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Kerty

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2026

Nicht genug Tiefe

Im Schatten des Systems - Das Erwachen
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Livia lebt in Lumina. Sie ist eine sogenannte Fehlende. Denn in Lumina tragen alle Bewohner einen Chip, welcher dafür sorgt, dass sie funktionieren. Das ihnen keine Emotionen oder freies Denken im Weg ...

Livia lebt in Lumina. Sie ist eine sogenannte Fehlende. Denn in Lumina tragen alle Bewohner einen Chip, welcher dafür sorgt, dass sie funktionieren. Das ihnen keine Emotionen oder freies Denken im Weg stehen. Das sie ihre Aufgaben erfüllen und keinen Streit beginnen, denn dies hat in der Vergangenheit zum Krieg und der Auslöschung vieler Leben geführt.
Doch Livias Körper reagiert nicht auf den Chip. Dies darf jedoch nicht auffallen, denn Fehlende sind eine Gefahr und werde eliminiert. Für Livia ein Drahtseilakt, bis sie nicht mehr kann.

Der Schreibstil war sehr angenehm. Flüssig und gut zu verstehen.

Zu den Charakteren konnte ich leider keine Bindung aufbauen. Ich wusste zu wenig und dadurch waren sie zu oberflächlich.

Die Story selbst beginnt sehr schnell. Und genau das ist im ganzen Buch so. Es geht einfach viel zu schnell. Man erfährt zwar einiges um die neue Ordnung, aber auch hier bleiben viele Fragen offen. Über die Geschehnisse außerhalb von Lumina erfährt man eindeutig zu wenig. Auch über die Charaktere erfährt man so eben das Nötigste.
Für Livia ändert sich eine ganze Welt und ja sie ist geschockt und geht kurz schmollen, aber dann ist alles gut und sie findet sich in ihre neue Rolle ein. Sie stellt kaum Fragen und findet sich mit allem ab. Das Ende war mir auch einfach ein bisschen zu abgedreht.
Alles in allem war es eine nette Unterhaltung, aber es fehlt stark an einem Worldbuilding und einem Storyaufbau.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Nicht ganz rund, 3,5 Sterne

Lonely Survival
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Es sollte ein großartiger Wettbewerb werden. Sieben Teilnehmer aus der Survival Influencer Szene werden an verschiedenen Stellen in der kanadischen Wildnis ausgesetzt und müssen dort einige Tage auf sich ...

Es sollte ein großartiger Wettbewerb werden. Sieben Teilnehmer aus der Survival Influencer Szene werden an verschiedenen Stellen in der kanadischen Wildnis ausgesetzt und müssen dort einige Tage auf sich gestellt und nur mit dem nötigsten ausgestattet überleben. Teilnehmer sind einige sehr erfahrene Leute, aber auch Teilnehmer, die bislang kaum Berührungspunkte haben. Jeder der Teilnehmer ist mit einer speziellen Brille ausgestattet, die alles aufnimmt und im Notfall ein SOS Signal senden kann.
Doch schnell wird einigen klar, dass dies eine Grenzerfahrung wird.

Der Schreibstil des Buches war sehr angenehm und ich konnte der Story an sich sehr gut folgen. Es wurde nicht mit Fachbegriffen um sich geworfen, so dass wirklich alles verständlich war.

Die Charakter waren sehr unterschiedlich und teilweise wurde richtig schön der Unterschied zwischen dem Menschen und dem Influencer dargestellt. Doch leider war keiner der Charakter so richtig sympathisch. Was auch daran liegt, dass es keinen richtigen Schwerpunkt gab und der Einstieg recht kurz war.

