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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2026

Spannender Tech-Thriller mit interessanter Idee, aber Schwächen in der Umsetzung

Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln
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Code Null ist ein moderner Tech-Thriller, der sich mit aktuellen Themen wie künstlicher Intelligenz, Cyberterrorismus und der zunehmenden Abhängigkeit unserer Gesellschaft von digitalen Systemen beschäftigt. ...

Code Null ist ein moderner Tech-Thriller, der sich mit aktuellen Themen wie künstlicher Intelligenz, Cyberterrorismus und der zunehmenden Abhängigkeit unserer Gesellschaft von digitalen Systemen beschäftigt. Im Zentrum steht die Hackerin Charlie, die gemeinsam mit ihrer KI KIM versucht, einen Angriff auf das europäische Galileo-Satellitensystem zu verhindern. Die Grundidee ist spannend und wirkt erschreckend realistisch, da sie mögliche Schwachstellen moderner Infrastruktur aufgreift.
Positiv hervorzuheben ist vor allem der starke und spannende Einstieg in die Handlung. Von Beginn an wird eine bedrohliche Atmosphäre aufgebaut, die deutlich macht, wie gravierend die Folgen eines digitalen Angriffs sein können. Auch die technischen Aspekte werden größtenteils verständlich erklärt und zeigen, dass der Autor sich intensiv mit der Materie beschäftigt hat. Besonders die Kombination aus KI und Cyberkriminalität macht die Geschichte interessant und zeitgemäß.
Allerdings hat der Roman auch Schwächen. Im Verlauf der Handlung gibt es immer wieder Passagen, in denen sehr viele technische Erklärungen enthalten sind, was den Lesefluss teilweise verlangsamt. Dadurch verliert die Geschichte zwischendurch an Spannung. Auch einige Wendungen wirken vorhersehbar oder nicht ganz überzeugend konstruiert. Die Figuren bleiben insgesamt eher blass, insbesondere die Hauptfigur Charlie hätte mehr emotionale Tiefe vertragen, um greifbarer zu wirken.
Ein weiterer Kritikpunkt ist das Erzähltempo. Während der Anfang sehr packend ist, gibt es im Mittelteil einige Längen, in denen die Spannung deutlich abnimmt. Der Fokus liegt dort stärker auf technischen Abläufen als auf zwischenmenschlichen Konflikten oder Charakterentwicklung.
Insgesamt ist Code Null ein solider Thriller mit einer sehr interessanten Grundidee und einem hochaktuellen Thema. Wer sich für Technik, KI und digitale Bedrohungen interessiert, wird gut unterhalten. Aufgrund der genannten Schwächen reicht es jedoch nicht für eine durchgehend fesselnde Geschichte, weshalb der Roman 3 von 5 Sternen erhält.

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Veröffentlicht am 29.05.2026

Gute Idee, schwankende Umsetzung

Crown of War and Shadow
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„Crown of War and Shadow“ von J.R. Ward hat bei mir gemischte Gefühle hinterlassen. Die Grundidee und das Setting konnten mich grundsätzlich abholen, und es gibt durchaus spannende Momente, die mich dran ...

„Crown of War and Shadow“ von J.R. Ward hat bei mir gemischte Gefühle hinterlassen. Die Grundidee und das Setting konnten mich grundsätzlich abholen, und es gibt durchaus spannende Momente, die mich dran gehalten haben. Trotzdem hatte ich während des Lesens öfter das Gefühl, dass etwas fehlt oder nicht ganz rund ist.
Ein großer Kritikpunkt für mich war der Spice. Der hat mich diesmal überhaupt nicht überzeugt. Statt spannend oder emotional wirkte er eher aufgesetzt und hat für mich nicht gut in die Handlung gepasst. Außerdem hat mir auch die Beschreibung der Spice-Szenen gar nicht gefallen, das war für mich teilweise eher unangenehm und hat den Lesefluss eher gestört als ihn zu unterstützen.
Auch der Schreibstil hat mir im Vergleich zu anderen Büchern der Autorin weniger gefallen. Ich weiß nicht genau, ob es an diesem Band liegt oder vielleicht auch an der deutschen Übersetzung, aber irgendwie hat sich das Ganze weniger flüssig und weniger atmosphärisch gelesen als ich es von ihr gewohnt bin. Diese Überlegung mit unterschiedlichen Übersetzern kam mir beim Lesen tatsächlich auch, weil der Stil sich für mich deutlich anders angefühlt hat.
Positiv hervorheben möchte ich auf jeden Fall die schöne optische Gestaltung des Buches. Das Cover und die gesamte Aufmachung sind wirklich gelungen und machen das Buch auch im Regal zu einem Hingucker. Auch die Welt und die Grundidee sind weiterhin interessant und es gibt immer wieder kleine Momente, die emotional funktionieren oder neugierig machen. Man merkt, dass das Potenzial da ist, auch wenn es für mich nicht vollständig ausgeschöpft wurde.
Die Geschichte hat schon ihren Reiz, ich bin gern in diese Welt gegangen und wollte wissen wie es weitergeht. Es gab schöne kleine Szenen zwischen den Figuren, die sich echt angefühlt haben und die mich kurz vergessen lassen haben, was mich sonst gestört hat. Insgesamt war es für mich kein Highlight, aber auch kein komplett enttäuschendes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 11.05.2026

