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Veröffentlicht am 29.04.2026

Wilder Mischmasch

Vollmond für Anfänger
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Nach dem Klappentext hatte ich eine wild-schöne Romanze mit intelligenten Wortgefechten erwartet. Bekommen habe ich ein wildes Durcheinander Quer durch den Garten. Alles angefangen nichts zu Ende gebracht. ...

Nach dem Klappentext hatte ich eine wild-schöne Romanze mit intelligenten Wortgefechten erwartet. Bekommen habe ich ein wildes Durcheinander Quer durch den Garten. Alles angefangen nichts zu Ende gebracht. Raisa ist Wissenschaftlerin und besitzt Magie. Das bringt sie zusammen um ein Heilmittel für schwerste Verbrennungen zu entwickeln. Gideon ist Polizist und ermittelt gegen das Labor in dem sie arbeitet. Aus Versehen verwandelt sie ihn in einen Werwolf bei dem Versuch sein Leben zu retten. Gemeinsam gehen sie auf die Suche nach dem Verursacher von all dem Unheil.
Damit fängt der Mischmasch an, Flashbacks, Wissenschaft, Magie, Religion, Verrat, Macht, Missbrauch, Familie, andere Welten, Popkultur, usw. aber keinen richtig erkennbaren roten Faden. Klar wie werde ich den Werwolf wieder los, aber außer viel Gejammer ist da nichts.
Im Ganzen wird viel gejammert, bereut und betrauert. Das wirkt übertrieben und am Ende auch nicht mehr glaubwürdig.
Vor allem weil das Buch mitten im Satz endet. Cliffhanger gut und schön, aber es wird sonst ein Teil zu Ende geführt oder eine glaubwürdige Vorausschau in irgendeiner Form dargestellt. Sie sind auch oft fies aber hier reizt es mich gar nicht die Fortsetzung zu lesen, vor allem weil es laut Beschreibung um die Geschichte des zweiten Paares überwiegend gehen soll und das passt schon gar nicht weil sie angeblich in einem vorherigen Band bereits erzählt wurde.

Veröffentlicht am 12.12.2025

Toische Beziehungen

Die Insel meiner Schwester
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Nia und Mirijam sind gleichaltige Schwestern, sie haben einen gemeinsamen Vater und lernen sich daher erst mit 14 kennen. Daraus entwickelt sich eine sehr enge Beziehung die erst mit der Beziehung ...

Nia und Mirijam sind gleichaltige Schwestern, sie haben einen gemeinsamen Vater und lernen sich daher erst mit 14 kennen. Daraus entwickelt sich eine sehr enge Beziehung die erst mit der Beziehung von Nia zu Konrad endet.
Zum vierzigsten Geburtstag kommen sie wieder zusammen. Auf Nias Insel wo sie einen Mädelsabend feiern möchten kommt es zu Ereignissen die ihr Leben wieder verändern.
Die beiden Frauen waren mir suspekt. Auf der einen Seite wirken sie ungeheuer egozentrisch, auf der anderen sind sie von ihrem jeweiligen Partner abhängig. Ich konnte mit diesen Charaktereigenschaften nicht warm werden oder sie nachvollziehen. Klar es gibt Beziehungen die auseinander gehen, auch selbstverständlich, das es mehrere Anläufe braucht bis man den passenden Partner gefunden hat, aber es wirkte immer unwirklich, wenig realistisch total im Gegensatz wie ich es empfinden würde.
Dazu kommt die ungeheure Nabelschau von Mirijam, mit einer solchen Person könnte ich nicht in Kontakt stehen. Das der Grund für Trennungen auch mal bei ihr liegen könnte, kommt ihr nie in den Sinn. Sie ist das Opfer. Der. Sie suhlt sich in Selbstmitleid.
Das Thema des Romans ist spannend geht aber leider in der Charakterbeschreibung der Frauen unter.
Vor Jahren habe ich etwas Ähnliches von Minette Walters gelesen. Dieses Buch konnte ich vor Spannung nicht aus der Hand legen, hier war es so dass ich es weglegen musste um ich vor diesen Depressionen verursachenden Klagen zu schützen.

Veröffentlicht am 11.12.2025

Kälte

Der Weg des ewigen Winters
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Die kleine Halla steht allein auf der Welt. In Konstantinopel im Jahr 1007, ihre Eltern sind ermordet und sie hat seltsame Träume. Der Bruder ihrer Pflegemutter versucht sie zu beschützen. Denn es sind ...

