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Veröffentlicht am 16.05.2026

Ein magischer Abschlussband!

Jahrmarkt der Zeitreisenden - Der verlorene Schlüssel
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Nachdem der Tunnel of Love abgebrannt ist, sucht Liv verzweifelt nach einem neuen Zeitreiseportal. Sie muss unbedingt einen Weg zurück in die Vergangenheit finden – zu Jaro. Doch dann taucht unerwartet ...

Nachdem der Tunnel of Love abgebrannt ist, sucht Liv verzweifelt nach einem neuen Zeitreiseportal. Sie muss unbedingt einen Weg zurück in die Vergangenheit finden – zu Jaro. Doch dann taucht unerwartet ein bekanntes Gesicht auf dem Jahrmarkt auf: Benedikt, ein Gauner aus Jaros Zeit. Mit seiner Hilfe gelingt es Liv, zu Jaro zu reisen, doch der Preis dafür ist hoch: Liv hat einen Teil ihrer Erinnerungen verloren und erkennt ihre Liebe Jaro nicht mehr. Als dann auch noch die Existenz der Welt auf dem Spiel steht, wird es richtig gefährlich.

Dies ist bereits der zweite Band von „Jahrmarkt der Zeitreisenden“, der ziemlich direkt an den Vorgänger anknüpft. Die chronologische Reihenfolge sollte daher besser eingehalten werden.
Nach meiner großen Begeisterung für den ersten Teil und dem fiesen Cliffhanger am Ende konnte ich es kaum erwarten endlich weiterzulesen. Schon das Cover von Tobias Goldschalt verströmt wieder dieses herrliche Jahrmarkts-Feeling und genauso schaut es auch dahinter aus.

Bezüglich der Atmosphäre kommt jeder Kirmes-Fan auch dieses Mal ganz auf seine Kosten. Lena Hach beschreibt die Kulisse erneut so lebendig und bildhaft, dass man alles sofort vor Augen hat. Man kann die laute Rummelmusik regelrecht hören und hat den Duft von Zuckerwatte und gebrannten Mandeln in der Nase. Die Autorin hat für ihre neue Reihe einfach einen genialen Schauplatz erschaffen – erfrischend anders und mit einem gewissen nostalgischen Charme. Erzählt wird wieder alles durchgehend aus der Ich-Perspektive von Liv, die sich mit ihrer selbstbewussten und angenehm sarkastischen Art bereits im ersten Band ins Leserherz geschlichen hat. Auch die weiteren Figuren sind wieder wunderbar ausgearbeitet, vor allem Benedikt ist ein sehr interessanter Charakter, der für ordentlich Spannung sorgt. Langweilig wird es zu keiner Zeit. Die Handlung vermag von Beginn an zu fesseln und hält einige Überraschungen bereit. Ob die Szenen in der Gegenwart oder die Zeiteisen in die Vergangenheit – Lena Hach weiß einfach, wie sie ihre Leserschaft bei Laune hält. Besonders ihr Humor ist einfach immer spitze! Ich persönlich bin nach wie vor mit der Liebesgeschichte nicht so richtig warm geworden und der Schluss konnte mich ebenfalls nicht komplett zufriedenstellen. Da es sich hierbei laut Verlag um einen Zweiteiler handelt und somit kein weiterer Band zu erwarten ist, hätte ich mir ein etwas runderes Ende gewünscht. Nichtsdestotrotz hatte ich wieder jede Menge Spaß beim Lesen und habe das Buch leider viel zu schnell beendet.

Fazit: Einen schönen Abschlussband hat uns die Lena Hach hier gezaubert. „Jahrmarkt der Zeitreisenden – Der verlorene Schlüssel“ ist ein spannendes und unterhaltsames Zeitreiseabenteuer vor atmosphärischer Jahrmarktskulisse, gepaart mit einer zarten Liebesgeschichte. Magischer Lesegenuss für alle ab 11 Jahren, die gerne Zeitreisegeschichten lesen und Bücher mit außergewöhnlichen Settings mögen. Auch wenn ich diesen Band ein wenig schwächer finde als den Vorgänger, bin ich nach wie vor begeistert von dieser Reihe und kann sie nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Ein zeitloser Klassiker im frischen neuen Gewand.

