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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2026

Wenn etwas zu schön scheint um wahr zu sein....

Die Psychopathin - Wer manipuliert dich wirklich?
3

Der Prolog beginnt dramatisch. Die Ich-Erzählerin Karoline und ihr Liebhaber Christopher befinden sich in akuter Lebensgefahr und der Leser fragt sich, wie es soweit kommen konnte.
Drei Monate zuvor war ...

Der Prolog beginnt dramatisch. Die Ich-Erzählerin Karoline und ihr Liebhaber Christopher befinden sich in akuter Lebensgefahr und der Leser fragt sich, wie es soweit kommen konnte.
Drei Monate zuvor war Karos Leben noch perfekt, beruflich und privat lief alles ausgezeichnet. Der Patron des Familienunternehmens, in dem Karo seit 20 Jahren arbeitete, suchte nach einem Nachfolger, Karo hatte die besten Chancen. Privat hatte sie endlich einen geliebten Partner gefunden - doch plötzlich passieren merkwürdige Dinge. Zuerst nur im Privatleben, dann auch im Beruf. Karoline beginnt an ihrem Verstand zu zweifeln, hat aber bald einen Verdacht, wer für all die unsäglichen Dinge verantwortlich ist.
Das Buch ist flüssig geschrieben, die Handlung spannend und unterhaltsam. Ich habe zwar schon recht früh gespürt, wer warum hinter allem steckt, das hat aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Da Karoline in der Ich-Form schreibt, muss man am Buchende schon etwas nachdenken, wie genau alles zusammenhängt. Dabei werden aber alle offenen Fragen geklärt, sogar von der Krankheit des Patrons bis hin zum Feuerteufel.
Ein interessantes Buch mit vielschichtigen Charakteren und einem sehr ernsten Thema. Empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Ein intelligenter, fesselnder Roman

Leo Sola
1

«Leo Sola» ist ein packender, nachhallender Roman über den Werdegang einer jungen Frau. In Rückblenden erfährt der Leser, wie aus einem etwas flatterhaften Persönchen eine mitfühlende Auslandskorrespondentin ...

«Leo Sola» ist ein packender, nachhallender Roman über den Werdegang einer jungen Frau. In Rückblenden erfährt der Leser, wie aus einem etwas flatterhaften Persönchen eine mitfühlende Auslandskorrespondentin wird. Es werden viele relevante Themen aufgegriffen, wie z.B. das Leben als Geliebte eines Narzissten, Depression und der Umgang mit Traumata, Mitgefühl und Freundschaft und vieles mehr. Ganz besonders eindrücklich fand ich die Beschreibung des beginnenden Krieges im Irak. Man spürt, dass Karin Hofmann selbst für das IKRK in Kriegs- und Krisengebieten tätig war.
Ein sehr überraschender, äusserst spannender und kluger Roman. Absolut empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Interessant und packend

Bluthass
1

Im Prolog erzählt die 1632 als Hexe verurteilte Lisbeth von ihrem Prozess, den grauenhaften Haftbedingungen und der Exekution auf dem Scheiterhaufen. Dieser Einstieg in das Buch ist sehr intensiv und bedrückend. ...

Im Prolog erzählt die 1632 als Hexe verurteilte Lisbeth von ihrem Prozess, den grauenhaften Haftbedingungen und der Exekution auf dem Scheiterhaufen. Dieser Einstieg in das Buch ist sehr intensiv und bedrückend.
In der aufgeklärten Gegenwart kommt so etwas nicht mehr vor - oder doch? Das Ermittlerteam um Hauptkommissar Manni Neuer und die Oberstaatsanwältin Lina St-George bekommt es mit gefolterten und verbrannten Frauenleichen zu tun. Die Aufklärung der Fälle ist fesselnd, das Buch packt von der ersten bis zur letzten Seite.

Der Schreibstil von Doris Litz ist flüssig und spannend, die Thematik um historische Hexenverfolgung, moderne Hexenzirkel und Satanismus gut recherchiert. Mir gefällt, dass die Gräueltaten der Inquisitoren nicht im Detail beschrieben werden, sie gehen dem Leser trotzdem unter die Haut.

Fazit: Eines der besten und spannendsten Bücher, die ich 2025 gelesen habe!

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Auf der Suche nach Erinnerungen in der Schweizer Bergwelt

Was du vergessen musst
0

Lena kehrt von einem Krankenhausaufenthalt zurück in ihr Heim, zu einem liebevollen Ehemann und einem Kleinkind, an das sie sich nicht erinnert. Anscheinend hatte sie sich bei einem Sturz in den Bergen ...

Lena kehrt von einem Krankenhausaufenthalt zurück in ihr Heim, zu einem liebevollen Ehemann und einem Kleinkind, an das sie sich nicht erinnert. Anscheinend hatte sie sich bei einem Sturz in den Bergen verletzt. Jetzt hat sie eine Amnesie, die letzten zwei Jahre sind aus ihrem Gedächtnis vollkommen ausgelöscht. Lena leidet sehr unter den fehlenden Erinnerungen. Als sie auch noch an sie gerichtete Todesdrohungen auf Facebook entdeckt, befolgt sie den Rat ihrer Ärztin und begibt sich erneut allein in die Berge, an den Ort ihres Unfalls. Ob sie dort herausfindet, was passiert ist und wieso sie sich nicht erinnern kann?
Monika Lüthis Schreibstil ist flüssig und bildhaft, die Geschichte ist fesselnd und die Spannung steigert sich stetig. Sehr schön beschrieben ist auch die Wanderung in der Schweizer Bergwelt. Ich empfehle das Buch jedem, der gerne spannende Geschichten ohne Mord und Totschlag liest.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Ein gut konstruierter Cold-Case-Krimi

Vermisst - Der Fall Emily
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Die Polizistin Malou Löwenberg hat den Dienst quittiert und baut sich eine eigene Detektei auf. Sie spezialisiert sich darauf, vermisste Personen zu finden. Ihre erste Klientin ist Vera König, diese sucht ...

Die Polizistin Malou Löwenberg hat den Dienst quittiert und baut sich eine eigene Detektei auf. Sie spezialisiert sich darauf, vermisste Personen zu finden. Ihre erste Klientin ist Vera König, diese sucht seit rund vier Jahren ihr Kind Emily. Vera erzählt Malou, Emily sei als Vierjährige aus dem Kinderwagen gekidnappt worden.
Der ausgezeichnet recherchierte Krimi fesselt, er ist sehr spannend geschrieben. Der Leser wird mit unerwarteten Wendungen überrascht und mit Malou auf falsche Fährten gelockt. Mir gefällt auch das Lokalkolorit von Bern und Paris, die Charaktere wirken glaubwürdig.
Christine Brands Bücher haben stets einen Bezug zur Realität, so ist auch die schockierende Auflösung dieses Falles von wahren Begebenheiten inspiriert.

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