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Veröffentlicht am 17.05.2026

Vier Schwestern und noch mehr Geheimnisse

Beth is dead
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Vier Schwestern und noch mehr Geheimnisse
Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch:
Beth ist eine der vier March-Schwestern und wird am Neujahrsmorgen tot aufgefunden. Der Polizei ist sofort klar, ...

Vier Schwestern und noch mehr Geheimnisse
Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch:
Beth ist eine der vier March-Schwestern und wird am Neujahrsmorgen tot aufgefunden. Der Polizei ist sofort klar, dass es sich um einen Mord handelt und die Ermittlungen beginnen. Im Mittelpunkt stehen dabei die drei Schwestern Jo. Meg und Amy. Doch auch deren Umfeld wird bei den polizeilichen Ermittlungen untersucht. Vor allem wird jedoch versucht Beths letzte Stunden zu rekonstruieren. Hierbei liegt einerseits die Silvesterparty im Fokus, die sie mit ihrer Schwester Amy besucht hat, aber auch das Verhältnis zu den anderen Schwestern, um ein eventuelles Tatmotiv zu finden.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der vier Schwestern erzählt, wobei zusätzlich zu den vier Perspektiven noch einmal zwischen Gegenwart und Vergangenheit gewechselt wird. Im Hörbuch werden diese Perspektiven durch verschiedene Hörbuchsprecherinnnen verdeutlicht. Hierbei erfährt man sehr viel über das Leben der Schwestern und ihrem Verhältnis zu Beth. Das tragische dabei ist, dass ihr Vater ein Buch über die Schwestern veröffentlicht hat, bei dem Beth am Ende stirbt und das einerseits sehr gehypt, aber auch sehr stark kritisiert wurde.
Doch das wirklich spannende an der Geschichte ist, dass alle Schwestern einige Geheimnisse hatten, die sie vor den anderen verheimlicht haben. Und bei diesen Geheimnissen habe ich mich oft gefragt, ob hier ein Tatmotiv für den Mord an Beth vorliegen könnte. Ich bin als Hörerin des Hörbuchs immer tiefer in die Geschichte der Schwestern eingetaucht und war von ihnen sehr fasziniert, wodurch mich die Geschichte wirklich gepackt hat. Ich habe während der ganzen Zeit mitgefiebert und überlegt, wer der Täter oder die Täterin sein könnte. Denn nicht nur die Schwestern hatten ihre Geheimnisse, auch ihr Freundeskreis verheimlichte sehr viel und von einigen dieser Geheimnisse wusste Beth.
Fazit: Eine spannende Geschichte, die nicht nur für Jugendliche interessant ist mit einem sehr überraschenden Ende.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Ein sehr fesselnder Familienroman

Real Americans
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Der Roman umfasst die Geschichte von drei Generationen, die zwar zu einer Familie gehören, jedoch sehr unterschiedlich sind. Die Geschichte ist in drei Teile aufgeteilt, wobei jeder Teil einer ...

Der Roman umfasst die Geschichte von drei Generationen, die zwar zu einer Familie gehören, jedoch sehr unterschiedlich sind. Die Geschichte ist in drei Teile aufgeteilt, wobei jeder Teil einer Person gewidmet ist. Im ersten Abschnitt lernen wir die 22jährige Lily, Tochter chinesischer Einwanderer, im Manhattan des Jahres 1999, kennen. Sie arbeitet in einem Medienunternehmen und verliebt sich in Mathew, dem Sohn reicher Fabrikanten. Im zweiten Abschnitt wird Nicks Geschichte im Jahr 2021 erzählt. Er lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter Lily, auf einer abgeschiedenen Insel an der Westküste der USA. Da er ohne seinen Vater aufgewachsen ist, beginnt er selbst nach ihm zu suchen. Bei seiner Suche stößt er auf Mathew und kann durch dessen Geld und Einfluss an einer Elite Universität studieren. Der dritte Abschnitt führte mich in eine Reise in die Vergangenheit. Es ist das Jahr 2030 und Nick trifft seine Großmutter May, Lilys Mutter. Diese erzählt ihm ihre Lebensgeschichte und das Verlassen ihrer Heimat China nach Amerika.