Stolz und Vorurteil – die Graphic Novel nach Jane Austen
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England, zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Mrs Bennet sucht händeringend nach guten Partien für ihre fünf Töchter. Leider sieht es mit dem Vermögen der Familie recht bescheiden aus. Als der reiche Mr Bingley ...

England, zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Mrs Bennet sucht händeringend nach guten Partien für ihre fünf Töchter. Leider sieht es mit dem Vermögen der Familie recht bescheiden aus. Als der reiche Mr Bingley und sein attraktiver Freund Mr Darcy in das benachbarte Anwesen ziehen und zu einem Ball einladen, ist Mrs Bennet ganz aus dem Häuschen. Mr Darcy wäre der perfekte Heiratskandidat für ihre zweitälteste Tochter Elizabeth. Dieser wird jedoch schon nach dem ersten Tanz klar, dass sie niemals einen Mann wie Mr Darcy heiraten wird. Er ist viel zu arrogant, kühl und stolz. Sie kann ihn nicht ausstehen. Doch je öfter sich ihre Wege kreuzen, desto mehr beginnt sie zu zweifeln. Ist er wirklich so abwesend und überheblich? Steckt vielleicht mehr hinter seiner Fassade, als sie vermutet hat? Aber hat ihre Liebe zwischen Stolz und Vorurteilen überhaupt eine Chance?

Bei Comic-Adaptionen von Klassikern werde ich immer sofort hellhörig. Und da ich letztes Jahr (endlich) die Werke von Jane Austen für mich entdeckt habe, war ich sehr gespannt auf die Graphic Novel von „Stolz und Vorurteil“ aus dem Knesebeck Verlag. Das Cover konnte schon mal direkt bei mir punkten. Der Einband ist sowohl zeichnerisch als farblich zauberhaft gestaltet und der Farbschnitt macht das Buch zu einem echten Hingucker. Das Innenleben konnte mich persönlich nicht vollends überzeugen, ich habe die Lektüre aber trotzdem nicht bereut.

Anna Opel und Elias Linnekuhl präsentieren hier eine gelungene Neuerzählung von der wohl bekanntesten Enemies-to-Lovers-Story aller Zeiten. Sowohl Neulingen als auch Kennern bietet diese Ausgabe gute Unterhaltung. Für Jüngere, die den Roman noch nicht kennen, ist sie ein schöner Einstieg in die Welt von Jane Austen – vor allem Wenigleserinnen werden daran dank der geringen Textmenge ihre Freude haben. Es muss allerdings dazu gesagt sein, dass es keine große Einführung oder ein Personenregister gibt und die Geschichte sehr gekürzt wurde. Ohne Vorkenntnisse könnte es Leserinnen schwerfallen, der Handlung durchweg zu folgen. Ein paar erklärende Texte zwischendurch und eine Figurenübersicht zu Beginn hätte ich nicht schlecht gefunden. Dennoch haben es die beiden Künstler*innen geschafft, die Grundstimmung und wichtigsten Elemente der Originalgeschichte in ihrem Comic einzufangen. Austens scharfsinniger Humor geht durch die Vereinfachung zwar etwas verloren, aber die Dialoge lesen sich trotz allem sehr unterhaltsam und die Charaktere sind so charmant wie man sie kennt. Wie eigentlich immer bei Adaptionen, sollte man versuchen, sie nicht zu sehr mit dem Original zu vergleichen, sondern sie als ein eigenständiges Kunstwerk betrachten. Gerade bei Romanen und Comics ist es logisch, dass sich die Ausgaben sehr voneinander unterscheiden.

Die Illustrationen von Elias Linnekuhl mochte ich besonders gerne. Stimmungsvoll und mit klaren Linien und einer gedeckten Farbpalette fangen sie die Atmosphäre der Regency-Zeit gekonnt ein und sorgen für einen wunderbaren passenden Retro-Vibe. Die Figuren sind sehr lebendig und ausdrucksstark gezeichnet, allerdings hätte man die Frauen vielleicht ein bisschen vielfältiger gestalten können – diese ähneln sich zum Teil doch sehr, sodass man leicht den Überblick verlieren kann.

