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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.01.2026

Mit Geduld durch die Abendstunden

Familienreihe 1: Ich bin noch gar nicht müde!
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Das Buch besticht durch seine ruhige Farbgestaltung und das harmonische Zusammenspiel von Text und Illustration. Mika steht für all die Kinder, die abends noch nicht zur Ruhe kommen, und seine kleinen ...

Das Buch besticht durch seine ruhige Farbgestaltung und das harmonische Zusammenspiel von Text und Illustration. Mika steht für all die Kinder, die abends noch nicht zur Ruhe kommen, und seine kleinen Gedanken und Wünsche werden liebevoll aufgegriffen. Die Geschichte nimmt diese Momente ernst und begegnet ihnen mit Geduld und Verständnis.
Der Schreibstil ist sanft und klar, sodass sich die Erzählung gut vorlesen lässt. Die Illustrationen sind detailreich, wirken aber niemals überladen und laden zum gemeinsamen Betrachten und Entdecken ein. Besonders schön ist, dass das Buch immer wieder Anstöße bietet, über Gefühle zu sprechen und den Abend gemeinsam zu gestalten.
Die begleitenden Hinweise für Erwachsene sind nützlich, bleiben jedoch manchmal eher allgemein. Manche Themen werden nur kurz angerissen, sodass erfahrene Großeltern oder Eltern hier kaum Neues entdecken. Dennoch gelingt es dem Buch, eine angenehme, ruhige Atmosphäre zu schaffen.
Im Fazit bleibt ein warmes Gefühl zurück. Ich empfinde das Buch als liebevolle Begleitung für den Abend, die Kindern und Erwachsenen kleine, wertvolle Momente schenkt.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Zwischen Karriereplänen und Herzklopfen

No Cure for Love
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Schon nach wenigen Seiten war ich mittendrin im ersten Arbeitstag von Ellen im St. Elias Krankenhaus. Die junge Frau hat ehrgeizige Ziele und möchte eigentlich lieber in die Forschung, doch hier warten ...

Schon nach wenigen Seiten war ich mittendrin im ersten Arbeitstag von Ellen im St. Elias Krankenhaus. Die junge Frau hat ehrgeizige Ziele und möchte eigentlich lieber in die Forschung, doch hier warten Patienten, Schichtpläne und neue Kollegen auf sie.

Besonders Timo, ebenfalls Assistenzarzt, sorgt bei ihr für Verwirrung. Einerseits nervt er mit seiner übertriebenen Hilfsbereitschaft, andererseits ist er charmant und aufmerksam. Die unterschiedlichen Sichtweisen der beiden spiegeln sich in vielen Szenen wider.

Die Darstellung des Klinikalltags wirkte für mich glaubwürdig, von stressigen Momenten bis zu bewegenden Patientengeschichten. Gerade diese Mischung aus Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit fand ich sehr gelungen.

Ellen hat mich als Figur fasziniert, auch wenn ich nicht jede Entscheidung nachvollziehen konnte. Ihr innerer Konflikt zwischen Karrierewunsch und den Erwartungen ihrer Eltern war authentisch beschrieben. Timo erscheint als ruhiger, stabiler. Damit entsteht ein interessanter Kontrast, der gut zur Geschichte passt.

Das Cover ist ein echter Hingucker, modern, ansprechend und passend zur Geschichte.

Der Schreibstil ist locker und flüssig und sorgt dafür, dass man schnell durch die Seiten fliegt. Gleichzeitig gibt es genug Tiefgang, weil Themen wie Karriere, Familie und Rollenbilder im Beruf eingeflochten werden.

Fazit: No Cure for Love hat mich gut unterhalten, eine Geschichte voller Emotionen, Klinikdrama und einer Liebesgeschichte, die schneller beginnt als gedacht.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Wohlfühllektüre mit Syltflair

Sylt oder Sehnsucht
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Das Cover versprüht sofort sommerliche Syltstimmung und passt wunderbar zur leichten Atmosphäre des Romans.
Die Geschichte rund um Steffi liest sich angenehm locker und lebensnah. Das Klassentreffen bringt ...

Das Cover versprüht sofort sommerliche Syltstimmung und passt wunderbar zur leichten Atmosphäre des Romans.
Die Geschichte rund um Steffi liest sich angenehm locker und lebensnah. Das Klassentreffen bringt nicht nur alte Erinnerungen zurück, sondern wirbelt auch einige Gefühle durcheinander. Besonders schön fand ich, wie ehrlich über Selbstzweifel, verpasste Chancen und neue Wünsche erzählt wird. Viele Situationen wirken dabei sehr vertraut und sorgen immer wieder für ein Schmunzeln.
Der Schreibstil ist flüssig und warmherzig. Die Figuren wirken sympathisch und authentisch beschrieben. Vor allem Steffi wächst einem schnell ans Herz, weil ihre Gedanken und Unsicherheiten gut nachvollziehbar sind. Zwischendurch blitzt immer wieder das besondere Syltgefühl auf und macht Lust auf Meer und frische Nordseeluft.
Mir hat die Mischung aus Humor, Gefühl und Leichtigkeit sehr gefallen. Der Roman eignet sich wunderbar für entspannte Lesestunden und schenkt eine schöne Auszeit vom Alltag.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Leise Spannung in rauer Küstenluft

Mord in der Pension Möwennest
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Das Cover fügt sich stimmig in die Atmosphäre des Romans ein und vermittelt bereits diesen ruhigen Ton, der sich durch die gesamte Geschichte zieht.
Hinter der Fassade einer scheinbar ruhigen Küstenpension ...

