Nachdem mich der erste Teil ja schon überzeugen konnte musst ich natürlich auch den zweiten Lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Auch hier sind der Schreibstil und die Dialoge perfekt an das Setting und ...
Nachdem mich der erste Teil ja schon überzeugen konnte musst ich natürlich auch den zweiten Lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Auch hier sind der Schreibstil und die Dialoge perfekt an das Setting und Genre angepasst und wirken rund und durchdacht. Dieser Teil gefällt mir fast noch besser, weil zu dem ganzen zwischenmenschlichem auch noch einiges an Action dazu kommt. Dieser Teil ist nichts für sensibelchen. Er legt ein rasantes Tempo vor und lässt den Leser kaum zu Atem kommen.
King ist immer noch King. Er ist immer noch düster und voller Hass, aber Doe hat etwas in ihm geweckt, das seine Welt verändert hat und ihn zu jemand besserem macht, wenn man von der Brutalität und dem Blutvergießen absieht. Er ist kein Süßholzraspler und findet trotzdem genau die richtigen Worte um Doe ins Herz zu treffen.
Doe fängt an sich zu erinnern und deckt nach und nach den Horror ihrer Vergangenheit auf, aber wird nicht zum kleinen Mäuschen, sondern bleibt stark und kämpferisch. Sie entwickelt sich weiter und wächst an ihren Erfahrungen.
Fazit
Ich bin jetzt definitiv und ganz offiziell ein T. M. Frazier Fangirl. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Bear und darauf seine Geschichte zu lesen.
King – Er wird dich besitzen ist der erste Teil einer mehrteiligen Reihe, wobei die ersten Beiden Teile zusammengehören und die Geschichte von King und Doe erzählen.
T.M. Frazier hat einen außergewöhnlichen ...
King – Er wird dich besitzen ist der erste Teil einer mehrteiligen Reihe, wobei die ersten Beiden Teile zusammengehören und die Geschichte von King und Doe erzählen.
T.M. Frazier hat einen außergewöhnlichen Schreibstil. Sie schafft es perfekt die raue, harte Welt in der die Protagonisten sich bewegen in Worte zu fassen und die Dialoge authentisch wirken zu lassen. Die derbe Sprache passt 100%ig in das Setting und alles andere wäre einfach falsch.
King und Doe erzählen ihre Geschichte aus abwechselnden perspektiven wodurch man beide Charaktere näher kennenlernt und in ihre Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen kann. Man lernt sie kennen und lieben.
Doe steht alleine da, ohne Erinnerung, aber trotzdem noch mit Stolz, Mut und einem losen Mundwerk. Man muss sie einfach lieben, auch King sieht das irgendwann ein, wenn auch wiederwillig.
Er kommt gerade aus dem Knast und hat einen Hass auf die ganze Welt. Bad Boy durch und durch zeigt er das natürlich auch jedem der ihm zu nahe kommt. Es hat unglaublich Spaß gemacht mitzuerleben, wie die beiden sich nähergekommen sind und sich dank des jeweils anderen entwickelt haben.
Aber nicht nur King und Doe machen diese Geschichte besonders, sondern auch Kings beste Freunde Bear und Preppy. Die Beziehung zwischen den Dreien ist einfach großartig. Sie zeigt, dass man sich seine Familie eben doch aussuchen kann, wenn die echte nicht so der Knaller ist. Blut ist manchmal halt doch nicht dicker als Wasser.
In der ganzen Geschichte geht es heiß und gefährlich her. Man spürt sofort die Funken die zwischen den Beiden sprühen und jedes Aufeinandertreffen lässt mich als Leser mehr in dem Buch versinken und süchtig werden. Und wenns gerade mal nicht vor Erotik prickelt und die Gefahr hinter der nächsten Ecke lauert ist immer platz für ein bisschen Humor. Irgendwann wird King auch noch lernen, wie Lachen funktioniert.
