Zurück in Glennkill
Widdersehen12 Jahre ist es her, dass ich das letzte Buch von Leonie Swann „Garou“ gelesen habe. Ich weiß es noch so genau, weil ich die letzten Seiten während der Wehen gelesen habe. Beckenkreisend stand ich im Wohnzimmer ...
12 Jahre ist es her, dass ich das letzte Buch von Leonie Swann „Garou“ gelesen habe. Ich weiß es noch so genau, weil ich die letzten Seiten während der Wehen gelesen habe. Beckenkreisend stand ich im Wohnzimmer und wollte dieses Buch unbedingt beenden, bevor meine Tochter auf die Welt kommt. Denn beim zweiten Kind weiß man: Jetzt ist es erstmal vorbei mit lesen. Deshalb habe ich mich unheimlich gefreut, als ich gesehen habe, dass es nach so vielen Jahren wieder ein neues Buch mit den knuffigen Schafen geben wird. Und das Wiedersehen war grandios. Die Schafherde kehrt aus Frankreich zurück nach Glennkill. Doch kaum angekommen erhält ihre Schäferin Rebecca ein Paket mit einem abgetrennten Finger und einer Nachricht. Wie zu erwarten, versetzt sie das ziemlich in Unruhe und kurz darauf verschwindet sie spurlos. Für die Schafe nicht akzeptable, so ohne Schäferin. Also begeben sie sich auf die Suche und geraten dabei über alle Berge und ins Paradis. Ich habe dieses Buch total gefeiert, mich köstlich über die Wortschöpfungen und die hochphilosophischen Schafe amüsiert. Die Welt aus Schafsicht ist einfach wollig. Wir sollten alle etwas mehr Schaf sein. Wer einfach mal Abstand nehmen möchte vom Getöse der Welt findet hier sein Glück.