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Veröffentlicht am 22.04.2026

Ein Plädoyer für mehr Selbstwert, Sichtbarkeit, Selbstwirksamkeit und die wunderbare, kraftvolle Energie, die Frauen gemeinsam entfesseln können.

Mit anderen Augen
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"Wir können die Dinge nicht sehen, wie sie sind, denn unsere Natur zwingt uns dazu, sie nur so zu sehen, wie wir sind. Uns selbst werden wir niemals los."

Vorwort

Tja, doch irgendwie verliert Tilda sich ...

"Wir können die Dinge nicht sehen, wie sie sind, denn unsere Natur zwingt uns dazu, sie nur so zu sehen, wie wir sind. Uns selbst werden wir niemals los."

Vorwort

Tja, doch irgendwie verliert Tilda sich gerade selbst. Erst kann sie ihren kleinen Finger nicht mehr sehen, dann verschwinden nach und nach andere Körperteile. Die Diagnose ist niederschmetternd: Beginnende Unsichtbarkeit, kann bis zur völligen Unsichtbarkeit führen, unheilbar.

Tilda ist nicht bereit, das hinzunehmen und beschließt, gegen diese Krankheit anzukämpfen.

Wow, was für ein Buch! Überzeichnet beschreibt die Autorin, was Frauen ab Mitte 40 erleben. Man wird bei Beförderungen übersehen, kann beim jungen Barkeeper nicht mehr bestellen, weil er einfach nicht mehr auf einen reagiert, ... Alltag bei alternden Frauen.

Bei ihrem Heilungsprozess unterstützt Tilda eine Expertin, die selbst ihre Unsichtbarkeit besiegt hat. Und sie besucht eine Selbsthilfegruppe, die sich wohl eher Selbstmitleidgruppe nennen sollte. All diese wunderbaren Frauen dort haben etwas Einschneidendes erlebt, bei dem sie das Gefühl hatten, nicht mehr sichtbar zu sein - oder sich unsichtbar machen zu wollen. Tilda findet dort einige wunderbare neue Freundinnen, die sich gegenseitig unterstützen.

Tilda beginnt, Dinge anders zu machen, anders zu sehen, und startet ihre eigene "Eat-Pray-Love"-Reise. Sie feiert sich, ihre Freundinnen, beginnt mit Meditation, bucht ein Schweige-Retreat und lernt den wundervollen Patrick kennen, der sie trotz seiner fast völligen Blindheit wirklich sehen kann.

Dabei kämpft sie gegen PAULA (Programm Aller Unhinterfragten Langzeit-Automatismen), die Glaubenssätze, die sie schon ihr ganzes Leben begleiten - wie jeden von uns. Schmerzhaft wird sie sich ihrer Ängste und ihres verschobenen Selbstbildes bewusst.

Was sie damit startet, ist ein wunderbarer, faszinierender und heilsamer Weg für mehr Selbstwert, Sichtbarkeit und Selbstwirksamkeit. Dabei lernt sie, dass es viel wichtiger ist, wie man sich selbst sieht als wie man von anderen gesehen wird.

Ich bin kein großer Fan der Bezeichnung "Must-Read", denn jeder sollte selbst für sich entscheiden, womit er seine (Lese-)Zeit verbringt. Bei diesem Buch aber liegt mir dieses Wort tatsächlich auf der Zunge. Ein Roman, den es auf Krankenschein geben sollte!

Fazit:

Ein Plädoyer für mehr Selbstwert, Sichtbarkeit, Selbstwirksamkeit und die wunderbare, kraftvolle Energie, die Frauen gemeinsam entfesseln können.

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Veröffentlicht am 16.04.2026

Ein sanft und ruhig erzählter Roman über neue Wege und Möglichkeiten - jede Seite ein Genuss!

Mirabellentage
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"Schließlich schmeckt Veränderung selten so gut wie dein Kuchen hier. Oder?"

Nein, Veränderungen schmecken Anna Nass nicht. Seit vielen Jahren ist sie die Haushälterin des ortsansässigen Pfarrers Josef. ...

