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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2024

Vaterland, Heimatland!

Vaterländer
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Ich mag den Schauspieler Sabin Tambrea sehr gerne. Er gehört für mich definitiv zu den ganz großen Künstlern unseres Landes. Dementsprechend habe ich mich auch sehr auf dieses Buch gefreut. Allerdings ...

Ich mag den Schauspieler Sabin Tambrea sehr gerne. Er gehört für mich definitiv zu den ganz großen Künstlern unseres Landes. Dementsprechend habe ich mich auch sehr auf dieses Buch gefreut. Allerdings eines muss ich vorne weg sagen, es ist keine leichte Kost. Weder der Schreibstil des Autors noch das Thema ist leicht. Der Roman behandelt die Flucht seiner Familie aus Rumänien und die Hintergründe der Flucht. Geteilt in drei Kapitel erfährt man die Hintergründe aus der Sicht des Autors, seines Großvaters und seines Vaters. Während Sabins Erinnerungen an seine Kindheit in Deutschland oft humorvoll erählt wurden, waren die Erinnerungen seines Vaters und Großvaters an die brutalen Repressalien, welche sie in Rumänien erdulden mussten, sehr ergreifend und eigentlich kaum vorstellbar. Ich komme selbst aus der DDR, einem kommunistischen Regime, trotzdem fand ich v.a. Horeas Memoiren unglaublich und kaum vorstellbar. Ich sehe jetzt nicht nur den Autor mit anderen Augen, sondern kann nun auch besser nachvollziehen, dass man unter solchen oder vergleichbaren Verhältnissen ALLES dafür tut, seinen Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 21.04.2026

Eine ganz besondere Frau geht ihren Weg.

Die Briefträgerin
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Anna die Protagonistin dieses historischen Romans muss man einfach lieben, bewundern und achten. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, die ihren Weg geht ohne sich den gesellschaftlichen Zwängen zu ...

Anna die Protagonistin dieses historischen Romans muss man einfach lieben, bewundern und achten. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit, die ihren Weg geht ohne sich den gesellschaftlichen Zwängen zu beugen. Der Debütroman der Autorin Francesca Giannone über das Leben ihrer Urgroßmutter Anna spielt im Zeitraum von 1934 bis 1961 und ich habe mich nicht selten gewundert wie fortschrittlich und emanzipiert Anna zu dieser Zeit in Italiens Süden gelebt hat. Auch wenn sie bis an ihr Lebensende nur "die Fremde" genannt wird und nur selten von der Dorfgemeinschaft verstanden wird, geht sie konsequent ihren Weg, setzt sich für ihre Ideale ein und lässt sich nicht beirren, egal wie stark ihr der Gegenwind entgegen bläst. Mich hat dieses Buch unglaublich sehr berührt, ich hatte es in nur 3 Tagen gelesen, weil ich es einfach kaum aus der Hand legen mochte. Danke der Autorin für dieses zu Herzen gehende Werk und viel Erfolg für die Zukunft! Frau Giannone kann sehr stolz sein, die Gene dieser tollen Frau in sich zu tragen.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Sehr spannend!

Commissario Gaetano und der lügende Fisch
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"Commissario Gaetano und der lügende Fisch" ist der 2. Teil aus der Reihe um den eigenwilligen Ermittler aus Neapel. Zwei Punkte sprechend sehr dafür diesen Krimi zu lesen: zum einen ist er äußerst spannend ...

"Commissario Gaetano und der lügende Fisch" ist der 2. Teil aus der Reihe um den eigenwilligen Ermittler aus Neapel. Zwei Punkte sprechend sehr dafür diesen Krimi zu lesen: zum einen ist er äußerst spannend und der Leser erfährt eigentlich erst am Ende wer nun der Mörder war. Zweitens erfährt man sehr viel Wissenswertes über Neapel. Als großer Italien Fan, habe ich es leider noch nicht soweit in den Süden geschafft und daher habe ich die Vielzahl an Insider Informationen aufgesaugt wie ein Schwamm. An der ein oder anderen Stelle verliert sich der Autor für meinen Geschmack etwas zu sehr in Nebensächlichkeiten. Auch hätte ich mir gewünscht, dass der Commissario das ein oder andere Mal auf den Tisch haut und sich sowohl innerhalb der Familie als auch auf dem Kommissariat Respekt verschafft. Aber dem Autor gelingt es auch den Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite durchweg sehr hoch zu halten. Es gibt verschiedene Spuren und mehrere Verdächtige und so ist der Krimi sehr unterhaltsam und absolut zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Lügen haben kurze Beine oder Auf Umwegen ins Glück

Luzie in den Wolken
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Das großartige Cover und die Leseprobe haben mich sofort auf dieses Buch neugierig gemacht. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Charlotte Lucas alias Wiebke Lorenz erzählt mit dem vorliegenden Buch ...

Das großartige Cover und die Leseprobe haben mich sofort auf dieses Buch neugierig gemacht. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Charlotte Lucas alias Wiebke Lorenz erzählt mit dem vorliegenden Buch eine wundervolle Geschichte über eine neue Chance im Leben. Eine neue Chance für Gabriel Bach, den Bestsellerautor mit Schreibblockade. Eine neue Chance für die junge Witwe Miriam und ihre mega-sympathische Tochter Luzie, die mit ihrem Second-Hand-Laden für Kindersachen ums Überleben kämpfen. Durch eine Botschaft an den lieben Gott, die Luzie bei einem Luftballonwettbewerb mit ihrem Luftballon in den Himmel schickt und die dann zufällig von Gabriels Hund gefunden wird, beginnt die Geschichte und die Wege der drei Beteiligten kreuzen sich.
Die Autorin erzählt eine wunderschöne Geschichte fürs Herz und tangiert dabei einige schwierige Themen des Lebens wie Trauer, Verlust und Einsamkeit. Die siebenjährige Luzie ist der Sonnenschein des Buches und bestimmt für viele Leser der Liebling. Allerdings erschien sie mir bei manchen Gesprächen schon etwas weit für ihr Alter.
Die Dialoge ob zwischen Luzie und den Erwachsenen oder zwischen den beiden Freundinnen Miriam und Rebecca oder zwischen Gabriel und den beiden Frauen bringen Schwung und viel Humor in diese doch ans Herz gehende Geschichte.
Mit über 500 Seiten fand ich sie etwas lang. Einige Szenen waren mir etwas langatmig. Dafür war meines Erachtens die Verarbeitung des Schocks über die wahre Identität von Ben etwas zu kurzgehalten. Ganze 20 Seiten verwendet Charlotte Lucas für die Verarbeitung dieser großen Lüge bis zum versöhnenden Ende. Nachdem wir 55 Seiten die Planung und den Ablauf des gemeinsamen Ausfluges in die Fun-Arena begleiten durften, finde ich 20 Seiten für diesen entscheidenden Schlussakkord des Buches zu kurz. Dafür habe ich einen Punkt in der Bewertung abgezogen, erteile aber meine volle Leseempfehlung. Dieses Buch ist ein herzerwärmender Roman für lange Winterabende und laue Sommernächte, der Menschen in scheinbar ausweglosen Situationen Mut machen soll und wird.

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