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Veröffentlicht am 30.06.2026

Stellenweise etwas holprig

Léon und die Frau im blauen Kleid
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Buchmeinung zu Alexander Oetker – »Leon und die Frau im blauen Kleid«

»Leon und die Frau im blauen Kleid« ist ein Kriminalroman von Alexander Oetker, der 2026 bei Hoffmann & Campe erschienen ist. Dies ...

Buchmeinung zu Alexander Oetker – »Leon und die Frau im blauen Kleid«

»Leon und die Frau im blauen Kleid« ist ein Kriminalroman von Alexander Oetker, der 2026 bei Hoffmann & Campe erschienen ist. Dies ist der erste Fall für Commissaire Leon de Cavallier und seine Kollegin Nadia Bentaleb, die in Nizza ermitteln.

Zum Autor:
Alexander Oetker, geboren 1982, ist Bestsellerautor und TV-Journalist, als Frankreich-Experte von RTL und n-tv berichtet er seit 15 Jahren über Politik und Gesellschaft der Grande Nation. Er ist zudem Kolumnist und Restaurantkritiker der Gourmetzeitschrift Der Feinschmecker. Er lebt mit der Familie zwischen Brandenburg, Berlin und der französischen Atlantikküste.

Zum Inhalt:
Die Leiche einer jungen Frau in einem blauen Kleid wird in Nizza an den Strand gespült. Commissaire Leon de Cavallier ermittelt gemeinsam mit Commissaire Nadia Bentaleb, die aus den Vororten von Paris stammt.

Meine Meinung:
Bei den Kriminalromanen von Alexander Oetker freue ich mich immer auf die Informationen um den Fall herum. Diesmal geht es an die Cote d’Azur nach Nizza und Monaco in die Welt der Superreichen. Doch auch hier gibt es die Ghetto-artigen Vororte voller Armut und Hoffnungslosigkeit. Dieser Gegensatz wird auch bei den beiden Hauptfiguren befeuert. Der Snob Leon de Cavallier trifft auf die Farbige Nadia Bentaleb, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt. Nicht nur an dieser Stelle werden viele Klischees bedient. Beide Kommissare begegnen sich zuerst distanziert und mit einer gewissen Abneigung. Doch der Fall der getöteten jungen Frau kann nur geklärt werden, wenn beide ihre Qualitäten ausspielen können. Der Fall ist spannend erzählt und bietet einige überraschende Wendungen. Leon und Nadia fassen Vertrauen ineinander, können den Fall lösen, ecken jedoch mehrfach bei einflussreichen Personen an. Nach Abschluss des Mordfalls kommt es zu einem Attentat auf Leon de Cavallier und die Todesanzeige aus dem Prolog wird real.
Es wird eine Fortsetzung geben und beide Kommissare arbeiten daran, ihre Feinde zu bekämpfen.
Die beiden Hauptfiguren wirken trotz oder gerade wegen ihrer massiven Grautöne sympathisch. Insgesamt hat mich der Titel lange Zeit sehr gut unterhalten. Die atmosphärische Beschreibung der Region und der spannende Mordfall haben mich überzeugt. Der Erzählstil ist lebendig und mitreißend. Weniger gut hat mir der Epilog gefallen, der zeigt, dass beide Kommissare auf einer Mission unterwegs sind.

Fazit:
Mich hat dieses Buch des Autor lange Zeit sehr gut unterhalten und die Zusatzinformationen um den Fall herum sind ein deutlicher Mehrwert. Der Epilog mag für die Hintergründe wichtig sein, wirkte an dieser Stelle aber schlicht deplaziert. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten). Empfehlen kann ich das Werk als atmosphärischen Krimi.

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Veröffentlicht am 05.06.2026

Atmosphärische Erzählung

Akte Nordsee - Die letzte Predigt
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Buchmeinung zu Eva Almstädt – »Die letzte Predigt«

»Die letzte Predigt« ist ein Kriminalroman von Eva Almstädt, der 2026 bei Lübbe erschienen ist. Dies ist der vierte Band in der Reihe »Akte Nordsee« ...

