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Veröffentlicht am 14.05.2026

Späte Rache

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
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„Im Morgengrauen“ von Marc Raabe ist der 4. Band der Art Mayer-Reihe. Ehrlich gesagt, um den Schlaf gebracht - wie die Werbung verspricht - hat mich der Thriller nicht. Worum geht es?
Ein mysteriöser ...


„Im Morgengrauen“ von Marc Raabe ist der 4. Band der Art Mayer-Reihe. Ehrlich gesagt, um den Schlaf gebracht - wie die Werbung verspricht - hat mich der Thriller nicht. Worum geht es?
Ein mysteriöser Einstieg. Kessy X, eine junge Frau um die Zwanzig, nimmt ein Video auf. Zwei weitere werden folgen. Sie erwähnt Henrik Westphal, den Bundeskanzler. Hatte sie tatsächlich eine Affäre mit ihm? Was steckt dahinter?
Sechs Wochen später, im Morgengrauen, ein Mord !? Schnitt: Das Kanzlerbüro. Henrik wird vermisst. Und dann wird auch Kessys Schwester Sophie entführt. Wo ist die Verbindung?
Danach gibt es ein Wiedersehen mit BKA-Ermittler Art Mayer, seiner Kollegin Nele Tschaikowski und der kleinen Milla. In einem U-Bahn-Tunnel wird eine Leiche gefunden - ohne Kopf. Handelt es sich um Kessy?
Last but not least gerät Art selbst ins Visier der Polizei…
Es dauert seine Zeit, bis die Handlung Fahrt aufnimmt. Ständige Wiederholungen der Geschehnisse aus den Vorgängerbänden gehen zu Lasten der Spannung. Dazu viel Jugendsprech.
Erzählt wird die Geschichte in wechselnden Perspektiven und auf zwei Zeitebenen: In der Gegenwart sowie in Kursivschrift, ein Countdown, beginnend 42 Tage vor „Tag Null“.
Wir begegnen alten Bekannten und Feinden. Auch Juli, die Frau des Kanzlers und Arts große Jugendliebe, sowie Leo sind wieder mit von der Partie.
Es geht um Sex. Sex mit jungen Frauen, Machtphantasien, Grenzüberschreitungen. Manchmal ziemlich eklig. Erschien mir nicht glaubwürdig.
Richtiges Tempo und Action kommen erst im letzten Drittel auf. Die Auflösung ist nur schwer zu erraten. Für mich ist die Geschichte damit auserzählt.

Fazit: Der vierte Fall für Art Mayer. Hier schließt sich der Kreis.

Veröffentlicht am 14.05.2026

Späte Rache

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
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„Im Morgengrauen“ von Marc Raabe ist der 4. Band der Art Mayer-Reihe. Ehrlich gesagt, um den Schlaf gebracht - wie die Werbung verspricht - hat mich der Thriller nicht. Worum geht es?
Ein mysteriöser ...


