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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2022

Solides Buch mit schönem Schreibstil

Tales of Hope and Despair
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Dieser Teil schließt sich nahtlos an den Vorgänger an und man kommt dank des wirklich guten Schreibstils gut in die Geschichte rein und die Charaktere sind direkt wieder vertraut.
Vorgänger sollten auf ...

Dieser Teil schließt sich nahtlos an den Vorgänger an und man kommt dank des wirklich guten Schreibstils gut in die Geschichte rein und die Charaktere sind direkt wieder vertraut.
Vorgänger sollten auf jeden Fall gelesen werden, aber ich denke das erklärt sich von alleine.

Die Charaktere waren mir sympathisch, vor allem Liana und Kieran.
Die Story Line ist grundsätzlich echt spannend, nur leider gab es für mich immer wieder Stellen die mir persönlich ein bisschen zu zäh und zu trocken waren.
Es gibt wirklich sehr viele Charaktere, daher finde ich es schade, dass einige recht oberflächlich sind und es mir oft an Tiefe und Emotionen gefehlt hat.
Wer auf viel Romantasy hofft, wieder aber auch in diesem Teil wieder enttäuscht werden.
Aber der Mix aus Fantasy und Science-Fiction ist echt fantastisch.
Wie es in der Inhaltsangabe steht „Wissenschaft und Magie“. Es passt wirklich sehr gut.
Trotz hier und da zähen Phasen, ist dieses Buch ein Pageturner und ein wirklich gutes Finale.
Das Cover ist wirklich schön, der Grundstil passt zu den Vorgängern, allerdings stört mich die Farbe etwas, aber das ist echt nicht dramatisch und ändert nichts an meiner Bewertung.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Starkes Oz Retelling mit kleinen Schwächen

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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„West of Wicked“ war für mich ein Buch mit richtig starken Ansätzen, das mich aber nicht komplett überzeugen konnte. Die düstere Neuinterpretation von Oz fand ich unglaublich spannend und atmosphärisch. ...

„West of Wicked“ war für mich ein Buch mit richtig starken Ansätzen, das mich aber nicht komplett überzeugen konnte. Die düstere Neuinterpretation von Oz fand ich unglaublich spannend und atmosphärisch. Gerade am Anfang war ich sofort in der Geschichte drin. Nikki St. Crowe schafft es, diese bekannte Welt deutlich dunkler, gefährlicher und auch sinnlicher wirken zu lassen. Besonders die Mischung aus Dark Fantasy, Romantasy und den bekannten Oz Elementen hat mir gefallen. Dorothy wirkte hier deutlich erwachsener und gebrochener als in den klassischen Versionen, was gut zur Stimmung des Buches passt. Auch die morally grey Charaktere und die geheimnisvolle Atmosphäre konnten mich neugierig machen.
Der Schreibstil liest sich angenehm locker und flüssig, wodurch ich schnell durch die Seiten gekommen bin. Die Kapitel aus verschiedenen Perspektiven fand ich ebenfalls gelungen, weil man dadurch mehr Einblicke in die Charaktere und ihre Motive bekommt. Einige Szenen waren wirklich spannend und hatten genau diese düstere Magie, die ich mir von einer Oz Retelling wünsche. Besonders die Idee, bekannte Figuren wie den Scarecrow oder den Tin Man neu zu interpretieren, mochte ich sehr.
Trotzdem hatte das Buch für mich leider einige Schwächen. Vor allem in der Mitte hat die Geschichte deutlich an Spannung verloren. Es gab Passagen, die sich gezogen haben und eher wie Vorbereitung auf die Fortsetzung wirkten, statt wirklich die Handlung voranzubringen. Teilweise fehlte mir auch etwas Tiefe bei den Charakteren und bei der Welt. Gerade weil das Setting so viel Potenzial hat, hätte ich mir noch mehr Hintergrundinformationen und emotionalen Aufbau gewünscht. Die Romance konnte mich ebenfalls nicht komplett abholen, weil manche Entwicklungen für mich etwas zu schnell kamen.
Insgesamt fand ich „West of Wicked“ unterhaltsam und atmosphärisch, aber nicht komplett rund. Wer Dark Romantasy, morally grey Charaktere und düstere Märchenretellings liebt, wird hier wahrscheinlich trotzdem Spaß haben. Für mich war es ein solider Auftakt mit starken Ideen, aber auch einigen Längen und verschenktem Potenzial.
3 von 5 Sternen. ⭐⭐⭐

