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Veröffentlicht am 01.05.2026

Das intensive Leben einer starken Frau

Schwebende Lasten
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Gestaltung:
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Das Titelbild ist sehr unscharf. Es sind mehrere Frauen und ein Kind zu erkennen. Für mich symbolisiert es mehrere Momente, die fotografisch übereinander in einer Collage dargestellt ...

Gestaltung:
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Das Titelbild ist sehr unscharf. Es sind mehrere Frauen und ein Kind zu erkennen. Für mich symbolisiert es mehrere Momente, die fotografisch übereinander in einer Collage dargestellt sind. So, als wäre der Fotograf schnell durch die Zeit gereist. Es macht neugierig und passt sehr gut zu diesem intensiven Roman.

Inhalt:
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Hanna muss sich bereits in jungen Jahren bewähren. Ihre Mutter starb, als sie noch ein Kind war, ihr Vater war Pole und hat die Familie kurz nach Hannas Geburt verlassen. Aufgewachsen ist sie mit ihrer großen Schwester Liese und ihren Halbschwestern Rose und Margarete.
Vor allem Rose behandelt Hanna nicht besonders gut. Aber sie lernt bei ihr das Blumenbinden. Ihre Liebe zu Blumen wird bis zum Lebensende halten und eine stete Konstante sein. Sie heiratet, erlebt den Zweiten Weltkrieg, bekommt mehrere Kinder, von denen einige als Totgeburt zur Welt kommen und eins verliert sie im Krieg. Nach dem Krieg wird sie Teil der neu gegründeten DDR und Blumenbinden ist nicht mehr gefragt. So wird sie Kranfahrerin und zwar eine sehr gute. Von dort oben kann sie im Werk die Mitarbeiter beobachten und sich ihre Gedanken über die Welt machen.

Mein Eindruck:
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"Hanna existierte. Nicht mehr und nicht weniger. Sie hatte versucht, über das Menschsein nachzudenken, war aber zu keinem Ergebnis gekommen, außer dass Blumen ihr menschlicher
vorkamen als ihre eigene Gattung. Sie hatte schon lange keine mehr wahrgenommen, seit sie mehr Zeit auf dem Dorf verbrachte als in der Stadt."(S. 102)

Mir gefiel das Buch sehr gut. Der Schreibstil ist nüchtern und dennoch oder gerade deshalb übte der Roman einen starken Sog auf mich aus. Hannas Schicksal ist hart und es gibt viele sehr detailliert beschriebene Situationen, vor allem im Krieg. Ich dachte oft: Wie hält die Frau das aus und macht trotzdem immer weiter?
Von ihren Gefühlen bekommt man beim Lesen wenig mit. Hanna machte auf mich eher den Eindruck, dass sie versucht, sehr rational und funktional an alle Probleme heranzugehen. Sie stumpft innerlich ab und schafft es nur so, weiter zu funktionieren. Während ihr Mann früh Invalide wird durch einen Werksunfall und sich dem Alkohol widmet, entfacht in Hanna immer wieder die Kraft, weiterzumachen, um für ihre Familie zu sorgen.
Vor allem die Beschäftigung mit Blumen richtet sie auf und gibt ihr Kraft. So beginnt auch jedes Kapitel passend zum Inhalt mit dem Namen und der Kurzbeschreibung einer Pflanze. Mir hat dieses Stilmittel sehr gut gefallen und nebenbei habe ich viel über Botanik gelernt.
Als ich über den Titel "Schwebende Lasten" nachdachte, kam mir in den Sinn, dass er zweideutig gemeint sein könnte. Zum einen bezeichnet er die Lasten, die durch den Kran transportiert werden und ist somit Symbol für die Kranfahrertätigkeit von Hanna. Zum anderen bedrohen aber auch immer wieder viele Schicksalsschläge ihr Leben und schweben als Lasten darüber. Diese Anspielung und Mehrdeutigkeit gefiel mir sehr gut.
Ich habe diesen Roman verschlungen. Bei den schlimmeren Szenen verhielt es sich wie bei einem Unfall: Man will nicht hinsehen, aber man kann auch nicht wegsehen. Und so musste ich diese Erzählung immer weiterlesen, um zu erfahren, wie Hanna weitermacht und wie alles endet.
Das Buch hallt noch lange in mir nach und hat mir durch die Intensität sehr viel Nachdenkenswertes beschert.