Buchmeinung zu Eva Almstädt – »Die letzte Predigt«

»Die letzte Predigt« ist ein Kriminalroman von Eva Almstädt, der 2026 bei Lübbe erschienen ist. Dies ist der vierte Band in der Reihe »Akte Nordsee« um die Anwältin Fentje Jacobsen und den Journalisten Niklas John.

Zum Autor:
Eva Almstädt absolvierte eine Ausbildung in den Fernsehproduktionsanstalten der Studio Hamburg GmbH und studierte Innenarchitektur in Hannover. Sie ist Autorin der erfolgreichen Ostseekrimireihe um die Lübecker Kommissarin Pia Korittki und lebt in Hamburg.

Zum Inhalt:
Zusammen mit ihrer Oma besucht Anwältin Fentje Jacobsen einen Gottesdienst in einer Nachbargemeinde. Kurze Zeit später wird der Pastor tot aufgefunden. Fentje Jacobsen und der Journalist Niklas John beginnen mit ihren Ermittlungen.

Meine Meinung:
Der Einstieg erfolgt mit einem Prolog, dessen Bezug zur späteren Handlung lange Zeit unklar bleibt. Jahre später findet eine Veranstaltung zum silbernen Jubiläum ihrer Konfirmation statt, bei der eine junge Frau für ziemlichen Aufruhr sorgt, weil sie ihr Kind wiedersehen will. Sie macht eine irritierende Beobachtung und wendet sich an den Pastor. Kurze Zeit später werden nacheinander ihre Leichen aufgefunden. Niklas John und Fentje Jacobsen beginnen zu ermitteln. Erneut fehlt Fentje lange Zeit ein Mandat und die Informationsbeschaffung gestaltet sich schwierig und langwierig. Zu Beginn lebt die Geschichte von der atmosphärischen Erzählung mit reichlich Küstenflair, den liebenswert beschriebenen Figuren, den interessanten Nebenhandlungen und den Beziehungsproblemen von Fentjes Nichte und dem Auf und Ab zwischen Fentje und Niklas. Für mich war es lesenswert, obwohl es kaum spannend war. Fentje und Niklas sammeln Informationen und sind auf der Suche nach einem Motiv für die Morde. Schön fand ich, dass sich einige Figuren entwickeln und für Überraschungen sorgen können.
Der Schreibstil hat mich von Anfang mitgenommen, während die Spannung sich erst langsam aufbaut. Gegen Ende wird es sogar dramatisch. Am Ende steht ein vollständig gelöster Fall und Beziehungen, die weiterhin nicht vollständig geklärt sind. Ich bin schon auf den nächsten Fall gespannt.

Fazit:
Ein Kriminalroman, der mit Figurenzeichnung, Schreibstil und Atmosphäre punktet und mich trotz einiger Ungereimtheiten sehr gut unterhalten hat. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für die Freunde eher ruhiger Krimis aus.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 07.05.2026

Mehr als ein Racheepos

TINTE und SCHWERT
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Buchmeinung zu Matthias Soeder – »TINTE und SCHWERT – Verwandlung«

»TINTE und SCHWERT – Verwandlung« ist ein Historischer Roman von Matthias Soeder, der 2026 im Feuertanz-Verlag erschienen ist.

Zum ...

Buchmeinung zu Matthias Soeder – »TINTE und SCHWERT – Verwandlung«

»TINTE und SCHWERT – Verwandlung« ist ein Historischer Roman von Matthias Soeder, der 2026 im Feuertanz-Verlag erschienen ist.

Zum Autor:
Matthias Soeder, geboren am 6. März 1962 in Schweinfurt, war Zeitsoldat und Verkehrspilot. Dann entdeckte er seine Leidenschaft für das Schreiben.
Als Mitglied einer historischen Reenactment-Gruppe kennt Matthias nicht nur die Theorie, sondern auch das Gefühl, in einer Söldnerrüstung zu kämpfen und zu schwitzen.

