicht bekannt war. Die Einbettung Mays in die Geschichte ist gut dosiert, sodass er eine Rolle spielt, ohne zu sehr im Mittelpunkt der Handlung zu stehen.

Der Schreibstil des Autors ist anschaulich und abwechslungsreich, zugleich aber sehr gut lesbar. Die größte Stärke der Geschichte sind für mich jedoch die vielen Verdächtigen und Wendungen innerhalb der Ermittlungen. Ich hatte eine andere Vermutung und lag am Ende komplett auf der falschen Fährte. Auf diese Auflösung muss man erst einmal kommen.

Dieser Fall spielt noch stärker mit zwischenmenschlichen Beziehungen und Verhältnissen als die ersten beiden Bände, wodurch die Figuren besonders lebendig wirken. Ein rundum gelungener historischer Kriminalroman mit einem markanten Ermittlerteam in einer Zeit, die von vielen Veränderungen geprägt ist.

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