Fazit:
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Intensiv und fesselnd erzählt - es hallt noch lange nach.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.04.2026

Alexa und Krammer ermitteln in ihrem sechsten Fall

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Gestaltung:
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Das Cover ist wieder ähnlich zu den Vorgängerbänden gestaltet mit der Grenzlinie in der Mitte, die das bildlich dargestellte Thema durchtrennt. Der Wiedererkennungswert ist hier ...

Gestaltung:
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Das Cover ist wieder ähnlich zu den Vorgängerbänden gestaltet mit der Grenzlinie in der Mitte, die das bildlich dargestellte Thema durchtrennt. Der Wiedererkennungswert ist hier gegeben und durch die düsteren Farben wird man direkt passend eingestimmt.

Inhalt:
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Es gibt Dauerregen im Karwendelgebirge und damit eine drohende Überflutung! Alexa und ihr Team werden als Katastrophenhelfer gebraucht, das Telefon steht nicht mehr still. Als eine der Evakuierten ihr von einer seltsamen Beobachtung erzählt und sie dieser auf den Grund gehen will, finden sie im Gebirge einen Toten. Und schnell wird klar, dass dieser nicht eines natürlichen Todes starb, sondern ermordet wurde. Obwohl Alexa dringend an anderer Stelle gebraucht wird, beginnt sie zu ermitteln und kommt dabei einem tragischen Familiengeheimnis auf die Spur.

Mein Eindruck:
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"So viele Jahre war alles gutgegangen. Doch nun würde mein Geheimnis auffliegen, dessen war ich sicher. Die Flut würde ans Licht spülen, was zuvor verborgen geblieben war. Alles würde rauskommen, jedes unfassbare Detail. Auch über mich. Was ich getan hatte. Aber das war nicht das Schlimmste.
Das Monster, das ich in Schach gehalten hatte, würde wieder zuschlagen. Und ich wusste, auf wen es dieses Mal losgehen würde. Ohne Mitleid. Weil es diese Empfindung nie gekannt hatte. Ohne Rücksicht. Weil es nur sich selbst und seinen eigenen Bedürfnissen nachgab. Ohne Gnade. Weil nur der Tod die einzige Zeugin zum Schweigen bringen würde." (S. 29)

Ich verfolge die Reihe bereits von Anfang an und mag sowohl Alexa als auch ihren Vater, Chefinspektor Bernhard Krammer, der auf der österreichischen Seite ermittelt. In der Vergangenheit war es so, dass die Fälle der beiden letztendlich irgendwie zusammengeführt wurden. Allerdings standen der Stolz und die Sturheit der beiden Ermittler oft einer guten Zusammenarbeit im Wege. Auch Alexas gefährliche Alleingänge empfand ich beim Lesen häufig als unnötig und nervend.
Daher begrüße ich, dass sich die beiden in diesem Band weiterentwickelt haben und letztendlich besser miteinander kommunizieren und somit erfolgreicher ermitteln. Auch der Umgang zwischen Alexa und ihrem Kollegen Florian Huber ist harmonischer geworden.
Daher konnte diesmal der Fall etwas mehr Raum einnehmen anstelle der persönlichen Konflikte, weswegen ich diesen Band bisher als besten empfinde. Die Charaktere haben alle eine deutliche positive Entwicklung erfahren.
Der Krimifall ist abwechselnd aus den Handlungssträngen auf Alexas und Krammers Seite sowie den Gedanken einer unbekannten Person geschildert. Erst am Ende erfährt man, wer es ist. Dies sowie die Kürze der Kapitel sorgten dafür, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Dass die Flutkatastrophe als Hintergrundhandlung gewählt wurde, trägt zusätzlich zur Spannung bei. Obwohl die Flut im Karwendel erfunden ist, so sind (gewollte) Parallelen zur Ahrtalflut immer wieder erkennbar.
Das Familiengeheimnis, das am Schluss gelöst wird, beginnt man ab der Hälfte zu erahnen. Dennoch trägt die Tragik und Brutalität hinter der Geschichte dazu bei, dass man sie erst vollständig am Ende erfassen kann.
Ich habe mich bei diesem Grenzfall wieder gut unterhalten gefühlt und empfand die Weiterentwicklung der Charaktere sehr positiv. Am Ende wird wie bei jedem Roman durch eine Leseprobe der nächste Band geteasert, den ich entsprechend kaum erwarten kann!

