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Venice

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2026

Alle glücklich?

Happy Head
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Der 16-jährige Seb erhält einen Brief in dem ihm die Teilnahme an einem Pilot Projekt 'Happy 'Head teilnehmen zu dürfen. Die Teilnahme ist verpflichtend! Schon diese Ansage sollte eigentlich reichen um ...

Der 16-jährige Seb erhält einen Brief in dem ihm die Teilnahme an einem Pilot Projekt 'Happy 'Head teilnehmen zu dürfen. Die Teilnahme ist verpflichtend! Schon diese Ansage sollte eigentlich reichen um hellhörig zu werden. Aber Seb der es schwer in der Schule und der Familie hat ist ebenso begeistert wie seine Familie die ihn an den abgelegenen Ort an der schottischen Küste bringt. Dort trifft er auf 99 andere erwartungsvolle Jugendliche. Eine eigenartige Mischung trifft dort aufeinander und auf die Veranstalter. In Gruppen sollen sie verschiedene Aufgaben bestehen und werden pausenlos überwacht. Besonders Finn hat es Seb angetan, spürt er doch eine Verbundenheit zu ihm.

Ein fast gruselig anmutendes Near Future Experiment mit aufgesetzter Fröhlichkeit. Die beiden merken schnell das mehr hinter dem Projekt steckt. Als die Gründerin spurlos verschwindet begeben sie sich auf eine gefährliche Reise. Der Schreibstil ist sehr lebendig und für ein Young-Adult Buch genau richtig. Auch mich hat dieses Buch irgendwie fasziniert. Wie leicht Menschen zu beeinflussen sind. Negativ war das Ende das offen ist. Ich wußte nicht, dass es sich um eine Dilogie handelt und man noch bis Herbst warten muss um das Ende zu lesen. Die Personen, angefangen von den Jugendlichen und dem psychologischem Personal werden gut beschrieben, die einzelnen Challenges teilweise etwas schräg was die Dynamik jedoch erhöht.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Hochaktuell und spannend

Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7)
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Nach einem rätselhaften Stromausfall in Südschweden stehen die Ermittler um Fabian Risk vor einem Rätsel. Ein kurioser Einbruch in einem Bargeld Depot, der Tod einer alten Frau und eine Kindesentführung. ...

Nach einem rätselhaften Stromausfall in Südschweden stehen die Ermittler um Fabian Risk vor einem Rätsel. Ein kurioser Einbruch in einem Bargeld Depot, der Tod einer alten Frau und eine Kindesentführung. Wie kann das zusammenhängen? Nach und nach entwickelt sich das Buch zu einem komplexen Thema. Die Zeugen mauern und wollen urplötzlich nichts mehr gesehen haben. Immer mehr Vorfälle geben Rätsel auf. Eine Notrufzentrale ist plötzlich längere Zeit unbesetzt während eine Amokfahrt eine Stadt in Auffruhr versetzt.

Es dauert lange bis eine Gemeinsamkeit erkennbar ist und man hinter eine verschworene Gemeinschaft blickt. Die Kapitel enden fast immer mit einem Cliffhänger was es einem fast unmöglich macht das Buch aus der Hand zu legen. Der Spannungsbogen wird sehr hoch gehalten und hat trotz seiner über 600 Seiten kaum Längen nur zum Ende hin wirkt es etwas aufgesetzt und zu viel des Guten. Das Buch ist auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bücher dieser Reihe gut lesbar.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Schräge Vögel

Pina fällt aus
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Pina kümmert sich alleine um ihren 20 jährigen Sohn Leo der mit seinen besonderen Bedürfnissen Unterstützung braucht. Seine Tage sind voller Routinen die nur er versteht. Doch eines Tages gerät seine Welt ...

Pina kümmert sich alleine um ihren 20 jährigen Sohn Leo der mit seinen besonderen Bedürfnissen Unterstützung braucht. Seine Tage sind voller Routinen die nur er versteht. Doch eines Tages gerät seine Welt durcheinander als seine Mutter mitten auf der Straße zusammenbricht. Jetzt liegt sie auf der Intensivstation und er ist alleine bei der 80 jährigen Nachbarin Inge. Die ist total überfordert was die Nachbarn auf den Plan ruft. Der eigenbrötleriche Wojtek der im Homeoffice arbeitet und es liebt seine Kristallfiguren mit einem Mikrofaser Tuch zu reinigen und die 16 jährige Schulabbrecherin Alina die Zola genannt werden möchte. Nachdem klar ist, Pina kommt so schnell nicht wieder kommt die Frage auf, wohin mit einem jungen Mann der nicht alleine leben kann. Sie entwickeln einen Plan und jeder dieser eigenwilligen Hausgemeinschaft muss etwas dazu beitragen.
Es ist schon eine eigenwillige Truppe von Personen die hier leben und doch schaffen sie es allmählich wieder Routine in den Alltag von Leo zu bringen.

Der Schreibstil ist eigenwillig und wirkt eher verhalten und beschreibend. Heitere Elemente fehlen nicht, wie das Lebensdokument das die über 80 jährige Inge vorlegen muss um zu beweisen dass sie lebt. Sie, die kerngesund ist und ihren ehemaligen Hausarzt überlebt hat und seit Jahren das Haus nicht mehr verlassen hat. Und der Sozialdienst im Krankenhaus der Pina erklärt, als pflegende Mutter stünden ihr regelmäßige Rehas zu. Nur die Frage, wohin mit dem Sohn kann nicht geklärt werden. Ein leiser Roman der dennoch den Finger auf die Wunde der überforderten Verwaltung legt und von viel Menschlichkeit zeugt.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Wem kannst du trauen

Du musst mich vergessen
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Carrie Cole, angehende Chirurgin lebt heute mit ihrem Mann und den Zwillingen im ländlichen Devon. Nach Jahren des Mutterseins möchte sie neu durchstarten und versucht an ihre alte Karriere anzuknüpfen. ...

Carrie Cole, angehende Chirurgin lebt heute mit ihrem Mann und den Zwillingen im ländlichen Devon. Nach Jahren des Mutterseins möchte sie neu durchstarten und versucht an ihre alte Karriere anzuknüpfen. Bei einem Praktikum in Schweden erfährt sie, dass Johan, der Mann mit dem sie nur einen Tag verheiratet war, aus dem Gefängnis frei gekommen ist. Noch heute muss sie an die traumatischen Ereignisse in Thailand denken, nach der Trauung am Strand wird ihr gerade angetrauter Ehemann von einem bewaffneten Einsatzkommando verhaftet und in ein Gefängnis gebracht. Obwohl ihre Mutter gute Kontakte hat, gelingt es ihr nicht viel über die Umstände zu erfahren und Johan kann keine Aussagen machen. Und jetzt soll es Johan gelungen sein, aus der thailändischen Haft zurück nach Schweden gekommen zu sein ohne sich bei ihr zu melden?

Die Rückblicke in die Vergangenheit bringen immer mehr Licht ins Dunkle und in den anderen Kapiteln erfährt man mehr über ihr heutiges Leben in England. Doch diese eine Nacht kann sie nicht vergessen. Es ist eine sehr berührende Geschichte die sich in einem fulminanten Schlußakt da offenbahrt. Mit dieser Entwicklung hätte ich nicht gerechnet. Der Schreibstil ist einfühlsam und lebendig. Anfangs gibt es ein paar Längen wenn immer wieder das gleiche Thema angesprochen wird, zum Ende hin wird dieser ruhige Roman jedoch recht spannend.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Lebensabend

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Bo ist 89 Jahre und lebt alleine mit seinem Hund Sixten in einem kleinen Dorf in Nordschweden. Nachdem seine Frau wegen einer Demenzerkrankung in einem Pflegeheim ist, sind seine Tage lang. Abwechslung ...

Bo ist 89 Jahre und lebt alleine mit seinem Hund Sixten in einem kleinen Dorf in Nordschweden. Nachdem seine Frau wegen einer Demenzerkrankung in einem Pflegeheim ist, sind seine Tage lang. Abwechslung sind die wechselnden Besuche des Pflegedienstes und seines Sohnes Hans. Bo ist auf die Hilfe angewiesen da ihm vieles schwer fällt und dann möchte sein Sohn im den geliebten Hund wegnehmen da Bo nicht mehr in der Lage ist lange Spaziergänge mit ihm zu unternehmen. Dabei braucht BoSixten nur findet er keine Worte mehr es Hans begreiflich zu machen.

In seinen einsamen Stunden in seinem Haus in dem Sommer wie Winters der Kamin brennt, denkt Bo an sein Leben zurück und seine Liebe zu den Hunden, die einzige Gemeinsamkeit mit seinem eigenen Vater, dem Alten der in Rückblicken ruppig und eigenbrötlerisch beschrieben wird. Wie vieles wollte Bo mit seinem Sohn besser machen, doch ausgerechnet Hans enttäuscht ihn in dem er ihm den Hund wegnimmt. Als dann auch noch Bos einziger Freund, der allein lebende Ture stirbt verliert er seinen ganzen Halt.

Ein sehr emotionaler Roman über das Älterwerden. Noch kann ich nicht nachvollziehen wie es ist, selbst einfache Dinge nicht mehr selbst ausführen zu können. Das Ende hat mich tief berührt. Der Schreibstil ist teilweise sehr melancholisch.

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