"Schließlich schmeckt Veränderung selten so gut wie dein Kuchen hier. Oder?"

Nein, Veränderungen schmecken Anna Nass nicht. Seit vielen Jahren ist sie die Haushälterin des ortsansässigen Pfarrers Josef. Doch der ist überraschend gestorben, und jetzt ist nichts mehr wie vorher. Vor allem sein letzter Wunsch brennt Anna unter den Nägeln. Sie hat es ihm versprochen - aber kann sie diesen Wunsch überhaupt erfüllen? Dafür müsste sie aus ihrer gewohnten Routine ausbrechen und völlig neue Wege gehen. Gerade jetzt, wo die Mirabellen reif sind ...
Was für ein Roman! Mir fehlen ein Stück weit die Worte, so hat mich Martina Bogdahn in ihren Bann und nach Blumfeld gezogen! Rasch nach Josefs Tod ist ein neuer Pfarrer im Ort, von ganz oben gesandt. Die Blumfelder machen sich ihren ganz eigenen Reim darauf und die Gerüchteküche brodelt. Mittendrin die ruhige Anna, die alles verbindet und am Laufen hält. All die kleinen und großen Geschichten der letzten Jahrzehnte hat sie miterlebt - wenn auch meist nur vom Rande des Geschehens aus. In Erinnerungen und im Gespräch mit anderen lässt sie uns daran teilhaben. Und so bekommen wir ein rundes Bild - von Blumfeld und seinen Besonderheiten. Aber vor allem von Anna, ihrem Leben, ihrer Vergangenheit. Immer daran bedacht, den Menschen in ihrem Umfeld zu helfen.
Sie ist hin- und hergerissen. Einerseits will sie Josefs Geheimnis waren und seinen letzten Wunsch erfüllen. Andererseits muss sie dafür ihre langjährigen Gewohnheiten durchbrechen - und auch einmal um Hilfe fragen. Gerade ein alter Bekannter von früher kommt ihr da in Erinnerung. Gerne unterstützt er sie und völlig neue Möglichkeiten tun sich auf ...
Für mich war jeder Moment in Blumfeld ein Genuss! So sanft erzählt, ruhig, geschieht doch Großartiges. Und Anna sprengt ihre eigenen Ketten und verändert so nicht nur ihr Leben. Sie lernt, alte Fähigkeiten wiederzubeleben und auch, dass nicht alles den gewohnten Gang gehen muss, um zu funktionieren.
Fazit:
Ein sanft und ruhig erzählter Roman über neue Wege und Möglichkeiten - jede Seite ein Genuss!

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Wieder ein wunderbarer, berührender Roman von Abby Jimenez - für mich der beste bis jetzt.

The Night We Met
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"Vielleicht erfährt man die Wahrheit über sich selbst nur, wenn man glaubt, alles verloren zu haben, und sieht, was noch von einem übrig ist."
Seite 379
Und Larissa hat alles verloren. Seit sie auf der ...