Fazit
Ein großartiger Reihenauftakt, der mich fest mit meinem Reader hat verwachsen lassen.
Von mir gibt’s eine klar, absolute Leseempfehlung, aber Achtung, holt euch gleich beide Teile, wenn ihr Cliffhanger nicht ausstehen könnt.
Der Silvesterabend ist für die Polizeischülerin Kaido bereits eine Katastrophe, bevor er beginnt. Als wäre es nicht schon schlimm genug, mit dem arroganten Lando und dem Nerd Nitha zum Strafdienst ...
Klappentext
Der Silvesterabend ist für die Polizeischülerin Kaido bereits eine Katastrophe, bevor er beginnt. Als wäre es nicht schon schlimm genug, mit dem arroganten Lando und dem Nerd Nitha zum Strafdienst eingeteilt zu werden, muss sie sich auch noch mit drei Rekruten der rivalisierenden Einheit herumschlagen. Gemeinsam sollen sie ein altes Herrenhaus überprüfen, das seit dem mysteriösen Verschwinden des Eigentümers leer steht.
Doch vor Ort ist nichts, wie es scheint. Etwas Mächtiges lauert unter dem Anwesen und es giert nach neuer Nahrung. Binnen weniger Stunden entwickelt sich die Routinekontrolle zum nicht enden wollenden Albtraum und das Haus wird zur tödlichen Falle.
Über den Autor
Mika war als Kind schon komisch, durfte allerdings mit fortschreitendem Alter erfahren, dass das die Standardvoraussetzung für Künstlerseelen ist.
Schon zu Teenager-Zeiten verbrachte er seine Zeit entweder mit Zeichnen, oder damit, sich in seinem Zimmer zu verschanzen, um dort Geschichten über sein fiktives Kopf-Universum zu schreiben.
Dank dem schicksalsträchtigen Besuch einer Polizeischule (und der wahrscheinlich latenten Frustration, dann doch einen alternativen Berufsweg eingeschlagen zu haben), entstand schon damals die mit Herzblut erdachte Basis für die Welt des »Polizei-Sonderbereitschaftsdiensts (PSBD)«, bei der er seine Leidenschaft für Mystery und Horror mit der Faszination für Polizeiarbeit kombiniert.
Zusammen mit Frau und Tochter lebt der Autor im Herzen von NRW und arbeitet, wenn er nicht grade schreibt, u.a. als Airbrush-Künstler.
„Monders Macht" ist ein Mystery Thriller von Mika Jänisen und ist am 16. März 2018 im Hybrid Verlag erschienen.
(Quelle: LovelyBooks)
Meine Meinung
Die Geschichte handelt von 6 jungen Polizeischülern, die in der Silvesternacht aus verschiedenen Gründen zum Strafdienst abkommandiert wurden. Sie sollen ein verlassenes Herrenhaus überprüfen in dem vor zwei Jahren auf mysteriöse Weise einige Menschen verschwunden sind, unter anderem drei Agenten ihrer Abteilung. Eigentlich eine einfache Aufgabe. Rein - Kontrollieren - Raus. Schön wäre es, diese Horrornacht wird keiner der sechs so schnell vergessen.
Der Prolog beginnt mir den Geschehnissen von vor zwei Jahren und schon damit hatte Mika mich in seinen Bann gezogen. Ich wollte unbedingt wissen, was in dieser Nacht geschehen ist! Die Leserunde war in 4 Abschnitte geteilt und das Warten dazwischen war für mich schon fast eine Qual.
Im Gegensatz zu den meisten Büchern gibt es hier nicht einen oder zwei Protagonisten sondern gleich sechs, die alle eine wichtige Rolle spielen und ihre eigene Geschichte haben. Jeder hat einen individuellen, gut ausgearbeiteten Charakter und handelt passend dazu. Ich sie alle hab ich in mein Herz geschlossen, nur bei einer hat es etwas gedauert, und mit ihnen mitgefiebert.
