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Veröffentlicht am 01.06.2026

Lebensfreude dank Mäuserich

Eine Maus namens Merlin
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Ich gestehe, ich bin gar nicht anfällig für diese Art von cosy Geschichten und bin entsprechend skeptisch an die Lektüre herangetreten.

Helen Cartwright eine 83jährige, mürrische Dame, die eigentlich ...

Ich gestehe, ich bin gar nicht anfällig für diese Art von cosy Geschichten und bin entsprechend skeptisch an die Lektüre herangetreten.

Helen Cartwright eine 83jährige, mürrische Dame, die eigentlich schon mit ihrem Leben abgeschlossen hat, holt sich eines verregneten Abends ein altes Aquarium aus dem Sperrmüll ins Haus und stellt dann fest, dass sie eine kleine Maus mit eingeschleppt hat.

Diese will sie zunächst ganz schnell wieder loswerden, doch töten will sie sie dann doch nicht.

Dieses kleine Wesen bringt sie dazu aus dem Haus zu gehen und Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen, z.b. mit dem Eisenhändler Cecil, der sich mit Mäusefallen auskennt und mit anderen nützlichen Dingen, oder mit der Bibliothekarin, die für sie Bücher mit Mäusewissen heraussucht. Es kommt wie es kommen muss. Die Maus wächst Helen schnell ans Herz, und sie fühlt sich auch gar nicht mehr so einsam mit ihr.

Die Geschichte ist schon ganz zauberhaft, das muss ich zugeben. Zum Glück bleibt die Maus eine ganz normale Maus und fängt nicht an zu sprechen, oder so.

Helen gibt sich große Mühe es sich mit ihrem neuen Haustier nett zu machen. Das ist schon allerliebst beschrieben und gar nicht so unrealistisch. Manchmal plätschert die Geschichte etwas dahin, es passiert nicht viel, ganz genau wie in Helen‘s Leben. Doch dann gibt es eine Wendung, die die alte Dame nochmal richtig fordert.

Keine Spur mehr von Todessehnsucht!

Ich mochte den hoffnungsvollen Ton dieses Textes, den leichten Humor ohne alberne Note und fand das Hörbuch sehr schön eingesprochen von Frauke Poolman.

Mein Fazit:

Ein nettes Buch für zwischendurch, gut geeignet als Seelenwärmer und als Ablenkung vom Alltag.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Mütter und Töchter

Niemands Töchter
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Mutter- Tochterbeziehungen, die Prägung der Töchter und die Frage nach der eigenen Herkunft und Identität, darum geht es in Niemands Töchter. Über mehrere Jahrzehnte lesen wir von Gabriele und Marie, ...

Mutter- Tochterbeziehungen, die Prägung der Töchter und die Frage nach der eigenen Herkunft und Identität, darum geht es in Niemands Töchter. Über mehrere Jahrzehnte lesen wir von Gabriele und Marie, von Isabella und Alma.
Wie die Leben dieser vier Frauen, die sowohl Mütter als auch Töchter sind zusammenhängen wird erst im Laufe der Geschichte offenbart.
Letztendlich wird klar, wie tief dieses Band zur eigenen Mutter in den meisten Fällen ist. Auch wenn es Verletzungen gibt, die zunächst unverzeihlich erscheinen, so ist Vieles doch aus Liebe passiert, um sich selbst und sein Kind zu schützen.
Es gibt ziemlich viele Zeit- und Personensprünge, die gerade beim Hörbuch ein sehr konzentriertes Hören erforderlich machen, um den Faden nicht zu verlieren.
Es lohnt sich aber am Ball zu bleiben, denn es macht Spaß, wie nach und nach ein Puzzleteil nach dem anderen zu einem Gesamtbild wächst.
Ich würde allerdings im Nachhinein eher zum Buch greifen, weil es wahrscheinlich einfacher ist der Geschichte zu folgen und weil das Hörbuch von der Autorin selbst gelesen wird, und mich das Ergebnis nicht vollends überzeugt hat, aber das ist meine ganz subjektive Meinung.
Insgesamt ist diese komplexe Familiengeschichte auf jeden Fall empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Locked Room Thriller auf einsamer schwedischer Schäreninsel

Bachelorette Party
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Schauplatz dieses Thrillers ist eine in malerischer Kulisse liegende schwedische Schäreninsel. Der Junggesellinnenabschied von Anneliese und ihren Freundinnen soll in dem neugebauten Luxus-Yogahotel der ...

Schauplatz dieses Thrillers ist eine in malerischer Kulisse liegende schwedische Schäreninsel. Der Junggesellinnenabschied von Anneliese und ihren Freundinnen soll in dem neugebauten Luxus-Yogahotel der Insel stattfinden, und da sie die ersten Gäste noch vor der offiziellen Eröffnung sind, haben sie den Prachtbau und die gesamte Insel ganz für sich alleine. Nur die Chefin des Hauses, Irene, und ein Koch sorgen sich um ihr Wohlergehen. Handys sind nicht erlaubt, denn hier lebt man Digital Detox.

Ich fand das Setting ist für einen Locked Room Thriller schon mal perfekt vorbereitet.