"Vielleicht erfährt man die Wahrheit über sich selbst nur, wenn man glaubt, alles verloren zu haben, und sieht, was noch von einem übrig ist."
Seite 379
Und Larissa hat alles verloren. Seit sie auf der Welt ist, kämpfen sie und ihre Mutter gegen finanzielle Probleme. Ich Vater ist spielsüchtig und hat es geschafft, nicht nur ihre Mutter sondern auch sie mit hohen Schulden zu belasten. Larissa hat 3 Jobs, um diese irgendwie abzubezahlen und ihre Kreditwürdigkeit wieder herzustellen. Bei einem Konzert lernt sie die besten Freunde Mike und Chris kennen. Während Chris eher mürrisch wirkt, ist Mike charismatisch und die beiden werden ein Paar. Doch immer wenn Larissa wirklich Unterstützung braucht, schickt Mike Chris vor. So lernen sich die beiden näher kennen und stellen fest, dass sie viel gemeinsam haben. Als die beiden einen verwaisten Hund retten, kümmern sie sich gemeinsam um ihn.
Je mehr Zeit vergeht, umso mehr beschleicht Larissa das Gefühl, dass Mike anders ist, als er vorzugeben scheint - und sie sich in jener Nacht beim Konzert vielleicht falsch entschieden hat.
Wieder einmal hat mich Abby Jimenez von der ersten Seite weg gepackt! In drei Tagen habe ich die fast 500 Seiten durchgelesen, ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Dabei serviert uns die Autorin - wie gewohnt - keine leichte Kost. Abgesehen von den finanziellen Problemen und Larissas Vater thematisiert sie auch Alkoholismus und psychische Probleme. So haben ihre Protagonisten wirklich Persönlichkeit, Probleme sowie Ecken und Kanten.
"The Night we met" ist abwechselnd aus Chris´ und Larissas Perspektive erzählt, so hat sie mich noch mehr ins Geschehen gesaugt. Die beiden unterstützen sich auf so liebevolle Weise, dass schnell klar ist, wer eigentlich zusammengehört. Doch eine Trennung von Mike würde nicht nur seine Freundschaft zu Chris zerstören, sondern Mikes ganzes Leben.
Gerade die Dynamik zwischen Mike und Chris ist schwierig, gerade dieses Auf und Ab berührte mich sehr. Während Chis immer für Mike einsteht, fühlt er sich mit seinen Problemen allein gelassen.
Je näher sich Chris und Larissa kommen, ums mehr versuchen sie, sich aus dem Weg zu gehen, um ihre Gefühle nicht überhand nehmen zu lassen. Aber da ist auch noch der kleine Hund Wufferine, der für mehr als einen lustigen Moment gesorgt hat.
Wie immer hat Abby Jimenez einen Glaubenssatz in den Fokus gestellt, der im Buch immer wieder vorkommt - und mir zu denken gegeben hat.
Und auch wenn ihren Protagonisten wirklich nicht nur Gutes widerfährt, bleibt man nach dem Lesen mit einem Lächeln und ein wenig Hoffnung zurück!
Fazit:
Wieder ein wunderbarer, berührender Roman von Abby Jimenez - für mich der beste bis jetzt.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Gelungene Fortsetzung einer tollen Reihe!

FREI – Bester Anfang (FREI 3)
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Das Thema unserer Gruppenarbeit lautet: "Woher Koray kommt. Und wie wir gemeinsam seinen Vater gefunden haben", sagt Nico und nickt.
Kapitel 6
Tja, damit könnten sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe ...

Das Thema unserer Gruppenarbeit lautet: "Woher Koray kommt. Und wie wir gemeinsam seinen Vater gefunden haben", sagt Nico und nickt.
Kapitel 6
Tja, damit könnten sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe erschlagen. Eine etwas andere Gruppenarbeit und wenn Koray seinen Vater gefunden hat, muss der Alimente nachzahlen. Und damit hätten Koray und seine Mutter Chiara endlich wieder Geld! Denn ihre Karriere als Influencerin hat einen empfindlichen Knick bekommen, weshalb sie zu Korays Oma nach Rottloch ziehen mussten. Während Koray sich dort wohl fühlt und mit Nico, Nina, Josh und Nasrin tolle Freunde gefunden hat, will Chiara das, was sie immer wollte: Nur weg aus Rottloch! Als sie mit 18 schwanger wurde, hat sie fluchtartig den kleinen Ort verlassen und sich mit Koray allein durchgeschlagen. Über Korays Vater verliert sie kein Wort und lässt seine Fragen unbeantwortet.
Bald rückt der Gedanke an die Alimente in den Hintergrund und Koray will sich einfach nur nicht mehr bei jedem Mann im passenden Alter, den er im Ort trifft, fragen, ob das sein Vater sein könnte ...
Dies ist der dritte Teil der Frei-Reihe, er kann unabhängig von den Vorgängern gelesen werden. Ich kenne auch die ersten beiden Teile und bin sofort wieder gut in Rottloch gelandet! Auch wenn ich nicht ganz ins Zielgruppen-Alter falle, mag ich die Geschichten rund um die Freunderunde. Sie stehen füreinander ein und halten zusammen, auch und gerade wenn es hart auf hart kommt. Jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen, das macht die Geschichte umso authentischer. Keine glattgebügelten Protagonisten, sondern die richtigen Ecken und Kanten.
Besonders Koray und die Suche nach seinen Wurzeln hat mich dieses Mal gerührt.
Sarah Welk versteht es, spannende Geschichten in Jugendsprache zu erzählen. Dabei geht es um Herkunft, Identität, Liebe, und vor allem Freundschaft und Zusammenhalt.
Ich freue mich jetzt schon auf den vierten Teil und bin neugierig, welchen der Freunde wir dann näher kennenlernen!

