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Veröffentlicht am 31.05.2026

12 Sommer voller Sehnsucht

Kein Sommer ohne August
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Lucy Astners "Kein Sommer ohne August" war für mich ein wirklich intensives Leseerlebnis. Selten hat mich die emotionale Atmosphäre zwischen zwei Figuren so sehr gepackt wie hier. Die Geschichte von Charlie ...

Lucy Astners "Kein Sommer ohne August" war für mich ein wirklich intensives Leseerlebnis. Selten hat mich die emotionale Atmosphäre zwischen zwei Figuren so sehr gepackt wie hier. Die Geschichte von Charlie und August hat mich von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen. Eine bittersüße Liebesgeschichte voller Sehnsucht, verpasster Chancen, tragischer Momente sowie kleiner und großer Gefühle.

Besonders gelungen fand ich die Erzählstruktur. Die Kapitel wechseln zwischen der Gegenwart und den vergangenen elf Sommern, in denen sich die beiden Hauptfiguren August und Charlie kennenlernen und Jahr für Jahr enger zusammenwachsen. August lebt in New York und verbringt die Sommer bei seiner Großmutter in Liberty Beach, wo diese eine Buchhandlung besitzt. Charlie lebt im Ort und kommt im Gegensatz zu August aus sozial schwächeren Verhältnissen mit einer alleinerziehenden Mutter, die selbst einige Schwierigkeiten hat, sich im Leben zurechtzufinden. Die erste Begegnung zwischen Charlie und August beginnt denkbar ungewöhnlich: Als Charlie versucht, ein Buch zu stehlen, bemerkt sie August, erschrickt, lässt das Buch fallen und flüchtet aus dem Laden dessen Großmutter. Im Nachgang entwickelt sich eine Freundschaft, bei der schnell deutlich wird, dass zwischen den beiden weit mehr als nur Freundschaft entsteht.

Doch zahlreiche Schicksalsschläge und die persönlichen Prägungen der Figuren sorgen immer wieder für Distanz. Vor allem Charlie steht sich oft selbst im Weg. Ihre Angst davor, verletzt zu werden, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte und verhindert lange Zeit, dass sie wirklich glücklich werden kann. Während des Lesens war ich häufig wütend auf ihre Entscheidungen und hätte sie am liebsten geschüttelt. Gleichzeitig konnte ich ihre Unsicherheiten und die Auswirkungen ihrer schwierigen Beziehung zu ihrer Mutter nachvollziehen. Ebenso sehr habe ich mit August gelitten, dessen Geduld und Gefühle immer wieder auf die Probe gestellt werden. Manche Situationen der Vergangenheit haben mich von der Atmosphäre und Charlies Lebenssituation her entfernt an "Der Gesang der Flusskrebse" erinnert.

In der Gegenwart kehrt Charlie nach Jahren der Abwesenheit nach Liberty Beach zurück, nachdem sie erfährt, dass sie die Buchhandlung von Augusts Großmutter geerbt hat. Dieser Handlungsstrang war interessant, hätte für meinen Geschmack aber noch etwas mehr Tiefe vertragen können. Generell haben mir die Rückblicke besser gefallen, weil die Autorin die Vergangenheit nicht einfach abhandelt, sondern Stück für Stück neue Informationen offenbart und die Sehnsucht der Figuren nacheinander mich nur so durch die Zeilen zog.

Die authentische Wandlung der Charaktere hat mir ebenfalls sehr gefallen. Die Geschichte besitzt eine angenehme emotionale Tiefe und fühlte sich für mich erwachsener an als viele klassische Young- oder New-Adult-Romances. Gleichzeitig hätte ich mir stellenweise sogar noch etwas mehr Tiefgang gewünscht, insbesondere in den Kapiteln der Gegenwart.

Trotz vieler tragischer und teilweise schwer zu verdauender Momente konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Ich habe jede Emotion mitgefühlt, war traurig, frustriert, hoffnungsvoll und erleichtert. Auch wenn das Ende für mich letztlich vorhersehbar war, blieb der Weg dorthin spannend, weil Gefühle, Konflikte und Beziehungen lange Zeit undurchsichtig blieben.

Positiv hervorheben möchte ich außerdem die romantischen Szenen. Es gibt knisternde Momente zwischen Charlie und August, doch die Autorin verzichtet auf ausufernde Spice-Szenen. Das hat für mich sehr gut zur emotionalen Stimmung des Romans gepasst. Die Romantik wirkte auf mich gefühlvoll und stimmungsvoll, statt vulgär oÄ zu sein.

Kleine Abzüge gibt es für einige Wiederholungen im Schreibstil, denn irgendwann konnte ich das ständige „die Zähne auf die Unterlippe pressen“ kaum noch lesen, sowie für die etwas verschenkten Möglichkeiten in der Gegenwartshandlung.