Fazit: Anna Opel und Elias Linnekuhl haben Jane Austens zeitlosen Klassiker „Stolz und Vorurteil“ in ein frisches neues Gewand gekleidet und legen eine wunderhübsch gestaltete Graphic Novel der weltberühmten Liebesgeschichte vor. Dieses Buch ist eine schöne Ergänzung für Jane-Austen-Fans und all diejenigen, die die Originalgeschichte auf eine ganz neue Art und Weise erleben möchten. Ein gelungener Einstieg in die Welt von Jane Austen. Trotz meiner Kritikpunkte hatte ich viel Spaß beim Lesen und kann diese Neuinterpretation sehr empfehlen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 09.05.2026

Ein einfühlsamer und berührender Kindercomic, der Mut macht!

Ida - keine Katzengeschichte
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Das kleine Katzenmädchen Ida lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter in einem Haus am Waldrand. Nach außen wirkt alles völlig normal, doch die Wahrheit sieht ganz anders aus. Die Stimmung ihrer Mutter ...

Das kleine Katzenmädchen Ida lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter in einem Haus am Waldrand. Nach außen wirkt alles völlig normal, doch die Wahrheit sieht ganz anders aus. Die Stimmung ihrer Mutter kann von einer Sekunde auf die andere kippen. Ihr Verhalten ist wie eine Achterbahnfahrt – von liebevoll über abwesend bis hin zu wütend, zornig und verletzend. Ida lebt zu Hause in ständiger Angst, hat kaum Luft zum Atmen und versucht, ihre Unsicherheiten und Gefühle irgendwie auszuhalten. Sie hat früh gelernt, sich anzupassen, versucht nichts falsch zu machen und befolgt die Anweisungen ihrer Mutter. Dass dieses Leben alles andere als normal ist, weiß sie gar nicht. Ida hat keine Freunde, in der Schule ist sie eine Außenseiterin. Doch dann lernt sie den Katzenjungen Moritz und seine Mutter kennen. Diese Begegnung verändert alles. Gemeinsam mit den beiden erlebt Ida endlich wieder Momente voller Wärme, Freude und Geborgenheit. Es entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft, die Ida Halt gibt und dazu ermutigt, für sich selbst einzustehen.

Noah Eggert legt hier ein eindrucksvolles Comic-Debüt vor, das ein schwieriges Thema kindgerecht aufgreift. Eindringlich und ehrlich, aber auch sehr behutsam erzählt der deutsche Künstler von familiärer psychischer und physischer Gewalt, emotionaler Unsicherheit, Vernachlässigung, Freundschaft und Neuanfang. Für seine Geschichte wählt er vermenschlichte Katzen, mit denen sich Kinder leicht identifizieren können. Man fühlt und leidet mit der kleinen Ida mit und wünscht ihr nichts mehr, als dass sie endlich den Mut findet, aus diesem Albtraum auszubrechen und für sich selbst einzustehen. Der Autor traut seinen jungen Leser*innen einiges zu. Ob Idas ständige Ängste, Schuldgefühle und innerliche Zerrissenheit, die Stimmungsschwankungen und Wutausbrüche ihrer Mutter – Noah Eggert verharmlost nichts, was für eine sehr ernste, fast schon beklemmende Atmosphäre sorgt. Trotz aller Ernsthaftigkeit ist „Ida – Keine Katzengeschichte“ aber eine Erzählung, die Mut macht und Hoffnung spendet. Sie zeigt allen betroffenen Kindern und Jugendlichen, dass sie nicht alleine sind, dass sie keine Schuld tragen und Hilfe holen erlaubt ist. Es gibt einen Weg hinaus und niemand muss ihn alleine gehen.

Optisch ist dieser Comic besonders gut gelungen. Noah Eggerts farbige Zeichnungen sind detailreich und so ausdrucksstark, dass viele Worte oft gar nicht vonnöten sind. Gekonnt veranschaulichen sie die Gefühle und Emotionen und machen das komplexe Thema im Zusammenspiel mit den Texten und Sprechblasen greifbar.

Fazit: „Ida – keine Katzengeschichte“ ist ein einfühlsamer und berührender Kindercomic über häusliche Gewalt, die Kraft der Freundschaft und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Ein echter Mutmacher für alle Betroffenen. Ich persönlich fand die Grundstimmung etwas zu bedrückend für ein Kinderbuch ab 9 Jahren, kann es aber dennoch sehr empfehlen. Dieser Katzencomic ist ein überaus wichtiges Buch, das sehr nahe geht und hoffentlich den Weg an viele pädagogische Einrichtungen finden wird. Von mit gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 28.04.2026

Eine weitere gelungene Fortsetzung!

