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Veröffentlicht am 20.04.2026

Charmanter historischer Kriminalroman

Fräulein Renée und das kartografische Komplott
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Der junge Dichter Caspar Schütze tritt eine Stelle als Chronist bei der siebzehnjährigen Renée Graf an. Ihre Regeln sind klar: Sie hat das Kommando, Abenteuer gehen vor Vernunft, und Tradition ist kein ...

Der junge Dichter Caspar Schütze tritt eine Stelle als Chronist bei der siebzehnjährigen Renée Graf an. Ihre Regeln sind klar: Sie hat das Kommando, Abenteuer gehen vor Vernunft, und Tradition ist kein Argument. Kaum ist die ungewöhnliche Zusammenarbeit besiegelt, stolpern die beiden über eine Leiche in einem abgelegenen Forsthaus. Die Ermittlungen führen sie bald zur ehrwürdigen Geographischen Gesellschaft Württemberg und mitten hinein in ein Netz aus Machtstreben, wissenschaftlichen Ambitionen und moralischen Grauzonen.

Fräulein Renée und das kartografische Komplott ist ein unterhaltsamer historischer Kriminalroman mit einem ebenso ungewöhnlichen wie sympathischen Ermittlerduo.

Renée ist klug, eigenwillig und ausgesprochen abenteuerlustig. Mit erfrischender Selbstverständlichkeit widersetzt sie sich den gesellschaftlichen Erwartungen ihrer Zeit, was gleichermaßen unterhaltsam wie erfrischend wirkt. Leidenschaftlich stürzt sie sich in die Ermittlungen und ihre selbst aufgestellten Regeln verleihen dem Geschehen eine angenehme Unberechenbarkeit. Auch ihre Schwärmerei für Lisbeth Kaufmann ist ebenso liebenswert wie unangepasst und wird sensibel sowie ganz ohne Klischees erzählt.

Caspar bildet mit seiner Aromantik und seiner ruhigen Art den idealen Gegenpol. Als Chronist bleibt er häufig beobachtend und reflektierend, oft auch etwas zögerlich. Sein Hang zur Poesie und der Wunsch, dem engen Elternhaus zu entkommen, machen ihn greifbar und sympathisch. Die Dynamik zwischen den beiden sowie ihre pointierten Wortgefechte sorgen immer wieder für humorvolle, aber auch nachdenkliche Momente. Auch die Nebenfiguren sind interessant und liebevoll gezeichnet, sodass man sich stellenweise etwas mehr Raum für sie gewünscht hätte.

Der Kriminalfall beginnt klassisch mit einer Leiche in einem abgelegenen Forsthaus und führt bald zur Geographischen Gesellschaft Württemberg. Besonders gelungen ist die Verbindung von Kartografie, Wissenschaft und politischem Einfluss, die dem Komplott eine originelle und zugleich realistische Note verleiht. Die Atmosphäre des frühen 20. Jahrhunderts ist sorgfältig recherchiert und lebendig eingefangen. Mitunter verliert sich der Roman etwas in ausführlichen Beschreibungen und Gedanken, während die eigentliche Ermittlungsarbeit zeitweise in den Hintergrund rückt. Die schlüssige Auflösung und die thematische Vielschichtigkeit gleichen dies jedoch gut aus.

Alles in allem ist Fräulein Renée und das kartografische Komplott ein charmanter historischer Krimi mit einem außergewöhnlichen Ermittlerduo, feinem Humor und einem klug konstruierten Fall. Ein Lesevergnügen für alle, die historische Settings, Abenteuer und eigenwillige Figuren mögen.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein rundum gelungenes Finale

Foxfighter - Rivalen des Waldes
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Silberfuchs Finn hat den Schattenwolf besiegt, doch die Gefahr ist noch lange nicht gebannt. Kralle, der Verräter, sammelt bereits neue Schatten um sich und plant, die dunklen Waldgeister zu befreien, ...

Silberfuchs Finn hat den Schattenwolf besiegt, doch die Gefahr ist noch lange nicht gebannt. Kralle, der Verräter, sammelt bereits neue Schatten um sich und plant, die dunklen Waldgeister zu befreien, um mit ihrer Hilfe über den Wald zu herrschen. Die einzige Hoffnung liegt nun in einer Allianz der zerstrittenen Fuchsfamilien. Doch können alte Rivalitäten wirklich überwunden werden? Und wird Finn in der Lage sein, seine besondere Gabe rechtzeitig zu meistern, um den Wald zu retten?