„Im Morgengrauen“ von Marc Raabe ist der 4. Band der Art Mayer-Reihe. Ehrlich gesagt, um den Schlaf gebracht - wie die Werbung verspricht - hat mich der Thriller nicht. Worum geht es?
Ein mysteriöser Einstieg. Kessy X, eine junge Frau um die Zwanzig, nimmt ein Video auf. Zwei weitere werden folgen. Sie erwähnt Henrik Westphal, den Bundeskanzler. Hatte sie tatsächlich eine Affäre mit ihm? Was steckt dahinter?
Sechs Wochen später, im Morgengrauen, ein Mord !? Schnitt: Das Kanzlerbüro. Henrik wird vermisst. Und dann wird auch Kessys Schwester Sophie entführt. Wo ist die Verbindung?
Danach gibt es ein Wiedersehen mit BKA-Ermittler Art Mayer, seiner Kollegin Nele Tschaikowski und der kleinen Milla. In einem U-Bahn-Tunnel wird eine Leiche gefunden - ohne Kopf. Handelt es sich um Kessy?
Last but not least gerät Art selbst ins Visier der Polizei…
Es dauert seine Zeit, bis die Handlung Fahrt aufnimmt. Ständige Wiederholungen der Geschehnisse aus den Vorgängerbänden gehen zu Lasten der Spannung. Dazu viel Jugendsprech.
Erzählt wird die Geschichte in wechselnden Perspektiven und auf zwei Zeitebenen: In der Gegenwart sowie in Kursivschrift, ein Countdown, beginnend 42 Tage vor „Tag Null“.
Wir begegnen alten Bekannten und Feinden. Auch Juli, die Frau des Kanzlers und Arts große Jugendliebe, sowie Leo sind wieder mit von der Partie.
Es geht um Sex. Sex mit jungen Frauen, Machtphantasien, Grenzüberschreitungen. Manchmal ziemlich eklig. Erschien mir nicht glaubwürdig.
Richtiges Tempo und Action kommen erst im letzten Drittel auf. Die Auflösung ist nur schwer zu erraten. Für mich ist die Geschichte damit auserzählt.

Fazit: Der vierte Fall für Art Mayer. Hier schließt sich der Kreis.

Veröffentlicht am 08.05.2026

Sodom und Gomorra auf den Kosterinseln

Vega Varg – Das Schweigen der Insel
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Um es gleich zu sagen, „Vega Varg - Das Schweigen der Insel“ von Åsa Hellberg hat mir gut gefallen, auch, wenn ich anfangs skeptisch war. Denn die Autorin war bisher im Genre Liebesroman unterwegs und ...


Um es gleich zu sagen, „Vega Varg - Das Schweigen der Insel“ von Åsa Hellberg hat mir gut gefallen, auch, wenn ich anfangs skeptisch war. Denn die Autorin war bisher im Genre Liebesroman unterwegs und das merkt man auch. Worum geht es in diesem Krimi?
Vega Varg ist Kommissarin im westschwedischen Strömstad. Sie ist 62 Jahre alt und hat drei Kinder: Hugo und Linus, die ebenfalls bei der Polizei arbeiten und eine 19-jährige Tochter, Moa. Ihr Mann Peter wurde vor 20 Jahren von einem Unbekannten erschossen.
Vier Makler aus Oslo finden beim Paddeln auf Südkoster eine Leiche. Fredde wurde ermordet. Vega kennt den Toten von früher. Er war ein Spielkamerad ihrer Söhne, ging bei ihnen ein und aus. Und dann verschwindet auch noch eine der Maklerinnen…
Vega ermittelt, zusammen mit ihrem Kollegen Leopold Posse aus dem nahegelegenen Oslo.
„Vega Varg“ ist spannend und unterhaltsam. Immer mal wieder sind Rückblicke in das Jahr 1998 eingestreut. Unerwartete Wendungen machen diesen Krimi zu einem temporeichen Pageturner.
Gefallen hat mir auch das starke Insel-Setting und der fesselnde Schreibstil. Dazu ist der Plot nicht vorhersehbar. Jeder hat was mit Jedem. Glaubwürdig fand ich das allerdings nicht.
Die Figurenzeichnung ist gelungen. Wobei mir Leopold sympathischer war als Vega.
Am Ende ist nicht nur der aktuelle Kriminalfall, sondern auch der Cold Case gelöst.

Fazit: Gelungener Auftakt einer neuen Schwedenkrimi-Reihe mit einer ungewöhnlichen Heldin.

Veröffentlicht am 28.04.2026

Ungewollter Beifang?

Noch fünf Tage
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„Noch fünf Tage“ von Helena Falke ist kein typischer Thriller, aber ein Spannungsroman, der mich gut unterhalten hat. Worum geht es?
Lis Castrop ist 45 Jahre alt. Sie ist Köchin, wurde durch ein von ihr ...


