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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2026

Eine unterhaltsame Coming-of-Age-Story mit viel Gefühl.

Prep
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„Prep“ von Curtis Sittenfeld hat mich wirklich gut unterhalten. Ich lese sehr gern Coming-of-Age-Geschichten und dieses Internatssetting mit Einblicken in die Welt der Reichen und Privilegierten fand ich ...

„Prep“ von Curtis Sittenfeld hat mich wirklich gut unterhalten. Ich lese sehr gern Coming-of-Age-Geschichten und dieses Internatssetting mit Einblicken in die Welt der Reichen und Privilegierten fand ich besonders spannend.

Im Mittelpunkt steht Lee Fiora, die mit vierzehn durch ein Stipendium an das Eliteinternat Ault bei Boston kommt. Für sie wirkt das zunächst wie der Eintritt in eine ganz neue, glänzende Welt. Doch ziemlich schnell merkt man, dass dort nicht alles so perfekt ist, wie es von außen scheint. Zwischen reichen Mitschülern und hohen Erwartungen fühlt sich Lee oft fehl am Platz und muss erst einmal ihren eigenen Weg finden.

Was mir gut gefallen hat: Lee ist keine perfekte Hauptfigur. Sie trifft nicht immer die besten Entscheidungen und wirkt manchmal unsicher oder unbeholfen. Trotzdem fand ich es interessant, die Geschichte aus ihrer Perspektive zu erleben. Gerade diese ehrliche, manchmal auch unangenehme Selbstbeobachtung hat die Geschichte für mich sehr authentisch gemacht.

Der Roman begleitet Lee über mehrere Schuljahre hinweg – mit Freundschaften, ersten Gefühlen, Unsicherheiten und dem Wunsch, irgendwo wirklich dazuzugehören. Dabei zeigt das Buch auch sehr gut, dass nicht alles Gold ist, was glänzt und dass Erwartungen im Leben nicht immer so erfüllt werden, wie man es sich vorstellt.

Insgesamt ist „Prep“ ein unterhaltsamer und gleichzeitig nachdenklicher Coming-of-Age-Roman, der einen gut durch die vielen Seiten trägt. Mir hat die Geschichte sehr gefallen und ich mochte besonders, wie ehrlich und realistisch Lees Entwicklung erzählt wird.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Magisch und mitreißend.

Feen der Dämmerung
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Wir durften dieses feenhafte Abenteuer vorab lesen und möchten unseren Eindruck gern teilen. Der Einstieg fiel mir ehrlich gesagt etwas schwer – ich bin nicht sofort in die Geschichte reingekommen und ...

Wir durften dieses feenhafte Abenteuer vorab lesen und möchten unseren Eindruck gern teilen. Der Einstieg fiel mir ehrlich gesagt etwas schwer – ich bin nicht sofort in die Geschichte reingekommen und auch die Hauptfiguren blieben mir anfangs ein wenig fremd. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich das Buch in seinen Bann gezogen.

Die Welt, in die Myra und Rohan hineingezogen werden, ist fantasievoll, bunt und stellenweise auch etwas ungewöhnlich. Gerade diese Mischung aus Magie, Gefahr und kindlichem Humor macht den Reiz der Geschichte aus. Besonders spannend fand ich, wie aus zwei sehr unterschiedlichen Charakteren, die sich anfangs eher gegenseitig auf die Nerven gehen, nach und nach ein Team wird. Diese Entwicklung wirkt glaubwürdig und zeigt schön, wie wichtig Vertrauen und Zusammenhalt sind – vor allem in schwierigen Situationen.

Die Handlung rund um die Rettung von Rohans Schwester bringt zusätzlich Spannung hinein und sorgt dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Auch wenn manche Herausforderungen recht schnell gelöst werden und ich mir hier und da etwas mehr Tiefe gewünscht hätte, bleibt es insgesamt ein unterhaltsames und kurzweiliges Abenteuer.

Der Schreibstil ist angenehm locker und gut verständlich, sodass das Buch sich besonders für jüngere Leser:innen ab etwa 11 Jahren eignet. Gleichzeitig steckt aber auch eine wichtige Botschaft in der Geschichte: Es geht um Freundschaft, Mut, Verantwortung und darum, über sich selbst hinauszuwachsen.

Trotz kleiner Schwächen ist „Feen der Dämmerung“ für mich ein schönes, fantasievolles Leseerlebnis, das vor allem durch seine besondere Welt und die Entwicklung der Figuren überzeugt. Besonders gegen Ende konnte mich die Geschichte nochmal richtig packen.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Zu dritt ist oft einer zu viel.

Spielverderberin
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Spielverderberin ist ein kurzer, aber sehr intensiver Coming-of-Age-Roman, der zeigt, wie kompliziert Freundschaft sein kann – besonders dann, wenn aus zwei plötzlich drei werden. Im Mittelpunkt stehen ...

Spielverderberin ist ein kurzer, aber sehr intensiver Coming-of-Age-Roman, der zeigt, wie kompliziert Freundschaft sein kann – besonders dann, wenn aus zwei plötzlich drei werden. Im Mittelpunkt stehen Sophie, Lotte und Romy, deren Dreierkonstellation von Anfang an aus dem Gleichgewicht gerät. Denn oft gilt: Zu dritt ist oft einer zu viel.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, was die Spannung erhöht, mich persönlich aber auch immer wieder kurz aus dem Lesefluss gerissen hat, weil ich überlegen musste, wo ich mich gerade befinde. Trotzdem hat mich der Roman emotional sehr abgeholt. Der Schreibstil ist angenehm, ruhig und ehrlich, und viele Situationen fühlten sich überraschend vertraut an.

