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Veröffentlicht am 07.05.2026

Reich und Schön

Léon und die Frau im blauen Kleid
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Inmitten der flirrenden Sommerhitze spülen die Wellen eine junge Frau tot ans Ufer des Strandes von Nizza. Während die Hoteliers in Sorge um ihre Gäste rasch um Normalität bemüht sind, ist es an Commissaire ...

Inmitten der flirrenden Sommerhitze spülen die Wellen eine junge Frau tot ans Ufer des Strandes von Nizza. Während die Hoteliers in Sorge um ihre Gäste rasch um Normalität bemüht sind, ist es an Commissaire Léon de Cavallier, den Fall zu klären. Da sein bisheriger Kollege Guillaume Hoche soeben den verdienten Ruhestand angetreten hat, steht ihm dabei jemand Neues zur Seite, und diese Person passt so gar nicht zu seiner unnahbaren, versnobten Art.

Ein Ermittlerduo, das unterschiedlicher nicht sein könnte und dadurch allein schon für großartige Unterhaltung sorgt, hat Alexander Oetker hier geschaffen. Aber auch der Kriminalfall rund um die unbekannte Tote entpuppt sich als grandioser Start in eine neue Serie. Reich und Schön trifft auf Drogen und Sexpartys, Arroganz trifft auf Durchsetzungswillen, hinter tiefem Schweigen verbergen sich ungeahnte Geheimnisse.

Auf gewohnt eloquente Art und Weise charakterisiert Oetker seine Figuren, allen voran Commissaire Léon de Cavallier und Commissaire Nadia Bentaleb, die vollen Einsatz zeigen im Kampf gegen das Verbrechen und für mehr Gerechtigkeit. Die Atmosphäre im schönen Süden Frankreichs wird durch bildhafte Beschreibungen bestens eingefangen und sorgte für Urlaubsflair, wäre da nicht die Leiche am Strand, welche den Genuss von Champagner und Kaviar trübt. Detaillierte Milieustudien höchst unterschiedlicher Lebenswelten bringen Spannung ins Geschehen, die kurzweiligen Kapitel Abwechslung in den Ermittlungsalltag. Auch die Auflösung passt perfekt, Täter und Motiv sind schlüssig, das Rätsel um die Todesanzeige zu Beginn ist gelöst. Aber halt! Da gibt es doch noch etwas, das ich genauer wissen will – ich hoffe, die offenen Fragen werden im Folgeband gelöst …

Der fulminante Auftakt einer neuen, vielversprechenden Krimireihe von Alexander Oetker – ich freue mich schon jetzt auf mehr davon! Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 26.04.2026

Reich und Schön

Léon und die Frau im blauen Kleid
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Inmitten der flirrenden Sommerhitze spülen die Wellen eine junge Frau tot ans Ufer des Strandes von Nizza. Während die Hoteliers in Sorge um ihre Gäste rasch um Normalität bemüht sind, ist es an Commissaire ...

Inmitten der flirrenden Sommerhitze spülen die Wellen eine junge Frau tot ans Ufer des Strandes von Nizza. Während die Hoteliers in Sorge um ihre Gäste rasch um Normalität bemüht sind, ist es an Commissaire Léon de Cavallier, den Fall zu klären. Da sein bisheriger Kollege Guillaume Hoche soeben den verdienten Ruhestand angetreten hat, steht ihm dabei jemand Neues zur Seite, und diese Person passt so gar nicht zu seiner unnahbaren, versnobten Art.

Ein Ermittlerduo, das unterschiedlicher nicht sein könnte und dadurch allein schon für großartige Unterhaltung sorgt, hat Alexander Oetker hier geschaffen. Aber auch der Kriminalfall rund um die unbekannte Tote entpuppt sich als grandioser Start in eine neue Serie. Reich und Schön trifft auf Drogen und Sexpartys, Arroganz trifft auf Durchsetzungswillen, hinter tiefem Schweigen verbergen sich ungeahnte Geheimnisse.

Auf gewohnt eloquente Art und Weise charakterisiert Oetker seine Figuren, allen voran Commissaire Léon de Cavallier und Commissaire Nadia Bentaleb, die vollen Einsatz zeigen im Kampf gegen das Verbrechen und für mehr Gerechtigkeit. Die Atmosphäre im schönen Süden Frankreichs wird durch bildhafte Beschreibungen bestens eingefangen und sorgte für Urlaubsflair, wäre da nicht die Leiche am Strand, welche den Genuss von Champagner und Kaviar trübt. Detaillierte Milieustudien höchst unterschiedlicher Lebenswelten bringen Spannung ins Geschehen, die kurzweiligen Kapitel Abwechslung in den Ermittlungsalltag. Auch die Auflösung passt perfekt, Täter und Motiv sind schlüssig, das Rätsel um die Todesanzeige zu Beginn ist gelöst. Aber halt! Da gibt es doch noch etwas, das ich genauer wissen will – ich hoffe, die offenen Fragen werden im Folgeband gelöst …

Der fulminante Auftakt einer neuen, vielversprechenden Krimireihe von Alexander Oetker – ich freue mich schon jetzt auf mehr davon! Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 26.04.2026

Freigeist

Das unehrenhafte Mädchen
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Josefa ist gerade frisch mit Berthold vermählt, als sie erkennt, dass diese Ehe nur dem beiderseitigen Geschäftsvorteil ihres Stiefvaters und Bertholds dient, während sie selbst das brave Hausmütterchen ...

