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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.05.2026

Gut mit ein paar Längen

Harry Potter und der Orden des Phönix (Harry Potter 5)
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Voldemort ist zurück. Durch Harrys Blut konnte er seinen Körper wiederherstellen und erneut an Macht gewinnen. Doch ausgerechnet Harry, der einzige Zeuge dieser Wiedergeburt, stößt überall auf Zweifel. ...

Voldemort ist zurück. Durch Harrys Blut konnte er seinen Körper wiederherstellen und erneut an Macht gewinnen. Doch ausgerechnet Harry, der einzige Zeuge dieser Wiedergeburt, stößt überall auf Zweifel. Kaum jemand will dem „Jungen, der überlebt hat“ glauben. Zu unbequem ist die Wahrheit, zu groß die Angst vor einer Rückkehr des Dunklen Lords. Nur wenige halten weiterhin zu ihm – allen voran Ron und Hermine. Gemeinsam stehen sie fest an Harrys Seite und werden zum Kern einer neuen Bewegung, die schließlich den Geist von Dumbledores Armee verkörpert.

Da der Unterricht in Verteidigung gegen die dunklen Künste unter Dolores Umbridge kaum mehr als trockene Theorie bietet, nimmt Harry die Sache selbst in die Hand. Heimlich beginnt er, Mitschüler praktisch auszubilden und ihnen beizubringen, wie man sich wirklich gegen dunkle Magie verteidigt. Ironischerweise entwickelt er sich dabei zu einem besseren Lehrer als viele seiner offiziellen Vorgänger. Umbridge hingegen weigert sich strikt, praktische Übungen zuzulassen – angeblich, um die Schüler nicht unnötig zu verängstigen. In Wahrheit blendet sie die drohende Gefahr schlicht aus.

Als die geheime Gruppe auffliegt, wird Dumbledore zur Verantwortung gezogen und schließlich seines Amtes enthoben. Umbridge übernimmt die Leitung von Hogwarts und macht das Leben der Schüler endgültig zur Qual.

Nach Gilderoy Lockhart hätte ich nicht gedacht, noch einmal eine Figur zu erleben, die derart starke Antipathie in mir auslöst – doch Dolores Umbridge übertrifft alles. Ihr ständiges „hem, hem“ und ihre grausame Art, Harry zu bestrafen, machen sie zu einer der unerträglichsten Figuren der Reihe. Besonders ihre Methoden wirken erschreckend unmenschlich. Immer wieder drängen sich dabei Parallelen zu realen Formen von Unterdrückung und Ausgrenzung auf. Gerade in den späteren Bänden spielt das Thema Rassismus und die Abwertung bestimmter Gruppen eine immer größere Rolle, was starke Erinnerungen an historische Ereignisse weckt.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Düster, intensiv und absolut fesselnd

Meet her
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„Meet her“ von Izzie White ist wirklich ein wilder Ritt. Die Geschichte startet vertraut, entwickelt aber schnell eine ganz eigene, düstere Intensität. Besonders die Mischung aus Neuanfang, inneren Konflikten ...

„Meet her“ von Izzie White ist wirklich ein wilder Ritt. Die Geschichte startet vertraut, entwickelt aber schnell eine ganz eigene, düstere Intensität. Besonders die Mischung aus Neuanfang, inneren Konflikten und dieser unterschwelligen, gefährlichen Anziehung hat für mich den Reiz ausgemacht.

Der Schreibstil ist direkt, emotional und teilweise schonungslos, was perfekt zur Stimmung der Geschichte passt. Durch das schnelle Tempo entsteht ein starker Sog. Man will einfach wissen, wie weit die Protagonisten gehen werden. Gleichzeitig liegt der Fokus deutlich auf Leidenschaft und Spice, wodurch die emotionale Entwicklung etwas in den Hintergrund rückt.

Gerade das war für mich ein kleiner Kritikpunkt, da ich persönlich Slow Burn bevorzuge und mir etwas mehr Aufbau gewünscht hätte. Trotzdem funktioniert die Dynamik zwischen den Figuren gut. Der männliche Protagonist Max bringt – trotz dominanter Züge – überraschend viele Green-Flag-Momente mit, was ich im Genre sehr erfrischend fand.

Ein Highlight war für mich außerdem die authentische Freundschaft zwischen Ella und Sophia, die der Geschichte eine schöne Balance zur düsteren Handlung gibt.

Insgesamt ist „Meet her“ ein intensiver, schnelllebiger Dark-Romance-Roman, der besonders Einsteiger im Genre abholen dürfte.

𝐅𝐚𝐳𝐢𝐭: Düster, intensiv und absolut fesselnd – perfekt für alle, die es schnell und leidenschaftlich mögen. 3,5☆

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Mehr Romance als Handlung

Blackened Blade 2: A Blackened Bond
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Der zweite Band knüpft direkt an den Auftakt an und zieht einen sofort wieder in die düstere, atmosphärische Welt der Wensridge Academy - nicht zuletzt aufgrund der düsteren Seiten. Die Mischung aus Magie, ...

Der zweite Band knüpft direkt an den Auftakt an und zieht einen sofort wieder in die düstere, atmosphärische Welt der Wensridge Academy - nicht zuletzt aufgrund der düsteren Seiten. Die Mischung aus Magie, Geheimnissen und Intrigen hat mich erneut gepackt und sorgt für eine durchgehend spannende Grundstimmung.

