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Veröffentlicht am 20.11.2021

Ein mitreißendes Südstaatendrama

Das Leuchten der Sehnsucht - Töchter der Freiheit
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1859 in den Südstaaten Amerikas.
Annie, eine frisch ausgebildete, junge Lehrerin, tritt in den Dienst eines Plantagenbesitzers. Ihre Aufgabe ist es, seine zwei heranwachsenden Töchter zu unterrichten. ...

1859 in den Südstaaten Amerikas.
Annie, eine frisch ausgebildete, junge Lehrerin, tritt in den Dienst eines Plantagenbesitzers. Ihre Aufgabe ist es, seine zwei heranwachsenden Töchter zu unterrichten. Annie, die lange Zeit in Nebraska und dann in New York gelebt hat und eine offene, unvoreingenommene Persönlichkeit hat, eckt im Süden schnell an: Der befohlene Umgang mit den Sklaven behagt ihr nicht. Im Gegenteil, wann immer sie kann, setzt sie sich für andere, egal ob schwarz oder weiß, ein. Doch die Unruhen im Land nehmen zu, das ist selbst auf der recht locker geführten Plantage Birch Island zu spüren.

Annies Geschichte ist nicht die einzige, die im Buch erzählt wird. Auch die ihrer Schwester Sophie in Kansas und ihrer Cousine Jennifer in New York werden immer wieder aufgenommen, mitsamt der Sklaventhematik, Unruhen im Land und Liebesgeschichten.

Über die Vereinigten Staaten im 19. Jahrhundert wusste ich recht wenig. Das tat dem Charme des Buches aber keinen Abbruch. Nach einer kurzen Einlesezeit steckte ich in der Thematik drin und konnte mich ganz darauf einlassen. Immer wieder begeisternd, dass man mit gut recherchierten Büchern auch einiges über Geschichte oder andere Länder und Kulturen lernen kann.
Der Spannungsbogen war sehr gut aufgebaut. Er war nie zu sehr oder zu wenig gespannt. Obwohl die Reihe noch fortgesetzt wird, gab es bereits ein kleines Happy End am Ende des Buches, das war sehr schön.
Auch die Figuren gefallen mir gut. Man kann sie gut verstehen und sich auf sie einlassen.

Insgesamt ein Buch, welches ich empfehlen würde! Wunderbar um "sanft" in ein doch so hartes Thema einzusteigen und gleichzeitig einfach einen guten Roman zu genießen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 23.04.2026

Sommerfeeling pur

Unless you trust
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Maya knüpft in diesem zweiten Band an Miris Leben in Málaga an: Sie hat ihre Volleyballkarriere hinter sich gelassen und wagt dort mit Gott und ihrem Freund Max an der Seite einen neuen Anfang.
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Maya ...

Maya knüpft in diesem zweiten Band an Miris Leben in Málaga an: Sie hat ihre Volleyballkarriere hinter sich gelassen und wagt dort mit Gott und ihrem Freund Max an der Seite einen neuen Anfang.
____,___

Maya hat einen angenehmen, gut zu lesenden Schreibstil, der einen in die Geschichte eintauchen lässt. Das sommerliche Málaga mit seinen vielen Sonnenstunden steht einem dank ihrer atmosphärischer Beschreibungen gut vor Augen. Und auch in die Protagonisten, allen voran natürlich Miri, kann man dadurch wunderbar hineinsehen. Ebenso waren für mich einige Gänsehautmomente dabei.

Miri beschäftigt sich in diesem Roman mit unglaublich vielen zentralen Fragen: Was ist mein Platz im Leben? Was gibt ihm Sinn? Wie kann und soll so ein Leben mit Gott funktionieren? Was braucht es, um eine gute Beziehung zu führen? Damit greift Maya viele Fragen von jungen und sicher auch nicht mehr so jungen Leuten auf und geht ihnen auf eine anschauliche Art und Weise nach. Miris Lern- und Reifwerdungsprozess wirkt echt und authentisch, auch wenn ich mit an mancher Stelle ein anderes (reiferes) Verhalten gewisser Personen gewünscht hätte.

Nicht so leicht nachzuvollziehen waren die zeitlichen Zusammenhänge der einzelnen Kapitel: Das kam nicht immer deutlich heraus, sodass es manches Mal gedauert hat, bis man die neuen Erlebnisse einordnen konnte. Besonders irritiert hat mich (und lässt mich mit offenen Fragen zurück), dass der Beginn des Romans Mitte September spielt (wenn ich das Kapitel 3 richtig entnehme) und das Ende Anfang Oktober - dennoch liegen mehrere Wochen mit vielen Erlebnissen dazwischen. Für ein noch runderes Leseerlebnis wünsche ich mir dort mehr Konsistenz.

Eine weitere Stärke des Romans ist der Einblick in die Arbeit einer Gemeinde, einer Hilfsorganisation und der ganzen Bevölkerung angesichts von Nöten wie dem Leben als Flüchtling in einem neuen Land oder dem Wiederaufbau nach einer großen Flut. Mit Leichtigkeit und doch auch Eindringlichkeit rückt Maya diese Themen ins Rampenlicht.
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Mein Fazit:
Maya Knodel hat einen sehr lesenswerten Roman geschrieben, der sich vielen wichtigen Lebensfragen und -themen stellt und dennoch mit der sommerlichen Leichtigkeit Málagas aufwartet

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Ein Kuchenabenteuer

Carli und Klecks backen einen Kuchen
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Carli und Klecks langweilen sich zuhause: Die Kita ist ausgefallen. Da Mama heute Geburtstag hat, wollen sie ihr noch einen Kuchen backen. Doch das ist gar nicht so leicht.

