Ich liebe die Bücher von Ferdinand von Schirach einfach.
Sein Schreibstil ist ganz besonders. Er zieht einen direkt in die Geschichten hinein, ganz ohne große Ausschmückungen, aber trotzdem mit einer unglaublichen ...
Ich liebe die Bücher von Ferdinand von Schirach einfach.
Sein Schreibstil ist ganz besonders. Er zieht einen direkt in die Geschichten hinein, ganz ohne große Ausschmückungen, aber trotzdem mit einer unglaublichen Sogwirkung.
In „Nachmittage“ sind mehrere Kurzgeschichten versammelt. Manche nur ein paar Seiten lang, andere nicht mal eine ganze. Zwar konnten mich nicht alle Geschichten gleichermaßen begeistern, aber bei vielen dachte ich anfangs: „Hm... wo führt das jetzt hin?“ und genau dann kommt plötzlich ein Plottwist, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe.
Für mich war es wieder ein starkes Buch, das man in wenigen Stunden durchlesen kann. Aber einige Geschichten bleiben im Kopf deutlich länger hängen.
„Little Hollywood“ hatte mich eigentlich schon nach den ersten Seiten. 90er Jahre, Abitur, baden im See, Vorfreude auf das Leben. Genau diese Stimmung hat mich direkt abgeholt.
In der Geschichte geht es ...
„Little Hollywood“ hatte mich eigentlich schon nach den ersten Seiten. 90er Jahre, Abitur, baden im See, Vorfreude auf das Leben. Genau diese Stimmung hat mich direkt abgeholt.
In der Geschichte geht es um Leo, die gerade ihr Abitur hinter sich gebracht hat und sich einfach nur noch auf ihre neue Freiheit freut. Doch natürlich kommt alles anders als gedacht. Olli, der sie vor Kurzem noch geküsst hat, lässt sie plötzlich sitzen, mit ihrer Mutter gibt es ständig Stress und irgendwie läuft nichts so, wie sie es sich vorgestellt hat.
Einen kleinen Lichtblick gibt es aber. Das „Little Hollywood“, eine Videothek, in der Jo arbeitet und mit dem sie jedes Mal Wahrheit oder Pflicht spielen muss, selbst wenn sie sich nur einen Film ausleihen will. Dieser Sommer entwickelt sich für Leo zu einem echten Auf und Ab der Gefühle.
Mir hat dieses Buch richtig gut gefallen. Gerade wenn man die 90er Jahre selbst erlebt hat, kann man sich total gut in die Geschichte hineinfühlen. Es tauchen immer wieder Filme und Musik aus dieser Zeit auf, es gibt noch keine Handys und man muss ganz klassisch vom Festnetztelefon aus anrufen. Das hat bei mir sofort Nostalgie ausgelöst.
Auch die Charaktere fand ich sehr authentisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Der Schreibstil ist angenehm ruhig und lässt sich schön lesen, auch wenn sich die Geschichte an manchen Stellen etwas gezogen hat.
Trotzdem bin ich am Ende sehr zufrieden aus der Geschichte gegangen und habe das Buch wirklich gerne gelesen.
„Es ist immer so schön mit dir“ stand seit seinem Erscheinen auf meiner Wunschliste. Allein schon wegen des Covers, dass ich einfach nur schön finde.
Von Heinz Strunk habe ich bereits einige Bücher gelesen ...
„Es ist immer so schön mit dir“ stand seit seinem Erscheinen auf meiner Wunschliste. Allein schon wegen des Covers, dass ich einfach nur schön finde.
Von Heinz Strunk habe ich bereits einige Bücher gelesen und war deshalb umso gespannter, ob mich auch dieses wieder überzeugen kann. Und das hat es auf jeden Fall.
In der Geschichte geht es um Beziehungen und die oft etwas schrägen, aber gleichzeitig sehr menschlichen Seiten des Alltags. Wie man es von Strunk kennt, ist vieles ein bisschen unangenehm und manchmal auch skurril, aber genau das finde ich daran so toll.
