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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Was Familie mit uns macht

Unterwasserblau
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Jessica führt seit 20 Jahren eine glückliche Ehe mit Ingwer. Seine Familie ist zu ihrer geworden. Zu ihrer eigenen Familie hat sie keine Bindung mehr,  nur mit ihrem Vater telefoniert sie dann und wann.
Als ...

Jessica führt seit 20 Jahren eine glückliche Ehe mit Ingwer. Seine Familie ist zu ihrer geworden. Zu ihrer eigenen Familie hat sie keine Bindung mehr,  nur mit ihrem Vater telefoniert sie dann und wann.
Als ihr Vater dann plötzlich stirbt und sie zur Beerdigung fährt,  muss sie sich mit ihrer Mutter und Halbschwester auseinandersetzen,  die ihr beide feindselig gegenüber stehen.

Für Jessica fängt eine furchtbare Zeit an. Während sie versucht ihrer herzlosen Mutter zu helfen,  quält sie die Sehnsucht nach ihrem Mann.  Doch dann droht ihre Ehe zu zerbrechen.

Die Autorin versteht es die ganzen Emotionen,  das Gefühlschaos, die Verzweiflung und die Selbstvorwürfe gut und nachvollziehbar zu beschreiben.

Ich mochte Jessica sehr und wollte das Buch kaum aus der Hand legen. 

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Ein tolles Buch

Vor uns die Zeit
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Mister Baldwin muss in Rente gehen.  Er hat sich bisher keine großen Gedanken gemacht wie er seine Tage in Zukunft füllen soll. Am Anfang geht es ganz gut.  Er beschäftigt sich im Garten, macht Spaziergänge ...

Mister Baldwin muss in Rente gehen.  Er hat sich bisher keine großen Gedanken gemacht wie er seine Tage in Zukunft füllen soll. Am Anfang geht es ganz gut.  Er beschäftigt sich im Garten, macht Spaziergänge und liest. Doch irgendwann langweilt ihn alles,  er wird immer unzufriedener.

Sehr feinsinnig  mit einer Prise Humor erleben wir den Ruhestand von Mister Baldwin mit.  Doch nicht nur sein Leben verändert sich,  auch seine Frau und die Hausangestellte Ana müssen sich mit Veränderungen arrangieren.  Alte Gewohnheiten werden durch die ständige Anwesenheit von Mr. Baldwin durcheinander gebracht.  Die Stimmung zwischen dem Ehepaar wird immer angespannter.

Ich habe dieses Buch geliebt. Mr. und Mrs. Baldwin waren mir, mit ihren Eigenheiten, sehr sympathisch. Ein liebenswerten Paar,  das versucht mit der neuen Lebensituation klar zu kommen.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Ein Buch voller offener Fragen

Ich, die ich Männer nicht kannte
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In einem Keller werden 39 Frauen und eine Jugendliche gefangen gehalten.  Warum weiß man nicht.  Die namenslose Erzählerin ist schon als Kleinkind in den Keller gekommen, sie kennt das normale Leben nicht ...

In einem Keller werden 39 Frauen und eine Jugendliche gefangen gehalten.  Warum weiß man nicht.  Die namenslose Erzählerin ist schon als Kleinkind in den Keller gekommen, sie kennt das normale Leben nicht und vermisst es deshalb auch nicht. Das unterscheidet sie von den anderen Frauen.
Eines Tages kommen die Frauen überraschenderweise frei und stehen jetzt der Aufgabe gegenüber sich selbst versorgen zu müssen.

Die Erzählerin ist eine interessante Persönlichkeit.  Sie hat zwar nie eine Bildung durch Schule oder Eltern genossen,  aber ihre angeborene Intelligenz und Neugier, lassen sie Dinge  hinterfragen. Besonders Eine der Frauen versucht ihren Wissensdurst zu befriedigen und ihr ein bisschen Bildung zu vermitteln.

Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd, obwohl eigentlich nicht viel passiert. Ich wollte immer weiter lesen,  um die vielen Fragen beantwortet zu bekommen,  die sich beim Lesen ergeben. Aber da ist man schon beim Problem,  das dieses Buch mit sich bringt.  Man bekommt kaum Antworten.

Im Klappentext wird von einem feministischen Buch gesprochen,  doch diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen.  Feministisch empfinde ich an dieser Geschichte nichts.

Fazit:
Ein sehr interessantes Buch, aber düster und beklemmend, das einen mit vielen unbeantwortet Fragen zurück lässt.

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Schwesternliebe

Unser Sommer endet nie
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Die ungleichen Schwestern Agathe und Emma treffen sich nach längerer Zeit wieder, um eine Woche zusammen zu verbringen. Anlass ist der Tod ihrer Großmutter, die für die Beiden ein wichtige Rolle gespielt ...

Die ungleichen Schwestern Agathe und Emma treffen sich nach längerer Zeit wieder, um eine Woche zusammen zu verbringen. Anlass ist der Tod ihrer Großmutter, die für die Beiden ein wichtige Rolle gespielt hat.

Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Emma und Agathe im Heute und im Gestern. Mir haben die Kapitel, die in der Vergangenheit spielen am besten gefallen. Ganz langsam erfahren wir welche Ereignisse die beiden geprägt haben und dadurch ihr weiteres Leben beeinflusst haben, das es nicht immer gut mit ihnen gemeint hat.

Liebevoll und mit einem sehr gutem Humor wird die Geschichte einer unerschütterlichen Schwesternliebe erzählt, der auch eine Trennung nichts anhaben kann:
"Für die Dauer eines Atemzugs haben wir unseren gemeinsamen Weg verlassen, um auf parallelen Routen weiterzugehen." (Seite 243)

Dieses Buch hat mich gerührt und traurig zurück gelassen.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Teilweise kitschig

The Artist
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Joseph bekommt die Einladung einen Artikel über den berühmten Maler Tartuffe zu schreiben. Dieser führt ein sehr zurück gezogenes Leben und daher stellt diese Einladung etwas Besonderes dar.

In ...

Joseph bekommt die Einladung einen Artikel über den berühmten Maler Tartuffe zu schreiben. Dieser führt ein sehr zurück gezogenes Leben und daher stellt diese Einladung etwas Besonderes dar.

In dem Bauernhaus angekommen, trifft Joseph auf einen egoistischen Tyrannen, den anderen Menschen nur dann interessieren, wenn sie einen Nutzen für seine Kunst darstellen.

Ettie, die Nichte von Tartuffe (Tata) scheint nur im Hintergrund zu existieren. Sie sorgt dafür, dass Tata alles hat was er braucht und zieht die Fäden. Sie lebt dort ohne Kontakt zu anderen Menschen und es ist auch keinerlei Lektüre erlaubt. Tata verbietet alles was ihr wichtig werden könnte. Aber man spürt schnell, dass Ettie etwas verbirgt.

Das Buch ist flüssig zu lesen, trotzdem konnte es mich nicht richtig packen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich mit anderen Vorstellungen an das Buch heran gegangen bin. Ich habe mehr Poesie erwartet.

Am besten hat mir die Geschichte von Ettie und ihre Entwicklung gefallen, die Liebesgeschichte war mir zu kitschig.

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