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Auch dieses Buch ...

Carli und Klecks langweilen sich zuhause: Die Kita ist ausgefallen. Da Mama heute Geburtstag hat, wollen sie ihr noch einen Kuchen backen. Doch das ist gar nicht so leicht.

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Auch dieses Buch überzeugt mit den farbenfrohen Illustrationen und dem Alter entsprechenden Texten. Immer wieder gibt es hier witzige Szenen, die den Kindern viel Freude bereiten.



Auch hier werden einige tolle Dinge vermittelt: Dass es schön ist, jemandem eine Freude zu machen. Das es nicht schlimm ist, wenn auch mal was danebengeht.



Etwas kritisch betrachte ich aber auch das alleinige Kuchenbacken: Ob man wirklich möchte, dass quirlige 2-Jährige davon inspiriert werden?

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Mein Fazit:

Ein farbenfrohes, lustiges Buch über Geburtstag und Kuchenbacken, Missgeschicke und Erfolge.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Pausen im Alltag

Einfach mal durchatmen
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Heiko Metz hat selber erlebt, wie essentiell wichtig es ist, immer wieder durchzuatmen. Und, noch besser, sich einen Moment ganz bewusst in Gottes Gegenwart zu begeben. Diese Erkenntnisse teilt der Theologe ...

Heiko Metz hat selber erlebt, wie essentiell wichtig es ist, immer wieder durchzuatmen. Und, noch besser, sich einen Moment ganz bewusst in Gottes Gegenwart zu begeben. Diese Erkenntnisse teilt der Theologe und Familienvater in diesem Buch.
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Dieses Buch liest man am besten langsam, Stück für Stück. Denn es ist voll. Voll mit (biblischen) Fakten zum Thema Ruhe, Erfahrungsberichten, Ideen für kleine Pausen oder neue Gebetsformen. Heiko Metz sagt selber, dass es kein Buch zum schnell durchlesen ist. Sondern vielmehr eines, das in Häppchen genossen werden sollte.

Gelegentlich ähneln sich Gedanken oder werden wiederholt, dennoch ist eins sicher: Bei dieser Vielfalt sollte für alle etwas dabei sein, die das Gefühl haben, mal durchatmen zu müssen. Immer wieder stellt der Autor auch Impulsfragen, die auf ein paar freien Zeilen beantwortet werden können.

Etwas störend empfinde ich gerade zu Beginn die Aneinanderreihung vieler kurzer Sätze oder auch nur einzelner Wörter. Die löst eher ein leichtes Stressgefühl in mir aus. Die Informationen kommen zu dicht und man kommt nicht wirklich in einen angenehmen Lesefluss hinein. Vielleicht ist das aber auch gerade beabsichtigt, geht es am Anfang noch eher um ein Leben im Stress und die notwendig von Pausen. Im Verlauf des Buches verändert sich das Lesetempo.
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Mein Fazit:
Dieses Buch ist für alle, die “einfach mal durchatmen” wollen oder müssen.
Es bietet einige Fragen und Inspirationen, dem Tempo seines Lebens auf die Spur zu kommen und neue Pausen einzubauen.
Außerdem werden hier eine Vielfalt an Möglichkeiten für kleine geistliche Auszeiten vorgestellt.

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Veröffentlicht am 27.02.2026

Alles läuft so anders...

Paul bekommt kein Kätzchen
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Paul möchte ein Kätzchen. Aber er macht alles anders, als der Erzähler es sagt. Was dabei wohl herauskommt?

Dieses Kinderbuch ist anders. Hier wird nämlich etwas erzählt, was dann gar nicht stattfindet. ...

Paul möchte ein Kätzchen. Aber er macht alles anders, als der Erzähler es sagt. Was dabei wohl herauskommt?

Dieses Kinderbuch ist anders. Hier wird nämlich etwas erzählt, was dann gar nicht stattfindet. Stattdessen entspinnt sich ein Dialog zwischen Erzähler und Paul, der erklärt, was er statt dem Erzählten lieber machen will und auch macht.

Diese Art der Erzählung ist gewöhnungsbedürftig - sowohl für Erwachsene, aber auch für Kinder. Deshalb ist es ein Buch, was sich erst mit wiederholtem Lesen so richtig entfalten kann. Dann aber zeigt es den Kindern unweigerlich auf, dass Dinge auch gut werden können, wenn sie ganz anders laufen als geplant.

Besonders gut gefällt mir auch der Stilwechsel: Zu Beginn ist es jedes Mal der Erzähler, der Paul darauf anspricht, warum er etwas anderes tut. Dann gibt es einen Zeitpunkt, zu dem Paul das selber nicht mehr gut findet. Nun spricht er den Erzähler an und gemeinsam finden sie eine Lösung für die Situation, in die er sich hineinmanövriert hat - ebenfalls ein wichtiges Learning für Kinder und Eltern.


Mein Fazit:
Eine witzige Kinderbuchidee, die zum Nachdenken anregt und unbedingt öfter gelesen werden muss.
Einfach erfrischend anders, frech und lustig.

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