Foxfighter – Rivalen des Waldes ist der zweite und abschließende Band der abenteuerlichen Tier-Fantasy-Reihe. Die Handlung knüpft nahtlos an die Ereignisse des Auftakts an. Finn hat inzwischen seinen Platz bei den Nachtpfoten gefunden, doch der Verrat durch Kralle lastet noch immer schwer auf ihm. Dessen Plan, die dunklen Waldgeister zu entfesseln, bedroht den gesamten Wald. Eine Allianz der verfeindeten Fuchsfamilien scheint die einzige Chance im Kampf gegen die Schatten zu sein, doch die Fronten sind verhärtet und das Misstrauen sitzt tief.

Themen wie Zusammenhalt, Verantwortung und Mut ziehen sich konsequent durch die Geschichte, wobei der zweite Band deutlich mehr Grautöne zulässt. Loyalität, Zweifel und alte Feindschaften sorgen für moralische Spannungen und nicht immer lassen sich Gut und Böse eindeutig voneinander trennen. Finns innere Konflikte zwischen Angst, Pflichtgefühl und wachsendem Mut sind glaubwürdig dargestellt und machen ihn zu einer sympathischen Identifikationsfigur. Er vermisst seine Familie, ringt mit seiner Gabe und ist entschlossen, sein neues Zuhause um jeden Preis zu beschützen.

Der heimliche Star der Geschichte bleibt jedoch Igel Stachel, der sich als Meisterspion entpuppt und die mitunter düstere Handlung immer wieder auflockert. Doch auch Fabelfells Entwicklung berührt und mit Streuner Solo tritt eine neue und spannende Figur auf den Plan. Während Stachel für Leichtigkeit sorgt, stellt sich Fabelfell mutig neuen Herausforderungen und Robin beweist einmal mehr, dass auf ihn Verlass ist, wenn es darauf ankommt.

Dank Akram El-Bahays bildhafter Sprache wirkt der Wald lebendig, geheimnisvoll und stellenweise unheimlich. Licht und Dunkelheit liegen dicht beieinander und die allgegenwärtige Bedrohung durch die Schatten erzeugt von Beginn an eine dichte, düstere Spannung. Die Tierfiguren sind klar charakterisiert, ohne dabei zu stark vermenschlicht zu wirken und entwickeln sich im Verlauf der Geschichte spürbar weiter, was der Handlung zusätzliche Tiefe verleiht.

Insgesamt ist Foxfighter – Rivalen des Waldes eine fantasievolle Fortsetzung, die sowohl die Handlung als auch die emotionale Entwicklung der Figuren konsequent vertieft und die Geschichte um Silberfuchs Finn zu einem rundum gelungenen Abschluss bringt.

Ein spannendes Fantasy-Abenteuer mit Herz und Tiefgang und nicht zuletzt dank der liebgewonnenen Charaktere ein echtes Lesevergnügen.

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  • Fantasie
Veröffentlicht am 22.02.2026

Zwischen Alltagsleben und Größenfantasie

Kalk
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Kalk, Mitte fünfzig und beflissener Mitarbeiter in einem Elektrofachgeschäft, muss der Lethargie des Alltags entfliehen. Um Abstand zu gewinnen, reist er nach Kijkduin in den Niederlanden, wo er als Kind ...

Kalk, Mitte fünfzig und beflissener Mitarbeiter in einem Elektrofachgeschäft, muss der Lethargie des Alltags entfliehen. Um Abstand zu gewinnen, reist er nach Kijkduin in den Niederlanden, wo er als Kind unbeschwerte Sommer verbrachte. Vielleicht, so hofft er, lässt sich dort ein Stück seines früheren Selbst wiederfinden. Als er ein Kind vor dem Ertrinken rettet, erwacht in ihm sein längst vergessenes Selbstbewusstsein, doch schnell verliert sich Kalk in der Fülle der Möglichkeiten, die sein gesteigertes Ego mit sich bringt und letztlich holt ihn nicht nur die eigene Vergangenheit ein, sondern er lädt auch eine Schuld auf sich, die sich nicht einfach verdrängen lässt....

Kalk ist eine bitterböse und zugleich tragikomische Studie über Männlichkeit, Selbsttäuschung und die Sehnsucht nach Bedeutung. Kalks Leben ist geprägt von Routine, Resignation und innerer Leere. Die Flucht ins niederländische Kijkduin erscheint wie ein letzter Versuch, an eine unbeschwerte Version seiner selbst anzuknüpfen. Als Kalk ein Kind vor dem Ertrinken rettet, fühlt er sich gesehen, gebraucht und bewundert. Doch genau hier beginnt Bernemanns präzise Demontage seines Protagonisten. Kalks neu entdecktes Selbstbewusstsein kippt rasch in Hybris und er verliert sich in der Rolle, die er so lange vermisst hat.

