Guter Krimi
Giftiger GrundThoms Knüwer konnte mich mit seinem auffallend „giftgrünen“ Cover sowie der Inhaltsangabe zum Lesen animieren und so schloss ich mich der Lesegruppe von Pocketbook an, um gemeinsam unser Lesen auszutauschen.
Ich ...
Thoms Knüwer konnte mich mit seinem auffallend „giftgrünen“ Cover sowie der Inhaltsangabe zum Lesen animieren und so schloss ich mich der Lesegruppe von Pocketbook an, um gemeinsam unser Lesen auszutauschen.
Ich kannte den Autor vorher noch nicht, doch sein Verlagsdebüt “Das Haus in dem Gudelia stirbt” wurde mit dem Deutschen Krimipreis 2024 und den Stuttgarter Krimipreis 2025 ausgezeichnet. Und wie ich hier nach dem Beenden feststellen konnte zu Recht, denn er konnte mich mit diesem Titel völlig überzeugen.
In diesem Krimi, der für mich allerdings auch als Drama mit Spannungselementen einzustufen wäre, geht es um drei Protagonisten: Joran, Charu und Edda. Die unterschiedlichen Charaktere haben nichts gemeinsam und treffen sich zufällig auf einem „Lost Place“ einer Tankstelle. Joran kommt gerade aus dem Jugendgefängnis und kehrt zu diesem Platz zurück, die er Jahre zuvor überfallen hatte. Dort will er seine versteckte Beute holen – doch stattdessen entdeckt er die Leiche seines ehemaligen Komplizen. Zur gleichen Zeit tauchen dort auch Charu, eine Lost-Places-Fotografin, und die kleine Edda auf. Drei Menschen, drei Schicksale – verbunden durch ein Geheimnis, das langsam ans Licht kommt.
Und genau dieses Geheimnis hat der Autor sehr gut einen düsteren, spannenden Plot gebracht, der mich bis zum Ende gefesselt hat. Ich mochte besonders die beklemmende Atmosphäre und die wechselnden Perspektiven der Figuren. Sie alle wurden sehr tiefgründig dargestellt und man konnte zu jedem eine intensive Verbindung aufbauen.
Ein flüssiger Schreibstil, überraschende Wendungen sowie eine starkes, packendes Finale haben diesen Roman über Schuld, Hoffnung und zweite Chancen zu einer absoluten Leseempfehlung gemacht.