Die Lokation und die Szenarien sind klasse beschrieben, es war als wäre ich wirklich dabei und müsste mit den Protagonisten zusammen um mein Leben fürchten. Vor allem die Horrorszenen sind sehr plastisch beschrieben und regen tatsächlich zum fürchten an.
Das Buch legt ein rasantes Tempo vor, die Kapitel an sich sind zwar recht lang, aber in viele kleine Unterkapitel unterteilt, so das man kaum Zeit hat durchzuatmen. Ist eine Situation überstanden folgt sogleich der nächste Schrecken. Durch die vielen Szenen- und Charakterwechsel steigt das Tempo noch weiter. Ständig trift man auf fiese Cliffhanger, so das man gar nicht anders kann als weiter zu lesen.
Mika hat es, meiner Meinung nach, geschafft, Spannung, Aktion, Mystery, Horror und Sciencefiction perfekt zu einem ganzen vereinen und mich 100%ig überzeugt. Die Geschichte steht von der ersten bis zur letzten Seite unter Dauerstrom und in keinem Moment kommt auch nur ein Funken von Langweilige auf.
Wonders Macht wirkt kein bisschen wie ein Debüt sondern als hätte Mika schon dutzende Werke veröffentlicht, der geborene Schreiberling.
Dieses Buch empfehle ich definitiv jedem der auf Aktion und Horror steht und nicht zu zart besaitet ist.
The Robin on the Oak Throne – Der Fluch des Rotkehlchens ist der zweite Band der Oak & Holly-Saga und sollte nicht ohne den ersten gelesen werden. Ich war zwar ziemlich schnell wieder in der Geschichte, ...
The Robin on the Oak Throne – Der Fluch des Rotkehlchens ist der zweite Band der Oak & Holly-Saga und sollte nicht ohne den ersten gelesen werden. Ich war zwar ziemlich schnell wieder in der Geschichte, plädiere aber definitiv für ein "Was bisher geschah" für Band 3.
Der Schreibstil von K. A. Linde macht es einem aber auch leicht, wieder einzutauchen. Er ist packend, stellenweise ziemlich intensiv und schafft es, den Leser trotz der kleinen Längen an das Buch zu fesseln. Die Autorin hat hier eine ziemlich ausgewogene Mischung aus actionreichen Szenen, emotionalen Momenten und verschiedenen Konflikten zu Papier gebracht, die mich persönlich wieder ziemlich überzeugen konnten.
Das Setting rund um das zerstörte, magische New York hat mir wieder richtig gut gefallen. Diese Welt mit ihren unterschiedlichen Territorien, den verschiedenen Wesen und den Machtstrukturen fühlt sich authentisch (Ja, ich weiß, Fantasy und so) an und bringt eine düstere, teilweise auch bedrückende Atmosphäre mit sich. Dazu kommen neue Orte, Einblicke und Charaktere, die das Ganze noch erweitern und für zusätzliche Tiefe sorgen.
Es passiert viel. Teilweise vielleicht sogar ein bisschen zu viel. Es gibt mehrere Stränge, die parallel laufen, Intrigen, Kämpfe, Pläne, Geheimnisse aus der Vergangenheit. Das ist spannend, keine Frage, aber an manchen Stellen verliert sich die Geschichte ein wenig darin, wodurch eben diese kleinen Längen entstehen. Dafür geht es am Ende nochmal ordentlich rund. Gerade die letzten Kapitel … na ja, sagen wir so, ich hasse das vorläufige Ende ein bisschen.
Kierse ist und bleibt eine Bad-Ass Protagonistin. Ich find sie toll! Sie entwickelt sich weiter, wirkt stellenweise reflektierter, trifft aber trotzdem Entscheidungen, bei denen ich hin und wieder nur den Kopf schütteln konnte. Sie handelt impulsiv, manchmal unfair, und steht sich damit selbst im Weg. Aber genau das macht sie auch nachvollziehbar, auch wenn ich sie regelmäßig schütteln wollte.
