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Veröffentlicht am 11.04.2025

Drei Frauen - durch Schweigen getrennt

Die Summe unserer Teile
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Drei Generationen, drei Frauen, drei Naturwissenschaftlerinnen – und dennoch kaum Kontakt zueinander. Die Summe unserer Teile erzählt die Geschichte von Lucy, ihrer Mutter Daria und ihrer Großmutter Lyudmila. ...

Drei Generationen, drei Frauen, drei Naturwissenschaftlerinnen – und dennoch kaum Kontakt zueinander. Die Summe unserer Teile erzählt die Geschichte von Lucy, ihrer Mutter Daria und ihrer Großmutter Lyudmila. Was sie verbindet, sind ihre Wurzeln – und das, was zwischen ihnen nicht ausgesprochen wurde.

Der Roman beginnt mit Lucy in Berlin, die sich nach drei Jahren Funkstille mit ihrer Mutter plötzlich aus ihrer Komfortzone geholt wird – ausgelöst durch den alten Steinway-Flügel aus ihrer Kindheit. Ihre Suche führt sie bis nach Polen, dem Herkunftsland ihrer Großmutter, die im Krieg floh und im Libanon ein neues Leben begann. Jede Frau erzählt ihre Geschichte in eigenen Kapiteln – Stück für Stück fügen sich die Familienfragmente zusammen.

Was mir besonders gefallen hat, war der klare, einfühlsame Stil von Lopez. Ich wollte ständig weiterlesen, um mehr über diese drei so unterschiedlichen Frauen zu erfahren. Die Spannungen zwischen den Generationen wurden sehr glaubwürdig dargestellt.

Was mir jedoch etwas gefehlt hat, war die emotionale Tiefe. Obwohl das Thema sehr berührend ist, blieben mir die Figuren oft zu fern. Ich hätte gern noch mehr über ihre inneren Konflikte, Wünsche und Verletzungen erfahren. Vielleicht war der Roman mit seinen knapp 250 Seiten dafür einfach zu kurz. Aber am Ende blieb mir nur der Gedanke, wie viel besser könnten wir es alle haben, wenn wir nicht immer schweigen würden?

Insgesamt ein lesenswerter Roman über das Schweigen in Familien und die Brüche zwischen Generationen – mit viel Potenzial, das an manchen Stellen für meinen Geschmack noch mehr ausgeschöpft werden könnte.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Leider nicht meins – Politdrama im Weltall ohne echte Verbindung

Die Schatten der Solaren Union
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Das auffällige Cover von „Die Schatten der Solaren Union“ hat mich sofort angesprochen. Ich dachte mir: Warum nicht mal wieder Sci-Fi lesen? In Filmen mag ich das Genre sehr, aber bei Büchern ist es mir ...

Das auffällige Cover von „Die Schatten der Solaren Union“ hat mich sofort angesprochen. Ich dachte mir: Warum nicht mal wieder Sci-Fi lesen? In Filmen mag ich das Genre sehr, aber bei Büchern ist es mir oft zu technisch. Trotzdem habe ich mich spontan beworben – danke an @vorablesen.de für das Rezensionsexemplar!

Anfangs war ich noch sehr neugierig. Das Buch kam liebevoll verpackt mit Poster und Lesezeichen, die Vorfreude war groß. Doch leider konnte der Inhalt mich nicht abholen.

Die Geschichte spielt 200 Jahre in der Zukunft, nach der Besiedlung anderer Planeten. Doch statt klassischer Science-Fiction erwartet einen ein politischer Machtkampf im All: Präsidentenwahl, Koalitionen, Wahlkampfthemen wie KI und Queerfeindlichkeit. Leider wird man mitten ins Geschehen geworfen, ohne die Welt oder Hintergründe erklärt zu bekommen. Gleichzeitig wird viel Raum für Nebensächlichkeiten wie Kleidungsdetails (Stichwort „eukalyptusgrün“) gegeben.

Die Handlung besteht fast nur aus Gesprächen, Intrigen und Verhandlungen – alles sehr distanziert erzählt. Die Figuren bleiben blass, ihre Motive unklar. Ich fand das Lesen sehr mühsam und hätte das Buch vermutlich abgebrochen, wenn es kein Rezensionsexemplar gewesen wäre.

Fazit:
Leider konnte mich „Die Schatten der Solaren Union“ überhaupt nicht überzeugen. Der drehbuchartige Stil, wenig emotionale Tiefe und ein überfrachtetes Worldbuilding ohne Handlung – das war nichts für mich.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Meeresdunkel (k)ein Thriller

Meeresdunkel
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Ich muss sagen, dass dieses Buch bisher die größte Enttäuschung in diesem Jahr für mich ist. Der Klappentext hat einen spannenden Thriller versprochen, aber eigentlich ist es nur ein Familiendrama, bei ...

Ich muss sagen, dass dieses Buch bisher die größte Enttäuschung in diesem Jahr für mich ist. Der Klappentext hat einen spannenden Thriller versprochen, aber eigentlich ist es nur ein Familiendrama, bei dem es unglücklicherweise zu einem Mordfall kam. Und bis zum Schluss ist eigentlich nicht klar, warum das Opfer sterben musste.
Das ist aber nicht die einzige Frage, die sich in diesem Roman stellt und die ungelöst bleibt. Die ganze Geschichte ist von Anfang an fragwürdig. Gut, dass die zwei Familien durch eine Doppelbuchung in dem Ferienhaus landen, ist die Grundlage der Geschichte. Aber spätestens am nächsten Tag würde ich doch ein Haus verlassen, in das es hineinregnet, das muffig riecht, vor allem, wenn ich mit Kindern unterwegs bin. Aber das ist nur die erste, von vielen unlogischen Handlungen. Es werden einige Handlungsstränge begonnen, die nichts zur Geschichte beitragen, außer um den Leser auf die falsche Fährte zu locken, was die Motivation für den Mordfall angeht. Aber dann verlaufen diese im Sand. Ganze Kapitel ziehen sich so dahin. Als es dann (endlich) zu dem Mord kommt, ist man von den Figuren in der Geschichte schon so genervt, dass einen ihr merkwürdiges Verhalten auf den Todesfall auch nicht mehr wundert.
Auch die Auflösung des ganzen macht die Geschichte nicht besser. Ich habe das Buch zu Ende gelesen, weil man ja doch wissen will, was sich der Autor dabei gedacht hat, aber man bleibt kopfschüttelnd und verwundert zurück. Klar, bei einem „Thriller“ gibt es immer wieder Dinge, die vielleicht nicht ganz logisch sind, aber in einem gut geschriebenen Buch, nimmt man das hin. In diesem Fall endet das Buch so fragwürdig, wie es begonnen hat. Ich kann leider keine Empfehlung für das Buch aussprechen, selbst wenn man es als Familiendrama deklariert, statt als Thriller. Die Idee der Geschichte ist gut, aber die Umsetzung gefällt mir leider gar nicht.

Ich habe das Buch in einer Leserunde bei lovelybooks gelesen und kann sagen, dass die überwiegende Mehrheit meine Meing teilt.

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