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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2025

Zwischen Karriereplänen und Herzklopfen

No Cure for Love
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Schon nach wenigen Seiten war ich mittendrin im ersten Arbeitstag von Ellen im St. Elias Krankenhaus. Die junge Frau hat ehrgeizige Ziele und möchte eigentlich lieber in die Forschung, doch hier warten ...

Schon nach wenigen Seiten war ich mittendrin im ersten Arbeitstag von Ellen im St. Elias Krankenhaus. Die junge Frau hat ehrgeizige Ziele und möchte eigentlich lieber in die Forschung, doch hier warten Patienten, Schichtpläne und neue Kollegen auf sie.

Besonders Timo, ebenfalls Assistenzarzt, sorgt bei ihr für Verwirrung. Einerseits nervt er mit seiner übertriebenen Hilfsbereitschaft, andererseits ist er charmant und aufmerksam. Die unterschiedlichen Sichtweisen der beiden spiegeln sich in vielen Szenen wider.

Die Darstellung des Klinikalltags wirkte für mich glaubwürdig, von stressigen Momenten bis zu bewegenden Patientengeschichten. Gerade diese Mischung aus Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit fand ich sehr gelungen.

Ellen hat mich als Figur fasziniert, auch wenn ich nicht jede Entscheidung nachvollziehen konnte. Ihr innerer Konflikt zwischen Karrierewunsch und den Erwartungen ihrer Eltern war authentisch beschrieben. Timo erscheint als ruhiger, stabiler. Damit entsteht ein interessanter Kontrast, der gut zur Geschichte passt.

Das Cover ist ein echter Hingucker, modern, ansprechend und passend zur Geschichte.

Der Schreibstil ist locker und flüssig und sorgt dafür, dass man schnell durch die Seiten fliegt. Gleichzeitig gibt es genug Tiefgang, weil Themen wie Karriere, Familie und Rollenbilder im Beruf eingeflochten werden.

Fazit: No Cure for Love hat mich gut unterhalten, eine Geschichte voller Emotionen, Klinikdrama und einer Liebesgeschichte, die schneller beginnt als gedacht.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Wenn die Vergangenheit nicht vergeht

Der Sommer, der uns blieb
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„Der Sommer, der uns blieb“ erzählt die Geschichte von drei Menschen, die einst eng miteinander verbunden waren und durch ein Ereignis in ihrer Jugend auseinandergerissen wurden. Viele Jahre später begegnen ...

„Der Sommer, der uns blieb“ erzählt die Geschichte von drei Menschen, die einst eng miteinander verbunden waren und durch ein Ereignis in ihrer Jugend auseinandergerissen wurden. Viele Jahre später begegnen sich Britta, Pia und Martin erneut und müssen sich der Vergangenheit stellen, die noch immer zwischen ihnen steht.
Der Roman überzeugt vor allem durch seinen ruhigen und einfühlsamen Schreibstil. Die Autorin nimmt sich Zeit für die leisen Momente und legt den Fokus auf Gefühle, Erinnerungen und unausgesprochene Gedanken. Dadurch entsteht eine dichte, leicht melancholische Stimmung, die gut zur Geschichte passt und beim Lesen nachwirkt.
Die Handlung wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart und wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. So setzt sich nach und nach ein Gesamtbild zusammen und man versteht immer besser, was damals geschehen ist. Gerade dieses langsame Aufdecken sorgt dafür, dass die Geschichte interessant bleibt, auch wenn sie insgesamt eher ruhig verläuft.
Inhaltlich stehen Themen wie Freundschaft, Schuld und Vergebung im Mittelpunkt. Auch ernstere Aspekte wie Krankheit und persönliche Verluste werden aufgegriffen, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht.
Positiv fällt außerdem die Gestaltung des Buches auf, die sehr hochwertig wirkt und die besondere Atmosphäre der Geschichte unterstreicht.
Insgesamt ist „Der Sommer, der uns blieb“ ein ruhiger und emotionaler Roman, der vor allem durch seine Stimmung und seine Themen überzeugt. Wer gern gefühlvolle Geschichten über Freundschaft und Vergangenheit liest, wird hier gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Sommer zwischen Sehnsucht und Entscheidung

Summer Tides
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Das Cover strahlt sofort dieses warme, sommerliche Gefühl aus und fängt die Atmosphäre der Geschichte sehr schön ein. Die Gestaltung wirkt leicht und einladend und macht direkt Lust darauf, in die Welt ...