Fazit:
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Spannender Fall um ein düsteres Familiengeheimnis vor dem Hintergrund einer Flutkatastrophe mit Alexa und Krammer als besser harmonisiertes Ermittlerteam

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2026

Der erste Fall für König und Faber

Die weiße Nacht
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Gestaltung:
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Das Titelbild zeigt Menschen in einem Kettenkarussell vor dem Hintergrund des zerstörten Berliner Stadtschlosses. Dieses Motiv betrachtet man durch die Linse einer alten Kamera. ...

Gestaltung:
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Das Titelbild zeigt Menschen in einem Kettenkarussell vor dem Hintergrund des zerstörten Berliner Stadtschlosses. Dieses Motiv betrachtet man durch die Linse einer alten Kamera. Meine Internetrecherche ergab, dass es sich um ein Foto des deutsch-amerikanischen Fotografen Henry Ries handelt. Er hat nach dem Zweiten Weltkrieg mit seiner Kamera das Leben im zerstörten Berlin eingefangen. Es passt sehr gut zum Kriminalfall und vermittelt gut die Stimmung zur "Stunde Null".

Inhalt:
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Nach dem Zweiten Weltkrieg herrscht 1946 "Hungerwinter" in Berlin. Die Fotografin Louise "Lou" Faber entdeckt zufällig bei ihren Fototouren durch die verschneiten Ruinen Berlins eine Frauenleiche. Die Frau liegt ruhig dort und hat die Hände wie zum Gebet gefaltet. Kriminalkommissar Alfred König übernimmt den Fall. Schnell wird klar, dass der Tod der Frau nicht auf natürliche Weise erfolgte, sondern es sich um Mord handelt. Lou lässt die Tote nicht los, aber ihre Skepsis gegenüber der Polizei hindert sie zunächst daran, ihre Gedanken und möglichen Hinweise zum Mörder preiszugeben. Umgekehrt traut auch der Kommissar Lou anfangs nicht. Doch dann gibt es weitere Tote und König und Lou stoßen bei ihren Recherchen auf Gräueltaten aus der Kriegszeit, die mit dem Fall in Verbindung zu stehen scheinen. Je mehr sie dem Täter auf die Spur kommen, desto mehr gerät vor allem Lou in Gefahr.

Mein Eindruck:
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"Lou starrte fasziniert auf das tanzende Schwarz-Weiß. Schon so lange fotografierte sie, und doch war sie jedes Mal aufs Neue überrascht, ja fast erschrocken darüber, dass sie mit ihrer Leica die Macht hatte, die Gegenwart festzuhalten, den Moment einzusperren, längst vergangenes sichtbar zu machen.
Sie war mit ihren Fotos Herrin über die Zeit. Sie konnte in diese Zeit eintreten wie in ein Zimmer, das ihres war, und wieder hinausgehen, wann immer sie es wollte. Die gefrorene Zeit der Bilder gehörte nur ihr." (S. 79)