Time Travellers - Safari mit Hindernissen
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Eigentlich wollte die 6G mit ihrem Lehrer Herr Rosenkranz und der Busfahrerin Frau Krachleder endlich zurück nach Deutschland reisen, doch aus der geplanten Heimfahrt wird auch diesmal nichts. Da sich ...

Eigentlich wollte die 6G mit ihrem Lehrer Herr Rosenkranz und der Busfahrerin Frau Krachleder endlich zurück nach Deutschland reisen, doch aus der geplanten Heimfahrt wird auch diesmal nichts. Da sich Jamila insgeheim in ihr Heimatland gewünscht hat, landet die Klasse in Südafrika, direkt am Fuße des Tafelsbergs. Die anfängliche Enttäuschung verwandelt sich schnell wieder in Begeisterung, denn immerhin gibt es in diesem fremden Land eine Menge zu entdecken. Doch während die Kinder die wunderschöne Flora und Fauna Südafrikas bestaunen (und einen weiteren Trip in die Vergangenheit machen), sind ihnen die gefährlichen Chrononauts immer noch auf der Spur und rücken immer näher. Ob es der Klasse wohl noch gelingen wird, nach Hause zurückzukehren?

Dies ist bereits der dritte Band der „Time Travellers“ – Reihe, der direkt an den Vorgänger anknüpft. Vorkenntnisse sind daher durchaus von Vorteil.
Da mir die beiden vorherigen Bände so gut gefallen haben, konnte ich den dritten Teil kaum erwarten. Schon das Cover, das die Simona Ceccarreli gezaubert hat, sieht wieder richtig toll aus und verspricht jede Menge Spaß und Abenteuer.

Nach Australien und Italien verschlägt es uns diesmal mit der Klasse 6G nach Südafrika. Ab der ersten Seite ist man wieder direkt mittendrin im Geschehen und hat das Gefühl, selbst dabei zu sein. Man kann die Savanne regelrecht vor sich sehen und spürt die warme Afrikasonne auf der Haut. Stephanie Gessner schreibt gewohnt bildhaft und herrlich humorvoll und jugendlich, ohne übertrieben zu wirken. Die kurzen Kapitel lesen sich mal wieder wie von sonst selbst und lassen an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Auch dieses Mal erwartet uns mit der 6G eine sehr aufregende und spaßige Zeit voller Abenteuer und Herausforderungen und einer Prise Magie. Gleichzeitig vermittelt die Erzählung aber auch wichtige Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und Selbstvertrauen und bietet interessante Einblicke in die Tierwelt und koloniale Geschichte Südafrikas. Sehr schön ist auch, dass man die verschiedenen Charaktere im Verlauf noch besser kennenlernt. Ob Jamila, die sich aufgrund ihrer Herkunft innerlich zerrissen fühlt oder Ali, der Angst vor Tieren hat – jeder von ihnen hat Tiefe, Ecken und Kanten. Die persönliche Entwicklung dieser bunt gemischten Truppe und das Klassengefüge ist wieder sehr spannend mitzuverfolgen. Wie im echten Leben herrscht unter den Schüler*innen nicht immer eitel Sonnenschein, aber wenn es drauf ankommt, halten sie fest zusammen und ergeben ein unschlagbares Team. Einziges kleines Manko ist wieder die Fülle an Personen, bei der man schnell mal die Übersicht verlieren kann. Das Gruppenbild auf den Vorsatzpapieren, welches die gesamte Klasse 6G mit Namen zeigt, kann da erneut sehr hilfreich sein.

Zwischendurch gibt es auch wieder ein paar Chatprotokolle zu lesen, aus denen hervorgeht, dass der geheime Zirkel der Chrononauts der Klasse immer noch dicht auf den Fersen ist. Man mag das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, aber mir persönlich hat trotz allem auch dieses Mal das gewisse Etwas gefehlt. Irgendwie konnte mich auch dieser Band nicht ganz so mitreißen wie der erste Band (der mein Favorit ist). Ich hoffe aber dennoch sehr, dass es weitergehen wird. Der Ausgang der Geschichte lässt zwar vermuten, dass es sich hierbei um das Finale der Reihe handelt, aber Potenzial für eine weitere Fortsetzung ist dennoch durchaus vorhanden. Na, lassen wir uns überraschen!

