Bewegend, aber auch schwere Kost
33 Place BrugmannEin Haus in Belgien und seine Bewohner im Wandel von Zeit, Kultur, Sozialstruktur. In Besatzung und Krieg. Das ist ein spannender und nahbar gewählter Erzählansatz, da die Bewohner sehr unterschiedlich ...
Ein Haus in Belgien und seine Bewohner im Wandel von Zeit, Kultur, Sozialstruktur. In Besatzung und Krieg. Das ist ein spannender und nahbar gewählter Erzählansatz, da die Bewohner sehr unterschiedlich aufgestellt sind und von verschiedenen Schicksalen ereilt werden. So bekommt man einen interessanten Blick auf das Leben in Brüssel unter Besatzung und Krieg.
Es fiel mir nicht so richtig leicht, mich auf diese Geschichte einzulassen, es gibt viele Figuren und Schicksale, nicht alle davon sympathisch oder tatsächlich ansprechend. Da gab es die mit denen ich mitgefiebert habe, wie zB die Raphaels und Charlotte, Figuren um die es mir einfach leidtat wie Masha, solche wo ich die Augen verdreht habe wie Mme Hobert oder den Colonel und solche, wo ich nicht so richtig mit warm geworden bin wie Francois.
ich fand die Geschichte fast ein bisschen übervoll. Ich wäre gerne an einigen Stellen noch verweilt. Dabei waren die einzelnen Kapitellängen durchaus gut gewählt, aber eben weil ich nicht alle Perspektiven unbedingt interessant fand, kam es mir zeitweise anstrengend vor, den einzelnen Handlungssträngen zu folgen.
Das Thema ist natürlich emotional sehr aufgeladen und ergreifend geschildert, aber eben auch keine leichte Kost und so war das für mich kein Buch, das man mal eben so nebenbei liest. ich musste mich schon konzentrieren um folgen zu können.