Obwohl Frau Stern bereits viele historische Romane geschrieben hat, war dies mein erstes Buch von ihr. Ich war von Anfang an gefesselt von der Atmosphäre, die sie geschaffen hat. Das Nachkriegs-Berlin erwacht beim Lesen zum Leben. Man spürt die Unsicherheit der Menschen, den Hunger, die Kälte, die Nachwehen des Krieges. Die Schuldfrage tritt dabei immer wieder in den Mittelpunkt.
Lou ist mir sehr sympathisch. Sie selbst war im Widerstand gegen Hitler und die Nazis verwickelt und hat dabei viele gute Bekannte verloren. Sie kämpft zum einen mit dem Schuldgefühl, noch am Leben zu sein, versucht jedoch andererseits das Beste daraus zu machen und für ihre noch verbliebenen Freunde da zu sein. Zudem hat sie die Hoffnung, ihren Ehemann Emil, der als vermisst gilt, noch lebend wiederzufinden.
Alfred König schwamm einst mit dem Strom, doch ab einem gewissen Punkt wurde er zum Aussteiger und hat dadurch gesundheitliche Einbußen in Kauf nehmen müssen. Dennoch plagen ihn neben Schmerzen auch Schuldgefühle, weil er nicht früher Widerstand geleistet hat. So haben beide Protagonisten ihre persönlichen Probleme. Was sie eint, ist das Nach-Vorne-Schauen und ihr scharfer Blick fürs Detail sowie ihr Sinn für Gerechtigkeit.
Die Annäherung der beiden Charaktere geschieht glaubwürdig und nicht aus romantischen Gründen, sondern aus Respekt vor dem anderen und seinen Leistungen.
Der Fall beleuchtet ein dunkles Kapitel aus der Vergangenheit der Nazizeit, das mir bisher im Detail noch nicht bekannt war. Hier hat die Autorin sehr gut recherchiert, sodass der Leser nebenher auch etwas dazulernt. Obwohl die Handlung eher ruhig ist und häufig den Alltag und die Gedankengänge der Menschen schildert, konnte ich nicht aufhören zu lesen. Dazu trug die Kürze der Kapitel bei, aber natürlich vor allem die Frage nach dem Täter. Das Ende mit der Auflösung hat mich überzeugt, aber auch nachdenklich zurückgelassen.
Ich mochte das Duo König-Faber und freue mich auf weitere Fälle mit ihnen!

Fazit:
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Ein ungewöhnliches Ermittlerduo löst einen spannenden Fall in der Atmosphäre des Nachkriegsdeutschlands: Ein gelungener Reihenauftakt!

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Erfrischend anders

Lügennebel
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Schon beim Titelbild macht sich bemerkbar, dass der vierte Band sich von den anderen drei unterscheidet. Zwar dominieren nach wie vor die Farben Rot und Weiß, jedoch ist diesmal ...

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Schon beim Titelbild macht sich bemerkbar, dass der vierte Band sich von den anderen drei unterscheidet. Zwar dominieren nach wie vor die Farben Rot und Weiß, jedoch ist diesmal der Autorinnenname und der Reihenname in Weiß auf rotem Hintergrund statt umgekehrt.
Insgesamt ist das Hardcover wieder sehr wertig gestaltet mit Schutzumschlag, einem roten Lesebändchen und einer Karte mit den wichtigen Orten des Romangeschehens.

Inhalt:
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Sechs Studenten verbringen eine Woche Skiurlaub in Åre. Kaum sind sie in ihrem Feriendomizil angekommen, wird eine Studentin beihnahe nackt tot im Schnee gefunden. Ist sie unter Drogeneinfluss selbst dorthin gelangt und dann an Unterkühlung gestorben? Die Nacht zuvor wurde wild gefeiert. Doch als Hanna Ahlander und ihr Kollege Daniel Lindskog den Fall untersuchen, stellt sich heraus, dass es Mord gewesen sein muss. Alle Mitglieder der Gruppe sind verdächtig, und im Laufe bei der Ermittlungen kommen zahlreiche Geheimnisse ans Licht. Entspechend wächst Misstrauen untereinander. Auch die Nachbarn des Ferienhauses verhalten sich verdächtig. Für die Ermittler beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um Schlimmeres zu verhindern.

