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Veröffentlicht am 06.07.2026

Roadtrip der Gefühle

The Road Between Us
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Da ich selbst ende letzten Jahres einen Roadtrip gemacht habe, hat mich das Buch sofort angesprochen. Zudem war ich neugierig auf die Autorin Ivy Kazi, von der ich bisher noch kein Buch gelesen hatte und ...

Da ich selbst ende letzten Jahres einen Roadtrip gemacht habe, hat mich das Buch sofort angesprochen. Zudem war ich neugierig auf die Autorin Ivy Kazi, von der ich bisher noch kein Buch gelesen hatte und so viel vorweg, ihr Schreibstil hat mich überzeugt.

Bei der „Road between us“ handelt es sich um eine klassische Friends-to-Lover/ Coming-of-Age Liebesgeschichte. Clea und Casper (Cas) sind seit Jahren eng miteinander befreundet und verbringen fast jede Minute miteinander, doch nach dem Schulabschluss steht der Abschied bevor, denn Clea möchte in Florida studieren und Casper soll am besten in das Hotel seiner Mutter einsteigen. Dabei hat er jedoch ganz eigene Pläne, denn am liebsten würde er eine Ausbildung zum Koch machen, jedoch gestaltet sich das etwas schwierig mit seiner überführsorglichen Mutter und dann ist da noch die kleine Tatsache, dass er blind ist, was eine zusätzliche Herausforderung darstellt.

Um noch einmal gemeinsam Zeit zu verbringen begeben sich die beiden auf einen Roadtrip durch Main. Während Casper verschiedene kulinarische Highlights eingeplant hat, verfolgt Clea ein ganz anderes Ziel: Sie möchte sich entlieben, denn schon länger hat sie Gefühle für Casper, die über eine Freundschaft hinausgehen, aber bisher war Cas immer seltsam ablehnend, wenn sie einen Schritt in diese Richtung gewagt hat.

Neben dem Klappentext, der auf eine einfühlsame Story voller Gefühl hingedeutet hat, hat mich diesmal auch das wunderschöne Cover gecatcht. Ich liebe das Zusammenspiel der Farben, die perfekt miteinander harmonieren. Auch der Farbschnitt, der mir persönlich eigentlich nicht so wichtig ist, ist wunderschön und macht das Buch zu einem besonderen Hingucker.

Natürlich kommt es nicht nur auf das Äußere an, sondern viel mehr auf das Innere. Die Autorin hat einen sehr bildlichen, gefühlintensiven Schreibstil, der sich angenehm liest, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Auch die Aufteilung der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Die meiste Zeit erleben wir als Leser die Geschichte aus der Sicht von Clea und dürfen ihre kurzen Tagebucheinträge lesen, die den Charakter noch liebenswürdiger erscheinen lassen. Ab und an gibt es auch ein kurzes Kapitel aus Cas Sicht, was etwas Würze miteinbringt. Im Allgemeinen haben die Kapitel auch eine angenehme Länge.

Die Charakter Clea und Cas sind liebevoll von der Autorin gestaltet worden und man muss sie einfach gernhaben. Man erlebt ihre Sorgen und Nöte mit und darf intensiv mit ihnen mitfühlen. Beide haben so ihr Päckchen zu tragen und für mich war es besonders schön ihre charakterliche Entwicklung über die Handlung hinweg mitverfolgen zu dürfen. Auch die Nebencharaktere Josie und Patrick sind einfach toll und man merkt, dass die Autorin sich sehr intensiv mit ihren Figuren auseinandergesetzt hat.

Die Story an sich ist sehr cosy und sehr gefühlsbetont, jedoch hat mir an der ein oder anderen Stelle das abenteuerliche eines Roadtrips gefehlt, da hätte man noch etwas mehr herausholen können. Es gab auch ein paar spannende Momente, doch diese wurden meiner Meinung nach nicht ganz ausgenutzt und oft hatte ich das Gefühl, dass das gewisse Etwas fehlt, was ein Buch besonders macht und von der Menge hervorhebt. Dabei ist ja die Tatsache, dass einer der Protagonisten blind ist etwas Außergewöhnliches, aber hier wurde das Potential nicht ganz genutzt. Auch ist es mir erstaunlich leicht gefallen das Buch aus der Hand zu legen, weil es mich nicht zu 100% in seinen Bann gezogen hat.