„Noch fünf Tage“ von Helena Falke ist kein typischer Thriller, aber ein Spannungsroman, der mich gut unterhalten hat. Worum geht es?
Lis Castrop ist 45 Jahre alt. Sie ist Köchin, wurde durch ein von ihr selbst zubereitetes Silvesterdinner vergiftet und hat nur noch 5 Tage zu leben.
Der milliardenschwere Unternehmer John Harman, für den Lis seit einigen Jahren arbeitet, nachdem sie in einem Londoner Gourmettempel als Spitzenköchin tätig war, überlebte ebenso wie seine Frau und die beiden Kinder den Giftanschlag nicht.
Lis‘ einziger Gedanke ist, für ihre zwölfjährige Tochter Cosima vorzusorgen. Doch dazu muss sie den Mordfall von ihrem Krankenbett aus lösen. Unerwartete Unterstützung erhält sie dabei von der Palliativschwester Esme.
Ist Lis nur ungewollter Beifang, Kollateralschaden eines perfiden Plans? Wer steckt dahinter? Und wo liegt das Motiv? Wird es Lis gelingen, ihren Mörder zu finden?
Während Lis‘ Zeit abläuft, zieht ihr ganzes Leben an ihr vorbei. Nicht nur die Polizei, sondern auch alte Bekannte besuchen sie. Um sich zu verabschieden?
Helena Falke ist ein Pseudonym. Die Autorin kannte ich bisher nicht. Wer sich wohl dahinter verbirgt? Der Schreibstil kommt mir jedenfalls nicht bekannt vor.
„Noch fünf Tage“ überzeugt mit einer starken Auflösung, die es in sich hat.

Fazit: Eine Geschichte über Leben und Tod und das, was wirklich zählt.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Die Vergangenheit holt einen immer ein

Einsam wie der Tod
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Bernhard Stäber folge ich schon lange und habe die beiden Vorgänger mit Freude gelesen. Auch sein neuer Norwegenkrimi „Einsam wie der Tod“, der dritte Fall für Privatdetektiv Wolf Larsen und die Journalistin ...

Bernhard Stäber folge ich schon lange und habe die beiden Vorgänger mit Freude gelesen. Auch sein neuer Norwegenkrimi „Einsam wie der Tod“, der dritte Fall für Privatdetektiv Wolf Larsen und die Journalistin Sanna Bjørnstad, überzeugt. Worum geht es?

Ein Rückblick in die Vergangenheit, im Mai 2009. Wir begegnen der kleinen Sanna und ihrer Schwester Elin. Sie leben sie in einem Holzhäuschen in der Provinz Telemark. Die beiden haben eine schlimme Kindheit: ein gewalttätiger Vater, eine Mutter, die sich weg duckt.

Viele Jahre später, im Januar 2024, gibt es ein Wiedersehen mit Wolf. Er ist in Oslo, im Viertel Aker Brygge. Wolf trifft sich mit dem YouTuber Vidar Kvernberg. Der hatte behauptet, dass Sannas Vater noch lebt. Wer ist Vidars Kontakt? Tatsächlich ein Polizist/ eine Polizistin?

„Einsam wie der Tod“ ist ein Buch, dass die traumatische Vergangenheit und familiäre Geheimnisse von Sanna und Elin thematisiert. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven und auf zwei Zeitebenen erzählt. Immer wieder gibt es Rückblicke in die Vergangenheit.

Sannas verschiedene Persönlichkeiten, sie leidet an einer dissoziativen Identitätsstörung (DIS). Irgendwie war mir das alles ein bisschen „too much“. Denn wer die beiden Vorgänger gelesen hat, weiß ja Bescheid. Auch Sannas Schwester Elin ist psychisch krank.

Das Ende überrascht und schockiert. Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Atmosphärisch und unterhaltsam. Auch, dass ein Teil in Schottland und den Orkneys verortet ist.

Fazit: Fall Nr. 3 für Wolf und Sanna. Gut, aber nicht ganz so spannend wie die Vorgänger.

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