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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2020

Eine humorvolle Beschreibung des alltäglichen Corona Wahnsinns

Die große Pause
1

Bastian Bielendorfer beschreibt in seinem Corona Tagebuch seinen Alltag während der Pandemie. Angefangen bei den ersten Einschränkungen, über den Lockdown bis hin zu den ersten Lockerungen.

Der Schreibstil ...

Bastian Bielendorfer beschreibt in seinem Corona Tagebuch seinen Alltag während der Pandemie. Angefangen bei den ersten Einschränkungen, über den Lockdown bis hin zu den ersten Lockerungen.

Der Schreibstil von Bastian Bielendorfer ist angenehm flüssig und gut zu lesen. Allerdings stolpert man ab und zu auch über Ausdrücke der Bildungssprache, die nicht jedem geläufig sein dürften.

Die Schilderung der (anfänglichen) Corona Zeit ist gut gelungen. Absurde Regeln und Verhaltensweisen werden sehr treffend auf den Punkt gebracht.
Mit der Zeit ist der Autor meiner Meinung nach allerdings etwas vom ursprünglichen Thema abgekommen. Es ging irgendwann mehr um den Freundeskreis, als um allgemeine Verhaltensweisen, irritierende Regeln, Meinungen und Politik.
Insgesamt ein nettes, kurzweiliges Buch, von dem ich allerdings mehr erwartet habe.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Interessante aber eigenwillige Geschichte

John of John
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Nach seinem Studium wird Cal von seinem Vater nach Hause, auf eine kleine schottische Insel, beordert. Seiner Oma Ella ginge es nicht gut und sein Vater John benötige Hilfe mit den Schafen. Cal folgt dem ...

Nach seinem Studium wird Cal von seinem Vater nach Hause, auf eine kleine schottische Insel, beordert. Seiner Oma Ella ginge es nicht gut und sein Vater John benötige Hilfe mit den Schafen. Cal folgt dem Aufruf nur widerstrebend, da sein Vater und er sich schon lange nicht mehr gut verstehen.

John of John ist sowohl das erste Buch, das ich von Douglas Stuart gelesen habe, als auch mein erstes Familiendrama.
Der Schreibstil war definitiv mal was anderes. Es hat etwas gebraucht, bis ich richtig in die Geschichte reingekommen bin, dann hat mir der Stil aber gut gefallen. Was ich nicht so sehr mochte war der ständige Wechsel der Erzählperspektive, auch innerhalb eines Kapitels.

Die Geschichte selbst hat mich nicht so richtig überzeugen können. Die Charaktere haben alle ihr Päckchen zu tragen. Das wird durch die vielen Perspektivwechsel gut deutlich und man bekommt viele Einblicke in verschiedene Handlungsstränge. Immer wenn ich mich aber gerade eingewöhnt hatte kam etwas bei dem ich mir dachte: „Wo kommt denn das jetzt her?“.
Ansonsten ist die Geschichte insgesamt sehr vor sich hingeplätschert. Es gab keine großen Überraschungen oder Wendepunkte. Dadurch habe ich das Buch teils doch als eher langweilig und langatmig empfunden. Ein paar Ideen wurden angeschnitten, die für mich viel Potential für tiefere Emotionen geboten hätten. Leider wurden diese jedoch auch sehr schnell wieder verworfen. Auch die sehr starke religiöse Komponente hat mich eher irritiert als interessiert.

Insgesamt habe ich mir von „John of John“ viel erhofft, wurde aber nicht wirklich überzeugt. Vielleicht ist das aber auch dem Genre geschuldet, das anscheinend nicht so ganz meins ist.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Nicht mein Genre

The Kings Gambit
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Avery ist ein erfolgreiches Model und liebt seinen Beruf. Er genießt die Aufmerksamkeit, das Geld und die Möglichkeit, sich so etwas von seinem Vater zu distanzieren. Jahre nach ihrem letzten Kontakt trifft ...

Avery ist ein erfolgreiches Model und liebt seinen Beruf. Er genießt die Aufmerksamkeit, das Geld und die Möglichkeit, sich so etwas von seinem Vater zu distanzieren. Jahre nach ihrem letzten Kontakt trifft er auf seinen ehemaligen Stiefbruder Rain, der einen komplett anderen Weg im Leben gegangen ist. Und ohne es zu merken wird Avery in ein Spiel um Leben und Tod hineingezogen.
Zunächst muss ich anmerken, dass es sich bei „The Kings Gambit“ um das allererste Dark Romance Buch handelt, das ich gelesen habe. Und vermutlich wird es erst mal auch das letzte bleiben, es ist nämlich einfach nicht mein Genre. Dem entsprechend schwer fällt es mir auch, hier eine vernünftige Rezension zu verfassen.
Der Schreibstil von Mia Rosé ist angenehm und ich bin gut mitgekommen. Auch die drei verschiedenen Perspektiven haben mir gut gefallen, um die beiden Charaktere besser kennen zu lernen und mit rätseln zu können.
Leider haben mich die Charaktere aber nicht wirklich überzeugt und auch die Geschichte selbst konnte mich nicht abholen. Das liegt aber wohl eher am Genre als an der Geschichte selbst. Ich bin mir sicher, dass es sich um ein spannendes und lohnendes Buch handelt, wenn man Dark Romance mag. Für alle, die auf einen seichten Einstieg in das Genre gehofft haben, ist „The Kings Gambit“, meiner Meinung nach, jedoch eher nicht zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Schwächer als Band 1

Platonic Rulebook
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Nachdem mir „Roommate Arrangement“ extrem gut gefallen hat und ich generell großer Fand von Saxon James bin, habe ich mich sehr auf „Platonic Rulebook“ gefreut.