Dennoch ist es ein Buch, dass sich lohnt gelesen zu werden, vorallem wenn man ein Fan von cosy Friends-to-Lover Geschichten ist und ich kann mir gut vorstellen weitere Bücher der Autorin zu lesen.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Ein Zuhause finden

Ein Zuhause im Frühling
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Bei dem Roman „Ein Zuhause im Frühling“ handelt es sich wie der Name schon erahnen lässt um einen Wohlfühlroman, den man am besten mit den ersten Sonnenstrahlen liest, damit man das Feeling direkt beim ...

Bei dem Roman „Ein Zuhause im Frühling“ handelt es sich wie der Name schon erahnen lässt um einen Wohlfühlroman, den man am besten mit den ersten Sonnenstrahlen liest, damit man das Feeling direkt beim Lesen spürt.

Auch das Cover strahlt schon einen Wohlfühlcharme aus, den man auch im Klappentext wiederfindet. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, wodurch das Buch sehr angenehm zu lesen ist und die Seiten nur so dahinfliegen. Auch war das geschriebene Wort sehr anschaulich, sodass ich mir die Szenerie bi8ldlich vorstellen konnte und habe mich beim Lesen so gefühlt als wäre ich selbst in einem englischen Dorf. Natürlich kann man bei solch einer Art von Roman oft schon ahnen wie es endet, aber der Weg zum Ende hin, hielt doch die ein oder andere Überraschung bereit, sodass ich ganz gespannt lesen konnte, ohne mich zu langweilen.

Die Figuren waren liebevoll gestaltet und ich denke jeder kann sich in ihnen ein bisschen oder zumindest zum Teil wiederfinden, da sie mitsamt ihren Problemen mitten aus dem Leben gegriffen waren. Des Weiteren hat mir die Charakterentwicklung sehr gut gefallen und ich habe, auch die detailliert gestalteten Nebenfiguren in mein Herz geschlossen.

Leider war das Buch viel zu schnell gelesen und ich freue mich schon auf den nächsten Band, denn das war zwar mein erstes Buch von der Autorin Julie Caplin, aber nicht das letzte.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Ein Herz das in Songtexten spricht

A Poet's Heart (Broken Artists, Band 1)
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Rebekka Weilers Roman A Poet’s Heart der einfühlsame, kraftvolle Auftakt ihrer neuen Broken Artists Trilogie, der einem als Leser unter die Haut geht und Lust auf mehr macht.

Im Zentrum der Handlung steht ...

Rebekka Weilers Roman A Poet’s Heart der einfühlsame, kraftvolle Auftakt ihrer neuen Broken Artists Trilogie, der einem als Leser unter die Haut geht und Lust auf mehr macht.

Im Zentrum der Handlung steht Yva, die überstürzt in eine neue Wohnung ziehen muss und zum Glück neben die WG ihres besten Freundes. Dadurch lernt sie auch seinen mysteriösen Mitbewohner Fenn kennen, den sie bisher immer verpasst hat, sowohl bei Mats in der WG als auch bei ihrem Arbeitsplatz in einem Aufnahmestudio, indem Fenn regelmäßig Songs aufzunehmen scheint. Was Yva nicht weiß, Fenn geht ihr wirklich aus dem Weg, aber nicht nur ihr, sondern allen Menschen, da er in seinem Leben keine guten Erfahrungen mit Menschen teilen durfte, doch Yva scheint da eine Ausnahme zu sein, aber schafft es Fenn sich gegenüber ihr zu öffnen? Und kann er es schaffen ihr sein Geheimnis anzuvertrauen, dass er so sehr versucht zu verbergen und wie wird sie reagieren, wenn sie es herausfindet?

Ich muss zugeben, mein Interesse wurde das wunderschöne Cover geweckt, in das ich mich sofort verliebt habe und dann auch noch der passende Farbschnitt, einfach optisch nur gelungen. Aber man soll ja ein Buch nicht (nur) nach seinem Einband beurteilen, auch der Klappentext hat Lust auf das Buch gemacht.

Die Autorin, die mir zu diesem Zeitpunkt völlig unbekannt war, versteht es mit den Emotionen ihrer Leser zu spielen. Die Sprache, vorallem in Form von Fenn Songtexten ist sehr poetisch und schafft dadurch eine stimmungsvolle Atmosphäre. Besonders haben mir die Darstellungen der inneren Konflikte sowohl von Yva als auch von Fenn, etwa im Umgang mit Selbstzweifeln, aber auch der Sehnsucht nach Nähe, gefallen.