Starkes Oz Retelling mit kleinen Schwächen

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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„West of Wicked“ war für mich ein Buch mit richtig starken Ansätzen, das mich aber nicht komplett überzeugen konnte. Die düstere Neuinterpretation von Oz fand ich unglaublich spannend und atmosphärisch. ...

„West of Wicked“ war für mich ein Buch mit richtig starken Ansätzen, das mich aber nicht komplett überzeugen konnte. Die düstere Neuinterpretation von Oz fand ich unglaublich spannend und atmosphärisch. Gerade am Anfang war ich sofort in der Geschichte drin. Nikki St. Crowe schafft es, diese bekannte Welt deutlich dunkler, gefährlicher und auch sinnlicher wirken zu lassen. Besonders die Mischung aus Dark Fantasy, Romantasy und den bekannten Oz Elementen hat mir gefallen. Dorothy wirkte hier deutlich erwachsener und gebrochener als in den klassischen Versionen, was gut zur Stimmung des Buches passt. Auch die morally grey Charaktere und die geheimnisvolle Atmosphäre konnten mich neugierig machen.
Der Schreibstil liest sich angenehm locker und flüssig, wodurch ich schnell durch die Seiten gekommen bin. Die Kapitel aus verschiedenen Perspektiven fand ich ebenfalls gelungen, weil man dadurch mehr Einblicke in die Charaktere und ihre Motive bekommt. Einige Szenen waren wirklich spannend und hatten genau diese düstere Magie, die ich mir von einer Oz Retelling wünsche. Besonders die Idee, bekannte Figuren wie den Scarecrow oder den Tin Man neu zu interpretieren, mochte ich sehr.
Trotzdem hatte das Buch für mich leider einige Schwächen. Vor allem in der Mitte hat die Geschichte deutlich an Spannung verloren. Es gab Passagen, die sich gezogen haben und eher wie Vorbereitung auf die Fortsetzung wirkten, statt wirklich die Handlung voranzubringen. Teilweise fehlte mir auch etwas Tiefe bei den Charakteren und bei der Welt. Gerade weil das Setting so viel Potenzial hat, hätte ich mir noch mehr Hintergrundinformationen und emotionalen Aufbau gewünscht. Die Romance konnte mich ebenfalls nicht komplett abholen, weil manche Entwicklungen für mich etwas zu schnell kamen.
Insgesamt fand ich „West of Wicked“ unterhaltsam und atmosphärisch, aber nicht komplett rund. Wer Dark Romantasy, morally grey Charaktere und düstere Märchenretellings liebt, wird hier wahrscheinlich trotzdem Spaß haben. Für mich war es ein solider Auftakt mit starken Ideen, aber auch einigen Längen und verschenktem Potenzial.
3 von 5 Sternen. ⭐⭐⭐

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Spannende Idee, aber nicht ganz ausgeschöpft

Beth is dead
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Die Grundidee ist wirklich stark. Beth wird tot aufgefunden und ihre Schwestern versuchen herauszufinden, wer sie umgebracht hat. Dabei gerät einfach jeder unter Verdacht, sogar sie selbst. Diese Mischung ...