Fazit:
Gelungene Fortsetzung einer tollen Reihe!

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Ein bewegender und spannender Roman über ein wunderbares Großvater-Enkelin-Gespann, das gemeinsam Rätsel löst.

Die Rätsel meines Großvaters
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"Im Leben kommt es immer anders, als man denkt. Dennoch sollten wir nach vorne schauen und auf ein Happy End hinarbeiten. Nein, nicht sollten, wir haben keine andere Wahl."
Kapitel 3 - 9. Kapitel
Und genauso ...

"Im Leben kommt es immer anders, als man denkt. Dennoch sollten wir nach vorne schauen und auf ein Happy End hinarbeiten. Nein, nicht sollten, wir haben keine andere Wahl."
Kapitel 3 - 9. Kapitel
Und genauso macht es Kaede. Auch wenn ihr Großvater durch seine Demenzerkrankung oft schlechte Tage hat, genießt sie die Zeit mit ihm. Und wenn sie in ihrem Alltag oder durch Erzählungen auf einen spannenden Fall stößt, nimmt sie mit ihrem Großvater die Ermittlungen auf. Als große Krimi-Fans nehmen sie sich Beispiele aus den klassischen Krimis und versuchen so, kleinere und größere Rätsel zu lösen. Dabei geraten sie manchmal tiefer in die Fälle als gedacht ...
Dies ist der zweite Band rund um Kade und ihren liebenswerten Großvater. Er hat eine besondere Demenzerkrankung, durch die er phasenweise Halluzinationen hat. Doch manchmal sind es genau die, die ihm die Lösung der Fälle vor Augen führen.
Bereits im ersten Band habe ich mit ihnen mitgefiebert, mit Kaede neue Freundschaften zu Iwata und Shiki geschlossen und über die Kombinationsgabe ihres Großvaters gestaunt. Auch dieses Mal sind es oft verwirrende Geschehnisse, über die sie rätseln. Dass dabei die alten Klassiker erwähnt werden machte mir großen Spaß Auch wenn ich selbst nie Hitchcock gelesen habe, der in diesem Band eine große Rolle spielt. Unerwartet geraten sie auch dieses Mal in Gefahr. Und es ist gerade die große Verbundenheit zwischen Kaede und ihrem Großvater und ihr grenzenloses Vertrauen in ihn - auch wenn er gerade verwirrt zu sein scheint - die sie unbeschadet aus diesen entkommen lassen. Eben jene Momente haben mich sehr bewegt und berührt!
Als Europäerin erscheinen mir natürlich manche Begebenheiten ungewohnt, auch dass zum Beispiel Suizid eine große Rolle in einem Fall spielt. Aber auch das ist es, was ich an solchen Büchern mag - alle Formen des Lebens kennenlernen.
Es waren weniger Fälle als im ersten Band, aber ebenso spannend und auch die Rahmenhandlung um Kaede, Shiki und Iwata wird weitergesponnen. Aber auch ohne dass man den ersten Teil kennt, wird man sich in "Die Rätsel meines Großvaters" gut zurechtfinden!
Fazit:
Ein bewegender und spannender Roman über ein wunderbares Großvater-Enkelin-Gespann, das gemeinsam Rätsel löst.

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