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Veröffentlicht am 19.04.2026

Drei Frauen und die Schatten der Vergangenheit

Ein guter Blick fürs Böse
1

Die Geschichte von „Ein guter Blick fürs Böse“ von hat mich mit einer ungewöhnlichen und zugleich beklemmenden Ausgangssituation konfrontiert. Im Mittelpunkt stehen die drei Freundinnen Margo, Bev und ...

Die Geschichte von „Ein guter Blick fürs Böse“ von hat mich mit einer ungewöhnlichen und zugleich beklemmenden Ausgangssituation konfrontiert. Im Mittelpunkt stehen die drei Freundinnen Margo, Bev und Elsie, deren Leben aus den Fugen geraten ist, seit ihre Ehemänner als Serienmörder entlarvt wurden. Jahre später werden erneut Frauen brutal ermordet, und die drei beschließen, selbst aktiv zu werden und den Täter zu finden. Dabei wird ausgerechnet ihre Vergangenheit – ihr enger Kontakt zum Bösen – zu ihrer größten Stärke.

Zu Beginn fiel es mir nicht leicht, in die Handlung hineinzufinden. Die Perspektivwechsel zwischen Margo, Bev und Elsie waren teilweise verwirrend, sodass ich oft kurz überlegen musste, wessen Geschichte ich gerade verfolge. Das hat meinen Lesefluss etwas gebremst. Mit der Zeit wurde es jedoch besser, und ich konnte mich zunehmend auf die einzelnen Figuren einlassen.

Was mir besonders gefallen hat, ist die psychologische Tiefe der Geschichte. Die Frage, wie nah man dem Bösen sein kann, ohne es zu erkennen, zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Ich konnte gut nachvollziehen, warum die drei Frauen nicht einfach mit ihrer Vergangenheit abschließen, sondern den Drang verspüren, die neuen Morde aufzuklären. Ihre Motivation wirkt glaubwürdig und verleiht der Handlung eine starke emotionale Komponente.

Die Spannung baut sich eher langsam auf, gewinnt aber im Verlauf deutlich an Intensität. Es ist weniger eine Geschichte mit durchgehender Hochspannung, sondern vielmehr eine Mischung aus Charakterstudie und Kriminalgeschichte. Besonders berührend fand ich die inneren Konflikte der Protagonistinnen – Schuld, Zweifel und der Wunsch nach Kontrolle über ihr eigenes Leben.

Die Charaktere selbst sind vielschichtig und interessant, auch wenn es anfangs schwierig war, sie auseinanderzuhalten. Mit der Zeit entwickeln sie jedoch klare Profile, und ich konnte ihre Entscheidungen und Beweggründe gut nachvollziehen.

Aus dem Buch habe ich vor allem mitgenommen, dass Menschen oft nur das sehen, was sie sehen wollen – und dass das Böse nicht immer offensichtlich ist. Gleichzeitig zeigt die Geschichte, wie aus einer belastenden Vergangenheit auch Stärke entstehen kann.

Ich würde das Buch vor allem Leserinnen und Lesern empfehlen, die sich für psychologisch geprägte Geschichten interessieren und Geduld mitbringen, sich in eine komplex erzählte Geschichte einzuarbeiten. Wer actionreiche Spannung von der ersten Seite an erwartet, könnte hier weniger auf seine Kosten kommen – wer jedoch Wert auf Tiefe und Charakterentwicklung legt, wird durchaus belohnt.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

A Winter Romance ohne winterlichen Flair

Kiss me in Paris
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Kiss me in Paris wird wie am Cover ersichtlich als Winter-Romanze bezeichnet, jedoch hat man beim lesen nicht das Gefühl, dass es sich in einer winterlichen Atmosphäre abspielt. In der Geschichte fehlt ...

Kiss me in Paris wird wie am Cover ersichtlich als Winter-Romanze bezeichnet, jedoch hat man beim lesen nicht das Gefühl, dass es sich in einer winterlichen Atmosphäre abspielt. In der Geschichte fehlt leider der winterliche Flair beschrieben und somit wirkt die Geschichte relativ neutral.

