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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2026

Optisch & inhaltlich gelungen

Antike Mythen ohne Männer
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Ganz ohne Männer kommt dieses Buch natürlich nicht aus - eine erfrischende Konzentrierung auf die mythologischen Frauen jenseits der gängigen Bewertungen ist es aber allemal. Ausgesprochen lesenswert!



Ich ...

Ganz ohne Männer kommt dieses Buch natürlich nicht aus - eine erfrischende Konzentrierung auf die mythologischen Frauen jenseits der gängigen Bewertungen ist es aber allemal. Ausgesprochen lesenswert!



Ich liebe ja griechische Mythologie und vor allem die (feministischen) retellings, die in den letzten Jahren erschienen sind - als ich dieses Buch also in der Vorschau entdeckte, wusste ich: Das muss ich lesen! Ehrlich gesagt habe ich es dann aber vergessen und war umso begeisterter, als ich es nach Rückkehr von Bord in meinem Briefkasten fand.

Und diese Begeisterung hielt sich vom ersten Aufschlagen bis Beenden des Buches - allein die Gestaltung ist schwärmende Worte wert: Ein eckiges, ansprechendes Format, dickes, hochwertiges Papier, Lesebändchen und linoleumdruckartige Illustrationen auf fast allen Seiten sowie die konsequente Lila-Nutzung machen direkt Lust auf Lesen und Blättern.

Mir gefiel auch die Aufteilung in Hausfrau, Jungfrau, Kriegerin, femme fatale, Hexe, Wahnsinnige und Monster - bis zum Lesen war mir gar nicht bewusst gewesen, wie viele der griechischen Ungeheuer weiblich sind und obwohl ich schon viel zum Thema gelesen habe, konnte ich auch noch neue Figuren kennenlernen.

Insgesamt ist dieses haptisch wie optische gelungene Buch auch inhaltlich eine lohnenswerte Neubewertung beziehungsweise Kontextualisierung griechischer Mythen - ich fand es interessant, wie Mara Gold anhand der Legenden zeigt, was wir über die echten Frauen der damaligen Zeit wissen und sagen können und wie viel patriarchale Bewertung und Gewalt in Legendenerzählungen steckt. Und auch wenn der Stammbaum zu Anfang verworren ist, gefiel mir, wie er die weiblichen Verwandtschaften fokussiert - die geraten in den mir bekannten aus den Augen.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Wundervoller (Brief-)Roman

Die Liste der Lebenden
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Der Untergang der Austria 1858, die (Brief-)Freundschaft von Henriette Wulff und Hans Christian Andersen und all´ die Leben dazwischen - noch nie habe ich Briefe so atemlos gelesen; was für ein gelungen ...

Der Untergang der Austria 1858, die (Brief-)Freundschaft von Henriette Wulff und Hans Christian Andersen und all´ die Leben dazwischen - noch nie habe ich Briefe so atemlos gelesen; was für ein gelungen erzählter, aufwühlender und fragil schöner Roman!



Dieses Buch habe ich, glaube ich, in einer Vorschau gesehen - wahrgenommen und den Klappentext gelesen, habe ich dann erst auf der Leipziger Buchmesse. Und was für ein Volltreffer! Schiffsunglück und Hans Christian Andersen? Call me in.

Ich hatte beim Reinblättern auf der Messe gesehen, dass das Buch aus Briefen besteht - mir war jedoch nicht bewusst gewesen, dass die ganze Geschichte in Briefform erzählt wird. Und was für wunderschöne, berührende, aufwühlende Briefe voller Leidenschaft! Durch den Wechsel zwischen Jette und Hans Christian bleibt die Spannung auch bis zur letzten Seite aufrecht erhalten - wer überlebt diese Katastrophe, was geschah wirklich? Ich habe dieses Buch wie im Rausch durchgelesen, immer noch eine Seite, noch ein Brief; nicht umsonst ist es kapitellos als Gedankenstrom geschrieben.

Und wow, was für eine grandiose Wendung am Ende, das habe ich überhaupt nicht kommen gesehen und auch dieses Spiel mit mir als Leserin, wer von den beiden die Briefe gerade wirklich sachreibt; was Realität und was Fiktion ist... ich liebs!

Überhaupt, der Schreibstil! In den Briefen klingt so viel Emotion mit und alles ist so wunderschön formuliert, so lebendig und poetisch zugleich; wie der Ton zwischen jammernd und jauchzend, wehmütig und dankbar schwankt, zwischen Ereignisbericht und innerem Monolog, Reflektion über das (eigene) Leben... Wortgewaltig!

Erfreut hat mich auch, dass Stefan Kutzenberger eine historische Einordnung, ein Nachwort geschrieben hat - was für eine starke Frau Henriette Wulff doch war! Und überhaupt, die weiblichen Figuren des Buches glänzen und sind so wunderbar geschrieben.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Witzig! (und so ernst)

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
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Wer das Känguru liebt und kennt, wird wieder viel (Hör-)Spaß haben - es gibt jedoch deutlich weniger skurrile Abenteuer und reine Situationskomik, dafür mehr Politik.