Was der Leser direkt im Prolog erfährt, aber sicherlich nicht jeder der Partygäste weiß, 10 Jahre zuvor sind auf dieser privaten Insel 4 Frauen verschwunden und nie wieder aufgetaucht.

Rückblicke in diese Zeit werden immer wieder eingestreut, so dass wir auch hier ganz allmählich erfahren, was damals geschehen ist.

Podcasterin Tessa, aus deren Sicht der Gegenwartsstrang erzählt wird, ist zwar eine gute Freundin der Braut Anneliese, hat aber noch ein anderes persönliches Motiv für den Wochenendtrip auf die Insel. Insgesamt haben sich die Freundinnen im Laufe der Jahre etwas aus den Augen verloren, was sie aber nicht daran hindert in bester Stimmung bei Trauzeugin Mikaela‘s vorbereiteten Aktionen und Spielchen mitzumachen.

Die Stimmung kippt, als eine der Frauen verschwindet und irgendetwas nicht zu stimmen scheint.

Es dauert aber über die Hälfte des Buches bis ein bißchen Gänsehautstimmung entsteht und sich die Ereignisse dann auch nicht gerade unblutig zu überschlagen beginnen.

Ich fand es auf jeden Fall unterhaltsam und kurzweilig. Auch die Atmosphäre des Buches hat mir gut gefallen. Es gab für mich allerdings auch ein paar Ungereimtheiten und Logiklücken, und die Auflösung war schon ein bißchen konstruiert. Den Charakteren hätte etwas mehr Tiefe gutgetan.

Insgesamt trotzdem ein empfehlenswerter Lesespaß, wenn auch mit leichten Schwächen.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Eine Drohne namens Elanus

Elanus
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Mit Jona hat sich die Autorin nicht gerade den sympathischsten Protagonisten einfallen lassen, aber das war ganz sicher ihre Absicht. Der 17jährige ist hochbegabt und kommt zumindest am Anfang reichlich ...

Mit Jona hat sich die Autorin nicht gerade den sympathischsten Protagonisten einfallen lassen, aber das war ganz sicher ihre Absicht. Der 17jährige ist hochbegabt und kommt zumindest am Anfang reichlich überheblich rüber, als er gleich am ersten Tag meint dem Professor im Vorlesungssaal demonstrieren zu müssen, wie schlau er ist. Nicht ohne Grund haben seine Eltern darauf bestanden, dass er bei einer Familie unterkommt und erst mit 18 in ein Studentenwohnheim umziehen darf. Seine Sozialkompetenz ist deutlich ausbaufähig.

Auf Zurückweisung reagiert Jona dann auch erwartungsgemäß beleidigt und lässt sich zu einem kindischen Streich hinreißen, der ordentlich nach hinten losgeht. Als genau der Professor bei dessen Vorlesung er gestört hat am nächsten Tag tot ist, hat er ein schlechtes Gewissen und will herausfinden, was passiert ist, denn irgendetwas stimmt mit dieser Uni nicht und mit seiner Gastfamilie auch nicht.

Seine selbstgebaute Drohne Elanus ist ihm bei seiner Recherche eine große Hilfe. Man kann allerdings auch Mädchen damit hinterher spionieren und hat dann plötzlich ein zusätzliches Problem.

Gerade die Verbindung von technischen Neuheiten und spannender Geschichte finde ich immer wieder klasse bei der Autorin.



Auch dieses Jugendbuch war wieder sehr nett und unterhaltsam, so wie ich es von Ursula Poznanski gewohnt bin. Ich hatte eine gut Zeit mit dem Buch, und es war für zwischendurch genau das Richtige.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Coaching oder Umerziehungslager

Einatmen. Ausatmen.
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Marlene Buchholz ist eine erfolgreiche Managerin, die dem Unternehmen schwarze Zahlen beschert, deren Führungstil von ihren Mitarbeitern aber nett formuliert als ausbaufähig beschrieben wird. Dennoch, ...

Marlene Buchholz ist eine erfolgreiche Managerin, die dem Unternehmen schwarze Zahlen beschert, deren Führungstil von ihren Mitarbeitern aber nett formuliert als ausbaufähig beschrieben wird. Dennoch, sie soll demnächst als CEO die Führung des Konzerns übernehmen und wird zur Steigerung ihrer Empathiefähigkeiten auf ein Achtsamkeitsseminar geschickt. Marlene ist alles andere als begeistert, aber was bleibt ihr übrig, sie will die Beförderung unbedingt.

Mit viel Humor und einem locker, leichtem Schreibstil entwickelt Maxim Leo eine Geschichte, deren Ende man zwar ein bisschen vorausahnt, die aber dennoch einige unerwartete Wendungen hat. Es macht einfach Spaß der taffen Managerin bei ihrer Wandlung zu folgen . Der ewig positive Coach Alex kämpft in seinem Inneren dann auch mit Selbstzweifeln und kann die Strategien, die er unterrichtet so gar nicht auf sich selbst anwenden.

Manches Klischee wird gestreift doch das verzeiht man gerne, da die Geschichte äußerst unterhaltsam erzählt wird. Ich hatte das Hörbuch vorliegen, welchen hervorragend von Vera Teltz eingesprochen wurde. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich die Geschichte durchgehört.

Mein Fazit: sehr kurzweilig und unterhaltsam

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