Die kleine Halla steht allein auf der Welt. In Konstantinopel im Jahr 1007, ihre Eltern sind ermordet und sie hat seltsame Träume. Der Bruder ihrer Pflegemutter versucht sie zu beschützen. Denn es sind viele eigenartige Gestalten hinter ihr her. In ihren Träumen sind es Raben und andere Raubvögel. Im realen Leben sind es Attentäter und andere Gestalten die anscheinend sehr überzeugende Gründe haben ihrer habhaft zu werden.
Es ist eine Fantasy Geschichte die in der Historie angesiedelt ist. Eine Mischung aus nordischen, griechischen und frühchristlichen Mythen. Eine Welt in der es von Hexen, Geistern und Königen wimmelt.
Mich hat dieses Buch überfordert. Wenn ich mich an ein Setting gewöhnt hatte, kam ein Neues. War ich mit einer Figur vertrauter geworden, starb oder verschwand sie. Ist es eine historische Person passt sie nicht in die Zeit.
Alles ist noch sehr wage dargestellt. Denn anscheinend ist dieses Buch der Anfang einer Trilogie. Klar das man mit der Auflösung bzw. mit den Entdecken von Zusammenhängen noch den zweiten und dritten Band lesen muss.
Aber auch im ersten Band könnte schon etwas mehr Tiefe sein Die Charaktere etwas mehr umrissen und ein paar Erklärungen zu den Geschehnissen. Es sind zu viele verwirrte Fäden, man kann nur hoffen das der Autor es schafft dieses Knäuel zu entwirren.

Veröffentlicht am 08.10.2025

Mord an Weihnachten

Das Geheimnis der weißen Weihnacht
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Weihnachten in den Co.tswoolds, eine landschaftlich schöne Gegend, vielleicht etwas einsam. Daher müssen die Bewohner mit einander auskommen. Natürlich sind sich nicht alle gleich sympathisch. Mrs Bradley ...

Weihnachten in den Co.tswoolds, eine landschaftlich schöne Gegend, vielleicht etwas einsam. Daher müssen die Bewohner mit einander auskommen. Natürlich sind sich nicht alle gleich sympathisch. Mrs Bradley ist dort bei ihrem Neffen zu Besuch, der dort seit einem knappen Jahr lebt. Die gemischte Gesellschaft wird durch anonyme Briefe beunruhigt und dann geschieht ein Mord.
Die Geschichte spielt in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Es geht alles etwas ruhiger zu. Es gibt keine grooßartige Technik oder andere moderne Fahndungsmethoden. Nur der gesunde Menschenverstand und das psychologische Wissen von Mrs. Bradley.
Die Autorin gehört zu den Krimi Queens um Agahthe Christie, sie hat einen ganz anderen Stil . Zurückhaltend, gemütlicher und nicht so wortgewandt ( dieser Eindruck kann aber auch durch die Übersetzung hervor gerufen
sein ). Zum Beispiel: Mrs Bradley grinst für meinen Geschmack sehr häufig auf sehr viele verschiedene Arten.
Die Figuren wirkten teilweise blass, auch der Mord machte den Eindruck als ob er sehr konstruiert wurde.

Veröffentlicht am 22.09.2025

abreisen oder bleiben

Die kleine Inselbibliothek
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Lucy lebt in einem kleinen historischen Küstenort, sie mag keine Veränderungen obwohl, angesichts der klammen Finanzlage der Stadt diese dringend notwendig sind. Logan ist extra in diesem Ort gekommen ...

Lucy lebt in einem kleinen historischen Küstenort, sie mag keine Veränderungen obwohl, angesichts der klammen Finanzlage der Stadt diese dringend notwendig sind. Logan ist extra in diesem Ort gekommen um den Gemeinderat mit Vorschlägen zu unterstützen. Er ist Stadtplaner und hat da so einige Ideen wie man z. B.: den Yachthafen ändern könnte. Lucy ist Inhaberin der Buchhandlung und betreibt außerdem ein kleines Büchertauschhaus nachdem dei Leihbibliothek aus Kostengründen geschlossen wurde. Dort entdeckt sie einen Bücherfreund der sich mit ihr über Post Its in den ausgestellten Büchern ausstauscht. Ein Seelenverwandter nur wer ist er? Während zwischen ihr und Logan die Fetzen fliegen, sind sich Inselfee und Gatsby Fan einig was unbedingt gelesen werden sollte und was Bücher mit Träume zu tun haben.
Als Leser ist es uns natürlich von vornherein klar, wer wer ist, aber die wenig subtilen Hinweise hätten auch den beiden Protagonisten schneller auf die Sprünge helfen sollen, als erst kurz vor Schluss. Das wirkte albern und machte die Bockigkeit, anders mag ich das teilweise kindische Verhalten von Lucy nicht nennen, noch unakzeptabler. Ich hatte zu Beginn etwas Verständnis für ihr Verhalten aber es geht auch um die Lebensqqualitüt der anderen und auch sie muss Kompromisse machen..
Das Buch dreht sich nur um die beiden, ihre Bedürfnisse, alle anderen und auch die Anforderungen an ein Gemeinschaftsleben werden in den Hintergrund gedrängt. Das am Ende alle ihren Willen bekommen scheint wie ein göttliches Wunder. und nicht an den Fähigkeiten der Einzelnen zu liegen.