Graves dagegen … schwierig, ihn nicht zu mögen. Er bleibt morally grey, was wir ja bekanntlich lieben, tut Dinge, die man nicht unbedingt gutheißen kann, und trotzdem versteht man ihn irgendwo. Seine Entwicklung ist deutlich spürbar, er öffnet sich mehr, zeigt mehr von sich, ohne dabei zu verweichlichen. Er vereint eine Mischung aus Kontrolle, Loyalität und Gefahr.
Zwischen Kierse und Graves ist immer noch diese Spannung, dieses Hin und Her zwischen Vertrauen und Misstrauen. Man merkt, dass da Gefühle sind, ein ständiger Funkenflug, aber sie kommen sich ständig selbst in die Quere. Wäre ja auch zu einfach, wenn es nicht so wäre, aber zumindest wird ihre Beziehung nie langweilig
Einige Nebencharaktere habe ich geliebt, andere würde ich gerne gegen die Wand klatschen, aber sie alle haben einen wirklich Einfluss auf die Handlung und werden mehr oder weniger gebraucht.
Fazit
Der Fluch des Rotkehlchens ist eine spannende, düstere und emotionale Fortsetzung, die vor allem durch ihre Figuren, das Worldbuilding und die intensive Dynamik zwischen Kierse und Graves lebt. Trotz einiger Längen und kleiner Schwächen habe ich das Buch geliebt und will unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Schattenerbin ist der zweite Band der Die Schwarzen Juwelen-Reihe und knüpft direkt an die Ereignisse von Bluttochter an. Der Einstieg fiel mir dadurch deutlich leichter, weil Welt, Magiesystem und Figuren ...
Schattenerbin ist der zweite Band der Die Schwarzen Juwelen-Reihe und knüpft direkt an die Ereignisse von Bluttochter an. Der Einstieg fiel mir dadurch deutlich leichter, weil Welt, Magiesystem und Figuren bereits bekannt sind, auch wenn ich sie noch nicht komplett durchschaut habe. Trotzdem war ich sofort wieder in dieser düsteren, komplexen Geschichte.
Der Schreibstil von Anne Bishop ist intensiv und sehr atmosphärisch. Sie fordert die volle Aufmerksamkeit des Lesers und schafft es, Emotionen und Konflikte greifbar zu machen und die düstere Stimmung der Geschichte konsequent durchzuziehen. Gleichzeitig ist die Erzählweise eher ruhig und fokussiert sich stark auf Gedanken, Entwicklungen und zwischenmenschliche Spannungen.
Die Welt bleibt düster, teilweise grausam und von klaren Machtstrukturen durchzogen. Man merkt schnell, dass jede Entscheidung Folgen hat und dass Position und Einfluss nicht nur Vorteile mit sich bringen. Es geht hier nicht nur um Stärke, sondern auch um Verantwortung, Schmerz und Opfer.
Jaenelle steht wieder im Mittelpunkt und ihre Entwicklung ist einer der stärksten Aspekte des Buches. Man begleitet sie dabei, wie sie mit ihrer Rolle, ihren Kräften und den Erwartungen an sie umgeht. Sie wächst an dem, was von ihr verlangt wird, auch wenn dieser Weg alles andere als einfach ist. Ihre Gedanken und ihr Umgang mit dem, was auf ihr lastet, sind nachvollziehbar und wirken authentisch.
Die Beziehungen zwischen den Figuren entwickeln sich weiter und neue Figuren bringen zusätzliche Spannung hinein.
Fazit
Schattenerbin ist eine intensive Fortsetzung, die vor allem durch ihre Charakterentwicklung und die komplexe, düstere Welt überzeugt. Auch wenn das Tempo stellenweise langsamer ist, bleibt die Geschichte spannend und baut die Grundlage für das, was noch kommt.