Die Story selbst beginnt mit der Show. Wir tauchen direkt in die Story ein. Die Charakter lernt man Stück für Stück kennen. Es beginnt wirklich sehr gut, wie man sich das auch vorstellt. Jeder wird abgesagt, zeigt seine know how und beginnt mit dem Lagerbau. Sehr befremdlich war, dass scheinbar alle sehr schnell weder ein Problem mit Wasser noch mit Nahrung hatten. Auch hat der Großteil sehr schnell ein passendes Lager gefunden. Über einige Teilnehmer hat man dann deutlich mehr erfahren, als über andere. Gerade die Charaktere, die ich als Sympathiträger gesehen hätte, sind da etwas kurz gekommen.
Und nach der ersten Nacht geht es dann Schlag auf Schlag. Es passiert immer etwas und einfach etwas viel. Das war mir persönlich einfach zu viel des Guten. Ich hatte gar keine Zeit eine Bedrohung wirklich wahrzunehmen. Hier wäre der versprochene Horrorfaktor, das Gruseln und die eine Bedrohung wirklich toll gewesen.
Auch wurde sich stark auf ein Dorf konzentriert. An und für sich war es gelungen, aber im Verhältnis passte es nicht ganz.
Alles in allem war der Gedanke super und Teile auch echt gelungen. Aber ich hatte das Gefühl, es war einfach zu viel gewollt.
Ich habe mich für 3,5 Stern entschieden.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Düster, mit viel Gefühl

Don't Let The Forest In
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Andrew, Thomas und Dove. Ein unschlagbares und außergewöhnliches Trio. Doch zu Beginn des neuen Schuljahres hat sich einiges geändert. Andrew, immer schon ein Sonderling, wird nun noch komischer von allen ...

Andrew, Thomas und Dove. Ein unschlagbares und außergewöhnliches Trio. Doch zu Beginn des neuen Schuljahres hat sich einiges geändert. Andrew, immer schon ein Sonderling, wird nun noch komischer von allen betrachtet, die Kreise um ihn rum noch größer.
Dove scheint sich nur noch auf sie Schule zu konzentrieren und Thomas zieht sich zurück. Nicht nur von Thomas und Dove, sondern auch von seiner Liebe, der Kunst.
Andrew weiss nicht vor und nicht zurück,er fühlt sich allein und hintergangen und so folgt er Thomas heimlich und kann seinen Augen und seinem Verstand nicht trauen.

Der Schreibstil des Buches war gut und fesseld. Wenn mir persönlich auch manchmal ein bisschen zu poetisch und melancholisch.

Die Charakter passen sehr gut zu der Beschreibung. Sie sind seht tiefsinnig, haben viele Schichten. Es war sehr interessant, mehr über sie zu erfahren.

Die Story selbst beginnt mit dem neuen Schuljahr und dem Wiedersehen. Andrew scheint verwirrt und zerbrechlich. Die Geschehnisse sind interessant, auch wenn mir auf den letzten 100 bis 150 Seiten klar war, worauf das ganze hinaus läuft. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, waren viele Feinheiten absolut gelungen.
Allerdings stand die Gefühlswelt von Andrew klar im Vordergrund. Von einem Horrorroman hätte ich mir mehr Gänsehaut, mehr bedrückendes Gefühl gewünscht.
Die Stimmung war düster, aber auf eine andere Art und Weise.
Insgesamt war es ein interessanter und gut gemachtes Buch mit sehr gelungenen Feinheiten. Aber nicht das, was ich erwartet habe.

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Wenn eine Familie viele Geheimnisse hat

Das tödliche Christmas Game
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Endgame House soll einen neuen Besitzer finden, nachdem die alte Besitzerin verstorben ist. Doch wer dies sein soll, entscheidet das Christmas Game. Ein Spiel, welches die Familie bereits kennt, doch war ...

Endgame House soll einen neuen Besitzer finden, nachdem die alte Besitzerin verstorben ist. Doch wer dies sein soll, entscheidet das Christmas Game. Ein Spiel, welches die Familie bereits kennt, doch war der Einsatz nie so hoch.
Zwölf Tage Zeit, im zwölf Schlüssel finden und zwölf Rätsel zu lösen. Die Aufgabe können einzeln oder gemeinsam gelöst werden. Doch eine Person spielt nicht fair.
Lily will das Haus nicht, doch auf sie wartet noch ein ganz anderes Geheimnis im Christmas Game. Ihre Mutter ist vor Jahren aus ihrem Leben verschwunden, doch war es wirklich Selbstmord, wie es damals hieß?