Dennoch bleibt "Kein Sommer ohne August" für mich ein echtes Highlight. Die intensive Atmosphäre, die emotionale Wucht der Geschichte und die Sommerstimmung am Ende eines schwer-intensiven Sommertags haben dafür gesorgt, dass mich das Buch vollkommen mitgerissen hat. Wer bittersüße Liebesgeschichten mit glaubwürdigen Figuren, viel Gefühl und einer großen Portion Sehnsucht liebt, sollte diesem Roman unbedingt eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Männliche Wechseljahre

Wir Freitagsmänner
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Mit "Wir Freitagsmänner" hat Hans-Gerd Raith einen Roman geschrieben, der unglaublich viel Wärme, Humor und Herz besitzt. Besonders als Hörbuch, gesprochen von Christoph Maria Herbst, war das für mich ...

Mit "Wir Freitagsmänner" hat Hans-Gerd Raith einen Roman geschrieben, der unglaublich viel Wärme, Humor und Herz besitzt. Besonders als Hörbuch, gesprochen von Christoph Maria Herbst, war das für mich ein echtes Highlight. Dieser liest die Geschichte einfühlsam, aber gleichzeitig mit einem leicht neckenden, sarkastischen Unterton, der perfekt zu Hauptfigur Henri und seinen manchmal herrlich schusseligen Aktionen passt.

Henri ist geschieden, lebt allein und kämpft sichtbar mit dem Älterwerden – spätestens als sein Hausarzt andeutet, dass seine Beschwerden praktisch männliche Wechseljahre seien. Henri fühlt sich vom Leben veräppelt, lässt aber keinen Versuch aus, sein Leben neu aufzustellen. Anfangs hatte ich Sorge, dass hier die Geschichte eines toxischen alten weißen Mannes erzählt wird. Doch Henri ist das komplette Gegenteil. Er ist ein liebenswerter, unsicherer Mann, der sich irgendwie durchs Leben laviert und eigentlich nur noch einmal die große Liebe finden möchte.

Besonders unterhaltsam wurde es als er ein Coaching bei seiner absoluten Traumfrau begann. Dass er in diesem Zusammenhang anfing zu lügen und sich ständig in absurde Situationen hineinzumanövrieren, sorgte für herrliche Situationskomik. Dabei schaffte das Buch es gleichzeitig tiefgründig zu sein, aber auch leichtfüßig-humorvoll zu erzählen.

Auch die Nebenfiguren haben mir unglaublich viel Spaß gemacht. Henris bester Freund sorgte immer wieder für humorvolle Momente, während Figuren wie seine Exfrau oder die ehemalige Affäre Reibung und emotionale Tiefe hineinbrachten. Dadurch wirkte die Geschichte nie oberflächlich, sondern angenehm menschlich.

Ich musste beim Hören oft schmunzeln, manchmal sogar laut lachen – und an anderen Stellen war ich wirklich ergriffen. Die Mischung aus Humor, Melancholie und Hoffnung hat das Buch für mich so besonders gemacht. Kurz gesagt: ein warmherziger, kurzweiliger und sehr kluger Roman über Neuanfänge, das Älterwerden und die manchmal herrlich komplizierte Suche nach Liebe.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Leise und zauberhaft

The House Witch 1
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„The House Witch“ ist ein seltenes Juwel unter den Fantasy-Romanen: entschleunigt, ohne jemals langweilig zu sein, und durchzogen von einer warmen, beinahe greifbaren Wohlfühlatmosphäre. Schon nach wenigen ...

„The House Witch“ ist ein seltenes Juwel unter den Fantasy-Romanen: entschleunigt, ohne jemals langweilig zu sein, und durchzogen von einer warmen, beinahe greifbaren Wohlfühlatmosphäre. Schon nach wenigen Seiten stellte sich bei mir ein Gefühl ein, als würde ich nach Hause kommen. Ein echtes Komfortbuch, das einen aufatmen lässt und sanft in seine Welt hineinzieht.

Im Mittelpunkt stand Finlay, genannt Fin, der als neuer Koch an den Königshof von Daxaria kommt. Anfangs wirkte er verschlossen, beinahe schroff, und zog sich lieber in die Sicherheit der Küche zurück, als sich auf andere Menschen einzulassen. Doch gerade diese leisen, vorsichtigen Entwicklungen machten den Reiz der Geschichte aus: Nach und nach gewann Fin die Herzen des gesamten Hofstaats – und auch meins. ;)

Den Schreibstil der Autorin empfand ich als sehr schön und detailreich, ohne jemals ausufernd zu wirken. Die vielen kleinen Beobachtungen und Beschreibungen verliehen der Welt Tiefe, ohne meinen Lesefluss zu bremsen. Besonders gelungen war auch die Figurenzeichnung – jede Person wirkte lebendig und vielschichtig, und viele von ihnen durchliefen eine glaubwürdige, angenehme Entwicklung.