Ich mochte das Buch wirklich richtig gerne. Der Schreibstil ist wie gewohnt besonders und sorgt dafür, dass man immer weiterlesen möchte.
„Bevor der Kaffee kalt wird“ war eines dieser Bücher, das ich einfach lesen musste, weil es gefühlt jeder gelesen hat. Umso gespannter war ich, ob es mich genauso überzeugen kann..
In einem kleinen Café ...
„Bevor der Kaffee kalt wird“ war eines dieser Bücher, das ich einfach lesen musste, weil es gefühlt jeder gelesen hat. Umso gespannter war ich, ob es mich genauso überzeugen kann..
In einem kleinen Café in Tokio gibt es die besondere Möglichkeit, in die Vergangenheit zu reisen. Doch dafür gelten strenge Regeln. Unter anderem darf man das Café nicht verlassen und muss zurück sein, bevor der Kaffee kalt wird. Im Buch begleiten wir verschiedene Personen, die diese Chance nutzen möchten, um noch einmal mit jemandem zu sprechen oder etwas Ungesagtes loszuwerden.
Die Geschichten sind ruhig erzählt, aber gleichzeitig sehr emotional. Jede einzelne Begegnung hat etwas ganz Eigenes und regt zum Nachdenken an. Besonders schön fand ich, wie viel Gefühl in den einzelnen Geschichten steckt, ohne dabei übertrieben zu wirken.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr leicht lesen, sodass ich das Buch in kurzer Zeit durch hatte.
Für mich ein wirklich schönes Buch, das ich gerne gelesen habe und das ich gut nachvollziehen kann, warum es so viele Menschen begeistert.
„Yu-jins Bücherküche der großen Träume“ von Jee-Hye Kim ist ein ruhiges, unaufgeregtes Buch, das mich von Anfang an abgeholt hat. Schon zu Beginn sind mir die kleinen Blütenillustrationen aufgefallen, ...
„Yu-jins Bücherküche der großen Träume“ von Jee-Hye Kim ist ein ruhiges, unaufgeregtes Buch, das mich von Anfang an abgeholt hat. Schon zu Beginn sind mir die kleinen Blütenillustrationen aufgefallen, die ich richtig schön finde und die perfekt zur Atmosphäre der Geschichte passen.
Das Buch besteht aus mehreren kleinen, miteinander verwobenen Geschichten, die größtenteils in Yu-jins Bücherküche spielen. Jede Geschichte steht für sich, regt aber dennoch zum Nachdenken an. Der Schreibstil ist sehr ruhig und sanft, nichts wirkt überladen oder dramatisch. Man liest das Buch nicht hastig, sondern lässt sich eher treiben und ein wenig berieseln.
Yu-jin selbst bleibt über weite Strecken eher im Hintergrund. Man erfährt nicht allzu viel über sie, was ich anfangs etwas schade fand, gleichzeitig passt es aber auch zur Struktur des Buches, da der Fokus eher auf den Begegnungen und den Menschen liegt, die die Bücherküche besuchen.
Besonders mochte ich die Atmosphäre der Bücherküche. Ich hätte selbst gerne einmal vorbeigeschaut und dort Zeit verbracht. Die beschriebenen Bücher und Gespräche haben dem Ganzen etwas sehr Warmes und Behagliches gegeben.
So sehr mir das Buch insgesamt gefallen hat, habe ich aber auch gemerkt, dass mir ein stärkerer Bezug zu den einzelnen Figuren gefehlt hat. Dadurch denke ich, dass mir die Geschichte vermutlich nicht sehr lange im Gedächtnis bleiben wird, auch wenn ich das Lesen als sehr angenehm empfunden habe.
Alles in allem ist „Yu-jins Bücherküche der großen Träume“ ein schönes, ruhiges Buch, das sich perfekt eignet, um abzuschalten und kurz aus dem Alltag auszusteigen. Kein Buch für große Spannung oder starke Emotionen, aber eines, das eine sanfte, wohltuende Stimmung hinterlässt.