Josefa ist gerade frisch mit Berthold vermählt, als sie erkennt, dass diese Ehe nur dem beiderseitigen Geschäftsvorteil ihres Stiefvaters und Bertholds dient, während sie selbst das brave Hausmütterchen neben einem alkoholsüchtigen Ehemann spielen soll. Im Jahre 1897 ist guter Rat teuer, will sie sich den gängigen Konventionen widersetzen.

Der dritte, spannende Teil aus der Reihe „Die Töchter aus Innsbruck“ handelt von Josefa, der jüngsten Tochter aus angesehenem Kaufmannshause. Nach Fannerl und Elsa steht nun sie im Mittelpunkt einer ergreifenden Geschichte, welche uns noch einmal nach Innsbruck und seine schöne Umgebung führt. Josefa ist ein Freigeist, interessiert sich für Geschichte und Kunst und möchte gerne studieren. Allerdings ist das für Frauen im ausklingenden 19. Jahrhundert nicht vorgesehen, schon gar nicht, wenn der Herr Gemahl seine Zustimmung verweigert.

Bildreich und lebendig baut Lotte Römer die einzelnen Szenen auf, erweckt ihre Figuren mit munteren Dialogen zum Leben. Wie nebenbei streut sie gut recherchierte Details ins Geschehen ein, sodass das Flair der Zeit wie von selbst überspringt auf den Leser und ihn komplett eintauchen lässt in diese wunderbare Geschichte. Der Mut der Frauen, der Zusammenhalt unter den drei Schwestern und viel Liebe werden spürbar, weshalb auch dieser Roman wieder ganz besondere Lesestunden bereithält.

Ein gelungener Abschluss der überaus lesenswerten Trilogie, die ich als Ganzes sehr gerne weiterempfehle.


Veröffentlicht am 25.04.2026

Rot

Nebelbeute
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Rot wie Blut ist das Kleid, in dem Mila Weiss um ihr Leben kämpft, denn im dritten, überaus spannenden Fall der Gruppe 4 gerät sie in die Fänge ihrer Widersacher. Diesmal bangen wir inmitten verschneiter ...

Rot wie Blut ist das Kleid, in dem Mila Weiss um ihr Leben kämpft, denn im dritten, überaus spannenden Fall der Gruppe 4 gerät sie in die Fänge ihrer Widersacher. Diesmal bangen wir inmitten verschneiter Berge um die gewitzte Kollegin von Jakob Krogh.

Benjamin Cors, wie wir ihn kennen – vom ersten Moment weg kreiert er mitreißende Szenen und aufregende Momente, welche seine Leser auch diesmal wieder ans Geschehen fesseln, bis die Stunde der Wahrheit kommt. Basierend auf früheren Ereignissen reist Mila in die Berge, um vordergründig Ruhe und Erholung zu suchen, in Wahrheit allerdings einem Phantom aus ihrer Vergangenheit nachzujagen. Die Atmosphäre des abgeschiedenen Dorfes untermalt perfekt die Stimmung, der frische Schnee deckt immer wieder neue Spuren zu. Aber das ebenso ungewöhnliche wie großartige Team der Gruppe 4 bleibt hartnäckig dran, zieht aus den Hinweisen des Profilers die richtigen Schlüsse. Und dann kommt doch noch einmal alles ganz anders …

Raffinierte Schachzüge verleihen auch dem dritten Band dieser großartigen Serie das gewisse Etwas, das Lesevergnügen ist durchwegs auf höchstem Niveau! Ich empfehle die gesamte Serie sehr gerne weiter.

Veröffentlicht am 23.04.2026

Wo das Leben einfach schmeckt

Sommerwind in der Toskana
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Als einzige Nachfahrin erbt Laura das Haus ihres Onkels in der Toskana. Obwohl sie es ganz schnell verkaufen und rasch wieder nach Frankfurt zurückkehren will, hält sie irgendetwas länger als geplant im ...

Als einzige Nachfahrin erbt Laura das Haus ihres Onkels in der Toskana. Obwohl sie es ganz schnell verkaufen und rasch wieder nach Frankfurt zurückkehren will, hält sie irgendetwas länger als geplant im schönen Süden.

Lebendig und voller bunter Bilder erzählt Karin Seemayer aus den Blickwinkeln von Laura und Luca, schildert die beeindruckende Landschaft der Toskana in leuchtenden Farben und bringt in Nonna Marias Küche die köstlichsten Speisen auf den Tisch. Wer bekommt kein Fernweh, wenn nussiges Olivenöl auf frisches Brot trifft, wenn saftige Marillen und satter Wein um die Wette strahlen? Wo das Leben einfach schmeckt, da findet Laura spannende Aufgaben, denen sie sich gerne widmet und wie von selbst ihre Werteskala neu ordnet. Der verschmitzt lächelnde Luca, den sie schon aus Sommerurlauben in Kindertagen kennt, lässt die junge Deutsche ebenfalls nicht kalt.

Ruhig und einfühlsam kommen die übersichtlich kurz gehaltenen Kapitel daher, bringen ohne großes Aufhebens Änderungen und Neuerungen mit und üben genau dadurch einen ungeahnten Sog beim Lesen aus. Naturverbundenheit und Familiensinn sind spürbar echt, die Figuren realistisch und glaubwürdig. Egal, ob man die Toskana bereits kennt oder nicht, spätestens nach dieser virtuellen Reise möchte man tatsächlich in die Ferne schweifen.

Ein stimmungsvoller Roman, der durch Ruhe und Geradlinigkeit überzeugt. Leseempfehlung!

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