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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.01.2026

Authentisch und ehrlich

Die Liebe, später
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Mit 61 Jahren hat für Kora eine neue Lebensphase begonnen. Nach einer überstandenen schweren Herzoperation stellt sie ihr Leben und ihre Beziehung in Frage. Die Autorin versteht es in einer ehrlichen authentischen ...

Mit 61 Jahren hat für Kora eine neue Lebensphase begonnen. Nach einer überstandenen schweren Herzoperation stellt sie ihr Leben und ihre Beziehung in Frage. Die Autorin versteht es in einer ehrlichen authentischen Art und Weise die Protagonistin zu beschreiben und tiefe Einblicke in ihr Leben zu ermöglichen. Der Roman nimmt mit auf eine Reise, einen Umbruch, den viele Menschen in der Lebensmitte oder gerade Frauen in und nach den Wechseljahren erleben. Die Vergangenheit, die uns alle prägt und die Frage aufwirft, wer wir waren und wer wir sind, webt die Autorin in die Geschichte ein und zeigt Koras persönlichen Weg damit umzugehen. Die Beziehung von Kora und Anselm, sowie ihr soziales Umfeld spiegeln viel unserer heutigen Gesellschaft und den gelebten und ungelebten Bedürfnissen wieder. In einer ruhigen Art entstehen durchaus Spannungsbögen und der angenehm flüssige Schreibstil und das Thema interessiert bestimmt nicht nur Leser der Generation "Babyboomer".

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Veröffentlicht am 24.12.2025

Berührend und tiefsinnig

Mathilde und Marie
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Redu ist ein besonderer Ort, an dem die Uhren anders gehen, denn er unterscheidet sich nicht nur von anderen Orten durch die verschiedenen Zeiten, die der schiefe Kirchturm auf seinen zwei Zifferblättern ...

Redu ist ein besonderer Ort, an dem die Uhren anders gehen, denn er unterscheidet sich nicht nur von anderen Orten durch die verschiedenen Zeiten, die der schiefe Kirchturm auf seinen zwei Zifferblättern anzeigt, sondern auch durch andere Weise, wie man im Laufe der Geschichte erfährt. Hierhin führt es Marie, die aus der Metropole Paris Hals über Kopf ohne Ziel flüchtet und genau dort landet.
Der Autor beschreibt sehr einfühlsam und mit achtsam gewählten Worten das Setting und die Entwicklung von Marie und den Charaktere um sie herum. Es ist eine Geschichte die rührt, bewegt und guttut. Die Beschreibungen der Gespräche und der den Ort umgebenen Natur entschleunigen und lassen eintauchen in eine Welt der Bücher, des Lesens, der Freundschaften und des guten Lebens. Das Buch macht Lust mal wieder innenzuhalten und genauer hinzuschauen auf die kleinen Dinge des Alltags, die das Leben lebenswert machen.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Cozy Crime mit wunderbaren Charakteren

Der Tag, an dem Barbara starb
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Krimis sind eigentlich nicht so meins, da war ich gespannt auf diesen Cozy Crime Roman und er hat mir sehr gut gefallen. Der Debütroman von Richard Hooton begleitet ein ungewöhnliches Ermittlerduo, bestehend ...

Krimis sind eigentlich nicht so meins, da war ich gespannt auf diesen Cozy Crime Roman und er hat mir sehr gut gefallen. Der Debütroman von Richard Hooton begleitet ein ungewöhnliches Ermittlerduo, bestehend aus der 89 jährigen Margaret und ihrem 15 jährigen Enkel James, bei dem Versuch den Tod der Nachbarin Barbara aufzuklären. Die Besonderheit ist die beginnende Alzheimer Demenz, die bei Margaret diagnostiziert wird und das Geschehen mitbestimmt. Ich selber habe in meiner Familie einen solchen Krankheitsfall erlebt und finde die geschilderten Einblicke in Margarets Gedanken und Gefühlswelt sehr realistisch vom Autor beschrieben und überaus hilfreich im Umgang mit Betroffenen. Hier merkt man, dass viel selbst Erlebtes mit einem Angehörigen einfließt und es wir wunderbar in die Geschichte integriert und steigert manchmal sogar die Spannung. Auf charmante Art ist so ein Roman entstanden, der sicher nicht nur Krimifans sondern auch Fans von Romanen über Familiengeschichten und Freundschaft begeistert.

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Veröffentlicht am 24.10.2025

Sommer, Sonne, Meer und Bücher

Die kleine Inselbibliothek
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Ich kann die Protagonistin Lucy verstehen, was sie so an ihrem kleinen Heimatort liebt und wie wichtig es für sie ist , das zu bewahren. Der Autorin gelingt es nicht nur ein wunderschönes Bild des Settings ...

Ich kann die Protagonistin Lucy verstehen, was sie so an ihrem kleinen Heimatort liebt und wie wichtig es für sie ist , das zu bewahren. Der Autorin gelingt es nicht nur ein wunderschönes Bild des Settings beim Lesen entstehen zu lassen, sondern auch ein Gespür für die Emotionen, die damit verbunden sind, wenn eine solche Idylle ins Wanken gerät. Die Modernisierung des Hafengeländes bedeutet eine große Veränderung für das Leben auf der schönen Insel und fordert viel von Lucy und den anderen Bewohnern, die sich mit dem engagierten Stadtplaner Logan auseinandersetzen müssen. Der kleine Buchladen von Lucy, mit einer sehr persönlichen Geschichte dahinter und ihr Herzensprojekt der Little Free Libary, ein offenes Bücherhäuschen, in dem Einheimische und Urlauber Bücher und kleine Nachrichten austauschen können, tragen viel zum Wohlfühlfaktor des Romans bei. Die Neugierde steigt, weil zwischen Lucy und Logan bereits ein reger Austausch über das Bücherhäuschen stattfindet, ohne dass sie es wissen. Gleichzeitig engagieren sie sich in gegnerischen Positionen für die Stadtplanung und die weitere Entwicklung von Heron Isle.
Der flüssige Schreibstil macht es leicht sich in das Setting einzufinden und mit den Protagonisten mitzufühlen und ihre Gedanken zu teilen. Es kommt keine Langeweile auf und gespannt lässt sich die Entwicklung verfolgen. Eine gelungene Mischung aus Heimatgefühl, der Liebe zu Büchern, Sommer, Sonne, Strand, Meer, sympathischen Charakteren, Freundschaft, Berufung und Liebe.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Chaotische, ungewöhnliche und liebenswerte Familiengeschichte

Verlorene Schäfchen
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Ohne viel Umschweife und direkt auf den Punkt gebracht, skizziert Madeline Cash ein Familienleben, das kein Tabu kennt und alle Facetten der heutigen Gesellschaft abdeckt. Jedes Familienmitglied hat hier ...

Ohne viel Umschweife und direkt auf den Punkt gebracht, skizziert Madeline Cash ein Familienleben, das kein Tabu kennt und alle Facetten der heutigen Gesellschaft abdeckt. Jedes Familienmitglied hat hier besondere Eigenheiten, Fähigkeiten und auch irgendwie eine ganz eigene kleine Welt, die sich in diesem Familienroman mit denen der anderen Familienmitglieder überschneidet oder Konfliktpotential in sich trägt. Darüber hinaus gesellen sich noch weitere Charaktere aus den Beziehungen von Vater, Mutter und den 3 Töchtern der Flynns dazu. Getoppt wird das Ganze noch durch die Verbindungen zu dem zwielichtigen Milliardär und einer großen Verschwörung.
Temporeich und wortgewandt taucht man in einen Beziehungsstrudel und eine Verkettung von Geschehnissen ein, die durchaus spannend, zeitweise skurril und auf ihre Art liebenswert daher kommen.

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