Wow, was habe ich mich über ein ...

Wer das Känguru liebt und kennt, wird wieder viel (Hör-)Spaß haben - es gibt jedoch deutlich weniger skurrile Abenteuer und reine Situationskomik, dafür mehr Politik.



Wow, was habe ich mich über ein neues Känguru-Hörbuch gefreut! Auf dem Weg zur Leipziger Buchmesse wurde dann auch direkt mit dem Hören begonnen

- und natürlich wieder viel gelacht. Wobei dieses fünfte (Hör-)Buch deutlich ernster ist. Viel mehr Politik, Monologe und Gespräche, weniger absurde kleine Abenteuer und Situationskomik. Ich glaube, dieses neue Hörbuch ist vor allem für eingefleischte Fans; die ersten sind niederschwelliger zugänglich.

Ich jedoch hatte große Freude mit und am Känguru und finde es gerade angesichts der Zustände wichtig und richtig, wie klar sich Marc-Uwe & friends hier positionieren und wie das Hörbuch und der politische Aktivismus jenseits dessen in Form der PRÜF-Demos, Fun Facts und des DIDs Hand in Hand gehen.

Ich habe das Hörbuch über ein gewonnenes BookBeat-Abo hören dürfen, werde mir das aber definitiv nochmal als Download kaufen müssen, um es erneut hören zu können. Diesmal sind die einzelnen Kapitel übrigens weniger austauschbar in der Reihenfolge; sie bauen stärker aufeinander auf und bestehen aus deutlich mehr ausführlichen politischen Analysen, als in früheren Episoden. Dafür gewohnt messerscharf beobachtet, intelligente Sprach- und Wortspiele und humorvoll überzeichnet; so es denn angesichts des Weltgeschehens überhaupt noch möglich ist.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

liebs <3

Percy Jackson 7: Der Zorn der dreifachen Göttin
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Ich habe es von der ersten Seite an geliebt und bin voller Vorfreude auf das nächste Abenteuer!



Was soll ich sagen?! Riordan hat es einfach drauf. Von Anfang an Action, wunderbare Freundschaften, Humor ...

Ich habe es von der ersten Seite an geliebt und bin voller Vorfreude auf das nächste Abenteuer!



Was soll ich sagen?! Riordan hat es einfach drauf. Von Anfang an Action, wunderbare Freundschaften, Humor und Situationskomik. Ich lieb's einfach, wie süß Percy und Annabeth sind, wie Percy und Grover kommunizieren, wie schön die Mutter-Sohn-Beziehung ist, wie viel Fantasie Riordan jedes Mal hat und immer neue Gottheiten, Monster und Abstrusitäten erfindet und wie seine Bücher nie langweilig werden. Mögen seine Figuren nie erwachsen werden - ich bin zwar begeistert von ihren Entwicklungen und wie sie reifen, möchte ihre jugendlichen Abenteuer aber auch nicht mehr missen!

Ich bin ja keine Jahreszeiten-Leserin, würde dieses Buch aber klar für den Herbst empfehlen, so präsent sind die herbstliche Stimmung und das Halloween-Fest. Und während die Geschichte durchweg witzig-spritzig und rasant ist, begeisterte mich auch Percy wieder damit, was für ein lieber Junge er ist, der zwischendurch zwar alle(s) ins Chaos stürzt, am Ende sogar für Verbesserungen sorgt. Und Nö! Finde ich ja sogar noch süßer und lustiger als den englischen nope; einfach ein Höölenhundwelpe, awwwh.

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Veröffentlicht am 29.05.2025

MUSTREAD!

Liebe Jorinde oder Warum wir einen neuen Feminismus des Miteinanders brauchen
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Leute, ich bin so begeistert. Ihr MÜSST dieses Buch einfach lesen oder euch die Hörbuchfassung, von der Autorin selbst eingesprochen, zu Gemüte führen.



Feminismus ist oft (verständlicherweise) wütend. ...

Leute, ich bin so begeistert. Ihr MÜSST dieses Buch einfach lesen oder euch die Hörbuchfassung, von der Autorin selbst eingesprochen, zu Gemüte führen.



Feminismus ist oft (verständlicherweise) wütend. Das ist Mareike Fallwickl auch. Und zugleich so versöhnlich, so ermutigend, so verständnisvoll... Sprachgewandt und einfühlsam zeichnet sie auf, warum Männer (auch) Opfer des Patriarchats sind und zugleich sich mit dem Verweis auf fehlende (bessere) Vorbilder sich ihrer Verantwortung nicht entziehen können; ihre Worte sind so stark und hoffnungsvoll und ich liebe dieses Format des an eine enge Freundin gerichteten Briefs. Lest/hört diesen Essay unbedingt; ich werde ihn mir auf jeden Fall noch als Buchformat zulegen, um ihn ausleihen und erneut lesen zu können ♥

Viel mehr kann ich dazu gerade nicht sagen; ich bin dankbar für die Worte dieses Essays und wünsche mir, dass sie viele erreichen.

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