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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2026

Liebevolles Soundbook

Hör mal (Soundbuch): DU und ICH und unser WIR
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Die Mutter hat das Kind auf dem Arm und die beiden haben richtig viel Spaß miteinander, da kann auch das Wir im Hintergrund nur freundlich lächeln.
Winkend begrüßen uns die Drei in der Tür, dazu ist noch ...

Die Mutter hat das Kind auf dem Arm und die beiden haben richtig viel Spaß miteinander, da kann auch das Wir im Hintergrund nur freundlich lächeln.
Winkend begrüßen uns die Drei in der Tür, dazu ist noch eine gestreifte Katze gekommen. Der Vierzeiler erzählt uns, dass alle in der Gartenstraße 4 wohnen. Und dann gibt es noch die kleine Vertiefung mit dem Soundknopf, erst läutete es und dann werden wir mit einem „Hallo“ begrüßt. Auf der nächsten Seite geht es in den Garten, ein Schmetterling sitzt auf der Nase des Wirs. Vogelzwitschern und das Summen der Insekten hören wir neben einem fröhlichen Kinderjauchzen. Nach einem kleinen Fahrradunfall trösten des Wir und die Mama den Kleinen.
Aud diese Weise können sich schon ganz kleine Kinder mit dem Wir vertraut machen, dass sie dann durch den Kindergarten bis in die Schule in den unterschiedlichsten Büchern begleitet.
Was ich hier zum ersten Mal sehe, ist das Aufladen des Sounds durch einen USB-Anschluss, das erspart das lästige Batterien wechseln. Die Illustrationen sind klar und es gibt eine Menge zu entdecken, neben den kleinen Reimen können wir noch die winzigen Hörspiele anhören und gerade damit locken wir die Kinder zum Vorlesen.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Manchmal merkt man nicht, wie die rechte Szene agiert

Faustschlag von rechts
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Der 15-jährige Jarik leidet darunter, dass sich seine Eltern getrennt haben und der Vater leider oft sein Versprechen ihn und seinen kleinen Bruder abzuholen nicht hält. Das Schimpfen der Mutter macht ...

Der 15-jährige Jarik leidet darunter, dass sich seine Eltern getrennt haben und der Vater leider oft sein Versprechen ihn und seinen kleinen Bruder abzuholen nicht hält. Das Schimpfen der Mutter macht es dann nicht leichter für ihn. Jarik ist eine Freund großer Worte und oft ist auch dass ein Grund, weshalb es Missverständnisse gibt. Meist ist er mit seiner Clique zusammen, die er schon aus der Kita kennt. Er spürt, dass ihm Mo, das einzige Mädchen, immer besser gefällt und auch das verunsichert ihn sehr. Am Nahmittag treffen sich die Vier an der Bushaltestelle, um dann gemeinsam zum Jugendtreff zu gehen. Hier wird geboxt und Jarik ist nicht ganz untalentiert. Falk, einer der großen Vorbilder, spricht ihn an und bietet ihm ein Training an. So entfernt sich Jarik immer mehr von seinen alten Freunden und er freut sich auf das Zeltlager, zu dem er in den nächsten Ferien darf. Die Warnungen, dass es bei den Organisatoren des Lagers um Nazis handelt, kann er nicht glauben. So gerät Jarik immer mehr in die Ideologie von nordischen Göttern und Männern, die Stärke zeigen. Sein Umgang mit seiner Mutter und seinem Bruder verändern sich und zu den Treffen mit den alten Freunden geht er nicht mehr.
Falk sucht sich nicht Jarik aus, weil er so gut boxen kann, er hat erkannt, dass der Jugendliche emotional verloren ist. Der Vater, der ihn nicht bei sich haben möchte, die unzufriedene Mutter und die unklaren Gefühle gegenüber Mo, machen ihn zum einfachen Opfer. Er genießt die Aufmerksamkeit, die Kameradschaft, das abendliche Lagerfeuer und die Reden dort gefallen ihm zum Teil. Da wird nicht gegendert, da wird Feminismus verhöhnt.
Das Buch liest sich leicht und die Gefühle von Jarik sind so gut beschrieben, dass ich sie förmlich selbst gespürt habe. Ja und das Thema, es ist wichtiger den je darüber mehr zu erfahren.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Herzallerliebstes Geschwisterbuch

Auch große Geschwister sind noch klein
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Das Cover mit dem Geschwisterpaar, das fröhlich Hand in Hand los geht, gefällt mir sehr gut, es macht mich neugierig auf die Geschichte.
Die erste Doppelseite zeigt die jungen Eltern liebevoll mit ihrem ...

Das Cover mit dem Geschwisterpaar, das fröhlich Hand in Hand los geht, gefällt mir sehr gut, es macht mich neugierig auf die Geschichte.
Die erste Doppelseite zeigt die jungen Eltern liebevoll mit ihrem keinen Baby spielen. Sie begleiten ihre kleine Tochter und sie lernt viel, doch dann gibt es ein neues Baby und „auf einmal war ich das große kleine Kind.“ So ein Bild, wo das große Geschwisterkind das Baby im Arm hält, hat sicher jede Familie, in der es eine solche Konstellation gibt. Das Mädchen kümmert sich sehr lieb um sein Geschwisterchen und meint, dass es selbst jetzt groß ist und alles allein schaffen muss. Aber dann erkennt sie, dass sie sich auch noch klein fühlt und sie auch noch vieles lernen muss. „…dass ich nicht mehr groß sein will.“ Gesteht sie sich traurig ein. Da nimmt sie ihre Mama in den Arm und verspricht ihr „du passt immer hier neben mich.“
Von großen Geschwistern, gerade von sie selbst noch so klein sind, wird manchmal zu viel erwartet und auch ihre eigenen Anforderungen sind zu hoch. Da ist es gut, wenn die Erwachsenen auf sie Acht geben und sie unterstützen und auch mal, wie Kleine behandeln. Sie brauchen gerade jetzt viel Liebe, denn auch wenn sie die kleinen Geschwisterkinder lieben, dürfen sie nicht vernachlässigt werden. Kurze klare Text und sehr schön Illustrationen machen dieses Buch zu einem wertvollen Geschwisterbuch.