Die Geschichte wird immer aus der Erzählperspektive des jeweiligen Protagonisten in der Ich-Form erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Hierdurch wurde die Geschichte lebendiger und die Protagonisten nahbarer. Ich erfuhr mehr von ihren Gefühlen und Gedanken. Besonders der dritte Teil, der Mays Geschichte im China des Jahres 1960 erzählt, hat mich sehr gefesselt.

Aber es ist nicht nur ein Generationenroman, sondern auch eine Geschichte um die Herkunft und Migration von Personen und was sie in diesem Fall zu „Real Americans“ macht. Denn besonders Lily, die in Amerika geboren ist, ist ihre asiatische Herkunft stark anzusehen, obwohl sie mit China nichts zu tun hat und auch kein chinesisch spricht. Für Außenstehende ist sie keine Amerikanerin, während ihr Sohn Nick eher seinem Vater ähnelt.

Rachel Khong hat hier einen sehr vielschichtigen Roman geschrieben, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Eine warmherzige Small-Town-Romance-Geschichte

Ein Zuhause im Frühling
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Bereits das Cover des Romans mit den Blüten und dem frischen Rotton vermittelt einen fröhlichen, frühlingshaften Eindruck. Es ist vom Stil her den anderen Buchcovern von Julie Caplin nachempfunden. ...

Bereits das Cover des Romans mit den Blüten und dem frischen Rotton vermittelt einen fröhlichen, frühlingshaften Eindruck. Es ist vom Stil her den anderen Buchcovern von Julie Caplin nachempfunden.

In der Geschichte geht es um Ella, einer Künstlerin aus London, die sich vorübergehend um das Haus ihrer Patentante in Wilsgrave kümmern möchte. Sie macht dies wegen einer Beziehungspause und um neue Impulse für ihre Kunst zu finden. Doch in Wilsgrave erwartet sie nicht nur das Cottage ihrer Patentante, sondern auch Tessa, eine Labradorhündin und eine Dorfgemeinschaft, die sie in das Dorfgeschehen einbezieht. Obwohl sich Ella zuerst dagegen sträubt, lässt sie sich jedoch dazu überreden und übernimmt einige Aufgaben. Hierbei wird sie von der Tierarzthelferin Bets unterstützt. Dies führt alles zu sehr unterhaltsamen Ereignissen. Hierbei lernt sie auch Devon, den Tierarzt des Dorfes kennen, der wie Ella geplant hat, nur vorübergehend in der Praxis seines Vaters auszuhelfen. Aber beide haben mit einigen Problemen aus ihrer Vergangenheit zu kämpfen, bei denen sie sich gegenseitig unterstützen.

Es war eine herrliche Kombination von zum Teil schrägen, aber sehr liebenswürdigen Dorfbewohnern, einem tollpatschigen, aber niedlichem Labrador und einer Protagonistin, die nach und nach wieder das Leben zu genießen lernt. Ich habe förmlich gespürt, dass mit dem Frühling auch Ellas Lebensfreude zurückkehrte.

Sowohl die Protagonisten als auch die Nebencharaktere waren sehr schön und mit viel Tiefgang beschrieben. Dazu gab es mehrere Erzählstränge. Dies war einerseits Ellas Leben in Wilsgrave, aber nach und nach habe ich auch etwas über ihr Leben in London und ihre dortige Beziehung erfahren. Hierdurch wurde Ellas Person lebendiger und nahbarer. Auch wenn es traurige Szenen in der Geschichte gab, hat es Julie Caplin immer wieder geschafft, dass die Leichtigkeit in der Geschichte nicht verlorenging und sich Ella nie hat herunterziehen lassen, sondern immer wieder neue Kraft geschöpft hat.