Allerdings verschiebt sich der Fokus im Vergleich zum ersten Band deutlich: Die übergeordnete Handlung rund um Micais Vergangenheit und die größere Bedrohung tritt teilweise in den Hintergrund. Stattdessen nehmen die romantischen und erotischen Verwicklungen im klassischen Why-Choose-Stil viel Raum ein. Das ist natürlich Geschmackssache, aber mir hat hier etwas die klare Entwicklung der Handlung gefehlt, die im ersten Teil noch stärker im Mittelpunkt stand.

Das Pacing ist nicht immer ganz rund und hat zwischendurch kleinere Längen, dennoch bleibt die Geschichte unterhaltsam und gut lesbar. Besonders die düstere Atmosphäre, das Setting und Figuren wie Annex sorgen weiterhin für Spannung und halten das Interesse aufrecht.

Ein solider, atmosphärisch starker Mittelband mit Fokus auf Beziehungen statt Handlung macht neugierig auf Band 3, auch wenn ich mir wieder mehr Storytiefe wünsche.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Düstere Fantasy mit origineller Idee und starkem Finale

The Sleepless
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„The Sleepless“ von Jen Williams ist ein düsterer Fantasyauftakt mit einer wirklich originellen Grundidee. Vor allem das Konzept der Schlaflosen – zwei Seelen in einem Körper – hat mich direkt fasziniert ...

„The Sleepless“ von Jen Williams ist ein düsterer Fantasyauftakt mit einer wirklich originellen Grundidee. Vor allem das Konzept der Schlaflosen – zwei Seelen in einem Körper – hat mich direkt fasziniert und hebt die Geschichte deutlich von anderen Fantasybüchern ab.

Auch die Welt konnte mich überzeugen. Sie ist voller Götter, gefährlicher Kreaturen und einer geheimnisvollen, teilweise fast schon unheimlichen Atmosphäre. Die Gefahr lauert überall. Besonders Elver als Protagonistin fand ich spannend. Sie ist stark, einsam und gleichzeitig verletzlich. Ihre Verbindung zu Artair und vor allem zu Lucian sorgt für eine ganz besondere Dynamik, die sich langsam und intensiv entwickelt. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass die Figuren ein wenig älter wären, da sie mir oftmals zu naiv wirkten und ich schwer ihre Gedanken nachvollziehen konnte.

Zudem braucht die Geschichte ihre Zeit. Gerade am Anfang und in der Mitte zog sich das Pacing für mich stellenweise, und ich hätte mir mehr Erklärungen zum Worldbuilding und den Göttern gewünscht. Erst im letzten Drittel nimmt die Story richtig Fahrt auf und dann wird es so richtig spannend, dramatisch und ist voller überraschender Wendungen.

Die Romance ist eher im Hintergrund und entwickelt sich als Slow Burn, was ich persönlich sehr angenehm fand. Vor allem, weil der Fokus stärker auf der Handlung und den Intrigen liegt.

Ein atmosphärischer und ungewöhnlicher Fantasyauftakt mit starken Ideen, kleinen Längen und einem packenden Finale, das definitiv neugierig auf Band 2 macht.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Für mich bisher der schwächste Band

The Fallen and the Kiss of Dusk (Crowns of Nyaxia 4)
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Ich habe mich wirklich darauf gefreut, endlich mehr über Mische zu erfahren, denn als Nebenfigur in den vorherigen Büchern habe ich sie geliebt. Leider konnte mich dieses Duett insgesamt nicht so überzeugen ...

Ich habe mich wirklich darauf gefreut, endlich mehr über Mische zu erfahren, denn als Nebenfigur in den vorherigen Büchern habe ich sie geliebt. Leider konnte mich dieses Duett insgesamt nicht so überzeugen wie die vorherigen Teile der Reihe.

Der Einstieg fiel mir tatsächlich ziemlich schwer. Die ersten 30 % fühlten sich für mich etwas chaotisch und langatmig an, sodass ich das Buch immer wieder weglegte. Danach wurde die Handlung aber deutlich spannender. Gerade die Entwicklungen rund um die Götter, den Verrat und die Rache haben eine düstere, intensive Atmosphäre geschaffen, die ich mochte.

Was mir besonders gefallen hat, war das Wiedersehen mit bekannten Figuren aus der Welt von Nyaxia. Insbesondere die Begegnungen mit Raihn und Oraya waren emotional und sind mir richtig ans Herz gegangen. Auch kleine Einblicke in andere Figuren wie Lilith oder Vale fand ich sehr interessant.

Mit Mische und Asar hingegen hatte ich leider meine Schwierigkeiten. Obwohl ihre Beziehung eine zentrale Rolle spielt, konnte ich emotional kaum mit ihnen mitfühlen. Viele der romantischen oder spicy Szenen wirkten für mich eher überflüssig und haben die Geschichte nicht wirklich vorangebracht. Insgesamt fühlten sich beide Figuren für mich leider etwas blass an.

Trotzdem gab es auch Momente, die mir wirklich gefallen haben – besonders gegen Ende. Die zweite Hälfte der Geschichte entwickelt eine viel stärkere Dynamik und das Finale von Mische und Asar war überraschend emotional und sehr schön geschrieben.

Insgesamt war dieses Buch für mich leider eher durchschnittlich, auch wenn ich die Welt rund um Nyaxia weiterhin unglaublich spannend finde. Umso neugieriger bin ich jetzt auf das nächste Duett – besonders nach dem Epilog rund um Septimus.

Ein Abschluss mit starkem Ende, der mich emotional nicht ganz erreichen konnte.

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