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Veröffentlicht am 26.04.2026

Hervorragend erklärt

Generation Glücklich
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Das Buch beschreibt eine Bewegung aus den USA, bei der Jugendliche und junge Erwachsene sich bewusst gegen die Benutzung eines Smartphone mit Internetnutzen aussprechen. Die Rebellinnen und Rebellen, die ...

Das Buch beschreibt eine Bewegung aus den USA, bei der Jugendliche und junge Erwachsene sich bewusst gegen die Benutzung eines Smartphone mit Internetnutzen aussprechen. Die Rebellinnen und Rebellen, die sich für das echte Leben entschieden haben. Im Laufe des Buches werden uns einige vorgestellt und sie berichten von ihren Erfahrungen und oft sind sie der Meinung, dass sie großer Teile ihrer Jugend durch Apps und Onlinespiel verpasst haben. Uns wird aufgezeigt, dass wir mit der Nutzung von TikTok und anderen Foren keine Freunde finden, sondern die realen Freunde verlieren. Wir lesen im ständigen Vergleich und unter Beobachtung, befürchten, dass andere uns filmen und die Memes uns bloßstellen. Die Chefs der großen Medienkonzerne wissen genau, dass uns ihre Angebote süchtig machen, und sie versuchen uns immer mehr an sich zu binden, denn das bringt ihnen noch mehr Gewinn. Gehirne, die sich noch entwickeln, werden durch die ständige Nutzung unseres Smartphons verändern sie sich und unsere Abhängigkeit vergrößert sich. Wenn wir täglich 4 Stunden am Tag im Internet sind, sind das 60 Tage im Jahr, bei 10 Stunden, die bei vielen zusammenkommen, sind 150 Tage also 5 Monate. Eine grauenvolle Vorstellung.
Neben vielen Tipp, Informationen und wissenschaftlichen Erklärung, wie z.B. was das Dopamin bewirkt, gibt es eine Graphic Novel, die sich in kleinen Teilen durch das Buch zieht und die die Entwicklung einer Gruppe Jugendlicher erzählt und es ist schön zu erfahren, dass einige die Gefahr erkennen und umdenken. Die Berichte von Älteren über ihre Kindheit ohne diese Technik waren etwas besserwisserisch.
Das Buch ist gut zu lesen, bietet viele kleine verständliche Texte, viele Bilder und die Bildgeschichte. Ich fand es sich überzeugend und obwohl ich mit 70 Jahren nicht zur Zielgruppe gehöre, habe ich sofort ein Spiel-App gelöscht, ich habe genügend meiner mir verbleibenden Lebenszeit damit vergeudet.

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Lernen ohne Gluten zu leben

Der unerwünschte Gast
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„Ein Geschichte über Zöliakie“ heißt der Untertitel und wir sehen eine nett Dame, die bei Lou anschellt.
Leider gibt es immer mehr Menschen, auch Kinder, die unter dieser Autoimmunerkrankung leiden und ...

„Ein Geschichte über Zöliakie“ heißt der Untertitel und wir sehen eine nett Dame, die bei Lou anschellt.
Leider gibt es immer mehr Menschen, auch Kinder, die unter dieser Autoimmunerkrankung leiden und kein Gluten vertragen.
Lou lebt mit Mama, Papa und ihrem kleinen Bruder Nikki zusammen, die Geschwister mögen beide gerne Gummibärchen, deshalb versteckt sie Lou in der Toilettenpapierrolle. Lou hat oft Bauchschmerzen und ihre Beine tun ihr weh, außerdem ist sie oft schon früh müde. Deshalb geht sie mit ihren Eltern zu Kinderärztin, die ihr Blut abnimmt. Ein Ergebnis gibt es noch nicht, aber als Lou mit ihren Eltern Memorie spielt schellt eine Frau an, die mit drei Koffern anreist und die für immer bleiben will. Ihr Name ist Zöliakie und sie sortiert alle Lebensmittel aus, die Lou nicht mehr essen darf. Sie erklärt ihr, dass sie den Kleister in manchen Lebensmittel nicht verträgt. Lou findet sie lästig und aufdringlich, erst ihr kleiner Bruder weist sie darauf hin, dass sie ihre gesundheitlichen Probleme los ist, weit Frau Zöliakie sich um sie kümmert.
Die Illustrationen im Buch sind sehr großformatig und sie zeigen sehr genau, wie Lou ihre Ernährung umstellt. Der Text ist schon etwas länger erklärt aber sehr verständlich und kindgerecht diese Krankheit, die nicht heilbar ist, die aber durch konsequente Vermeidung vom Gluten verhindert wird.
Das Buch klärt nicht nur Betroffene auf, sondern es zeigt auch allen anderen, wie genau man es mit der Ernährung nehmen muss.

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