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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2026

Sommerliche Urlaubsatmosphäre und eine entspannte Geschichte

Au revoir und tschüss
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Der Roman „Au revoir und tschüss“ von Gudrun Lochte entführt seine Leser:innen gedanklich nach Südfrankreich und hält wirklich jede Menge Urlaubsfeeling bereit. Ich habe die Geschichte gerne gelesen und ...

Der Roman „Au revoir und tschüss“ von Gudrun Lochte entführt seine Leser:innen gedanklich nach Südfrankreich und hält wirklich jede Menge Urlaubsfeeling bereit. Ich habe die Geschichte gerne gelesen und besonders die vielen kleinen Details rund um Orte, Landschaften und kulinarische Leckereien gefielen mir richtig gut. Authentisch und spielerisch fügen sie sich ins Geschehen ein und manchmal hätte ich nur zu gerne mit Caro getauscht. Die Handlung war insgesamt zwar ziemlich vorhersehbar und hätte für meinen Geschmack auch noch mehr in die Tiefe gehen können, aber die wunderbare Atmosphäre gleicht doch einiges aus. Auch durch die hochwertige Ausstattung nimmt man das Buch gerne in die Hand und es ist auf jeden Fall ein Hingucker im Regal. Der Schreibstil liest sich zudem angenehm flüssig und so kam ich mühelos voran. „Au revoir und tschüss“ eignet sich denke ich für Alle, die auf der Suche nach einer entspannten Urlaubslektüre sind und das Thema Selbstfindung spannend finden. Gerne vergebe ich gute 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 02.05.2026

Geballtes Basiswissen, einige Rezepte und etwas zu vollmundige Gesundheitsaussagen

Fermentieren – Twist your Taste!
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Wer sich so wie ich zum ersten Mal mit dem Thema Fermentation beschäftigen möchte, bekommt mit „Fermentieren – Twist your Taste!“ von Nadine Schünemann ein solides Grundlagenwerk geliefert. Es gefiel mir ...

Wer sich so wie ich zum ersten Mal mit dem Thema Fermentation beschäftigen möchte, bekommt mit „Fermentieren – Twist your Taste!“ von Nadine Schünemann ein solides Grundlagenwerk geliefert. Es gefiel mir wirklich gut wie liebevoll und detailreich die Autorin alle wichtigen Basics vermittelt, so dass man mit einem guten Gefühl in eigene Fermentierabenteuer starten kann. Ihren Beschreibungen merkt man dabei auf jeden Fall ihre Erfahrung an. Als Zubehör empfiehlt sie natürlich ihre eigenen Produkte, hier kann ich aber nicht beurteilen ob der gehobene Preis dafür angemessen ist. Aber auch mit anderen Gläsern können die Rezepte aus „Fermentieren – Twist your Taste!“ ausprobiert werden. Diese sind zahlenmäßig gar nicht so viele, aber es gibt doch einige Grundrezepte und immer wieder Tipps zum kombinieren und austauschen von Zutaten. Das letzte Kapitel Mix & Match macht dann die Fermente so richtig alltagstauglich und zeigt wie einfache und leckere Gerichte damit zubereitet werden können. Eigentlich bin ich also wirklich angetan von diesem hilfreichen Sachbuch. Eine Sache, welche sich durchs ganze Buch zieht, hat mich dann aber doch gestört. Und zwar wirft die Autorin mit gesundheitsbezogenen Aussagen nur so um sich, vieles davon mag ja durchaus zutreffen, einiges klingt aber völlig übertrieben und spätestens wenn etwas als "Wundermittel im Apothekerschrank" (S.140) bezeichnet wird, geht mir das zu weit. Nadine Schünemann ist keine Ärztin und ehrlich gesagt erwarte ich in einem Buch über Fermentation auch keine detaillierten medizinische Ausführung z.B. zum Darmmikrobiom. Letztlich vergebe ich aufgrund der gut verständlichen Rezepte und des breiten Wissen rund ums Fermentieren gerade noch 4 Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung. Mehr Fokus auf ihre eigene Expertise hätte definitiv für 5 Sterne gesorgt!

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Drei Geschichten in einem Buch

What about the bodies
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„What about the bodies“ des Autoren Ken Jaworowski ist auf mehrfache Weise ungewöhnlich. Der Humor ist düster und die armen Protagonisten müssen ganz schön viel mitmachen. Insgesamt gibt es drei Erzählstränge ...