Serena fliegt nach Paris, wo sie eigentlich ihre Schwester besuchen will, aber diese verreist mit ihrem neuen Freund. Somit kommt sie in einem Wohnheim bei Jean-Luc, dem Freund von Serenas Schwester, unter. Der eigentliche Plan, warum Serena nach Paris geflogen ist, war der, dass die beiden Schwestern gemeinsam mit ihrer Mutter die Orte in Paris besuchen wollten, welche die Mutter mit dem Vater in früheren Jahren gemeinsam besucht haben. Damit wieder Erinnerungen geschaffen werden, um den Vater nicht zu vergessen.

Der eigentliche Plan wurde somit auf den Kopf gestellt und somit war sie besessen, die Orte alleine zu besuchen. Jean-Luc hat sich Serena angeschlossen und ihr somit die Orte, welche sie auf ihrer Liste stehen hatte , gezeigt. Beim lesen hatte man des Öfteren das Gefühl, dass es nur rein Stress war und kein genießen der Orte in Paris.

Für mich ist das Cover ein absoluter Hingucker, jedoch hat mich die Geschichte nicht wirklich gefesselt.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

A Winter Romance ohne winterlichen Flair

Kiss me in Paris
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Kiss me in Paris wird wie am Cover ersichtlich als Winter-Romanze bezeichnet, jedoch hat man beim lesen nicht das Gefühl, dass es sich in einer winterlichen Atmosphäre abspielt. In der Geschichte fehlt ...

Kiss me in Paris wird wie am Cover ersichtlich als Winter-Romanze bezeichnet, jedoch hat man beim lesen nicht das Gefühl, dass es sich in einer winterlichen Atmosphäre abspielt. In der Geschichte fehlt leider der winterliche Flair beschrieben und somit wirkt die Geschichte relativ neutral.

Serena fliegt nach Paris, wo sie eigentlich ihre Schwester besuchen will, aber diese verreist mit ihrem neuen Freund. Somit kommt sie in einem Wohnheim bei Jean-Luc, dem Freund von Serenas Schwester, unter. Der eigentliche Plan, warum Serena nach Paris geflogen ist, war der, dass die beiden Schwestern gemeinsam mit ihrer Mutter die Orte in Paris besuchen wollten, welche die Mutter mit dem Vater in früheren Jahren gemeinsam besucht haben. Damit wieder Erinnerungen geschaffen werden, um den Vater nicht zu vergessen.

Der eigentliche Plan wurde somit auf den Kopf gestellt und somit war sie besessen, die Orte alleine zu besuchen. Jean-Luc hat sich Serena angeschlossen und ihr somit die Orte, welche sie auf ihrer Liste stehen hatte , gezeigt. Beim lesen hatte man des Öfteren das Gefühl, dass es nur rein Stress war und kein genießen der Orte in Paris.

Für mich ist das Cover ein absoluter Hingucker, jedoch hat mich die Geschichte nicht wirklich gefesselt.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Zwischen Verlust, Vertrauen und Neuanfang

Flockenwirbel in den Highlands
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In diesem Band der Reihe begleiten wir Neil Morrison, einen ehemaligen Soldaten, der nach einem schweren Verlust nicht nur sein Bein, sondern auch sein Selbstvertrauen und seinen Lebensmut eingebüßt hat. ...

In diesem Band der Reihe begleiten wir Neil Morrison, einen ehemaligen Soldaten, der nach einem schweren Verlust nicht nur sein Bein, sondern auch sein Selbstvertrauen und seinen Lebensmut eingebüßt hat. Zurückgezogen lebt er in einem abgelegenen Cottage in den schottischen Highlands, bis Rhona MacLeod, eine Architektin in sein Leben tritt, die sein Haus barrierefrei umbauen soll – und dabei langsam auch seine Schutzmauern ins Wanken bringt. Als eine Flut das Glen bedroht, müssen beide gemeinsam mit den Bewohnern der Highlands Verantwortung übernehmen und über sich hinauswachsen.