Erzählt wurde überwiegend aus der dritten Person mit Fokus auf Finlay, ergänzt durch geschickt eingestreute Perspektivwechsel. Kapitel aus der Vergangenheit, Einblicke aus der Sicht seiner Katze Kraken oder sogar zunächst unbekannter Figuren sorgten bei mir für zusätzliche Spannung und Tiefe. So entfaltete sich nach und nach auch das Geheimnis um Fins magische Fähigkeiten.

Ein weiteres Highlight war zweifellos die Kulinarik: Die liebevollen Beschreibungen der Speisen, die Fin durch das Buch hindurch zauberte, machten mich beim Lesen regelrecht hungrig und trugen stark zur gemütlichen Atmosphäre bei. Gleichzeitig blieb die Geschichte nicht nur im Kleinen – im Hintergrund braute sich ein Krieg zusammen, der das Königreich Daxaria bedrohte. Auch hier gelang der Autorin ein schöner Balanceakt zwischen den ruhigen Alltagsmomenten und den größeren politischen Entwicklungen und strategischen Plänen, inklusive Perspektiven der Gegenseite.

Trotz dieser drohenden Gefahr verlor das Buch nie seinen Kern: Es ging um die kleinen Dinge, um zwischenmenschliche Beziehungen und darum, seinen Platz zu finden. Genau das machte für mich den besonderen Charme dieser Geschichte aus.

Auch die äußere Gestaltung des Buches verdient eine Erwähnung: Mit seinem wunderschönen Cover, dem Farbschnitt und den hochwertigen Seiten ist es ein echter Blickfang. Umso erfreulicher, dass auch die inhaltliche Qualität mithalten konnte – das Buch ist sorgfältig lektoriert und überzeugt durch eine saubere Verarbeitung, was für mich letztlich mehr zählt als jede optische Veredelung. Einziges Manko: im Einband hätte ich mir eine Karte der Welt gewünscht, die die geographischen Verhältnisse darstellt. Dies hätte das Leseerlebnis noch weiter abgerundet.

„The House Witch“ ist ein rundum gelungenes Leseerlebnis – warmherzig, ruhig und dennoch fesselnd. Ein Buch, das man nicht nur liest, sondern in dem man sich für eine Weile zuhause fühlt. Es legte sich beruhigend über meine durch den Alltag angespannten Nerven. Die Vorfreude auf den nächsten Roman der Autorin ist entsprechend groß.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Ein Sog aus Sehnsucht und Schatten

Weavingshaw
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"Weavingshaw" hat mich von der ersten Seite an vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Atmosphäre war dabei durchgehend dicht, spannend und wurde von einer leicht mystischen, gothischen Stimmung getragen, ...

"Weavingshaw" hat mich von der ersten Seite an vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Atmosphäre war dabei durchgehend dicht, spannend und wurde von einer leicht mystischen, gothischen Stimmung getragen, die mich sofort gepackt hat. Obwohl die Handlung inhaltlich ganz anders gelagert ist, fühlte ich mich atmosphärisch immer wieder an Alchemised erinnert - ein Vergleich, der für mich nur Positives bedeutet.

Die Welt, die die Autorin Heba Al-Wasity erschaffen hat, ist rau, düster und stellenweise brutal, ohne dabei ins übermäßig-Blutrünstige abzudriften. Für mich war es genau die richtige Balance aus intensiv genug, um zu berühren, aber nie so erschlagend, dass es unangenehm wurde.

Im Zentrum der Handlung steht Leena, eine Protagonistin mit der Fähigkeit, Geister zu sehen. Aus der Not heraus lässt sie sich auf einen Deal mit dem Saint Silas ein, der ihre Fähigkeit zu seinem Vorteil (aus-)nutzen möchte. Zunächst war St. Silas für mich eine Figur, die kalt, abweisend und kaum greifbar wirkte, doch mit fortschreitender Geschichte erfuhr ich seine Motive und sah wie Leena sein wahres Ich durch die kühle Fassade blitzen. Die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren war wirklich eines der größten Highlights des Buches: ein echter Slow-Burn, der meisterhaft umgesetzt wurde. Von anfänglichem Hass und tiefer Abneigung entwickelte sich ihre Beziehung in winzigen, glaubwürdigen Schritten weiter. Jede noch so kleine Annäherung fühlte sich verdient an, und ich habe beim Lesen regelrecht darauf hingefiebert.

