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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2026

Ruhiger Wohlfühlroman mit viel Naturverbundenheit

Brombeerblaue Tage
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Die erfolgreiche Landschaftsarchitektin Elisa muss wegen einer plötzlichen Krankheit ihres entfremdeten Vaters ihren vollgepackten Alltag in Berlin verlassen und sich um seinen Hund und Hof auf Rügen kümmern. ...

Die erfolgreiche Landschaftsarchitektin Elisa muss wegen einer plötzlichen Krankheit ihres entfremdeten Vaters ihren vollgepackten Alltag in Berlin verlassen und sich um seinen Hund und Hof auf Rügen kümmern. Während ihrer Zeit dort lernt sie nicht nur viel über die Geschichte des Hofes, sondern auch über sich selber und fängt an ihren Vater richtig kennenzulernen.

Der Roman ist sehr ruhig und stimmungsvoll mit Tiefgang. Es geht viel um die Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater, aber auch generell um Neuanfänge und Selbstfindung.
Die vielen Beschreibung der besonderen Landschaften Rügens geben dem ganzen eine tolle Atmosphäre. Die Hauptfigur Elisa wirkt authentisch und ihr Weg von der gestressten, ständig erreichbaren Karrierefrau hin zu jemandem, der wieder zu sich selbst findet, ist berührend und für viele bestimmt auch inspirierend.
Besonders gefallen haben mir die Blicke in die Vergangenheit des Hofes sowie die Leidenschaft mit der über Pflanzen und Natur geredet wird. Die Handlung war etwas vorhersehbar, aber sonst wirklich ein schöner Roman zum Wohlfühlen.

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Düster und romantisch

A Dowry of Blood: Begehren. Obsession. Macht.
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Der Roman ist zwar etwas ruhiger und langsamer, als ich erwartet habe, hat mir aber trotzdem sehr gefallen. Besonders der Schreibstil hat mich wirklich begeistert.

Der Roman ist zwar etwas ruhiger und langsamer, als ich erwartet habe, hat mir aber trotzdem sehr gefallen. Besonders der Schreibstil hat mich wirklich begeistert.

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Spannender Klassiker

Rebecca
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Ein wirklich spannender, psychologischer Thriller, der einem lange im Gedächtnis bleibt.

Ein wirklich spannender, psychologischer Thriller, der einem lange im Gedächtnis bleibt.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Machtmissbrauch und Machtverlust

Die Liebeshungrigen
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Der Roman gibt Einblicke hinter die Kulisse der Reichen und Mächtigen. Die zentrale Hauptfigur ist der Ex-präsident Lehmann, der nach der gescheiterten Wiederwahl langsam in den Alkoholismus stürzt und ...

Der Roman gibt Einblicke hinter die Kulisse der Reichen und Mächtigen. Die zentrale Hauptfigur ist der Ex-präsident Lehmann, der nach der gescheiterten Wiederwahl langsam in den Alkoholismus stürzt und sich nicht mit dem Machtverlust und seinem Karriereende abfinden kann. Nach und nach wechselt die Erzählperspektive immer mehr auch zu anderen Figuren um ihn herum, wie seiner Ex-Frau, seiner Tochter, seiner zweiten Ehefrau und einem Regisseur.

Der Roman ist schonungslos ehrlich, realistisch und authentisch. Das Thema Macht wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet: Wie verändert man sich durch Macht, Geld und Einfluss? Ist es überhaupt möglich seine Ideale in so einer Position zu behalten? Was für Folgen hat ein plötzlicher Machtverlust? Was für Macht haben Männer über Frauen und umgekehrt? Was macht ein Machtgefälle mit einer Beziehung?
Der Schreibstil ist klar und wirkt eher analytisch bzw. distanziert, trotzdem geht er sehr nah.
Lehmann ist ein sehr unsympathischer Protagonist, für den ich wirklich kaum Mitgefühl aufbringen konnte, aber es war trotzdem faszinierend in den Kopf einer solchen Figur zu schauen. Besonders gefallen haben mir aber die komplexen Frauenfiguren, die alle aus unterschiedlichen Generationen und Hintergründen kamen und ein interessantes Abbild davon zeichnen, wie sie alle vom Patriarchat geprägt wurden und wie sie mit mächtigen Männern umgehen.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Drei Frauen auf der Suche nach Identität und Heimat

Ein Ort, der bleibt
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Der Roman ist hauptsächlich aus der Perspektive von drei Frauen erzählt, die alle der botanische Garten in Istanbul verbindet: Magda, Mehpare und Imke. Es wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt, ...

Der Roman ist hauptsächlich aus der Perspektive von drei Frauen erzählt, die alle der botanische Garten in Istanbul verbindet: Magda, Mehpare und Imke. Es wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt, die ineinander übergehen und vermischt Fiktion und reale historische Personen bzw. Ereignisse. Das Buch handelt von Identität, Heimatsuche, Gemeinschaft, interkultureller Austausch und Neuanfängen.

Die Türkei als Exilort für die von den Nazis verfolgten deutsche Wissenschaftler ist ein sehr spannendes Thema, was wunderbar recherchiert und für den Roman aufbereitet wurde. Auch der Schauplatz des Romans Istanbul wurde sehr detailreich und atmosphärisch beschrieben, sodass man richtig das Gefühl bekam dort zu sein. Generell hat mir der Schreibstil gut gefallen, denn er war ruhig, angenehm, mitfühlend und hat die historischen Figuren lebendig wirken lassen. Besonders Mehpare und Magda fand ich als Charaktere sehr interessant und komplex. Ich konnte beim Lesen einiges lernen, besonders über die deutsch-türkische Geschichte.

Der Roman ist sehr ruhig, besonders am Anfang, aber mit viel Tiefgang. Da der botanische Garten im Zentrum der Geschichte steht, hat mir sehr gut gefallen, wie viel sprachliche Mittel wie Metaphern sich der Botanik bedienen und sich Pflanzen als Symbole wirklich wie ein roter Faden durch das Buch ziehen. Allerdings hätte es für meinen Geschmack ein paar weniger Passagen über die Arbeit in der Botanik geben können. Außerdem waren im letzten Teil große Zeitsprünge auf einmal und dann kam das Ende ziemlich abrupt, da hat mir die Erzählstruktur vorher besser gefallen. Trotzdem hatte das Buch trotz seiner 450 Seiten und seinem ruhigen Tempo für mich kaum Längen und war sehr mitreißend.

Auf jeden Fall ein Roman, bei dem ich viel gelernt habe und der mich noch lange in Gedanken begleiten wird!
Ich würde es allen empfehlen, die gerne historische Romane lesen, die sich eher langsam aber mit viel Tiefgang entfalten.

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