Mein Eindruck:
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Ich bin seit langem Fan von Viveca Sten und habe neben den Sandhamn-Krimis auch die ersten drei Ahlander-Bände verschlungen. Dieser Band hebt sich erfrischend von ihrer sonstigen Erzählweise ab. Üblicherweise schildert sie abwechselnd die Gedanken des Täters und die Ermittlungen in der Gegenwart. In diesem Fall gibt es keine klassische Tätersicht. Stattdessen wechseln sich die Handlungsstränge der einzelnen Ermittler mit den parallel verlaufenden Ereignissen im Ferienhaus ab. Diese Abweichung gefiel mir sehr gut. Die Spannung leidet darunter keineswegs, im Gegenteil! Allein durch die vielen Geheimnisse, das wachsende Misstrauen innerhalb der Studentengruppe sowie das Unwissen um Täter und Motiv bleibt der Spannungsbogen durchgehend hoch, sodass ich den Krimi kaum aus der Hand legen konnte.

Hinzu kommen weitere Entwicklungen im zwischenmenschlichen Bereich der Ermittler. Hanna versucht weiterhin, ihre Gefühle für ihren Kollegen Daniel zu unterdrücken und lenkt sich mit dem reichen Investor Henry Sylvester ab, den sie im letzten Fall kennengelernt hat. Daniel weiß davon zunächst nichts. Er kämpft mit der Trennung von seiner bisherigen Lebensgefährtin Ida und dem häufigen Aufenthaltswechsel ihrer gemeinsamen Tochter Alice. Polizeikommissar Anton Lundgren steht vor der Herausforderung, seiner Familie von seinem Coming-out und seinem neuen Lebensgefährten Carl zu erzählen.
Mir gefiel diese Weiterentwicklung der Protagonisten sehr. Sie macht die Charaktere greifbarer und sympathischer. Gleichzeitig nimmt diese persönliche Ebene nicht zu viel Raum ein, sodass die Krimihandlung weiterhin im Vordergrund bleibt.

Man merkte in den drei Vorgängerbänden deutlich, welche gesellschaftskritischen Themen Frau Sten ansprechen will. Dies klingt hier nur sehr unterschwellig durch. Es geht um reiche Touristen und ihr rücksichtsloses Verhalten gegenüber Einheimischen und "nebenher" um Themen wie sexuelle Belästigung, Homophobie, Alkohol- und Drogenkonsum sowie Machtgefälle innerhalb von Studentengruppen. Ich empfand den Fingerzeig darauf nicht so deutlich wie in den Vorgängerbänden.

Insgesamt ist dieser Krimi für mich fast der beste der Reihe, einfach weil er in einigen Punkten erfrischend abweicht, aber dennoch spannend und überzeugend bis zum Schluss ist und ich nach wie vor alle ermittelnden Personen sehr sympathisch finde.

Fazit:
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Erfrischend anders als die Vorgänger, fesselnd bis zum Schluss und mit stetiger Weiterentwicklung der sympathischen Ermittlercharaktere.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

An alles gedacht!

Tierschutzhund Lieblingshund
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Das Buch ist sehr übersichtlich und optisch ansprechend gestaltet. Bereits das Inhaltsverzeichnis ist klar strukturiert, wobei die wichtigsten Begriffe farblich hervorgehoben ...

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Das Buch ist sehr übersichtlich und optisch ansprechend gestaltet. Bereits das Inhaltsverzeichnis ist klar strukturiert, wobei die wichtigsten Begriffe farblich hervorgehoben sind.
Zudem enthält das Buch zahlreiche Fotos, Checklisten und Selbsttests, die den Inhalt anschaulich ergänzen.