Besonders beeindruckt hat mich dabei die Figurenentwicklung. Sowohl Leena als auch St. Silas wurden vielschichtig angelegt und durchliefen spürbare Veränderungen. Gerade Silas entwickelte sich zu einem nahezu perfekten Book-Boyfriend, ohne dabei an Komplexität zu verlieren.

Zudem stand in "Weavingshaw" erfreulicherweise nicht die Romantik im Vordergrund, sondern der Fantasy-Plot selbst. Dieser entfaltete sich nach und nach und wurde von der Autorin geschickt und mit einem guten Gespür für Timing aufgebaut. Auch wenn viele Hintergründe erst nach und nach enthüllt wurden, entstand bei mir zu keinem Zeitpunkt Langeweile, denn die unterschwellige, lauernde Spannung zog sich konstant durch die Geschichte.

Den Schreibstil empfand ich dabei als ein weiteres großes Plus. Er war durchweg melodisch, atmosphärisch und dennoch nie überladen. Das Worldbuilding war zudem detailliert genug, um die Welt lebendig wirken zu lassen, aber nie so umfangreich, dass es meinen Lesefluss hemmte.

Auch die thematische Tiefe hat mich positiv überrascht. Aspekte wie Migration, Herkunft und Identität wurden subtil, aber wirkungsvoll in die Handlung integriert und verliehen der Geschichte zusätzliche Relevanz und Emotionalität.

Obwohl die Handlung nicht von permanenter Action lebte, blieb das Buch durchgehend fesselnd. Die leise, unterschwellige Spannung, gepaart mit intensiven Emotionen und inneren Konflikten hat mich nicht mehr losgelassen.

Nachdem ich nun die Figuren sehr ins Herz geschlossen habe, würde ich am liebsten sofort weiterlesen. Bisher gibt es leider keine Ankündigung für Band 2! Ich hoffe, ich muss nicht zu lange warten!

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Highlight der Dilogie

The Lovely Side of Death
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"The Lovely Side of Death" bildet den zweiten Band und damit den Abschluss der Dilogie von Francis Eden – und für mich sogar den stärkeren Teil der Reihe. Schon zu Beginn hat mir die kurze Rekapitulation ...

"The Lovely Side of Death" bildet den zweiten Band und damit den Abschluss der Dilogie von Francis Eden – und für mich sogar den stärkeren Teil der Reihe. Schon zu Beginn hat mir die kurze Rekapitulation aus Gilberts Sicht sehr gefallen. Sie war nicht nur hilfreich, um wieder in die Geschichte einzutauchen, sondern auch herrlich unterhaltsam. Sein trockener Humor zog sich auch im Anschluss wieder angenehm durch die Handlung und sorgte immer wieder für kleine Highlights.

Die Geschichte knüpft nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 an. Zunächst muss sich Dee ohne Erinnerungen in der Unterwelt behaupten, nur um nach Rückkehr ihrer Erinnerungen Ydril zu verlieren und sich verschiedenen Prüfungen stellen zu müssen. Diese Prüfungen waren fantasievoll inszeniert und haben mich angenehm unterhalten. Ein großes Plus empfand ich die Gestaltung der Unterwelt selbst. Sie wirkte auf mich unglaublich ideen- und detailreich, ohne dabei überladen zu sein. Vor allem die Schattenwesen, die Dee adoptiert, haben es mir angetan. Eine originelle und stimmige Idee, die perfekt zur Atmosphäre passte! Denn auch die Schattenwesen von Ydril hatte ich in Band 1 schon ins Herz geschlossen.

Auch emotional hat mich das Buch erreichen können, denn Dees Kampf um Ydril und die Verbindung zwischen den beiden fand ich berührend dargestellt. Der Perspektivenwechsel zwischen den beiden funktionierte wieder hervorragend und brachte zusätzliche Tiefe in die Handlung.

Trotz all der Stärken hätte ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Hintergrundinformationen und Tiefe gewünscht, vor allem zur Welt und ihren Regeln. Auch das im Off abgelaufene Geschehen rund um Dees beste Freundin sowie die Entwicklungen bezüglich des „Witch Way“ haben bei mir Fragen hinterlassen, die gerne noch hätten beantwortet werden dürfen. Zudem kamen die Figuren der Oberfläche nur sehr kurz vor, hier wäre noch mehr Potential gewesen.

Das Ende selbst war für meinen Geschmack jedoch insgesamt sehr zufriedenstellend und rund. Die Dilogie wurde abgeschlossen, ohne gehetzt zu wirken und gleichzeitig bleibt grundsätzlich genug Raum für mögliche Fortsetzungen, was ich persönlich sehr begrüßen würde.

Unterm Strich ist "The Lovely Side of Death" ein wunderbar atmosphärischer, humorvoller und gleichzeitig cosy gehaltener Fantasyroman, der mich bestens unterhalten hat und die Reihe stark abrundet.

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