Die Grundidee ist wirklich stark. Beth wird tot aufgefunden und ihre Schwestern versuchen herauszufinden, wer sie umgebracht hat. Dabei gerät einfach jeder unter Verdacht, sogar sie selbst. Diese Mischung aus Familiendrama und Murder Mystery hat definitiv Potenzial und das merkt man auch beim Lesen. Die Story baut auf Geheimnissen, Motiven und Misstrauen auf, und das sorgt stellenweise echt für Spannung.
Was mir gut gefallen hat:
Die wechselnden Perspektiven bringen Dynamik rein und man bekommt nach und nach ein klareres Bild davon, was eigentlich passiert ist. Außerdem fand ich die moderne Umsetzung der bekannten Figuren überraschend gelungen. Auch ohne Vorkenntnisse kommt man gut rein, aber wer das Original kennt, erkennt viele kleine Anspielungen wieder.
Aber genau hier liegt auch ein Problem.
Manchmal wirkt das Ganze ein bisschen zu konstruiert. Jeder hat ein Motiv, jeder ist irgendwie verdächtig, und irgendwann fühlt es sich eher nach „okay, jetzt wird es ein bisschen viel“ an. Die Twists sind solide, aber nicht komplett mindblowing. Ich hatte mehrfach das Gefühl, dass die Geschichte mich unbedingt überraschen will, statt es einfach natürlich passieren zu lassen.
Die Figuren sind okay, aber ich bin emotional nicht richtig warm mit ihnen geworden. Gerade weil ständig Misstrauen zwischen den Schwestern herrscht, fehlt ein bisschen die echte Verbindung. Das passt zwar zur Story, macht es aber schwieriger, wirklich mitzufiebern.
Der Schreibstil ist locker und gut lesbar, teilweise fast schon ein bisschen zu glatt. Es liest sich schnell weg, aber es bleibt auch nicht alles hängen.

Zum Cover:
Nichts, was einen komplett umhaut, aber definitiv hübsch. Es passt zum Genre und zur Stimmung, ohne besonders herauszustechen.

Fazit:
Ein spannender Ansatz mit einer richtig coolen Idee, aber nicht ganz konsequent umgesetzt. Unterhaltsam für zwischendurch, aber kein Thriller, der einen komplett aus den Socken haut. Wenn du Lust auf ein modernes, leicht dramatisches Mystery mit bekannten Figuren hast, kannst du hier ruhig reinschauen, aber erwarte kein absolutes Highlight.

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Sommer, Sonne, Mordfall, und ein bisschen zu viel Leerlauf

39 Grad Mord
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Ich hatte richtig Lust auf 39 Grad Mord von Jenny Lund Madsen, Sizilien, eine Krimiautorin als Ermittlerin und dazu dieser leicht ironische Ton? Klang nach perfekter Urlaubslektüre. Und ja: teilweise ist ...

Ich hatte richtig Lust auf 39 Grad Mord von Jenny Lund Madsen, Sizilien, eine Krimiautorin als Ermittlerin und dazu dieser leicht ironische Ton? Klang nach perfekter Urlaubslektüre. Und ja: teilweise ist es das auch. Aber eben nicht durchgehend.
Die Geschichte startet super atmosphärisch: sengende Hitze, eine luxuriöse Villa, viel Wein, und plötzlich eine Leiche mitten in der Küche. Hauptfigur Hannah stolpert eher unfreiwillig in den Fall hinein und wird direkt selbst zur Verdächtigen. Das sorgt erstmal für Spannung und macht neugierig.
Was mir wirklich gefallen hat: der Humor. Hannah ist keine typische Hochglanz, Ermittlerin, sondern eher chaotisch, leicht verkatert und ziemlich selbstironisch. Das bringt frischen Wind in den Krimi und sorgt immer wieder für kleine Schmunzler. Auch das Setting auf Sizilien ist richtig schön eingefangen, man spürt die Hitze, das Essen, dieses leicht träge Urlaubsgefühl.
Aber genau da liegt auch ein Problem: Es ist teilweise zu träge. Gerade in der Mitte zieht sich die Handlung ziemlich, weil viel Atmosphäre aufgebaut wird, aber die eigentliche Spannung etwas auf der Strecke bleibt. Ich hatte öfter das Gefühl, dass der Fall nebenbei läuft, während Hannah eher mit sich selbst beschäftigt ist.
Die Auflösung? Solide, aber nicht komplett überraschend. Es passt alles zusammen, aber der große „Wow“, Moment bleibt ein bisschen aus. Dafür punktet das Buch eher mit Stimmung als mit Nervenkitzel.
Unterm Strich ist das ein unterhaltsamer Sommerkrimi mit Witz und einer sympathisch unperfekten Hauptfigur, aber eben auch mit Längen, die den Lesefluss etwas bremsen.
⭐⭐⭐☆☆ (3/5 Sterne)
Gut für zwischendurch, aber kein absoluter Pageturner.

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