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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2026

Humorvoll

Mirabellentage
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Martina Bogdahn hat es wieder geschafft, mit Mirabellentage, einen wunderschönen Wohlfehlroman geschrieben. Schon mit Mühlensommer konnte sie mich wieder begeistern.
Diese Geschichte ist in Blumnfeld ...



Martina Bogdahn hat es wieder geschafft, mit Mirabellentage, einen wunderschönen Wohlfehlroman geschrieben. Schon mit Mühlensommer konnte sie mich wieder begeistern.
Diese Geschichte ist in Blumnfeld angelegt.
Der Pfarrer Josef stirbt plötzlich und unerwartet. Sein Haushälterin Anna ist sehr traurig. Josef kannte sie schon aus ihrer Kindheit.
Am Tag der Beerdigung kommt der neue Pfarrer. Er ist ein junger Mann, der von einer Hallig stammt.
Er spricht nur platt, das kann ich nicht glauben. In der Schule und während des Studiums hat er garantiert Hochdeutsch gelernt. Gut, das ist für die Geschichte eben ziemlich witzig.
Um den letzten Wunsch Josefs zu erfüllen, muss sie an die Nordsee fahren. Sie hat seit über dreißig Jahren den Führerschein, ist aber nie gefahren. Da sucht sie ihren alten Fahrlehrer, der ihr Fahrstunden geben soll.
Das Ganze ist humorvoll geschrieben, so wird das ein schönes Lesevergnügen.

Veröffentlicht am 14.04.2026

Freundschaft

Der Sommer, der uns blieb
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Der Roman, Der Sommer, der uns blieb, von der Schriftstellerin Greta Herrlicher ist in einem wunderbaren Ton geschrieben.
Er besticht durch die wechselnden Perspektiven.
In der Schulzeit sind Britta, ...



Der Roman, Der Sommer, der uns blieb, von der Schriftstellerin Greta Herrlicher ist in einem wunderbaren Ton geschrieben.
Er besticht durch die wechselnden Perspektiven.
In der Schulzeit sind Britta, Pia und Martin befreundet. Britta ist die Schüchterne und wohlbehütete. Pia ist die Wilde, die auf Geschwister aufpassen soll, die Mutter ist Alleinerziehende.
Martin hat mit acht Jahren den Vater verlioen, seine Mutter bestimmt sein Leben.
In der Jugend gibt e ein paar Eifersüchteleien.
Dann verschwindet Pia und für die anderen geht es auch getrennt weiter.
Nach zwanzig Jahren erscheint Pia wieder, sie ist todkrank und hat eine Überraschung parat.
Auch Britta kommt wieder, weil ihr Vater dement wird und nicht mehr alleine Leben kann.
Martin ist nie weg gewesen, er leitet gemeinsam mit der Mutter eine Firma.
Die Autorin hat den Dreien besondere Charakter verpasst.
Dann lässt sie das Ganze, zwar traurig, aber mit Hoffnung enden.

Veröffentlicht am 14.04.2026

Grandios

Unter Wasser
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Unter Wasser, ist ein wunderbarer Roman von Tara Menon.
Es ist ihr damit ein brillantes Werk gelungen.
Erst lässt sie uns an der Kindheit von Marissa und Ariel teilnehmen.
Die beiden wachsen in Thailand ...



Unter Wasser, ist ein wunderbarer Roman von Tara Menon.
Es ist ihr damit ein brillantes Werk gelungen.
Erst lässt sie uns an der Kindheit von Marissa und Ariel teilnehmen.
Die beiden wachsen in Thailand auf und sind unzertrennlich.
Die tollen Beschreibungen der Fische, des Wassers und den Erlebnissen der Beiden sind eindrucksvoll.
Später wechselt die Perspektive viel von 2004 und 2012 hin und her.
2004 ist der Tsunami in Thailand, den Ariel nicht überlebt. Wir erfahren von den sonderbaren Verhalten von Tieren, als ein Elefant mit einem Kind auf dem Rücken einfach ausreißt. Man hört keine Vögel.
Erschreckend ist das Sortieren der Leichen, erschütternd.
2012 lebt Marissa in New York. Sie leidet immer noch unter dem Verlust der Freundin. Sie hat fürchterliche Alpträume.
In New York ist ein Unwetter angesagt, die Menschen sollen das Haus nicht verlassen. Marissa ist da sehr unvorsichtig.
Die Autorin konnte mich mit diesem Roman total überzeugen.
Einfach ein grandioses Stück.

Veröffentlicht am 11.04.2026

Leben im Iran

In den Flügeln das Licht
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In den Flügeln das Licht, ist ein besonders eindrucksstarkes Wek von Aidin Halimi.
Ich habe den Autor auf der Leipziger Buchmesse gesehen und war so angetan,, das ich den Roman lesen musste.
Eigentlich ...




In den Flügeln das Licht, ist ein besonders eindrucksstarkes Wek von Aidin Halimi.
Ich habe den Autor auf der Leipziger Buchmesse gesehen und war so angetan,, das ich den Roman lesen musste.
Eigentlich hatte ich Angst vor den Grausamkeiten des Iranischen Regimes, aber er hat das mit seinem Schreiben gekonnt umschifft.
Man erfährt das Meiste von dem Sohn des Opfers, der bei seinem Tod neun Jahre alt war.
Kāveh und seine Familie sind intensiv und beeindruckend dargestellt.
Sein Vater war schon unter dem Schah im Gefängnis und im Mularegime wurde er sogar hingerichtet. Seine Frau bekam die Urkunde, er wäre eines normalen Todes gestorben.
Dieses Buch ist ein interessantes Zeitdokument, das ich nur empfehlen kann.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Was verbirgt Hana

Madame Lazare
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Der irische Schriftsteller Tadhg Mac Dhonnagáin schreibt den Roman, Madame Lazare, eine bewegende Geschichte.
Raffiniert lässt er verschiedene Personen erzählen und wechselt schnell zwischen den Jahren.
Besonders ...



Der irische Schriftsteller Tadhg Mac Dhonnagáin schreibt den Roman, Madame Lazare, eine bewegende Geschichte.
Raffiniert lässt er verschiedene Personen erzählen und wechselt schnell zwischen den Jahren.
Besonders intensiv schildert er das Leben auf einer Insel an der irischen Atlantikküste. Da erleben wir einen Vater und seine Tochter die die Geschichte in Gedichten, aus dem Gedächtnis immer weiter geben.
Dann geht es nach Paris ins 21. Jahrhundert. Die Großeltern ziehen ihre Enkeltochter Levana auf. Die Mutter starb jung und sie wollte, das Levana im jüdischen Glauben aufwächst. Die Großmutter hütet ein Geheimnis.
Als Hana immer mehr vergisst, fängt sie plötzlich in einer fremden Sprache an zu reden.
Levana gibt nicht auf und forscht , wo Hana herkommt.
Das hat der Autor gut umgesetzt und richtig spannend werden lassen.
So hatte der Roman einen Sog und ich ich gebe eine gute Leseempfehlung.