Nichts für mich
Das Spiel❓️Warum wollte ich das Buch lesen?
Als selbsternannte Reality-Queen war ich natürlich sofort angefixt. Trash-TV ist für mich diese perfekte Mischung aus Unterhaltung, Fremdscham und „Gehirn bitte kurz ...
❓️Warum wollte ich das Buch lesen?
Als selbsternannte Reality-Queen war ich natürlich sofort angefixt. Trash-TV ist für mich diese perfekte Mischung aus Unterhaltung, Fremdscham und „Gehirn bitte kurz in den Energiesparmodus“. Genau das habe ich mir auch hier erhofft. Leichte Ablenkung beim Durchzappen durch die nächste Reality Show. Ob ich wohl hängenbleibe?
🧠 Meine Meinung:
Der Einstieg war, sagen wir mal, holprig. Ich wusste lange nicht, worauf das Ganze hinauswill. Thriller? Gesellschaftskritik?Einfach nur Unterhaltung? Oder irgendwas dazwischen?
Als ich dann halbwegs drin war, wurde es zumindest auf zwischenmenschlicher Ebene etwas interessanter, obwohl die Dynamik innerhalb der Gruppe nicht wirklich vorankam. Vor allem, weil lt. Regel niemand seine Vergangenheit preisgeben durfte. Dieses „alle sind erstmal gleich“ fand ich tatsächlich gut, gerade weil man selbst ja auch gerne, zu schnell, in Schubladen denkt. 👆ABER!
So richtig gezündet hat es für mich nie. Die Handlung dümpelt lange vor sich hin, und auch wenn ab und zu spannende Momente aufblitzten, war für mich vieles erstaunlich egal. Besonders die Figuren oder besser gesagt, meine Verbindung zu ihnen. Durch die Regel, nichts aus dem eigenen Leben preiszugeben, hatte ich einfach keinen Zugang. Weder zu Lily noch zu irgendwem sonst. Wer mit wem, wer rausfliegt? Immer wieder Schulterzucken. 🤷🏻♀️
Die Idee, alles aus Lilys Ich-Perspektive zu erzählen, macht es nicht besser, im Gegenteil. Es wirkt eingeschränkt und gleichzeitig auch vorhersehbar. Dass sie weit kommt, ist ja quasi ein Muss, als Erzählerin.
Und dann dieses Spiel selbst. Ich habe es ehrlich gesagt oft nicht verstanden. Die Regeln, die Belohnungen, die Entscheidungen, vieles wirkte willkürlich oder schlicht unverhältnismäßig. Mehr als einmal habe ich innerlich die Augen verdreht.
Der zweite Teil, bzw 3. Teil ? Hat für mich nichts gerettet. Statt „jetzt geht’s los“ eher ein „ah, okay, das war’s jetzt?“ verstehe diesen Cut immer noch nicht. Das Ganze driftete stellenweise ins Absurde, fast schon Fiebertraumartige ab, nur leider nicht auf eine gute, sondern eher auf eine „was genau lese ich hier eigentlich?“ Weise.
Und das Ende? Da musste ich zwar schmunzeln, aber eher im Sinne von „okay, ernsthaft jetzt?“. (🛷)
Was mich zum Schluss noch gestört hat? Ich wusste weder währenddessen noch danach, was mir die Geschichte eigentlich sagen will. Und selbst als reine Unterhaltung hat sie mich nicht wirklich abgeholt. Hängengeblieben? Ja, aber diese Show würde ich nicht weiterempfehlen.
Wer allerdings absurde Stories mag, dem wird dieses Buch vermutlich gefallen.
✅️ Fazit:
Eine interessante Grundidee trifft auf eine Umsetzung, die mich emotional komplett kaltgelassen hat. Einzelne spannende Ansätze gehen in einer zähen, teilweise absurden Handlung unter.
Das Spiel fühlte sich für mich weniger wie ein durchdachtes Konzept an, eher mehr wie eine Runde, bei der ich irgendwann nicht mehr wusste, warum ich überhaupt noch mitspiele.
🔎 Worum geht’s?
Eine Gruppe junger Menschen findet sich in einer künstlichen Anlage mitten in der Wüste wieder. Zehn Frauen, später neun Männer, alle attraktiv, alle mit dem Ziel, dem echten Leben zu entfliehen. Kameras sind überall, Regeln werden von unsichtbaren Produzenten diktiert.
Die Teilnehmer müssen sich zu Paaren zusammenschließen und in merkwürdigen, oft fragwürdigen Challenges gegeneinander antreten. Persönliche Hintergründe bleiben tabu, niemand darf aus seinem echten Leben erzählen. Während das Spiel voranschreitet, verschwimmen die Grenzen zwischen Strategie, Verlangen und Verzweiflung und die Frage steht im Raum, wie weit geht man, um zu gewinnen?
≈2,5☆