Besonders gut gefallen hat mir die Rettungsszene während der Flut. Der Moment, in dem Neil lernen muss, Kontrolle abzugeben und sich einzugestehen, dass er nicht mehr alles allein schaffen kann, war sehr berührend und authentisch dargestellt. Das Zusammenspiel zwischen Neil, Rhona und den anderen Dorfbewohnern hat mir ebenfalls gefallen – niemand stellt Anweisungen infrage, jeder packt mit an, und Neil erkennt am Ende, dass Verantwortung teilen keine Schwäche ist. Auch die Einbindung der bekannten Charaktere aus den vorherigen Bänden empfand ich als sehr gelungen. Die Highlands wirken dadurch wie eine eingeschworene kleine Familie, auf die man sich jederzeit verlassen kann. Besonders mochte ich außerdem, dass Rhona Neil immer wieder Kontra gibt, wenn er sich selbst kleinmacht, und ihm zeigt, was sie in ihm sieht.

Was mir jedoch gefehlt hat, war etwas mehr emotionale Tiefe zwischen Neil und Rhona. Ihre Beziehung entwickelte sich für mich zu schnell, und ich hätte mir gewünscht, genauer zu erfahren, was Rhona konkret an Neil liebt und warum sie sich eine gemeinsame Zukunft mit ihm vorstellen kann. Insgesamt konnte mich dieser Band leider nicht ganz so fesseln wie die vorherigen Teile der Reihe. Spannung und emotionales Mitfiebern blieben für mich etwas auf der Strecke.

Die Charaktere mochte ich dennoch sehr. Neils innere Zerrissenheit und sein Kampf mit dem Verlust seiner Selbstständigkeit waren gut nachvollziehbar, gerade vor dem Hintergrund seiner militärischen Vergangenheit und der Entscheidung, die er bis heute bereut. In ihn konnte ich mich gut hineinversetzen. Rhona war mir sympathisch, allerdings hätte ich mir mehr Hintergrund und Tiefe zu ihrer Person gewünscht.

Alles in allem ist es eine schöne, ruhige Geschichte für zwischendurch, die wichtige Themen wie Vertrauen, Loslassen und Gemeinschaft aufgreift. Auch wenn mich dieser Band emotional nicht so stark berührt hat wie die vorherigen, würde ich ihn dennoch empfehlen, die die Reihe bereits kennen und die familiäre Atmosphäre der Highlands schätzen.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Lügen & Freundschaft

So schöne Lügen
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Mir ist das Cover sofort in die Augen gesprungen. Wem fällt denn nicht die tolle Farbkombination mit Schwarz und Gold ins Auge? Nachdem ich mir den Klappentext durchgelesen habe, dachte ich mir – dieses ...

Mir ist das Cover sofort in die Augen gesprungen. Wem fällt denn nicht die tolle Farbkombination mit Schwarz und Gold ins Auge? Nachdem ich mir den Klappentext durchgelesen habe, dachte ich mir – dieses Buch hört sich interessant an.

Lavinia ist in meinen Augen ein junges Mädchen, welches immer in Bewegung sein muss damit ja keine Langeweile in ihr Leben kommt. Sie muss immer etwas Spannendes machen oder einen Adrenalin-Kick erleben. Sie braucht von anderen Menschen die Bestätigung, dass sie ihre Sachen gut macht sonst lässt sie einen kurzfristig links liegen bzw. ist sehr schnell eingeschnappt.

Louise ist jemand, die sich ihr ganzes Leben schon irgendwie durchschlägt um über die Runden zu kommen. Sie ist ein einfaches Mädchen, welches ein einfaches Leben führen möchte. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie Lavinia kennenlernt.

Der Schreibstil war für mich persönlich echt mühsam. Manchmal hab ich mich echt zwingen müssen, weiterzulesen. Ich musste schon bei den ersten Seiten feststellen, dass dieses Buch nicht zu meinen Lieblingsbüchern zählen wird. Das Buch zeigt jedoch ganz gut, was das Geld mit der Menschheit anstellt und wie weit man für gewisse Dinge geht. Jedoch sollte sich jeder sein eigenes Urteil über dieses Buch bilden.

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