Besonders stark fand ich die Darstellung der zwischenmenschlichen Dynamiken. Neid, Eifersucht, Zweifel, Zorn und Verrat – all diese Gefühle gehören zum Erwachsenwerden dazu und werden hier sehr feinfühlig und glaubwürdig eingefangen. Sophie ist dabei keine perfekte Protagonistin (muss sie auch nicht sein), und gerade ihr fast obsessives Festhalten an der Freundschaft macht sie so glaubwürdig. Ihre Beziehung zu Romy ist kompliziert und schwankt zwischen Bewunderung und innerer Abwehr, zwischen Nähe, Kränkung und leiser Eifersucht. Romy steht zugleich für das Versprechen der Großstadt und hält Sophie schmerzhaft ihre eigene, ganz andere Lebensrealität vor Augen.

Der Roman macht deutlich, dass nicht jede Freundschaft gut für einen ist – und dass man das oft erst viel später erkennt. Gerade dieses leise, unausgesprochene Spannungsfeld macht die Geschichte so wirkungsvoll. Beim Ende hätte ich mir etwas mehr Tiefe und Raum für Emotionen gewünscht, dennoch habe ich meine Lesezeit mit diesem Buch sehr genossen.

Ein stiller, intensiver Roman über Freundschaft, Zugehörigkeit und die schmerzhaften Erkenntnisse des Erwachsenwerdens.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Berührend, ruhig und nachdenklich!

Niemands Töchter
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Niemands Töchter erzählt leise, eindringliche Frauenschicksale und hat mich auf eine ruhige, nachdenkliche Art sehr berührt. Im Mittelpunkt stehen mehrere Frauen und ihre Rollen als Töchter und Mütter ...

Niemands Töchter erzählt leise, eindringliche Frauenschicksale und hat mich auf eine ruhige, nachdenkliche Art sehr berührt. Im Mittelpunkt stehen mehrere Frauen und ihre Rollen als Töchter und Mütter – verbunden durch Herkunft, Verlust, Schweigen und das, was unausgesprochen bleibt.

Der Roman wechselt zwischen verschiedenen Protagonistinnen und Zeitebenen. Das ist grundsätzlich stimmig umgesetzt, kann aber auch fordernd sein, da viele Namen, Lebenswege und Informationen zusammenkommen. Für Leser*innen, die klare, lineare Erzählungen bevorzugen, ist das Buch daher vielleicht nicht ideal. Da es jedoch kein Krimi oder Thriller ist, empfand ich diese Vielschichtigkeit insgesamt als gut aushaltbar.

Besonders gefallen hat mir der ruhige, angenehme Schreibstil. Die Autorin nimmt sich Zeit für Gefühle, innere Konflikte und die leisen Brüche im Leben ihrer Figuren. Es geht weniger um äußere Spannung als um emotionale Tiefe und um die Frage, wie sehr Herkunft und familiäre Prägung unser Leben beeinflussen.

Ein sensibles, nachdenkliches Buch über Frauen, Beziehungen und das Weiterwirken der Vergangenheit. Für mich ein sehr lesenswerter Roman, auch wenn ich mir stellenweise etwas weniger Figuren gewünscht hätte.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Chaotisch, schräg und komplett unvorhersehbar.

Verlorene Schäfchen
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Wo soll ich anfangen… dieses Buch ist wirklich ein kleines Chaos – aber im besten Sinne

Ganz grob: Es geht um die Familie Flynn, bei der einfach nichts rund läuft. Die Eltern stecken mitten in einer Krise ...

Wo soll ich anfangen… dieses Buch ist wirklich ein kleines Chaos – aber im besten Sinne

Ganz grob: Es geht um die Familie Flynn, bei der einfach nichts rund läuft. Die Eltern stecken mitten in einer Krise und die drei Töchter treiben alle auf ihre eigene Art durchs Leben – und irgendwie landet alles in einem ziemlich verrückten Durcheinander.

Ich war direkt am Anfang richtig drin. Der Schreibstil ist mega angenehm – kurze, knackige Sätze, viel Ironie und dieser leicht trockene Humor, den ich total gefeiert hab. Es ist witzig, schräg, teilweise echt absurd, aber genau das macht den Reiz aus.

Was ich besonders mochte: Diese unvorhersehbare Art der Story. Du weißt nie so richtig, was als Nächstes passiert – und genau das hält einen irgendwie dran.

ABER… (kleines Aber!)
Ich fand, dass das Buch am Anfang deutlich stärker war. Da war mehr Tempo, mehr Humor, mehr Dynamik. Ab der Mitte hat es für mich ein bisschen nachgelassen und auch die Ironie wurde weniger. Gegen Ende wurde es teilweise so überdreht, dass es für mich etwas an Realität verloren hat.

Die Töchter fand ich übrigens richtig spannend – da hätte ich mir sogar noch mehr Tiefe gewünscht, weil da echt Potenzial drin steckt.

Fazit:
Eine super unterhaltsame, schräge und etwas andere Story, die definitiv im Kopf bleibt. Man muss diesen speziellen Humor und das Chaos mögen – dann hat man echt Spaß damit. Aber ich glaube, das ist nicht für jeden was.

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