Das Cover fügt sich stimmig in die Atmosphäre des Romans ein und vermittelt bereits diesen ruhigen Ton, der sich durch die gesamte Geschichte zieht.
Hinter der Fassade einer scheinbar ruhigen Küstenpension verbirgt sich eine Handlung, die weniger durch Tempo als durch ihre feine Entwicklung überzeugt. Im Mittelpunkt steht Nora Breen, die nach Jahrzehnten im Kloster in eine Welt zurückkehrt, die ihr fremd geworden ist, und sich zugleich unbeirrbar auf die Suche nach einer verschwundenen Freundin begibt. Die Pension Möwennest wird dabei schnell zu einem Ort voller Geheimnisse, an dem jede Begegnung einen leisen Schatten trägt.
Die Handlung entfaltet sich ruhig und bedacht, fast wie ein vorsichtiges Abtasten der Wahrheit. Statt dramatischer Wendungen lebt die Geschichte von den kleinen Beobachtungen und den Zwischentönen. Die Figuren sind eigenwillig, teilweise verschlossen, und gerade dadurch besonders interessant. Jeder scheint etwas zu verbergen, und genau dieses Geflecht aus Andeutungen macht den Reiz aus.
Der Schreibstil ist detailreich und ruhig, beinahe zurückhaltend, und erschafft eine dichte Atmosphäre. Die Küstenlandschaft wirkt greifbar, ebenso wie die Spannung, die in der Pension ständig mitschwingt. Gleichzeitig verlangt die Erzählweise Geduld, da sie sich Zeit nimmt und nicht auf schnelle Spannung setzt.
Im weiteren Verlauf entwickelt sich die Geschichte eher ruhig und legt den Fokus auf die Figuren und ihre Hintergründe. Dabei treten nach und nach die verborgenen Seiten der Charaktere zutage, ohne dass es große dramatische Zuspitzungen braucht. Die Auflösung fügt sich am Ende stimmig in das Gesamtbild ein.
Ich habe die ruhige Erzählweise und die besondere Stimmung sehr geschätzt, auch wenn stellenweise etwas mehr Dynamik gutgetan hätte. Ein Buch für alle, die ruhige Krimis schätzen.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Wenn die Vergangenheit nicht vergeht

Der Sommer, der uns blieb
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„Der Sommer, der uns blieb“ erzählt die Geschichte von drei Menschen, die einst eng miteinander verbunden waren und durch ein Ereignis in ihrer Jugend auseinandergerissen wurden. Viele Jahre später begegnen ...

„Der Sommer, der uns blieb“ erzählt die Geschichte von drei Menschen, die einst eng miteinander verbunden waren und durch ein Ereignis in ihrer Jugend auseinandergerissen wurden. Viele Jahre später begegnen sich Britta, Pia und Martin erneut und müssen sich der Vergangenheit stellen, die noch immer zwischen ihnen steht.
Der Roman überzeugt vor allem durch seinen ruhigen und einfühlsamen Schreibstil. Die Autorin nimmt sich Zeit für die leisen Momente und legt den Fokus auf Gefühle, Erinnerungen und unausgesprochene Gedanken. Dadurch entsteht eine dichte, leicht melancholische Stimmung, die gut zur Geschichte passt und beim Lesen nachwirkt.
Die Handlung wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart und wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. So setzt sich nach und nach ein Gesamtbild zusammen und man versteht immer besser, was damals geschehen ist. Gerade dieses langsame Aufdecken sorgt dafür, dass die Geschichte interessant bleibt, auch wenn sie insgesamt eher ruhig verläuft.
Inhaltlich stehen Themen wie Freundschaft, Schuld und Vergebung im Mittelpunkt. Auch ernstere Aspekte wie Krankheit und persönliche Verluste werden aufgegriffen, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht.
Positiv fällt außerdem die Gestaltung des Buches auf, die sehr hochwertig wirkt und die besondere Atmosphäre der Geschichte unterstreicht.
Insgesamt ist „Der Sommer, der uns blieb“ ein ruhiger und emotionaler Roman, der vor allem durch seine Stimmung und seine Themen überzeugt. Wer gern gefühlvolle Geschichten über Freundschaft und Vergangenheit liest, wird hier gut unterhalten.

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