Fazit: Ein frühlingshafter Feel-Good-Roman mit einer Protagonistin, die wieder zurück ins Leben und in ihre Kreativität findet und einer liebevollen Dorfgemeinschaft.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Freunschaft, Liebe und Crime

Juniper Hill | Die Edens 2 |
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Memphis kommt erschöpft mit ihrem Baby im Elois Inn in Montana an und kann vorübergehend in Knox Appartement wohnen. Knox ist hierüber nicht sehr begeistert, willigt jedoch aufgrund der Bitte ...

Memphis kommt erschöpft mit ihrem Baby im Elois Inn in Montana an und kann vorübergehend in Knox Appartement wohnen. Knox ist hierüber nicht sehr begeistert, willigt jedoch aufgrund der Bitte seiner Schwester ein.

Bereits in diesem ersten Abschnitt habe ich mir die Fragen gestellt, weshalb Memphis mit ihrem Baby durch halb Amerika gefahren ist und warum Knox so gegen ihren Einzug in seinem Appartement war. Doch im Laufe der Geschichte werden die Gründe der beiden nachvollziehbar und ich mochte vor allem Memphis mit ihrer Kraft und ihrem Durchhaltevermögen und Knox für seine Warmherzigkeit. Beide kämpften zwar noch immer mit den Problemen aus ihrer Vergangenheit, kommen sich jedoch im Laufe der Zeit näher.

Die Protagonisten waren mir beide sofort sympathisch und auch die Nebenfiguren, insbesondere Knox Familie, waren sehr herzlich. Hierdurch wurde es zu einer schönen Small Town Romance. Doch es gab auch andere Personen, die ein wenig undurchsichtiger waren und wodurch der Crime-Aspekt in die Geschichte eingeflossen ist.

Durch diese verschiedenen Szenarien hat es Devney Perry geschafft eine Geschichte mit Tiefgang, Romantik und Spannung zu schreiben.

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Veröffentlicht am 05.11.2025

Sehr spannend

Stummes Trauma
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Als eine tote junge Frau gefunden wird, stellt sich heraus, dass es sich um eine Patientin von Anna Varga, Psychologin in der ambulanten Psychiatrie, handelt. Dies belastet Anna sehr und sie beginnt neben ...

Als eine tote junge Frau gefunden wird, stellt sich heraus, dass es sich um eine Patientin von Anna Varga, Psychologin in der ambulanten Psychiatrie, handelt. Dies belastet Anna sehr und sie beginnt neben der Polizei und ihrem Chef Miro selbst Fragen zu ihrer Patientin Felicia Frost zu stellen. Hierzu nimmt sie Kontakt zu Freunden und Familie der Toten auf. Gleichzeitig erfährt man jedoch auch etwas über die polizeilichen Ermittlungen. Nachdem eine weitere Frau tot aufgefunden wird, ermittelt auch Miro, Annas Chef, der die Tote kannte.

Diese Perspektivwechsel in der Geschichte haben mir sehr gut gefallen und haben zur konstanten Spannung beigetragen. Man erfährt sehr viel über das Privatleben von Anna, Miro und der Polizistin Malin. Aber nach und nach erfährt man auch viel über Felicia Frost und ihre Geheimnisse. Hinzu kommt, dass es nicht nur in der Familie der Toten Geheimnisse gab, sondern auch in der Dorfgemeinschaft. Dieses Kleinstadtsetting mit einer eingeschworenen Gemeinschaft, in der sich Jeder, dessen Vergangenheit und auch das ein oder andere Geheimnis kennt und in der daher auch viel geheimgehalten wird, war es für Anna und Miro umso schwerer etwas herauszufinden.

Der Schreibstil war sehr flüssig und die Autorin hat es geschafft die Atmosphäre des schwedischen Winters mit seiner Kälte und Dunkelheit zu nutzen, um der Geschichte den Spannungsbogen eines Thrillers zu geben.

Bei diesem Thriller hat alles gepasst. Die Protagonisten waren glaubwürdig und sympathisch, die Polizeit hat gut gearbeitet und es gab viele Wendungen in der Geschichte.

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