Die Charaktere, vorallem die beiden Protagonisten, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Insbesondere gefiel mir, dass die beiden so authentisch und facettenreich wirkten. Fenn ist ein ruhiger, verletzlicher und nachdenklicher Charakter, dem die zwischenmenschliche Kommunikation sehr schwerfällt. Yva hingegen ist trotz der Ereignisse mit ihrem Ex Freund eine lebensfrohe Person, die so verständnisvoll ist und einen mit ihrer Freude anstecken kann. Auch die Nebenfiguren wurden von der Autorin liebevoll gestaltet und geben dem Roman ein rundes, stimmiges Gesamtbild und machen vorallem Lust deren Geschichten zu hören.

Die Geschichte ist an sich sehr emotional geschrieben, jedoch gibt es hin und wieder, gerade am Anfang, ein paar Stellen, die für mich etwas zu langatmig waren, sodass die Handlung vor sich hinplätscherte, aber auch mein Bedürfnis unbedingt weiterzulesen etwas verloren ging. Am Ende hingegen kommt dann doch zu viel auf einmal in viel zu kurzer Zeit, so dass die handlung nicht mehr Ganz stimmig war. Hier hätte ich mir eine bessere Verteilung des Spannungsbogen gewüscht.

Dennoch ist A Poet’s Heart ein gefühlvoller, ansprechender Liebesroman, der zum Nachdenken anregt und noch lange nachwirkt. Er behandelt wichtige Themen, die öfter in Bücher Einzug finden sollten. Für alle, die feinfühlige Geschichten mit Tiefgang lieben, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Dunkler Schatten über Meran

Merano fatale
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Merano Fatale ist ein Kriminalroman der Autorin Elisabeth Florin und spielt im wunderschönen Südtirol. Es handelt sich um den zweiten Band der Meran Reihe der Autorin, er kann jedoch unabhängig vom ersten ...

Merano Fatale ist ein Kriminalroman der Autorin Elisabeth Florin und spielt im wunderschönen Südtirol. Es handelt sich um den zweiten Band der Meran Reihe der Autorin, er kann jedoch unabhängig vom ersten Band gelesen werden. Ich selbst habe es zunächst gar nicht bemerkt, dass es sich um den Teil einer Reihe handelt und wurde auch im weiteren Verlauf des Buches nicht über den vorherigen Band gespoilert. Doch um was geht es in diesem Band?

Im schönen Örtchen Meran wimmelt es nur so von Touristen, die die malerische Landschaft und die Ruhe genießen. Doch einer dieser Touristen, der in Meran seine Kur genießen wollte, kann diese Idylle nicht mehr genieße, denn er ist tot, genauer gesagt er wurde ermordet. Ein solches Verbrechen passt natürlich nicht in diese Urlaubsregion, schreckt es doch nur die Touristen ab. Daher ist es Ispettore Emmeneggers Aufgabe die Tat schnell aufzuklären und den Täter dingfest zu machen, damit die Ruhe wieder hergestellt werden kann. Emmenegger macht sich sofort an die Arbeit, jedoch ist es schwierig einen Täter zu ermitteln bei der Menge an Menschen, gibt es doch auch zunächst kein richtiges Motiv. Die Ermittlungen gestalten sich daher schwierig, bis plötzlich seine zukünftige Schwiegermutter vor ihm steht und ein Geständnis ablegt. Doch das Geständnis ist lückenhaft, sodass Emmenegger widerstrebend seine Wanderschuhe gegen Lackschuhe tauscht und beginnt in der feinen Gesellschaft zu ermitteln, eine Welt die ihm doch sehr fremd ist.

Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich kann mir vorstellen noch weitere Bücher von ihr zu Lesen. Der Schreibstil ist sehr malerisch, sodass mich die Beschreibungen der Landschaft ins Träumen versetzt haben. Ich selbst war vor Jahren in Meran und beim Lesen sind längst vergessene Erinnerungen wieder aufgetaucht. Auch war der Schreibstil eher einfacher gehalten, was mir persönlich lieber ist, da so der Lesefluss nicht durch komplexe Satzgefüge gestört wird.