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Spannende Idee, aber nicht ganz ausgeschöpft

Beth is dead
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Die Grundidee ist wirklich stark. Beth wird tot aufgefunden und ihre Schwestern versuchen herauszufinden, wer sie umgebracht hat. Dabei gerät einfach jeder unter Verdacht, sogar sie selbst. Diese Mischung ...

Die Grundidee ist wirklich stark. Beth wird tot aufgefunden und ihre Schwestern versuchen herauszufinden, wer sie umgebracht hat. Dabei gerät einfach jeder unter Verdacht, sogar sie selbst. Diese Mischung aus Familiendrama und Murder Mystery hat definitiv Potenzial und das merkt man auch beim Lesen. Die Story baut auf Geheimnissen, Motiven und Misstrauen auf, und das sorgt stellenweise echt für Spannung.
Was mir gut gefallen hat:
Die wechselnden Perspektiven bringen Dynamik rein und man bekommt nach und nach ein klareres Bild davon, was eigentlich passiert ist. Außerdem fand ich die moderne Umsetzung der bekannten Figuren überraschend gelungen. Auch ohne Vorkenntnisse kommt man gut rein, aber wer das Original kennt, erkennt viele kleine Anspielungen wieder.
Aber genau hier liegt auch ein Problem.
Manchmal wirkt das Ganze ein bisschen zu konstruiert. Jeder hat ein Motiv, jeder ist irgendwie verdächtig, und irgendwann fühlt es sich eher nach „okay, jetzt wird es ein bisschen viel“ an. Die Twists sind solide, aber nicht komplett mindblowing. Ich hatte mehrfach das Gefühl, dass die Geschichte mich unbedingt überraschen will, statt es einfach natürlich passieren zu lassen.
Die Figuren sind okay, aber ich bin emotional nicht richtig warm mit ihnen geworden. Gerade weil ständig Misstrauen zwischen den Schwestern herrscht, fehlt ein bisschen die echte Verbindung. Das passt zwar zur Story, macht es aber schwieriger, wirklich mitzufiebern.
Der Schreibstil ist locker und gut lesbar, teilweise fast schon ein bisschen zu glatt. Es liest sich schnell weg, aber es bleibt auch nicht alles hängen.

Zum Cover:
Nichts, was einen komplett umhaut, aber definitiv hübsch. Es passt zum Genre und zur Stimmung, ohne besonders herauszustechen.

Fazit:
Ein spannender Ansatz mit einer richtig coolen Idee, aber nicht ganz konsequent umgesetzt. Unterhaltsam für zwischendurch, aber kein Thriller, der einen komplett aus den Socken haut. Wenn du Lust auf ein modernes, leicht dramatisches Mystery mit bekannten Figuren hast, kannst du hier ruhig reinschauen, aber erwarte kein absolutes Highlight.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Sommer, Sonne, Mordfall, und ein bisschen zu viel Leerlauf

39 Grad Mord
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Ich hatte richtig Lust auf 39 Grad Mord von Jenny Lund Madsen, Sizilien, eine Krimiautorin als Ermittlerin und dazu dieser leicht ironische Ton? Klang nach perfekter Urlaubslektüre. Und ja: teilweise ist ...