Zum Inhalt:
Im Herbst 1618 bringen Söldner die Familie von Jacob Wolffen um und verschleppen ihn als Schanzknecht. Sein Weg führt ihn nach Pilsen, wo er auf Anna trifft, deren Mutter als Hexe getötet wurde. Beide streben nach Rache und versuchen zu überleben.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist voller Gewalt, die zum Teil detailliert beschrieben wird, und voller Figuren, die nahezu jedes Mittel ohne Skrupel nutzen, um ihre Ziele zu erreichen. Wirken Jacob und Anna zu Beginn sehr sympathisch und von den bösen Mächten verfolgt, so wandelt sich dieser Eindruck stetig. Während es den Soldaten um Ruhm, Macht und Geld geht, kämpfen Anna und Jacob um ihr Überleben und mehr und mehr um Rache. Beide haben am eigenen Leib erfahren, wie gnadenlos das Schicksal sein kann.
Die Geschichte wird aus etlichen Perspektiven erzählt, so dass man Motive uns Gefühle der einzelnen Figuren erleben kann. Viele der grausamen Handlungen werden dadurch erklärbar. Neben kriegerischen Passagen widmet sich der Autor ausführlich Beschreibungen des täglichen Lebens. Jede Figur findet eine Rechtfertigung für ihr Handeln. Erkennbar ist eine weitere Verrohung der Akteure im Laufe der Zeit.
Beeindruckt haben mich die Szenen, in denen Jacob und Anna Handlungen reflektieren. Man merkt der Handlung die umfangreichen Kenntnisse und Recherchen des Autor an.

Fazit:
Dieses Buch zeichnet ein extrem hartes Bild der Zeit zu Beginn des 30jährigen Krieges mit für die Zeit wohl typischen Figuren, die mich zum Nachdenken gebracht haben. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und gebe eine Leseempfehlung, wenn man mit der Gewalt zurecht kommt.

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 23.04.2026

Lebt vom Erzählton und der Hauptfigur

Rote Sonne - Mord auf Fuerteventura
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Buchmeinung zu Eric Berg – »Rote Sonne«

»Rote Sonne« ist ein Kriminalroman von Eric Berg, der 2026 im Limes Verlag erschienen ist. Dies ist der zweite Band um den ehemaligen Kriminalinspektor Fabio »Flaco« ...

Buchmeinung zu Eric Berg – »Rote Sonne«

»Rote Sonne« ist ein Kriminalroman von Eric Berg, der 2026 im Limes Verlag erschienen ist. Dies ist der zweite Band um den ehemaligen Kriminalinspektor Fabio »Flaco« Lozano.

Zum Autor:
Eric Berg ist das Pseudonym des deutschen Schriftstellers Eric Walz. Eric Walz, geboren 1966 im Taunus, lebt in Berlin und auf Gran Canaria.

Zum Inhalt:
Fabio »Flaco« Lozano arbeitet als Sicherheitschef einer Hotelkette. Als bei einer Feier im Hotel auf Fuerteventura eine Frau vergiftet wird, nimmt Flaco die Ermittlungen auf. Bei einem weiteren Anschlag kommen weitere Menschen zu Tode, darunter auch seine Chefin. Nun wird Flaco auf überraschende Weise gefordert.

Meine Meinung:
Den ersten Band der Reihe habe ich noch nicht gelesen, hatte aber keinerlei Probleme bei der Lektüre. Auffallend ist der flapsige Ton des Ich-Erzählers Flaco Lozano, der trotzdem ernsthaft bei der Sache ist. Flaco ist mit dem leitenden Ermittler der Polizei seit Urzeiten befreundet und tauscht sich bei Bedarf mit ihm aus. Die Figuren sind meist interessant mit Ecken und Kanten gezeichnet. Die Handlung ist komplex und fordert vor allem psychisch einiges vom Detektiv. Er trifft auf Idole seiner Kindheit, die mittlerweile schwer vom Leben gekennzeichnet sind, auf Geheimdienstler und auf afrikanische Politiker im Exil, die an einem Umsturz arbeiten. Er schätzt seine Chefin, Donna Esmeralda, was auf Gegenseitigkeit beruht. Flaco mag sein Leben und wird im Tagesgeschäft von seiner Assistentin unterstützt. Er vertraut seinen Mitarbeitern und setzt auf sein Bauchgefühl und seine Intuition. Er wirkt sympathisch und kniet sich in die Ermittlungen rein. Es gibt etliche überraschende Wendungen und Spannung ist durchgängig vorhanden. Der Schreibstil ist atmosphärisch und macht Lust auf einen Urlaub auf den Kanaren. Am Ende steht ein etwas konstruiert wirkender Showdown, der eine nicht erwartete, aber überzeugende Lösung präsentiert.
Mich hat dieses Buch von Anfang an mitgenommen und sehr gut unterhalten. Insbesondere haben mich die Hauptfigur und der Erzählton überzeugt.