„What about the bodies“ des Autoren Ken Jaworowski ist auf mehrfache Weise ungewöhnlich. Der Humor ist düster und die armen Protagonisten müssen ganz schön viel mitmachen. Insgesamt gibt es drei Erzählstränge und bis auf kurze Berührungspunkte stehen diese jeweils für sich. Dieser Stil ist auf jeden Fall ungewöhnlich, auch wenn mir ein engerer Zusammenhang besser gefallen hätte. Auch mit der Logik und Glaubhaftigkeit nimmt es der Autor nicht so genau. Allerdings hat der Roman zum Glück auch deutliche Stärken. Zunächst einmal ist der Schreibstil richtig klasse. Sehr angenehm zu lesen, durchgehend packend und zudem auch noch witzig. Außerdem werden da ganz nebenbei sehr kluge, menschlich berührende Geschichten erzählt. Mit so viel Tiefgang und Emotion, habe ich gar nicht gerechnet. Und auch wenn die Handlung speziell ist und es sich nicht um einen klassischen Krimi handelt war die Spannung durchgehend hoch. Abgedrehte Wendungen sorgen natürlich für Überraschungen und dadurch kommt an keiner Stelle Langeweile auf. Der Unterhaltungswert ist auf jeden Fall hoch und wer düster-sarkastische Geschichten mit besonderen Charakteren mag ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Ein unfassbarer Betrug sorgt für Lebensgefahr

Poyais. Ein Land, das es nie gab
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Zunächst einmal beruht die Handlung von „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ auf realen Ereignissen, was ich immer spannend finde. Autorin Uli Aechtner hat den unglaublichen Betrug rund um das erfundene ...

Zunächst einmal beruht die Handlung von „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ auf realen Ereignissen, was ich immer spannend finde. Autorin Uli Aechtner hat den unglaublichen Betrug rund um das erfundene Land Poyais gut recherchiert und in eine spannende Geschichte gepackt. Zudem gibt es für alle militärisch Interessierten detaillierte Hintergründe zum Befreiungskrieg und weiteren kriegerischen Auseinandersetzungen. Diese Kapitel haben allerdings wenig Bezug zur eigentlichen Geschichte und konnten mich persönlich auch überhaupt nicht mitreißen. Umso spannender sind dafür die Erlebnisse der Siedler, welche statt des versprochenen Landes nur Urwald und raue Natur vorfinden. Der anschließende Überlebenskampf, aber auch die vorhergehende Reise, wird packend und authentisch geschildert. Was den Schreibstil betrifft bin ich etwas zwiegespalten. Die Kapitel aus Soldatensicht im Krieg lasen sich für mich langweilig und zäh und ich war jedes Mal froh wieder zum anderen Erzählstrang wechseln zu können. Außerdem kommen in der Handlung immer wieder unglaubwürdige Zufälle vor, welche mich im Handlungsverlauf immer mehr störten. Auch aus diesem Grund muss ich leider einen Stern abziehen. Wer aber historische Romane, mit hohem Abenteuerfaktor mag, wird mit „Poyais. Ein Land, das es nie gab“ jede Menge Spaß haben. Und auch historisch kann man doch einiges Neues lernen.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Packender Roman, welcher zum Ende hin etwas abflacht

Du musst mich vergessen
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„Du musst mich vergessen“ von Rosie Walsh könnte man finde ich durchaus als Spannungsroman bezeichnen und gerade diese aufregende Grundstimmung gefiel mir richtig gut. Auch dadurch liest sich die Geschichte ...

„Du musst mich vergessen“ von Rosie Walsh könnte man finde ich durchaus als Spannungsroman bezeichnen und gerade diese aufregende Grundstimmung gefiel mir richtig gut. Auch dadurch liest sich die Geschichte kurzweilig und konnte durchgehend meine Aufmerksamkeit halten. Erzähltechnisch greift die Autorin auf Bewährtes zurück. Zwei Zeitebenen wechseln sich ab, die Perspektive von Protagonistin Carrie bleibt konstant. Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und trägt so durch die Geschichte. Beide Erzählstränge konnten mich gleichermaßen fesseln, was keine Selbstverständlichkeit ist. Eigentlich wäre „Du musst mich vergessen“ für mich ein klares 5 Sterne Buch, wenn das Ende mich nicht doch noch etwas verloren hätte. Im Gegensatz zur restlichen Handlung wirkt das Ende auf mich nämlich ziemlich konstruiert und passt damit nicht so recht zu den vorherigen so authentischen Ereignissen. So bleibt es letztlich aber nur bei guten 4 Sterne. Für alle Fans von spannenden Charakter-fokussierten Geschichten, kann ich den Roman aber durchaus empfehlen.

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