Fazit: „Time Travellers – Safari mit Hindernissen“ ist ein mitreißendes, unterhaltsames und magisches Raum-Zeitreise-Abenteuer über eine völlig verrückte Klassenfahrt voller Überraschungen. Ein weitere gelungene Fortsetzung ab 10 Jahren, die Lust auf mehr macht. Ich habe wieder eine wunderbare Zeit mit der 6G verbracht und würde mich sehr über ein weiteres Wiedersehen freuen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Ein spannendes Sommerabenteuer voller Pflanzenmagie und Geheimnisse.

Linn und das Flüstern der Finsternis
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Linn verbringt die Sommerferien gemeinsam mit ihrer großen Schwester Mia bei ihrer Oma Lilli oben in den Bergen. Während Mia alles andere als begeistert ist, kann es Linn kaum erwarten. Sie liebt Omas ...

Linn verbringt die Sommerferien gemeinsam mit ihrer großen Schwester Mia bei ihrer Oma Lilli oben in den Bergen. Während Mia alles andere als begeistert ist, kann es Linn kaum erwarten. Sie liebt Omas gemütliches Haus, das weit abgelegen zwischen Wald und Wiesen steht und von einem großen Garten umgeben ist. Ihre Oma ist zudem genauso pflanzenverrückt wie sie und hat eine besondere Bindung zur Natur. Linn kann mit Pflanzen kommunizieren und sogar spüren, was sie fühlen. Dies ist allerdings nicht immer ein Segen. Als sie die Gegenwart eines Gingko-Baums wahrnimmt, merkt sie schnell, dass er eine Aufgabe für sie hat: Sie soll drei Bohnen verpflanzen. Was jedoch anfangs ganz harmlos erscheint, entpuppt sich kurz darauf als eine große Gefahr. Gemeinsam mit dem Jungen Nanne versucht Linn das Unheil abzuwenden, ehe die Welt in Finsternis versinkt.

Die deutsche Autorin Anne Becker präsentiert mit ihrem neuen Kinderbuch ein spannendes Ferienabenteuer, welches genauso magisch und mystisch daherkommt wie das wunderschöne Cover von Elsa Klever. Bereits die ersten Seiten ziehen einen in den Bann und werfen einen direkt mitten ins Geschehen. Viele Erklärungen gibt es anfangs nicht. Linns ungewöhnliche Bindung zu Pflanzen wird zunächst kaum erläutert, was einerseits für Spannung sorgt, es anderseits aber auch ein wenig erschwert, richtig in der Geschichte anzukommen. Ich jedenfalls habe etwas gebraucht, bis ich mich zurecht gefunden habe und hätte mir hier und da ein paar mehr erklärende Details gewünscht. Nichtsdestotrotz habe ich die Lektüre nicht bereut. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, vor allem Linn ist eine sehr sympathische Ich-Erzählerin, die man mit ihrer mutigen und naturverbundenen Art sofort ins Herz schließt. Es macht Spaß, sie zu begleiten und gemeinsam mit ihr in die fantastische Welt der Pflanzen einzutauchen. Langweilig wird es dabei zu keiner Zeit. Die Geschichte mag überwiegend recht ruhig sein, weiß aber dennoch durchweg zu fesseln und ist von einer herrlich geheimnisvollen, sommerleichten Atmosphäre geprägt. Bildliche Beschreibungen lassen die Kulisse vor dem inneren Auge lebendig werden. Man spürt die warme Sommersonne regelrecht, hört das Zwitschern der Vögel und riecht das frisch gemähte Gras.
Neben ganz viel Naturzauber vermittelt die Erzählung auch einige wichtige Botschaften über Vorurteile, Mut und Freundschaft. Besonders die wachsende Beziehung zwischen Linn und Nanne wird sehr schön beschrieben und zeigt uns, was gute Freunde ausmachen.
Zum Ende hin wird es noch einmal richtig aufregend bis alles schließlich stimmig und zufriedenstellend ausgeht.

Fazit: „Linn und das Flüstern der Finsternis“ ist eine fesselnde Geschichte über die Magie der Pflanzen, Freundschaft und Vertrauen. Ein außergewöhnliches Kinderbuch ab 10 Jahren, das in ein magisches Sommerabenteuer voller Geheimnisse entführt. Auch wenn bei mir der Funke nicht komplett überspringen wollte, habe ich das Buch gerne gelesen und kann es wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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