Inhalt:
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» Es sind wir Menschen, die Hunde in Not bringen, es liegt also an uns, ihnen aus ihrer Not zu helfen!« (S. 10)

Die Moderatorin Simone Sombecki und Ursula Löckenhoff sind beide seit vielen Jahren im Tierschutz engagiert und kennen sich aus der bekannten WDR-Sendung "Tiere suchen ein Zuhause".
In diesem Buch haben sie alles zusammengetragen, was man rund um das Thema Tierschutzhund wissen muss und noch viel mehr! Es bleibt nicht nur bei der Vermittlung, sondern ist eine umfassende Einführung sowohl in den Tierschutz als auch in die Hundehaltung.

Mein Eindruck:
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Wir tragen als Familie bereits schon lange das Thema "eigener Hund" mit uns herum. Vor allem meine Tochter ist da sehr hartnäckig und die Sendung "Tiere suchen ein Zuhause" ist eine ihrer Lieblingssendungen. Daher war es Zeit, sich zumindest theoretisch mit dem Thema zu befassen. Da kam dieses Buch gerade passend!
Ich mochte den angenehmen Schreibstil. Man merkt, dass beide Autorinnen viel persönliche Erfahrung haben und der Tierschutz eine Herzensangelegenheit für sie ist. Sie lassen den Leser daran teilhaben, wobei sie einen sachlichen, aufklärerischen, nie aber einen belehrenden Tonfall haben.
Ich war sehr überrascht vom Umfang der Lektüre. Sie beginnen damit, über den Tierschutz allgemein aufzuklären, wobei sie auch erklären, woran man z. B. schwarze Schafe erkennt, warum nicht jeder Straßenhund eingefangen und vermittelt werden sollte und geben Einblicke in die Arbeit der Vermittlungsstellen. Auch der Bereich Pflegestelle mit entsprechenden vertraglichen Bedingungen wird erläutert. Beim Thema Adoption werden auch Papierkram wie Einreisebestimmungen, Listenhunde, Impfungen sowie Erstausstattung für den Hund werden behandelt.

"Es ist nicht Aufgabe des Hundes, sich nach unseren Wunschvorstellungen zu verhalten und unser Ego zu streicheln. Wie absurd ist es, von Hunden Dankbarkeit zu erwarten, wenn wir ihnen das geben, was jedes Lebewesen verdient: Einen sicheren Ort, Nahrung, Liebe und Fürsorge. Unsere Aufgabe ist es, den Hunden je nach Vorgeschichte mit Geduld und Empathie zu begegnen und ihr Tempo im Bindungsaufbau zu respektieren sowie ihren Wunsch nach etwas mehr Abstand zu akzeptieren, statt ihr Verhalten persönlich zu nehmen und als Ablehnung zu verstehen." (S. 91 "Mythos Dankbarkeit")

Für die Haltung gibt es noch Tipps zur Fütterung, Behandlung bestimmter Krankheiten, Verhaltenstipps für die Erziehung u. v. m. Das Buch ist wirklich so umfassend, dass ich mit Sicherheit einige Details vergessen habe.
Natürlich kann man bei diesem Seitenumfang nicht alles bis in die Tiefe beschreiben. Aber für Menschen, die sich unsicher sind, ob ein Hund aus dem Tierschutz für sie infrage kommt, liefert es meiner Meinung nach sehr gute und umfängliche Informationen. Vor allem die Selbsttests fand ich sehr hilfreich und auch, dass die beiden Autorinnen klare Worte wählen und nichts beschönigen. So erwähnen sie auch, wann es angeraten wäre, keinen (Tierschutz-)Hund anzuschaffen oder ggf. bei einer Vermittlung die Reißleine zu ziehen und den Hund wieder zurückzugeben.
Mir hat dieser Ratgeber sehr weitergeholfen und ich weiß jetzt, was ich will bzw. nicht will. Es sollte ohnehin klar sein, dass ein Hund eine große Verantwortung ist. Ob man dieser gewachsen ist, das kann man mithilfe dieses Buches besser herausfinden.

Fazit:
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Sehr umfassendes und informatives Buch über das Thema Hund aus dem Tierschutz: Sehr empfehlenswert!

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