Der Roman zeigt eindringlich, wie dünn die Schicht aus Selbstkontrolle und gesellschaftlicher Anpassung ist, unter der sich Frust, Kränkung und verdrängte Aggression stauen. Bernemann seziert mit scharfem Blick und ohne zu urteilen das Innenleben eines Mannes, der sich selbst längst verloren hat und für einen kurzen Moment wiederzufinden glaubt und lässt das Geschehen so beiläufig eskalieren, daß man am Ende sprachlos zurückbleibt.

Alles in allem eine kluge, scharf beobachtete und unbequeme Gesellschaftsstudie, die zeigt, wie leise und unaufhaltsam ein Leben aus den Fugen geraten kann. Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Ein märchenhaftes Abenteuer voller Herz und Humor

Gwin und das Herz des Drachen (Band 1)
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Um der Obhut ihrer unsympathischen Tante zu entkommen, läuft Gwin von zu Hause weg. Ohne Plan irrt sie ziellos umher, bis sie einem Kater begegnet, der sie in Madame Manous Zauberladen einlädt. Neben dem ...

Um der Obhut ihrer unsympathischen Tante zu entkommen, läuft Gwin von zu Hause weg. Ohne Plan irrt sie ziellos umher, bis sie einem Kater begegnet, der sie in Madame Manous Zauberladen einlädt. Neben dem äußerst unhöflichen sprechenden Kater begegnet Gwin dort nicht nur einer sehr sympathischen Hexe und allerhand fantastischer Wesen, sondern ist auch umgeben von jeder Menge Magie. Als Gwin den Drachen Jun verbotenerweise aus einer Bilderrolle befreit, ist dies der Beginn eines gefährlichen Abenteuers ...
„Gwin und das Herz des Drachen” ist eine märchenhafte und fantasievolle Geschichte voller Herz und Humor. Der Zauberladen ist ein magischer Ort zum Wohlfühlen, voller liebevoll gezeichneter Figuren, origineller Eigenheiten und einer leicht skurrilen Atmosphäre. Es gibt unglaublich viel zu entdecken und zu bestaunen und die Charaktere wachsen einem schnell ans Herz. Gwin ist ein liebenswertes und hilfsbereites Mädchen, dem man von Herzen ein liebevolles Zuhause ohne ständig herumreisende Eltern und eine schreckliche Tante wünscht. Im Zauberladen fühlt sie sich sichtlich wohl, kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus und darf sich ausprobieren und Fehler machen. Zumindest bis sie sich mit einem Drachen anfreundet. Denn in Verena Maiers magischer Welt sind Drachen keine erhabenen Geschöpfe, sondern herzlose und hinterhältige Wesen, mit denen jeglicher Kontakt verboten ist. Doch Gwin vertraut auf ihr Bauchgefühl und ist fest entschlossen, für Jun ein passendes Zuhause zu finden.
Ein fantastisches Leseabenteuer voller Spannung und Magie, das dazu anregt, die Welt mit offenen Augen zu sehen und auf seine Intuition zu vertrauen und zeigt, wie wichtig es ist, einen Ort zu haben, an dem man sich wohlfühlt, und Freunde, die einen unterstützen. Zauberhaft illustriert von Indiana Acosta und nicht nur für junge LeserInnen sehr lesenswert.

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Ein fantastisches Leseabenteuer

Foxfighter - Angriff des Schattens (Band 1)
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Fuchs Finn ist bei Menschen aufgewachsen, doch eines Tages wird er ausgewildert und muss sich plötzlich ganz allein im Wald zurechtfinden. Als er die Füchsin Fabelfell vor einem unheimlichen Schattenwesen ...

Fuchs Finn ist bei Menschen aufgewachsen, doch eines Tages wird er ausgewildert und muss sich plötzlich ganz allein im Wald zurechtfinden. Als er die Füchsin Fabelfell vor einem unheimlichen Schattenwesen rettet, wird er in ihr Rudel aufgenommen, doch Finn findet nicht nur neue Freunde, sondern erregt mit seinem silbrig schimmernden Fell auch viel Misstrauen.
Foxfighter ist eine fantasievolle und spannende Geschichte über einen außergewöhnlichen Fuchs. Finn muss lernen, für sich selbst zu sorgen, seinen Fähigkeiten zu vertrauen und sich in eine Tiergemeinschaft einzufügen. Es geht um Mut, Vertrauen, Selbstfindung und Freundschaft, verwoben mit einer Tierfantasy voller Geheimnisse und Gefahren. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und allesamt einzigartig, allen voran der wohl selbstbewussteste Igel der Welt, dem die Leserherzen in Scharen zufliegen werden.
Ein spannendes und unterhaltsames Abenteuer, lebendig erzählt mit leisem Humor und voller fantastischer Ideen. Ein Leseerlebnis, das nicht nur die Zielgruppe begeistern wird.

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