Ich hatte richtig Lust auf 39 Grad Mord von Jenny Lund Madsen, Sizilien, eine Krimiautorin als Ermittlerin und dazu dieser leicht ironische Ton? Klang nach perfekter Urlaubslektüre. Und ja: teilweise ist es das auch. Aber eben nicht durchgehend.
Die Geschichte startet super atmosphärisch: sengende Hitze, eine luxuriöse Villa, viel Wein, und plötzlich eine Leiche mitten in der Küche. Hauptfigur Hannah stolpert eher unfreiwillig in den Fall hinein und wird direkt selbst zur Verdächtigen. Das sorgt erstmal für Spannung und macht neugierig.
Was mir wirklich gefallen hat: der Humor. Hannah ist keine typische Hochglanz, Ermittlerin, sondern eher chaotisch, leicht verkatert und ziemlich selbstironisch. Das bringt frischen Wind in den Krimi und sorgt immer wieder für kleine Schmunzler. Auch das Setting auf Sizilien ist richtig schön eingefangen, man spürt die Hitze, das Essen, dieses leicht träge Urlaubsgefühl.
Aber genau da liegt auch ein Problem: Es ist teilweise zu träge. Gerade in der Mitte zieht sich die Handlung ziemlich, weil viel Atmosphäre aufgebaut wird, aber die eigentliche Spannung etwas auf der Strecke bleibt. Ich hatte öfter das Gefühl, dass der Fall nebenbei läuft, während Hannah eher mit sich selbst beschäftigt ist.
Die Auflösung? Solide, aber nicht komplett überraschend. Es passt alles zusammen, aber der große „Wow“, Moment bleibt ein bisschen aus. Dafür punktet das Buch eher mit Stimmung als mit Nervenkitzel.
Unterm Strich ist das ein unterhaltsamer Sommerkrimi mit Witz und einer sympathisch unperfekten Hauptfigur, aber eben auch mit Längen, die den Lesefluss etwas bremsen.
⭐⭐⭐☆☆ (3/5 Sterne)
Gut für zwischendurch, aber kein absoluter Pageturner.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Fake Dating, große Gefühle, aber mit Luft nach oben

Terms of Attraction 1. The Knockout Contract
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Terms of Attraction 1. The Knockout Contract von Stefanie Santer ist genau das, was man von einer modernen New-Adult-Romance erwartet: Fake Dating, Bad Boy, College-Vibes, und natürlich jede Menge knisternde ...

Terms of Attraction 1. The Knockout Contract von Stefanie Santer ist genau das, was man von einer modernen New-Adult-Romance erwartet: Fake Dating, Bad Boy, College-Vibes, und natürlich jede Menge knisternde Momente. Und ja, ich hatte definitiv Spaß beim Lesen… aber ganz überzeugt hat es mich nicht.
Die Story rund um Lainey und Parker ist super schnell erzählt: Sie braucht ein Fake-Date für eine Hochzeit, er ist der berüchtigte Boxer, und zack, haben wir den klassischen Deal, bei dem Gefühle natürlich „nicht erlaubt“ sind. Was mir direkt gefallen hat, war der lockere, leicht humorvolle Schreibstil. Das Buch liest sich wirklich weg wie nichts, die Dialoge sind oft witzig und die Dynamik zwischen den beiden funktioniert einfach. Gerade Parker bringt diesen typischen Charme mit, der einen schon ein bisschen schwach werden lässt.
Allerdings… und das ist mein größter Kritikpunkt: Es bleibt alles ein bisschen zu oberflächlich. Viele Themen werden angerissen, aber nicht wirklich vertieft, und die emotionale Entwicklung geht mir teilweise zu schnell. Die Handlung selbst ist ziemlich vorhersehbar, man weiß eigentlich von Anfang an, wohin die Reise geht. Das kann cozy sein, aber hier hätte ich mir einfach ein bisschen mehr Tiefe oder Überraschung gewünscht.
Auch das große Drama bleibt eher auf Sparflamme, was einerseits angenehm ist (kein unnötiges Chaos), andererseits aber auch dazu führt, dass mir manchmal die Intensität gefehlt hat. Es ist mehr ein „Wohlfühlbuch“ als eine Geschichte, die einen emotional komplett mitreißt.
Unterm Strich ist es eine süße, unterhaltsame Sports Romance mit bekannten Tropes und viel Charme, perfekt für zwischendurch, aber nichts, was lange nachhallt.
⭐️⭐️⭐️ (3/5 Sterne)
Locker, unterhaltsam und genau richtig für einen entspannten Leseabend, aber mit etwas zu wenig Tiefe, um wirklich zu begeistern.

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