Wie von der Autorin nicht anders zu erwarten, ...

Nachdem mir „Roommate Arrangement“ extrem gut gefallen hat und ich generell großer Fand von Saxon James bin, habe ich mich sehr auf „Platonic Rulebook“ gefreut.

Wie von der Autorin nicht anders zu erwarten, sind mir die beiden Charaktere Griff und Heath sehr schnell ans Herz gewachsen. Beide sind seit Ewigkeiten befreundet und kennen den jeweils anderen in- und auswendig und unterstützen sich, wo sie nur können. Obwohl sie fast nicht unterschiedlicher sein könnten – Heath ist der gut organisierte „Stadtjunge“, während Griff mit Computern nichts anfangen kann und am liebsten in der Natur ist – ergänzen sie sich perfekt. Die beiden sind ein wirklich unterhaltsames Duo und ihr freundschaftliches Geplänkel hat mir viel Spaß gemacht.
Auch der Umgang zwischen Griff und seiner Ex-Frau Poppy hat mir zu großen Teilen gut gefallen. Der Umgang zwischen den beiden war immer noch herzlich und sie haben sehr gut gezeigt, dass es okay ist sich auseinanderzuleben und man dennoch respektvoll miteinander umgehen kann.

Leider hatte die Geschichte für mich jedoch zu viel (indirekten) spice, wodurch es an Inhalt fehlte. Zu Beginn erfährt man von Griffs (angekündigter) Scheidung und seinem Plan, sich wieder in das Junggesellendasein zu stürzen. Dann geht es zu großen Teilen darum, wie er und Heath der plötzlichen, gegenseitigen Anziehung strotzen beziehungsweise erliegen. Auch diese Szenen sind gut geschrieben, allerdings dominieren sie das Geschehen so sehr, dass ich nach etwa 2/3 das Gefühl hatte, dass sich das Beschriebene nur noch wiederholt. Da es durchaus weitere Handlungsstränge gab, die hätten erzählt werden können, fand ich das ziemlich schade.

Nichtsdestotrotz freue ich mich auf Band 3 und hoffe, dass der meine Begeisterung vom ersten Teil wieder aufnehmen kann.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Unterhaltsames, leicht chaotisches Buch

Totenfluch
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Mafed ist ein längst vergessener ägyptischer Totengott. Aufgrund seiner Unsterblichkeit wandelt er bereits seit langer Zeit unter den Menschen und ist aktuell als Rechtsmediziner für das NYPD tätig. Zusammen ...

Mafed ist ein längst vergessener ägyptischer Totengott. Aufgrund seiner Unsterblichkeit wandelt er bereits seit langer Zeit unter den Menschen und ist aktuell als Rechtsmediziner für das NYPD tätig. Zusammen mit dem Detective Ian Barnell untersucht er einen Mord in der ägyptischen Abteilung des Met.

Zu Beginn fiel es mir etwas schwer in die Geschichte reinzukommen, da ich mich nicht allzu sehr mit der ägyptischen Mythologie auskenne. Ein paar Punkte hätten da meiner Meinung nach doch besser beschrieben sein können, um möglichst viele Leute abzuholen. Für Leser*innen, die sich auskennen oder entsprechend interessiert sind, dürfte das Buch aber eine tolle Unterhaltung sein.

Die Mischung aus Mythologie und Kriminalroman hat mir gut gefallen und war definitiv unterhaltsam. Barnell als Mensch und Mafed haben ein ulkiges Ermittler-Duo abgegeben. Sie sind zwei interessante Charaktere, deren Zusammentreffen immer etwas lustiges hat. Besonders bei Mafed hat man über das Buch hinweg eine deutliche Entwicklung miterleben dürfen, was mich gefreut und ihn zu einem interessanten Charakter gemacht hat. Ian war mir ebenfalls sympathisch, er ist für meinen Geschmack über die Geschichte hinweg aber leider etwas blass an Eigenschaften geblieben.

Insgesamt wirkte die Geschichte auf mich etwas unrund. Es wurde immer mal wieder auf vorherige Fälle der beiden, oder die Entwicklung ihrer Partnerschaft eingegangen. Und das auf eine Art, dass ich das Gefühl hatte, mit Band zwei oder drei angefangen zu haben. Einen Großteil der Geschichte fand ich leider auch ziemlich vorhersehbar, weshalb mir die Spannung fehlte. Das Buch war schön zu lesen, hat mich aber leider zu keinem Punkt so richtig mitreißen können.

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