Das Cover strahlt sofort dieses warme, sommerliche Gefühl aus und fängt die Atmosphäre der Geschichte sehr schön ein. Die Gestaltung wirkt leicht und einladend und macht direkt Lust darauf, in die Welt von Cornwall einzutauchen. Besonders die Farbgebung unterstreicht die ruhige, emotionale Stimmung, die sich auch im Inneren des Buches wiederfindet.
Die Geschichte führt nach Cornwall, wo Scarlett versucht, sich ein neues Leben aufzubauen und endlich irgendwo anzukommen. Zwischen Meeresrauschen und kleinen Alltagsmomenten begegnet sie Jonah, der selbst an einem Wendepunkt steht. Die Handlung lebt weniger von großen Ereignissen als vielmehr von leisen Entwicklungen und inneren Konflikten. Dabei rückt nicht nur die Liebesgeschichte in den Fokus, sondern auch die Frage, was es bedeutet, den eigenen Platz im Leben zu finden.
Scarlett wirkt stellenweise unsicher und trifft nicht immer nachvollziehbare Entscheidungen, was sie jedoch gleichzeitig sehr menschlich erscheinen lässt. Jonah bringt mit seiner ruhigen, nachdenklichen Art eine schöne Balance in die Dynamik der beiden. Gerade das Zusammenspiel der Figuren entfaltet sich langsam und nimmt sich Zeit, was gut zur Grundstimmung passt.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, mit einer sanften Bildhaftigkeit, die besonders das Setting lebendig werden lässt. Die kurzen Kapitel sorgen für einen guten Lesefluss und lassen die Seiten schnell vergehen. Gleichzeitig hätte die Entwicklung an manchen Stellen etwas mehr Tempo vertragen, da sich einige Passagen leicht ziehen.
Im Fazit bleibt eine ruhige, stimmungsvolle Geschichte, die vor allem durch ihr Setting und ihre Atmosphäre überzeugt. Für entspannte Lesestunden am Nachmittag ist dieses Buch eine wunderbare Begleitung, auch wenn es nicht in allen Punkten vollkommen fesseln kann.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Ein sanfter Kriminalroman mit viel Herz

Die Rätsel meines Großvaters
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Die Handlung begleitet die junge Lehrerin Kaede und ihren Großvater, der einst ein leidenschaftlicher Leser von Kriminalromanen war. Obwohl er inzwischen an einer besonderen Form der Demenz leidet, besitzt ...

Die Handlung begleitet die junge Lehrerin Kaede und ihren Großvater, der einst ein leidenschaftlicher Leser von Kriminalromanen war. Obwohl er inzwischen an einer besonderen Form der Demenz leidet, besitzt er noch immer eine beeindruckende Kombinationsgabe. Kaede bringt ihm immer wieder rätselhafte Ereignisse mit, die er mit scharfem Verstand analysiert.
Die einzelnen Fälle sind wie kleine Geschichten aufgebaut und führen den Leser Schritt für Schritt durch verschiedene Geheimnisse. Dabei geht es jedoch nicht nur um das Finden der richtigen Lösung, sondern oft auch um die menschlichen Beweggründe hinter den Ereignissen.
Im Mittelpunkt steht immer wieder die besondere Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater. Ihre Gespräche wirken liebevoll, respektvoll und manchmal auch nachdenklich. Gerade die Darstellung der Krankheit wird sehr einfühlsam beschrieben und verleiht der Geschichte eine emotionale Tiefe.
Der Schreibstil ist ruhig und typisch für viele japanische Romane. Statt großer Spannung stehen Atmosphäre, Beobachtungen und Gefühle im Vordergrund. Dadurch entsteht eine sehr angenehme Leseerfahrung, die von einer sanften Melancholie begleitet wird.
Auch die Gestaltung des Buches ist sehr gelungen. Das Cover wirkt harmonisch und passt gut zur ruhigen und literarischen Stimmung des Romans.
Für mich ist dieser Roman eine besondere Mischung aus Rätselgeschichte und Familienerzählung. Wer ruhige Bücher mit emotionaler Tiefe und einer ungewöhnlichen Krimihandlung schätzt, wird hier eine sehr stimmungsvolle Lektüre finden

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Schwesternliebe

Die Insel meiner Schwester
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Das Cover lädt zu einem ruhigen, beinahe nostalgischen Leseerlebnis ein. Die nordische Insel wirkt friedlich und trägt doch eine leise Schwere in sich, die sich im Verlauf der Geschichte bestätigt. Erzählt ...

Das Cover lädt zu einem ruhigen, beinahe nostalgischen Leseerlebnis ein. Die nordische Insel wirkt friedlich und trägt doch eine leise Schwere in sich, die sich im Verlauf der Geschichte bestätigt. Erzählt wird von Mirjam, die nach einer schmerzhaften Trennung der Einladung ihrer Schwester Nia folgt und an einen Ort zurückkehrt, der einst Geborgenheit bedeutete. Die Insel wird zum Schauplatz alter Erinnerungen, unausgesprochener Konflikte und einer Schwesternbeziehung voller Liebe und Verletzlichkeit. Besonders berührend ist, wie die gemeinsamen Sommer der Kindheit immer wieder in die Gegenwart hineinwirken. Nia erscheint als fragile, suchende Figur, während Mirjam zwischen Fürsorge und Selbstschutz schwankt. Die Autorin zeichnet ihre Figuren mit großer Sensibilität und feinem Gespür. Der Schreibstil ist ruhig, bildhaft und von einer leisen Melancholie getragen. Naturbeschreibungen und das aufziehende Unwetter spiegeln die innere Unruhe der Figuren eindrucksvoll wider. Die Spannung entsteht aus Emotionen, nicht aus Lautstärke, und entfaltet sich langsam, aber nachhaltig.
Für mich ist dieser Roman eine stille, bewegende Lektüre, die von der Kraft wie auch der Zerbrechlichkeit familiärer Bindungen erzählt.

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