Fazit:
Ein Krimi von den Kanaren, der mich dank des flapsig wirkenden Erzähltons und der sympathischen Hauptfigur überzeugen konnte. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Einblicke in die Welt der Cold Cases

Cold Cases
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Buchmeinung zu Helmut Eigner – »Cold Cases«

»Cold Cases« ist ein True Crime Roman von Helmut Eigner, der 2026 bei HOFFMANN UND CAMPE erschienen ist. .

Zum Autor:
Helmut Eigner, geboren 1963, beginnt ...

Buchmeinung zu Helmut Eigner – »Cold Cases«

»Cold Cases« ist ein True Crime Roman von Helmut Eigner, der 2026 bei HOFFMANN UND CAMPE erschienen ist. .

Zum Autor:
Helmut Eigner, geboren 1963, beginnt seine Laufbahn im gehobenen Polizeidienst beim damaligen Kommissariat 111 in München, heute K 11, zuständig für Mord- und Totschlagsdelikte. Er ist dort tätig bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2025, u.a. als Leiter einer Mordkommission. Seine intensive Beschäftigung mit Altfällen und eine hohe Aufklärungsquote brachten ihm den Beinamen „Mister Cold Case“ ein.

Klappentext:
Helmut Eigner ist Pionier auf dem Gebiet der sogenannten Altfälle, die manchmal über Jahrzehnte nicht gelöst werden konnten. Ihn zeichnet eine hohe Aufklärungsquote aus, seine Expertise und seine Erfahrung werden in Polizeikreisen hochgeschätzt. In diesem Buch erzählt von seinen außergewöhnlichsten Cold Cases aus 30 Jahren. Auf höchst unterhaltsame, äußerst packende Weise schildert er, wie sich Gesellschaft und Kriminaltechnik über die Jahre verändert haben, an welche Grenzen er bei seiner Arbeit gelangt und warum er als Mordermittler das Leid der Opfer nicht in Vergessenheit geraten lassen will.

Meine Meinung:
Bisher waren mir Cold Cases nur als Vorlagen für „normale“ Kriminalromane begegnet. Dieses Buch ist aber völlig anders. Es ist eher ein Sachbuch über die Arbeit der Ermittler an Altfällen. Anhand von meist kurz gehaltenen Beispielen werden seine Ideen verdeutlicht. Technologische Fortschritte und gesellschaftliche Entwicklungen wie die Abschaffung des Strafrechtsparagrahen 175, der gleichgeschlechtliche Handlungen zwischen Männern kriminalisierte, lieferten Ansätze für neue Ermittlungen. Beeindruckt haben mich die Ausführungen zur Motivation der Ermittler, die das Leid der Opfer im Auge hatten. Als besonders unangenehm empfindet der Autor die gesetzlich vorgeschriebene Löschung von Ermittlungsergebnissen, meist aus Gründen des Datenschutzes, die weitere Ermittlungen auf ewig verhindern. Überrascht hat mich die organisatorische Entwicklung bei Ermittlungen im Altfallbereich. Über die regionalen Beschränkungen, Entstehungen spezieller Einheiten, Vernetzung mit anderen Dienststellen, Problematiken durch reine Papierakten weiß der Autor äußerst spannend zu berichten. Auch ein Blick über Landesgrenzen hinweg liefert überraschende Einblicke. Für mich war es eine teilweise faszinierende Begegnung mit einer unbekannten Welt.

Fazit:
Dieses Buch hat mir in vielerlei Hinsicht Informationen aus dem Bereich der Cold Cases geliefert und mich dabei sehr gut unterhalten. Deshalb bewerte ich den Titel mit vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) und gebe eine Leseempfehlung für Menschen mit Interesse an diesem Bereich.

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