Platzhalter für Profilbild

finngausmann

Lesejury Profi
offline

finngausmann ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit finngausmann über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2024

Beeindruckend

Astrids Vermächtnis
0

Da ich die beiden ersten Bücher dieser Trilogie vorher nicht gelesen habe, habe ich interessehalber vorab etwas recherchiert. Der Klappentext in diesem Band ist zudem sehr hilfreich. Es begann alles ...

Da ich die beiden ersten Bücher dieser Trilogie vorher nicht gelesen habe, habe ich interessehalber vorab etwas recherchiert. Der Klappentext in diesem Band ist zudem sehr hilfreich. Es begann alles mit den berühmten Hekne-Schwestern, die im 17. Jahrhundert als siamesische Zwillinge geboren wurden und einen sagenumwobenen Wandteppich , der nicht nur den Weltuntergang, sondern auch den Todesmoment eines Pfarrers voraussagen soll, webten. Für diese Schwestern wurden 2 Glocken gegossen, die nicht getrennt werden sollten , von einem Pfarrer 1880 dennoch zugelassen wurde.
Mittlerweile bricht der 2. Weltkrieg aus und Deutschland besetzt Norwegen. Der Widerstand, die Herausforderungen und der Verrat mit all seinen Charakteren werden von Lars Mytting meisterhaft dargestellt, für mich teilweise etwas zu intensiv , dennoch hat mich dieser Roman gefesselt und beeindruckt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.04.2024

Lesenswert

Treibgut
0

Ich habe es sehr genossen diesen bemerkenswerten Roman zu lesen. Adrienne Brodeur besticht durch ihre Sprache und ihren einfühlsamen Schreibstil. Ihre Charaktere sind wunderschön und tragisch gezeichnet. ...

Ich habe es sehr genossen diesen bemerkenswerten Roman zu lesen. Adrienne Brodeur besticht durch ihre Sprache und ihren einfühlsamen Schreibstil. Ihre Charaktere sind wunderschön und tragisch gezeichnet. Auch wenn ich noch nie in Cape Cod war, kann ich dank ihrer lebendigen , einfühlenden Schreibweise Cape Cod fast fühlen , sehen und das Meer riechen.Genauso fühlte ich mich mit jedem einzelnen Charakter mit all ihren Facetten, Geheimnissen, Fehlern, Stärken, Schwächen und Sehnsüchten verbunden und wünschte mir immer wieder, dass dieses Buch ewig weiter gehen würde!
Brodeurs Charaktere erinnern uns daran, wie die Familiendynamik gleichzeitig giftig und liebevoll sein kann und was passiert, wenn Geheimnisse denen preisgegeben werden, die uns auf der Welt am meisten lieben.
Dieses Buch wäre eine großartige Auswahl für einen Buchclub und würde wohl zu spannenden Diskussionen führen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2026

Thriller mit Tiefgang

Weil sie lügt
0

Nachdem ich zuletzt einige wirklich starke Thriller gelesen habe, war meine Erwartungshaltung bei „Weil sie lügt“ von Caroline Seibt entsprechend hoch. Das Buch überzeugt weitestgehend: Die Ausgangslage ...

Nachdem ich zuletzt einige wirklich starke Thriller gelesen habe, war meine Erwartungshaltung bei „Weil sie lügt“ von Caroline Seibt entsprechend hoch. Das Buch überzeugt weitestgehend: Die Ausgangslage – Julis spurloses Verschwinden und die sofortige Verdächtigung des Vaters – wirkt zwar wie ein klassisches Szenario, doch die familiäre Dynamik verleiht der Geschichte eine beachtliche, psychologische Schwere. Besonders Anna als zentrale Figur überzeugt; ihre Zerrissenheit zwischen der Sorge um ihren Bruder und der lähmenden Ungewissheit macht sie zu einer nahbaren Ankerfigur.
Das Wechselspiel zwischen ihr und der Ermittlerin verleiht der Handlung eine gute Dynamik. Seibt schreibt flüssig und platziert ihre Twists geschickt, wenngleich das Ende für meinen Geschmack etwas too much ist. Trotz dieses kleinen Abstrichs ein sehr solider, mitreißender Thriller, der psychologisch meist überzeugt. Von mir gibt es daher verdiente 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.04.2026

Schuld und Ungewissheit

Home Before Dark
0

Home Before Dark hat mich vor allem durch seine düstere Ausgangslage gepackt. Vor zehn Jahren verschwindet Marsis Schwester Kristin spurlos – ein Fall, der nie gelöst wurde. Als Marsi plötzlich einen Brief ...

Home Before Dark hat mich vor allem durch seine düstere Ausgangslage gepackt. Vor zehn Jahren verschwindet Marsis Schwester Kristin spurlos – ein Fall, der nie gelöst wurde. Als Marsi plötzlich einen Brief erhält, wird die Vergangenheit wieder aufgerissen, und sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Ich mochte besonders diese Mischung aus Spannung und emotionaler Belastung. Es geht nicht nur um die Frage, was damals passiert ist, sondern auch darum, wie sehr dieses Verschwinden Marsis Leben geprägt hat. Dieses Gefühl von Schuld und Ungewissheit zieht sich durch die ganze Geschichte.

Die Handlung entwickelt sich eher ruhig, aber stetig. Stück für Stück kommen neue Details ans Licht, und man beginnt, alles zu hinterfragen. Gerade dieses langsame Zusammensetzen der Puzzleteile hat mir gut gefallen.

Ein paar Wendungen waren für mich vorhersehbar, und an manchen Stellen hätte es etwas straffer sein dürfen. Trotzdem hat mich die Atmosphäre getragen.

Für mich ein ruhiger, beklemmender Nordic-Noir-Thriller, der mehr über Vergangenheit und Schuld erzählt als über schnelle Schocks – gute 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.04.2026

Leises Unbehagen

Meeresdunkel
0

Meeresdunkel hat bei mir dieses leise Unbehagen ausgelöst, das man nicht sofort greifen kann. Zwei Familien, eine Finca, die sie sich ungeplant teilen müssen – klingt erst mal nach einer dieser typischen ...

Meeresdunkel hat bei mir dieses leise Unbehagen ausgelöst, das man nicht sofort greifen kann. Zwei Familien, eine Finca, die sie sich ungeplant teilen müssen – klingt erst mal nach einer dieser typischen Urlaubsgeschichten. Aber ziemlich schnell merkt man: Hier stimmt etwas nicht.

Die Stimmung kippt nicht plötzlich, sondern ganz langsam. Kleine Bemerkungen, Blicke, dieses Gefühl, dass jeder etwas zurückhält. Als dann eine Leiche auftaucht, ist klar, dass niemand zufällig hier gelandet ist. Ab da habe ich ständig überlegt, wem man überhaupt noch trauen kann.

Besonders mochte ich, dass die Figuren nicht eindeutig sind. Man ist sich nie sicher, wie man sie einschätzen soll – und genau das hält die Spannung hoch.

Manche Passagen hätten für mich etwas kürzer sein dürfen, aber insgesamt hat mich das Buch gepackt. Vor allem dieses beklemmende Gefühl bleibt hängen, auch nach der letzten Seite.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere