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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.04.2026

Unterhaltsamer Cosy-Krimi mit Seegang

Möwen, Seegang, falsche Fährte - Anni Gade und die Fördemorde
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Unterhaltsamer Cosy-Krimi mit Seegang
In dem Buch geht es die Freundinnen Anni und Nele, die unbeabsichtigt in einen Kriminalfall geraten, bei dem es um Kunstfälschung geht.

Die Fotografin Nele wittert ...

Unterhaltsamer Cosy-Krimi mit Seegang
In dem Buch geht es die Freundinnen Anni und Nele, die unbeabsichtigt in einen Kriminalfall geraten, bei dem es um Kunstfälschung geht.

Die Fotografin Nele wittert bei einem Fotografie-Wettbewerb zum Thema "Lost Places" ihren großen Durchbruch und hat für ihr Bewerbungsfoto eine alte, leerstehenden Mühle ins Auge gefasst. Dort soll es allerdings spuken, deshalb nimmt sie für das Shooting ihre Freundin Anni mit. Leider verschwindet Nele beim nächtlichen Aufenthalt in der Mühle spurlos, obwohl Anni sofort den Polizisten Jan Christiansen informiert und die Suche nach ihr beginnt. In der Mühle wird ein unterirdischer Tunnel entdeckt, der bis an die Grenze Dänemarks führt. Doch von Anni fehlt jede Spur. Es verdichten sich die Hinweise, dass Nele zufällig auf die Fährte von Kunstfälschern gekommen ist. Tagelang sucht die Polizei nach Nele und auch Anni versucht, ihre Freundin wieder zu finden, wobei sie selbst in Gefahr gerät.



Mir hat das Buch gut gefallen, die Charaktere werden schön beschrieben und sind sympathisch. Es ist nicht nötig, den vorherigen Band der Reihe zu kennen, denn man kann problemlos ohne Vorwissen einsteigen. Auch die Beschreibung der Umgebung finde ich sehr gelungen, man kann sich die Küstenregion bildlich vorstellen. Der Erzählstil ist sehr angenehm. Ab und zu findet ein Perspektivwechsel statt, durch den man die Geschichte nochmal aus einem anderen Winkel sieht.

Einzig das Ende war für mich nicht ganz rund und Anni war mir zum Schluss etwas zu waghalsig und naiv, darum ein Stern Abzug.

Insgesamt ist die Lektüre aber super spannend und gleichzeitig warm und herzig. Es ist eine tolle, seichte Unterhaltung für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Überraschendes Ende, aber die Handlung nicht immer ganz schlüssig

Die ewigen Toten
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Mir hat dieser Band wieder besser gefallen als der vorherige, von dem ich etwas enttäuscht war.



Dieses Mal spielt die Handlung in einem ehemaligen, verlassenen Krankenhaus in London. Dort werden an ...

Mir hat dieser Band wieder besser gefallen als der vorherige, von dem ich etwas enttäuscht war.



Dieses Mal spielt die Handlung in einem ehemaligen, verlassenen Krankenhaus in London. Dort werden an unterschiedlichen Stellen insgesamt 4 Leichen gefunden, bei denen es teilweise nach Folter aussieht. Bei der Suche nach dem Mörder und der identifizierung der Leichen scheint die Polizei kaum voranzukommen. Darum hetzt ein Anwalt die Öffentlichkeit auf die Polizei und kritisiert deren wenig überzeugende Ermittlungsarbeit und Kommunikation. Gleichzeitig macht der Abrissunternehmer Druck, der endlich das verlassene Krankenhaus vernichten will.

Dann gibt es noch eine ältere Dame, die Hunter einige Male besucht. Schnell gerät deren bettlägeriger Sohn ins Visier der Polizei.

Und zuletzt erscheint wieder Grace auf dem Radar, die Hunter in einem vorherigen Band fast umgebracht hat.

Die Story gefällt mir ganz gut. Zwischendurch passiert leider relativ wenig, weil die Polizei kapitellang nach weiteren Leichen sucht. Bei dem Einsatz des Leichenspürhunds glaube ich, dass das nicht ganz korrekt geschildert wird. Ich mache selbst mit unserem Hund gerade eine Ausbildung zum Trümmersuchhund. Dabei sucht der Hund zwar lebende Menschen, dennoch müssen Grundsätze beachtet werden, die vermutlich auch für Leichenhunde gelten. Zum einen gibt es bei Trümmersuchhunden den Grundsatz "von unten nach oben". Das heißt, man fängt im Keller an zu suchen und arbeitet sich nach oben durch. In dem Buch ist es aber genau umgekehrt, da wird oben angefangen, obwohl das Gebäude ja teilweise schon eingestürzt ist, folglich handelt es sich um ein Trümmergelände. Außerdem kommt es mir so vor, als würde der Leichenhund den ganzen Tag tagelang in dem Gebäude zum Einsatz kommen. Beckett schreibt sogar, dass der Hund schon gar keine Lust mehr hat auf seine Belohnung, den Tennisball. Kein Wunder, das ist Schwerstarbeit und kein Hund würde so lange durchhalten. Ich wünschte, Beckett hätte hier etwas gründlicher recherchiert. Zuletzt vermisse ich Rettungshunde bei der Suche nach der verschütteten Kommissarin. Nicht nur aufgrund ihrer Schwangerschaft ist es wichtig, sie so schnell wie möglich aus den Trümmern zu bergen. In der Realität würden hier sofort Rettungshunde angefordert werden, weil die einfach viel schneller und effektiver suchen. In dem Buch hört man erstaunlicherweise metertiefes Klopfen der Verschütteten. Nun ja.

Abgesehen davon fand ich manche Handlungen nicht schlüssig. Warum besucht Hunter mehrere Male die ältere Dame, obwohl sie so barsch ist? Warum hilft Hunter dem unsympathischen und überforderten Taphonomen und leistet noch nicht mal Widerrede, wenn dieser die Realität verdreht und ihn schlecht dastehen lässt? Warum sagt Hunter einem umstrittenen Treffen mit dem Anwalt zu und wartet nicht den Abschluss der Ermittlungen ab? Warum vereinbart Hunter einen Termin in seiner Wohnung mit einem aufdringlichen Journalisten, den er nicht kennt und dessen Ambitionen er nicht kennt?



Entschädigt wird man mit einem überraschenden Ende. Ich hätte es toll gefunden, wenn sich die Spannung nicht im Schlussteil potenziert, sondern auch in den Hauptteil eingeflossen wäre.

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Veröffentlicht am 20.06.2026

Ein Mörder unter Aussteigern?

Home Story
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Wilma Steingruber führt in 5. Generation einen idyllischen Bio-Bauernhof. Dort finden die unterschiedlichsten Menschen Zuflucht und ein augenscheinlich sicheres Zuhause. Alle leben familiär zusammen und ...

Wilma Steingruber führt in 5. Generation einen idyllischen Bio-Bauernhof. Dort finden die unterschiedlichsten Menschen Zuflucht und ein augenscheinlich sicheres Zuhause. Alle leben familiär zusammen und unterstützen sich gegenseitig bei den anfallenden Arbeiten im Selbstversorger-Alltag. Nur Wilmas Tochter Eva hat es nicht auf dem Hof gehalten. Sie lebt schon seit vielen Jahren als erfolgreiche Anwältin in München und pflegt keinen Kontakt zu ihrer Mutter. Eines Tages bekommt sie einen Anruf vom Hof- eine Frauenleiche wurde auf dem Grundstück gefunden. Dabei handelt es sich um eine Journalistin, die Eva beruflich kennt und die die Gemeinschaft am Vortag bedrängt hat. Nun benötigen sie anwaltlichen Beistand und Eva reist nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder zurück in ihre alte Heimat. Dort wird sie mit viel Skepsis und Misstrauen begrüßt. Offensichtlich haben die Bewohner Geheimnisse vor ihr und Eva will so schnell wie möglich wieder abreisen. Doch dann geschehen weitere Verbrechen- und alles sieht danach aus, dass der Übeltäter einer "von ihnen" ist...

Gleich auf der ersten Seite habe mich von der Schriftart gestört gefühlt. Die Schriftgröße ist in meinen Augen zu klein und noch dazu sehr blass. Ich habe das Buch tatsächlich aufgeschlagen neben andere Bücher gelegt und einen deutlichen Unterschied gemerkt. Außerdem ist die Schriftart ungünstig, denn wenn ein Wort mit "f" aufhört, verbindet es sich mit dem nächsten Wort. Nach einer Weile gewöhnt man sich schon dran, aber gelungen finde ich das nicht.

Der Sprachstil ist flüssig und ich habe gerne im Buch gelesen. Allerdings kann ich nicht behaupten, dass es wirklich spannend war. Erst in der zweiten Hälfte nimmt das Geschehen langsam Fahrt auf und am Ende gibt es noch ein paar Twists, von denen ich aber zumindest ein paar vorhergeahnt habe. Erzählt wird aus der Perspektive von unterschiedlichen Personen, das war vor allem an Anfang etwas herausfordernd, weil auch einfach so viele unterschiedliche Menschen auf dem Hof leben und alle "auf einmal" da waren. Zu Beginn des Buches gibt es eine Zusammenfassung aller Personen und das war wirklich hilfreich, ich musste mehrere Male zurückblättern und nachlesen. Die Charakterzüge der Einzelnen finde ich aber schön gezeichnet.

Zuletzt sind mir noch sprachliche Fehler aufgefallen:

- S. 180: "auchstark" anstelle von "auch stark"

- S. 276: "also ob" anstelle von "als ob"

- Irinas Mann heißt manchmal "Ralf" und manchmal "Ralph"

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Leitfaden für einen bewussteren Umgang mit Medien und Lebensmitteln

Kinder brauchen Dopamin
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Das Buch "Kinder brauchen Dopamin" beinhaltet 6 Kapitel, die das Zusammenspiel von Dopamin, Medien und Ernährung thematisieren. Jedes Kapitel startet mit wissenschaftlichen Input und geschichtlichen Hintergründen ...

Das Buch "Kinder brauchen Dopamin" beinhaltet 6 Kapitel, die das Zusammenspiel von Dopamin, Medien und Ernährung thematisieren. Jedes Kapitel startet mit wissenschaftlichen Input und geschichtlichen Hintergründen zu einem bestimmten Themenschwerpunkt (zum Beispiel über das Suchtrezepte der App-Entwickler oder Willensstärke). Danach folgt eine praktische Anleitung mit einer Strategie, um alte Gewohnheiten durch neue zu ersetzen. Das Ziel ist dabei immer, den Medienkonsum und die Handynutzung zu reduzieren bzw. Junk Food durch vollwertige Lebensmittel zu ersetzen. Zuletzt thematisiert jedes Kapitel ein kindliches Grundbedürfnis, die heutzutage häufig nicht gestillt werden.

Zum Abschluss folgt noch ein Aktionsplan und ein Vier-Wochen-Plan. Auch diese beiden Kapitel greifen jeweils ein kindliches Grundbedürfnis auf.

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Mit hat das Buch nur mittelmäßig gut gefallen. Der Wissenschaftsfaden stellt viele Experimente vor. Diese sind zwar interessant, aber werden meiner Meinung nach zu ausführlich behandelt. Was ich fachlich verstanden habe ist, dass bei Mediennutzung Unmengen an Dopamin ausgeschüttet werden, die das Verlangen beständig erhöhen, immer weiter zu machen. Darum kann man nicht aufhören, zum Beispiel durch TikTok zu scrollen. Gleichzeitig bleibt die Belohnung aus, darum ist man gefrustet. Die Autorin plädiert dafür, die Motivation umzulenken auf "echte" Aktivitäten, um von einer "echten" Belohnung zu profitieren. Das wird auch anhand von Grafiken erläutert, die in meinen Augen aber mehr Fragen aufgeworfen als Erklärungen geliefert haben. Gleichzeitig habe ich durch das Lesen des Buchs den Titel immer weniger verstanden, denn es geht nicht darum, dass Kinder Dopamin brauchen (das kriegen sie durch Social Media), sondern die Belohnung (Endorphine).

Am Praxisteil hat mir gefallen, dass man quasi von Anfang an mitarbeiten und sich während des Lesens über seine eigenen Werte und Ziele bewusst werden soll, um letztendlich einen persönlichen Masterplan zu entwickeln für ein Leben mit gesunden Gewohnheiten. Teilweise waren mir die Vorschläge aber zu banal bzw. sind diese für mich und meine Familie bereits selbstverständlich. Für andere Familien können aber gute Impulse dabei sein.

Die Grundbedürfnisse fand ich interessant, allerdings fand ich es verwirrend, dass diese kreuz und quer im Buch verstreut waren. Das gleiche gilt im Übrigen für die Themen Medien und Ernährung. Die Autorin erklärt zwar zu Beginn recht schlüssig, warum sie in diesem Buch beide Themengebiete aufgreift, die Umsetzung fand ich aber nicht wirklich gelungen. So legt ein Kapitel beispielsweise den Schwerpunkt auf Medien, zwischendurch fällt dann aber immer wieder ein Satz zu Snacks.

Der Vier-Wochen-Plan ist grundsätzlich eine gute Idee. Er greift aber im Wesentlichen alle Aspekte auf, die schon zuvor behandelt wurden und ist mir mit 70 Seiten deutlich zu lang und unübersichtlich.

Meine Erwartungen wurden daher leider nicht erfüllt. Hinzu kommt, dass die Autorin in jedem Kapitel über ihre Tochter Rosy, die schlechten Gewohnheiten in ihrer Familie, wie sie diese überwunden und letztendlich ein erfülltes Leben haben, erzählt. Das gibt dem Buch einerseits eine persönliche Note, andererseits hätte man das Buch auch "Die Erfolgsgeschichte der Doucleffs" nennen können.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Keine Anleitung für mein Leben

Anleitung für dein Leben
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Dr. Soph geht in ihrem umfangreichen Werk auf verschiedene Themen ein, die sie auch in Therapiesitzungen bespricht. Es geht beispielsweise um Panikattacken, Dating-Probleme oder Perfektionismus.

Sich ...

Dr. Soph geht in ihrem umfangreichen Werk auf verschiedene Themen ein, die sie auch in Therapiesitzungen bespricht. Es geht beispielsweise um Panikattacken, Dating-Probleme oder Perfektionismus.

Sich mit sich selbst zu befassen erfordert Geduld. Daher wiederholt die Autorin, beim Lesen Pausen einzulegen, um das Gelesene verarbeiten zu können. Lässt man sich Zeit, kann man einiges über sich selbst erfahren und lernen, mit schwierigen Situationen besser umzugehen.

Mir persönlich ist das Buch jedoch zu umfangreich und es werden viele Themen angesprochen, die für mein Leben nicht relevant sind. Der Stoff könnte auch Input eines ganzen Uni-Moduls sein.

Wer offen ist, über den Tellerrand hinaus zu blicken und ein psychologisches Nachschlagewerk haben möchte, wird Freude an diesem Buch haben. Wenn man es eher als Therapie an sich selbst nutzen will, sollte man irrelevante Bereiche überspringen oder am besten gleich ein Buch kaufen, das stärker die Themen abdeckt, die für einen selbst wichtig sind.

Den Titel finde ich nicht sehr gut gewählt. Ich jedenfalls habe keine wirkliche Anleitung für mein Leben bekommen.

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