Der Schreibstil war sehr angenehm, aber auch eher ruhig.

Die Charakter sind sehr unterschiedlich und alle eher undurchsichtig. Leider lernt man, mit Ausnahme von Lily, keinen Charakter wirklich gut kennen. Einerseits dient dies dem aufzuklärenden Geheimnis des Buches, andererseits ist es bei den interessanten Charakteren schade.

Die Story selbst ist eher ruhig und langsam. Lily trifft zwar recht zügig in Endgame House ein und auch die Geheimnisse und das Spiel beginnen relativ schnell, dennoch ist alles eher ruhig gehalten.
Obwohl die Suche und die Rätsel viel Spannung in Aussicht stellen, bleibt es auch hier eher ruhig und der Fokus wirs geteilt. Es geht zwar um das Spiel ums Haus, aber Lily und ihre Probleme, ihre Vergangenheit nehmen einen sehr großen Raum ein. Dies ist zwar für die Story wichtig, aber es nimmt der Story auch stark den Wind aus den Segeln.
Die Auflösung war größtenteils zu erahnen und war daher leider keine Überraschung. Alles in allem hätte das Buch in Punkto Spannung sehr viel Potential gehabt, welches nicht genutzt wurde. Dazu ein Ende welches etwas wild daher kam.
Ich habe mich für 3 Sterne entschieden, da das Buch unterhaltsam, aber einfach zu ruhig.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Interessant, aber leider nicht spannend

Die Kammer
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Sättigungstaucher ist nicht einfach ein Job, es ist eine Einstellung. Man muss sich bewusst für den Job entscheiden, wissen, was auf einen zukommt und sich für dieses Leben entscheiden. So geht es sechs ...

Sättigungstaucher ist nicht einfach ein Job, es ist eine Einstellung. Man muss sich bewusst für den Job entscheiden, wissen, was auf einen zukommt und sich für dieses Leben entscheiden. So geht es sechs Sättigungstauchern, unter Ihnen Ellen. Eine Frau, eine absolute Seltenheit in diesem Job. Gemeinsam sind die sechs in einer kleinen Kammer eingesperrt. Machen ihren Job unter schweren Bedingungen, bis das undenkbar passiert und einer von Ihnen ums Leben kommt. Erst nach einer Dekompression darf die Kammer wieder geöffnet werden. Doch in diesen Tagen kann viel passieren.

Der Schreibstil war angenehm, wenn auch sehr detailliert. Da das Buch oft sehr fachlich ist, ist es nicht Mal eben gelesen. Aber der Autor versucht es einem schön möglichst gut zu erklären.

Die Charakter lernt man nach und nach besser kennen. In dieser Kammer geben sie immer mehr von sich preis und lernt weiss man über das erste Opfer nachher fast nichts, während man von anderen schon einiges versteht. Besonders die Beweggründe.

Die Story selbst ist teilweise wirklich etwas zu detailliert. Sowas ist war Grundsätzlich nicht schlecht, aber hier war es etwas viel. Zudem wurden manche Routinen immer und immer wiederholt. Nachher wurde deutlich warum, dennoch streckt es die Story schon ganz schön. Insgesamt lernt man viel über die Situation und den Job. Es ist wirklich interessant, aber leider nicht spannend. Die Inneren Konflikte nehmen einen so großen Raum ein, dass das eigentliche Problem immer wieder in den Hintergrund rückt. Der Tod selbst nimmt einen kleinen Raum ein, im Vordergrund stehen die Taucher. Ihr Umgang mit der Situation, ihr innerer Kamp.
Alles in allem ist es ein sehr interessantes Buch. Aber mir fehlt das Bedrohliche, das Spannende. Die Auflösung war zu erahnen, ist aber dennoch gelungen. Nur leider ändert das nichts an dem Gesamteindruck. Wer jedoch viel Input wünscht, ist hier definitiv richtig.

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