Das Ermittler-Duo, bestehend aus Ispettore Emmenegger und seiner Verlobten Eva Marthaler, wurde von der Autorin liebevoll gestaltet, wobei ich die Dialoge besonders gelungen fand. Die Charaktere wurden sehr authentisch gestaltet, sodass es mir sehr viel Vergnügen bereitet hat ihre Ermittlungen und privaten Angelegenheiten zu verfolgen. Spannung kam auch hier nicht zu kurz, denn der Täter bleibt hier lange unerkannt, trotz des frühen Geständnisses. Ich selbst habe begeistert mitgerätselt, muss aber auch zugeben, dass sich die Spannung kontinuierlich gesteigert hat, es aber auf diesem Weg auch ein, zwei Stellen gab, die etwas langatmig waren und etwas kürzer hätten ausfallen können. Diese haben aber nur einen kleinen Teil des gesamten Buches ausgemacht und waren auch nicht langwieriger als in anderen Kriminalromanen, dennoch ist es das i-Tüpfelchen, das noch verbessert bzw. gesteigert werden könnte, um diesen Roman bzw. folgende Romane perfekt abzurunden und sie zu einem ausgezeichneten Kriminalroman zu machen.

Das Buch hat mir viele angenehme, aber auch spannungsvolle Lesestunden beschert und ist nicht nur für Südtirol-Fans ein Muss, sodass ich es guten Gewissens jedem Krimi-Fan weiterempfehlen kann und natürlich auch solchen Lesern, die es noch werden wollen.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Renate Bergmann nimmt kein Blatt vor den Mund

Aber nach drei Strophen ist Schluss!
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Schon oft habe ich die Bücher von Renate Bergmann, alias Torsten Rohde, gesehen und nur Gutes gehört. Jetzt war es nun auch bei mir so weit und ich habe mein erstes Buch der „online-Omi“ gelesen, mein ...

Schon oft habe ich die Bücher von Renate Bergmann, alias Torsten Rohde, gesehen und nur Gutes gehört. Jetzt war es nun auch bei mir so weit und ich habe mein erstes Buch der „online-Omi“ gelesen, mein erstes und es werden bald noch weitere folgen.

In diesem Band freut sich Rentnerin Renate Bergmann auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Renate, die noch vom alten Schlag ist, liebt Tugenden wie Ordnung, Sauberkeit und Pünktlichkeit und so ist es nicht verwunderlich, dass sie schon im Laufe des Jahres alle Geschenke beisammenhat und lange vor Weihnachten Silber und Gläser feinsäuberlich poliert sind…da könnte sich so mancher ihrer Nachbarn eine Scheibe abschneiden, findet zumindest Renate. Dem baldigen Fest steht also nichts im Wege, wäre da nicht dieser Aushang von der Hausverwaltung im Flur, der Renate so gar nicht gefällt: Es wird renoviert und was das bedeutet ist ja klar, Dreck, Unordnung und Lärm, alles was man vor dem Fest nicht gebrauchen soll. Doch neben Plätzchenbacken findet die Online-Omi noch reichlich Zeit um aufzuräumen.

Die rüstige Rentnerin Renate ist nicht auf den Mund gefallen und statt wie andere Rentner am Fenster zu hängen und die Leute zu beobachten, packt sie mit an, was nicht heißt, dass sie nicht auch gern die Leute vom Fenster aus beobachtet. Und Renate Bergmann hat eine unglaubliche Beobachtungsgabe und teilt diese auf humorvolle, unterhaltsame Weise ihren Mitmenschen mit. Dabei spricht sie alles aus, was andere zurückhalten, weil sie sich nicht trauen, was eine besondere Komik mit sich bringt. Oft musste ich während dem Lesen schmunzeln, denn die spricht offen aus, was andere denken, ohne etwas zu beschönigen, etwas erfrischend Anderes. Die Handlung des Buches unterscheidet sich dabei deutlich von der handelsüblichen Literatur, was die Bücher über Renate Bergmann zu etwas einzigartigem macht. Der Schreibstil ist dabei auch etwas anders als gewohnt, denn das Buch ist so aufgebaut, dass Renate Bergmann ihren Lesern erzählt wie es ihr in der Vorweihnachtszeit ergangen ist, auch wenn sie dabei manchmal etwas abschweift und mit uns ihre Ansichten auf gewisse Themen im Leben teilt, oft bringen diese einen zum Lachen, aber manchmal regen sie auch zum Nachdenken an.

Ein wirklich tolles Buch voller Humor und Witz, dass man nicht nur zur Weihnachtszeit lesen kann. Mir hat es sehr gefallen und ich bin schon gespannt auf das nächste Buch das ich über Renate Bergmann lesen werde.

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